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Die Nakba – Flucht u. Vertreibung
der Palästinenser 1948

Kulturwiss. Zentrum und ZHGWeitere Informationen

Angela Götz / Christoph Beer:
Unter der Oberfläche

Torhaus-GalerieWeitere Informationen

Das Eigene und das Fremde
Kunstvermittlungsprojekte 2016

Altes RathausWeitere Informationen

Sturm der Bilder
Historische SternwarteWeitere Informationen

Skulpturen unterwegs
Neues RathausWeitere Informationen

80 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
Kulturwissenschaftliches ZentrumWeitere Informationen

Conn3ct: 2 media, 1 story
PaulinerkircheWeitere Informationen

Transkulturelle Begegnungen
im Südpazifik und der Sahara

Institut für EthnologieWeitere Informationen

Carsten Linde:
Wenn die Kraniche ziehen

GDA WohnstiftWeitere Informationen

Rausch – Eine Gruppenausstellung
Galerie AhlersWeitere Informationen

Ulrich Hollmann: Augenblicke
KünstlerhausWeitere Informationen

Ride of Justice –
Gewaltfreier Widerstand
in Palästina

KünstlerhausWeitere Informationen

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Ausstellungen


Kunstvermittlungsprojekte 2016Das Eigene und das Fremde
Jahresausstellung der Kunstvermittlungs­projekte 2016
Bis 11. Dezember im Alten Rathaus

Das Jahresmotto „Identitätskonstruktionen“ und einzelne Ausstellungen des Programms des Kunstvereins haben das Kunstvermittlungsteam zu den verschiedensten Workshops und Projekten inspiriert: In dem Workshop „Living Newspaper“ mit der Künstlerin Liz Magic Laser haben Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse und der Sprachlernklasse des Max-Planck-Gymnasiums mit aktuellen Zeitungsbildern zum Thema Flucht und Vertreibung gearbeitet. Ergebnisse aus den Workshops hat die Künstlerin für die zentrale Installation in ihrer Ausstellung „Identification Please“ aufbereitet.

Individuelle Figuren aus vorgefertigten Holzrohlingen haben jugendliche Geflüchtete in dem Projekt „Skulpturen unterwegs“ mit dem Künstler Uwe Schloen gestaltet und eine Reise durch die Stadt mit ihnen unternommen. Unter dem Titel „Ich bin ich bin ich ...?!“ erforschten Grundschulkinder in Fotosessions und Malaktionen das Bild oder die Bilder vom eigenen Selbst. Ferienangebote im Nachbarschaftszentrum Grone luden Kinder ein, ihr Wunsch-Kinderzimmer im Schuhkarton oder Masken zu gestalten. Und wie kreativ Kinder mit einer Ausstellung wie zum Beispiel „Perfect Lives“ umgehen, die selbst für Erwachsene nicht gerade einfach war, ist herzerfrischend und bewundernswert.
Markt 9. Di–So 11–17 Uhr.

 

80 Jahre Spanischer Bürgerkrieg80 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
Geschichte und Folgen
Bis 18. Dezember im Kulturwissenschaftlichen Zentrum

Rund zwanzig Schautafeln informieren über die Geschichte der vergeblichen Verteidigung der 1931 ausgerufenen Zweiten Republik gegen den Militärputsch Francisco Francos, der 1936 den Spanischen Bürgerkrieg auslöste und 1939 in die Militärdiktatur Francos mündete. Die Präsentation im Rahmen des 37. Europäischen Filmfestivals Göttingen ist eine Kooperation des Lumière/Film- und Kinoinitiative Göttingen e.V. und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB).

Während das nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien Franco unterstützten und die westlichen Demokratien eine Nichteinmischungspolitik vertraten, belieferte die Sowjetunion die Zweite Republik mit Waffen. Es kam zu heftigen Konflikten unter den linken Parteien, zum „Bürgerkrieg im Bürgerkrieg“. Er endete mit der Niederlage der Anhänger der Spanischen Republik und der bis zum Tode Francos im Jahr 1975 andauernden spanischen Militärdiktatur.

„Der Kampf gegen Franco war für uns zugleich ein Kampf gegen Hitler, und damit für Freiheit und Menschenrechte“, beschrieb der deutsche Widerstandskämpfer Alfred Kantorowitz den Einsatz von unzähligen freiwilligen Kämpfern im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939. Kantorowitz gehörte zu den „Internationalen Brigaden“, die bis zu ihrem Abzug 1938 einen wesentlichen Beitrag zur Verteidigung der Zweiten Republik leisteten.
Kulturwiss. Zentrum, Heinr.-Düker Weg 14 (Eing. Goßlerstr.).

 

Conn3ct: 2 media, 1 story
 
Ludolphus van Saksen, Vita Christi. Antwerpen, Henrick Eckert van Hom­berch, 1503Foto: Univ.

Conn3ct: 2 media, 1 story
Bis 18. Dezember in der Paulinerkirche

Die Präsentation stellt soziale Medien von heute kostbaren Büchern des 16. Jahrhunderts aus Flandern und den Niederlanden gegenüber und zeigt auf, welchen Einfluss neue Medien auf die Menschheit und die Welt, in der wir leben, haben können. Die Ausstellung geht auf eine Initiative der Kulturerbe-Bibliothek Flandern, eines Netzwerks flämischer Bibliotheken mit bedeutenden historischen Beständen, und der Nationalbibliothek der Niederlande in Den Haag zurück. Flandern und die Niederlande sind in diesem Jahr Ehrengastland auf der Frankfurter Buchmesse. 2017 und 2018 ist sie an verschiedenen Stationen in den Niederlanden und in Belgien zu sehen.

Wie wird ein neues Medium verbindendes Element? Wer investiert in es? Wer partizipiert an ihm? Wer kontrolliert oder manipuliert es? Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung sind eingeladen, diesen Fragen nachzugehen und zu entdecken, was Luther und Twitter gemeinsam haben. Dabei verwandelt sich die Paulinerkirche selbst in einen „social media space“, in dem Besucherinnen und Besucher sich einloggen, ein aktiver Teil der Ausstellung werden und ihre Meinungen mit anderen Gästen teilen können.
Papendiek 14. Di–So 11–18 Uhr. Öffentliche Führungen (kostenlos) jeweils Sa 11 Uhr.

 

Transkulturelle Begegnungen
im Südpazifik und der Sahara

Bis 20. Dezember im Institut für Ethnologie

Tuareg
 
Portrait eines Tuareg
Foto: Peter Fuchs

Das Zusammentreffen von Menschen aus unterschiedlichen Ethnien und Kulturen manifestiert sich nicht zuletzt im gegenseitigen Austausch, Kauf und Sammeln von materiellen Zeugnissen. Doch wie spiegeln sich in den musealen Erwerbungen von Gegenständen die transkulturellen Begegnungen der Menschen wider, die mit den Dingen in Beziehungen standen oder noch stehen? Dieser Frage geht eine Ausstellung am Institut für Ethnologie der Universität Göttingen nach.

Geschmücktes Boot <leer>
Mit Kula-Zeremonialgaben geschmücktes Boot
.<leer>Foto: Susanne Kühling

Die Ausstellung ist aus einem von den Göttinger Ethnologen Prof. Dr. Elfriede Hermann und Prof. Dr. Nikolaus Schareika initiierten Museums-Projekt hervorgegangen, das sich mit der Erschließung und Auswertung der Sammlungen der beiden Göttinger Ethnologen Prof. Dr. Erhard Schlesier und Prof. Dr. Peter Fuchs beschäftigt. Der Ozeanist Prof. Schlesier führte seine Feldforschung im Südpazifik durch. Sein regionaler Schwerpunkt lag dabei auf Südost-Neuguinea, wo die Menschen der dortigen Inselwelt bis heute in zeremoniellen Tauschbeziehungen zueinander stehen. Das Forschungsinteresse des Afrikanisten Prof. Fuchs richtete sich auf das Gebiet der Sahara und des Sahel. Ihm und seiner Frau Hille sind Einblicke in das transsaharische Dreieck von Handelsbeziehungen zwischen Händlern der im Süden lebenden Haussa, den Tuareg-Nomaden mit ihren Karawanen als Transporteuren von Waren und den Bewohnern der weiter nördlich gelegenen Oase Fachi zu verdanken.

„Beide Ethnologen haben im Zuge ihrer Feldforschung systematisch Sammlungen erworben. Insgesamt wurden etwa 900 Objekte in der Zeit zwischen 1956 und 1991 für die Ethnologische Sammlung in Göttingen zusammengetragen“, sagt Dr. Gundolf Krüger, Kustos der Ethnologischen Sammlung. „Bis heute überwiegend magaziniert und nicht ausgestellt, sind die Objekte wertvolle Zeitdokumente und in ihrer Vollständigkeit aus heutiger Sicht aufschlussreiche Kulturdarstellungen über transkulturelle Begegnungen, verflochtene Beziehungen und kulturelle Dynamiken, stammen sie doch aus einer Epoche der Entkolonialisierung und Umbrüche in jenen Regionen.“

Im Rahmen forschungsorientierter Lehre erfolgte in den Seminaren zur Ausstellungspraxis, museumspädagogischen Praxis und zum ethnographischen Film während der vergangenen drei Semester unter der Leitung von Dr. Krüger, Julia Racz und Dr. Rolf Husmann eine Auswertung der Sammlungen Schlesier und Fuchs. Diese findet ihren Ausdruck in einer neuen Ausstellung unter Beteiligung von Studierenden, einer Vielzahl von Helfern und Unterstützern sowie einiger Institutionen. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Städtischen Museum Göttingen, zu der auch ein Begleitband vorliegt.
Theaterplatz 15. So 10–16 Uhr und nach Vereinbarung.

 

Carsten Linde: Wenn die Kraniche ziehen
Begegnungen mit den „Vögeln des Glücks“
Bis 6. Januar im GDA Wohnstift

Kraniche 01Wenn die Kraniche ziehen, folgt ihnen seit Jahren der Naturfotograf Carsten Linde mit der Kamera. Zwischen Herbst und Frühjahr führen ihn seine Reisen von den Rastgebieten an der Ostseeküste und in Frankreich bis zu den Winterquartieren in Spanien und zurück zu den Tanzplätzen in Schweden. Er fotografiert die „Vögel des Glücks“ in ihren natürlichen Lebensräumen: An verborgenen Schlafplätzen und traditionellen Sammelplätzen, bei Wind und Wetter, in Schnee und Nebel, in der Dämmerung und im weichen Morgenlicht. Dabei sind ihm einzigartige Aufnahmen in attraktiver Farbigkeit und brillanter Schärfe gelungen. Sie zeigen in detaillierten Nahaufnahmen und in stimmungsvollen Bildern die Anmut und Ästhetik der Kraniche auf ihrem weiten Weg durch Europa.

Kraniche 02Linde, Jahrgang 1944, studierte Pädagogik an der PH Karlsruhe und arbeitete zunächst als Lehrer an Grund- und Hauptschulen in Baden-Württemberg. Nach seiner Zeit als wissenschaftlicher Assistent an der PH Göttingen war er Rektor der „Adolf-Reichwein-Schule Göttingen“ (bis 1998) und anschließend (bis 2005) der „Janosch-Grundschule Seulingen“. 2005 entstanden erste Naturfotos und seit diesem Jahr ist Carsten Linde auch ehrenamtlicher Kranich-Ranger für den „Kranichschutz Deutschland“.

Der Naturfotograf zeigt Multimediashows über seine Reisen, leitet Foto-Workshops und ist Referent der „Fotoschule Zingst“. Seine Fotos erschienen in Zeitungen und Zeitschriften wie unter anderem „Vögel“, „Der Falke“, „Landlust“, „Naturgucker“, „Naturschutz in NRW” sowie in Fernsehprogrammen (ZDF, NDR). In Ausstellungen präsentierte Carsten Linde seine Fotografien bislang in Schweden, Frankreich, den Niederlanden und in vielen deutschen Städten. Er ist ausgewählter Aussteller bei renommierten internationalen Naturfoto-Festivals. 2015 erschien sein Buch „Kraniche – Märchen und Mythen, Gedichte und Texte aus aller Welt“.
Charlottenburger Str. 19. Täglich 8–20 Uhr.

 

Hollmann: Der weiße Ball, 2016Ulrich Hollmann: Augenblicke
Malerei
12. Januar bis 12. Februar 2017 im Künstlerhaus

Eine Ausstellung zum 80-järigen Jubiläum von Ulrich Hollmann. — „Der Titel Augenblicke hat einerseits einen biografischen Hintergrund, andererseits sind es Zufälle, denen ich durch meine Malerei Bedeutung verleihen möchte. Es ist also keine Retrospektive im eigentlichen Sinne.

Meine künstlerischen Zielsetzungen haben sich im Studium an einer Hochschule mit langer malerischer Tradition entwickelt. Visuelle Erfahrungen und Erlebnisse sind meistens Auslöser meiner Bilderfindungen. Der Titel Augenblicke bezieht sich einerseits auf markante Momente meiner Biografie, andererseits auf zufällige bildnerische Entdeckungen. Bestimmend sind für mich aber vor allem malerische Herausforderungen. Ob sich hinter dem reinen Augenschein inhaltliche Bezüge verbergen, mag sich dem Betrachter bei näherer Betrachtung erschließen.“Ulrich Hollmann
Gotmarstr. 1, Weißer Saal. Di–Fr 16–18 Uhr, Sa/So 11–16 Uhr.

 

Ride of Justice – Gewaltfreier Widerstand in Palästina
Fotografie, Audioaufnahmen, Vorträge von Anika Machura
22. Januar bis 12. Februar 2017 im Künstlerhaus

Ride of JusticeDie Ausstellung präsentiert Dokumentarfotografie aus Palästina. Das Material für die Ausstellung ist während einer Israel-Palästina-Reise der Ethnologin Anika Machura im März und April 2016 entstanden. Sie reiste u.a. mit dem Freedom Bus gemeinsam mit fast 50 palästinensischen Schauspieler/innen und internationalen Teilnehmer/innen für 12 Tage durch das Westjordanland. Organisiert wurde die Reise vom Freedom Theatre (Jenin), welches eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Strategien und Möglichkeiten eines gewaltfreien, kulturellen Widerstandes gegen die Besatzung der palästinensischen Gebiete durch Israel einnimmt.

Die Ausstellung dokumentiert gewaltfreie Freiheits- und Menschenrechtsbestrebungen im Westjordanland und in Ost-Jerusalem sowie Herausforderungen, denen sich die Menschen dort täglich stellen müssen. Eine Höhle wird zu einer Theaterbühne, eine zerstörte Moschee Schauplatz interkultureller Begegnung, ein Theater aus einer Ruine errichtet – die Nutzbarmachung zerstörter Strukturen gehört neben Solidaritätsbewegungen, Projekten lokaler NGOs, friedlichen Demonstrationen, alternativen Stadtführungen etc. zu den vielen Formen gewaltfreien Widerstandes in Palästina. Diese Bemühungen werden jedoch kaum wahrgenommen und von vielen nationalen und internationalen Medien nicht dargestellt. Eine zentrale und nötige Aufgabe der Ausstellung soll somit sein, entlang der Stationen der Reise die Geschichten der Menschen und Organisationen vor Ort zu erzählen sowie die Unterstützung der internationalen TeilnehmerInnen aufzuzeigen.

Anika Machura widmet sich neben ihrem Ethnologie-Studium seit mehreren Jahren der ethnografischen Fotografie und dem ethnografischen Film. Mit einer Kombination aus Fotografie, Audiomitschnitten und Texten soll die Ausstellung aus einer ethnografischen Perspektive heraus die auf der Reise besuchten Personen und Organisationen selbst zu Wort kommen lassen. Das Programm der Ausstellung beinhaltet weiterhin Vorträge sowie Filmabende. In Kooperation mit der Ethnologischen Sammlung der Uni Göttingen wird zudem ein Kindernachmittag zum Leben von Kindern in palästinensischen Flüchtlingscamps stattfinden. Die Ausstellung soll Raum für Aufklärung und offene Diskussion schaffen und die Ethnologin wird weitestgehend selbst vor Ort sein.
Gotmarstr. 1, Gewölbekeller. Di–Fr 16–18 Uhr, Sa/So 11–16 Uhr.

 

Die Nakba –
Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948

Bis 30. November Kulturwiss. Zentrum / ZHG
Der Verein Flüchtlingskinder im Libanon e.V. hat in 2008 aus Anlass des 60. Jahrestages der Nakba, der Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948, deren Erinnerung mit den gleichzeitigen Feiern zur Gründung des Staates Israel im Mai 1948 zusammenfällt, eine Wanderausstellung mit Begleitkatalog zur Thematik erarbeitet. Bis heute wurde die Ausstellung an ca. 100 Orten in Deutschland und an mehr als 30 Orten in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und England gezeigt. Zehntausende Besucher/innen haben sie gesehen und mehr als 14.000 Ausstellungskataloge wurden verkauft.
Bis 17. Nov. im Kulturwiss. Zentrum, Heinr.-Düker Weg 14.
19.–30. Nov. im Zentr. Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5.

Angela Götz / Christoph Beer:
Unter der Oberfläche

Bis 4. Dezember in der Torhaus-Galerie
Eine Bildhauerin und ein Maler geben einen Überblick über ihr Schaffen.
Thüster Kalkstein, ein Millionen Jahre altes Sedimentgestein, ist das raue Material, aus dem die Bildhauerin Angela Götz ihre Skulpturen fertigt. Ihr Thema ist der menschliche Körper. Die runden und fließenden Formen, die ihre Expressivität durch den Spannungsbogen zwischen figürlicher Darstellung und abstrahierter Formgebung erhalten, schafft sie ohne elektrische Hilfsmittel. Angela Götz erhielt ihre Ausbildung u.a. in Madrid und am Zeichenlektorat der Universität Göttingen.
Die Acrylmalerei von Christoph Beer besticht durch ihre Vielschichtigkeit und Transparenz. Den Zugang zu seinen Welten schaffen Figuren und Motive, die von einer einerseits inspirierenden, andererseits irritierenden Mehrdeutigkeit sind. Obgleich sie klar umrissen sind, scheinen sie flüchtig, tauchen wie Schemen aus der Umgebung auf und verschwinden wieder. Beer hat an der Universität der Künste Berlin studiert und bereits zahlreiche Einzelausstellungen in Deutschland und der Schweiz gehabt.
Kasseler Landstraße 1, Eingang Stadtfriedhof. Fr.–So. 15.00 bis 17.00 Uhr.

Sturm der Bilder
Bürger, Moral und Politik
in den Niederlanden 1515 bis 1616
Bis 11. Dezember in der Historischen Sternwarte

Die Ausstellung präsentiert niederländische Drucke aus dem Bestand der universitären Kunstsammlung. Die Stiche zeugen von einer lebendigen und kritischen politischen Kultur in den Niederlanden des 16. Jahrhunderts; sie fragen nach den moralischen Werten von Politikern und den politischen Pflichten und Rechten von Bürgern.
Zu sehen sind unter anderem Werke von Lucas van Leyden, Maarten van Heemskerck, Pieter Bruegel, Hendrick Goltzius und Dirck Volckertsz Coornhert sowie das Erasmus-Porträt von Albrecht Dürer und eine Ko-Produktion von Rembrandt und Hugo Grotius.
Geismar Landstraße 11. Di–So 11–17 Uhr.

„Skulpturen unterwegs“
Kalenderpräsentation
Bis 15. Dezember im Neuen Rathaus
In einem Workshop mit dem Bildhauer Uwe Schloen haben jugendliche Geflüchtete im Juli dieses Jahres Skulpturen gestaltet und mit ihnen eine „Reise durch die Stadt“ unternommen. Markenzeichen der Figuren sind die großen Gummistiefel. Obwohl aus grob vorgefertigten Holzrohlingen erarbeitet und alle mit diesem Schuhwerk versehen, ist doch jede Figur individuell. Der Fotograf Jan Vetter hat den Entstehungsprozess und die „Reise“ fotografisch dokumentiert.
Skulpturen unterwegsAus dem Fotomaterial ist nun ein Kalender entstanden, der mit weiteren Fotos bis zum 15. Dezember in einer Ausstellung im Neuen Rathaus präsentiert wird. Die Skulpturen selbst sind noch bis zum 10. Dezember in der Jahresausstellung der Kunstvermittlungsprojekte des Kunstvereins Göttingen im Alten Rathaus, Markt 9, jeweils Di bis So von 11.00 bis 17.00 Uhr zu bewundern.
Hiroshimaplatz 1–4. Mo–Do 7.00–19.30 Uhr, Fr 7.00–16.30 Uhr.

Rausch
Eine Gruppenausstellung
2. Dezember bis 7. Januar 2017 in der Galerie Ahlers

Martina Altschäfer, Anna Bittersohl, Gudrun Brüne, Ruth Bussmann, Andrea Damp, Christan Frosch, Birgid Helmy, Esther Horn, Wolfgang Kessler, Rachel Kohn, Agata Kus, Sigrid von Lintig, Heike Ludewig, Esther Naused, Sigrid Nienstedt, Helmut Mair, Jochen Pankrath, Wolfram Scheffel, Thomas Schiela, Silke Schöner, Nele Waldert, Andreas Welzenbach, Willi Weiner, Gerlinde Zantis zeigen aktuelle Arbeiten aus dem Jahr 2016.
Düstere Str. 21. Di–Fr 10–13 Uhr, 15–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr.

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