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Neue BücherWeitere Informationen

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Marktcheck
Nahrungsergänzungsmittel
für Kinder
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Krankentagegeld
Tarife von gut bis mangelhaftWeitere Informationen

Rabatt-Portale
Lohnender als RabattkartenWeitere Informationen

Heizungspumpen
Wechseln zahlt sich ausWeitere Informationen

Automatische Gartenbewässerung
Nur ein System taugt wasWeitere Informationen

Rasenroboter
Keiner ohne UnfallrisikoWeitere Informationen

Trockenfutter für Katzen
Sehr gutes Futter
schon für 5 Cent am Tag
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Fleisch
Verbraucherzentralen
fordern staatliches Label
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Rabatt-Portale
Lohnender als Rabattkarten
Mit Cashback-Portalen können sich Kunden in vielen Onlineshops attraktive Rabatte sichern. Oft sind es 3 bis 6 Prozent des Endpreises, im besten Fall sind sogar mehr als 10 Prozent drin. Das ist deutlich mehr als bei den Rabattkarten wie Payback. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Juni-Ausgabe, für die sie acht Cashback-Portale mit vielen umsatzstarken Onlinehändlern als Partner untersucht hat. Die Tester prüften, wie hoch die Rabatte sind, ob es Fallen für die Kunden gibt und wie es um die Datenschutzbestimmungen steht.
Die Cashback-Portale erhalten von Onlinehändlern für die Vermittlung eines Einkaufs eine Provision. Davon geben sie einen Teil an die Kunden weiter. Insbesondere bei größeren Anschaffungen lohnt es sich, ein Cashback-Portal zu nutzen. Die Höhe der Rückvergütung unterscheidet sich von Branche zu Branche und von Portal zu Portal. Meist bekommt man zwischen 3 und 6 Prozent Rabatt, mitunter aber auch mehr als 10 Prozent. Das ist deutlich mehr als bei Rabattkarten. Bei Payback und Deutschlandcard sind es oft nur 0,5 bis 1 Prozent Nachlass.
Ein guter Cashback-Anbieter sollte mit möglichst vielen großen Onlineshops zusammenarbeiten. Die Spitzenreiter im Test kooperieren mit 72 der Top-100-Händler in Deutschland. Sie bieten auch die Auszahlung des angesammelten Cashback-Guthabens schon ab dem ersten Euro. Die Datenschutzbestimmungen der Portale sind wenig problematisch, in einigen Fällen kritisieren die Tester aber unzulässige Klauseln in den Geschäftsbedingungen.
Erschienen in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/cashback-portale

Fleisch
Verbraucherzentralen
fordern staatliches Label

Haltungskompass von Lidl unter der Lupe
Tierschutz steht hoch im Kurs. Immer mehr Verbraucher wünschen sich eine artgerechte Nutztierhaltung. Der Handel reagiert darauf mit neuen Marken und Labeln. Lidl hat kürzlich einen vierstufigen „Haltungskompass“ eingeführt. Die Verbraucherzentralen wollten wissen, welche Kennzeichnungen beim Frischfleischangebot von Lidl vorhanden sind. In zehn Bundesländern und insgesamt 13 Filialen haben sie das Sortiment stichprobenartig geprüft.
Vier Siegel mit den Ziffern 1 bis 4 stehen bei den Eigenmarken von Lidl für verschiedene Haltungsstandards bei Frischfleisch – von den gesetzlichen Mindestanforderungen bis zum Öko-Standard. „Eine Kennzeichnung der Tierhaltung ist ein guter Ansatz. Doch jedes zusätzlich eingeführte Siegel macht es Verbrauchern schwerer, den Labeldschungel zu durchschauen“, sagt Janina Willers, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Um Kunden Orientierung beim Einkauf zu geben, brauchen wir schnell ein einheitliches, mehrstufiges staatliches Tierwohllabel mit hohen Tierschutzstandards.“
Bei der Untersuchung haben die Verbraucherzentralen überwiegend Fleisch gefunden, das lediglich den gesetzlichen Mindeststandard einhält. Mit dem geringfügig höheren Tierschutzstandard der Stufe 2 „Stallhaltung plus“ war nur frisches ungewürztes Geflügelfleisch zu haben, das von Betrieben der Brancheninitiative Tierwohl stammt. Diese Betriebe bieten ihren Tieren beispielsweise zehn Prozent mehr Platz. Allerdings gibt es bei der Kennzeichnung widersprüchliche Angaben. Auf gut der Hälfte dieser Geflügelpackungen steht, dass das Fleisch möglicherweise nicht aus Betrieben der Initiative Tierwohl stammt. „Lidl muss hier zwingend nachbessern“, so Willers.
Frischfleisch, das höhere Tierschutzstandards erfüllt, wie Zugang der Tiere zu Außenklimabereichen, ist bei Lidl quasi nicht im Angebot: Lediglich ein Produkt mit dem Sigel der Stufe 3 war in einigen Filialen zu finden („ganze Hähnchen“). Das Siegel der Stufe 4 „Bio“ war nur auf wenigen Packungen mit Hackfleisch und Gulasch zu entdecken. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner sollte das angekündigte staatliche Tierwohllabel zügig auf den Weg bringen, um den zunehmenden Labeldschungel zu stoppen. Denn nur ein einheitliches staatliches Siegel, das hohe Standards für Tierschutz und Tiergesundheit garantiert, schafft Transparenz und Verlässlichkeit für den Verbraucher.

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Neue Bücher

iPhone Supertricks
333 versteckte Funktionen, die Zeit sparen
iPhone SupertricksDas iPhone überzeugt zwar durch seine einfache, selbsterklärende Bedienoberfläche. Doch zahlreiche versteckte Kniffe, geheime Features und unbekannte Funktionen warten darauf, entdeckt zu werden. Verblüffende Tipps sowohl für iPhone-Neulinge als auch für Kenner gibt die Stiftung Warentest in ihrem neuen Ratgeber iPhone Supertricks.
iPhones sind Kalender, Kamera, Navi, Uhr, Sekretär, MP3-Player für Musik und Podcast, Zeitung, Taschenrechner, Wetterfee, Fitnesstracker, Internetbrowser, Mailprovider und Taschenlampe in einem und telefonieren kann man damit auch. Bei so vielen Möglichkeiten heißt es, den Überblick zu behalten: Der Ratgeber hilft dabei, Fotos zu bearbeiten, durch Touch-Funk­tionen Zeit zu sparen, den Internet Browser zu optimieren, die Wasserwaage zu benutzen oder auf Webseiten schneller nach oben zu scrollen. Knallige Bilder und kurze Erklärtexte sorgen für ein schnelles Verständnis.
Die 333 Supertricks der Stiftung Warentest machen das iPhone zum Multifunktionsgerät, das man nicht mehr missen möchte.
iPhone Supertricks. 176 Seiten, 14,90 Euro. im Handel oder online unter www.test.de/iphone-supertricks

Anlegen mit ETF
Die Geldanlage im Zinstief
Anlegen mit ETFAufschlagen, loslegen. Wenn Geld anlegen doch immer so einfach wäre. ETF, also Exchange Traded Funds, die einen Börsenindex nachbilden, sind längst zum Dauer-Hype mutiert. Kein Wunder: Sie sind unkompliziert, kostengünstig und leicht handelbar und auch etwas für Anleger, die es schlicht und einfach mögen. Wer einsteigen möchte, oder schon eingestiegen ist und sein Depot strategischer ausrichten will, der findet im neuen Buch Anlegen mit ETF der Stiftung Warentest eine handfeste Gebrauchsanleitung. Von den Grundregeln der Geldanlage bis zum Pantoffel-Portfolio, einem Finanztest-Konzept für bequeme Anleger, steht darin alles, was man wissen muss, um ohne großen Aufwand eine solide Rendite einzufahren.
ETF sind der ideale Weg, um langfristig anzulegen, denn sie sind günstig, transparent und vielseitig einsetzbar. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein – ist es aber.
Nach den Grundregeln der Geldanlage folgt ein Übersichtskapitel über verschiedene ETF-Formen, und dann kann es auch schon losgehen. Erst wird geplant, und dann umgesetzt. Wie praktisch: Weil nicht alle ETF gleich gut sind, stellt das Buch eine Auswahl der Besten vor. Liegen sie im Depot, ist ein erstes Reiseziel erreicht. Wer mehr will, schlägt das Kapitel „ETF für Fortgeschrittene“ auf und konzentriert sich fortan vielleicht auf Regionen, Rohstoffe oder Branchen. Die Vielseitigkeit ist ein großes Plus der ETF. Echte und vermeintliche Risiken werden aber schließlich auch noch angesprochen, und vor allem: wie man sie minimiert.
Anlegen mit ETF. 176 Seiten, 19,90 Euro. Im Handel und online unter www.test.de/buch-etf

Ratgeber
E-Bike & Pedelec
over E-BikeE-Bikes werden immer beliebter. In der Stadt ersetzen sie inzwischen bei vielen Fahrten das Auto. Denn dank Motorunterstützung kommt man schnell und entspannt ans Ziel. Kein Wunder, dass bei den Herstellern von E-Bikes Goldgräberstimmung herrscht. Ständig werden technische Neuheiten angekündigt. Man kann sein Fahrrad auch zum Pedelec aufrüsten oder sein Pedelec für höhere Geschwindigkeiten tunen. Da ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Deshalb erscheint jetzt von der Stiftung Warentest der Ratgeber E-Bike & Pedelec mit allen wichtigen Information zu Auswahl, Kauf, Technik, Wartung und Fehlerbeseitigung.
Das individuell passende Pedelec oder E-Bike gibt es nur mit guter Beratung. Wie man die findet und worauf es beim Kauf ankommt, erklären die Experten der Stiftung Warentest in diesem Ratgeber. Außerdem gibt es alle wichtigen Informationen zu den verschiedenen Kategorien von E-Bikes, den Antriebskonzepten, zur Stromversorgung und Wartung sowie konkrete Empfehlungen aus den Untersuchungen der Stiftung Warentest, u.a. zu Fahrradhelmen und Fahrradschlössern.
Auch wenn die meisten Pedelecs rechtlich als Fahrrad eingestuft werden, gilt es im Alltag und auf Reisen doch ein paar wichtige Sachen zu beachten, die anders sind: Verkehrsregeln, Versicherungsschutz, Akkupflege und Sicherheit.
E-Bike & Pedelec. 176 Seiten, 19,90 Euro. im Handel oder online unter www.test.de/ebike-pedelec


Wechselhelfer für Strom und Gas
Viele Versprechen, wenig Garantien
Geschäftsbedingungen oftmals intransparent

Auch 20 Jahre nach der Liberalisierung des deutschen Energiemarktes sind viele Verbraucher zurückhaltend, wenn es um den Wechsel des Strom- oder Gasanbieters geht. Zu viel Aufwand, zu viel Risiko – so die häufigsten Bedenken. Ein neues Angebot lässt da aufhorchen: Sogenannte Wechselservices oder -helfer versprechen, Kunden bei der Auswahl der Tarife zu unterstützen und bei Bedarf automatisch einen Anbieterwechsel einzuleiten. Auf diese Weise könne der Nutzer nicht nur Jahr für Jahr sparen, sondern auch sicher sein, stets zu einem seriösen Anbieter zu wechseln. Im Rahmen des Projekts Marktwächter Energie für Niedersachsen hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen die neuen Angebote genauer analysiert. Ergebnis: Ein Mehrwert für Verbraucher ist oftmals nicht zu erkennen.

Insgesamt hat die Verbraucherzentrale zehn verschiedene Portale untersucht: SwitchUp, cheapenergy24, Wechselfuchs, Wechselpilot, StromAuskunft, eSave, Switchandsave, Switch Clever, HausPilot und Deine-Versorger.de. „Gemeinsames Merkmal aller Angebote ist, dass sie dem Kunden eine Art Rundum-sorglos-Paket in Aussicht stellen“, sagt Christina Peitz, Energieexpertin im Projekt Marktwächter Energie für Niedersachsen. Dem Nutzer werde versprochen, dass er sich künftig nicht mehr selbst um seine Verträge kümmern müsse, sondern ein professioneller Helfer die Preise beobachte und Wechsel einleite. Zudem werben die Dienstleister damit, dass sie alle Angebote einer genauen Kontrolle unterziehen und dem Nutzer ausschließlich empfehlenswerte Anbieter und Tarife vorschlagen.

„Die zentralen Versprechen lauten also Entlastung und Sicherheit“, sagt Peitz. „Bei beiden Punkten ergeben sich aus unserer Sicht jedoch erhebliche Zweifel.“ So zeigt die Analyse beispielsweise, dass sich die Kunden keineswegs komplett aus der Betreuung ihrer Verträge zurückziehen können: Bei den meisten Portalen gibt es sehr wohl Aufgaben, die der Kunde selbst übernehmen muss, etwa die Überwachung von möglichen Preiserhöhungen. Zudem sind die Geschäftsbedingungen oftmals so intransparent, dass der Kunde bei der Beauftragung gar nicht absehen kann, was genau auf ihn zukommt.

Auch ein genauer Blick auf die empfohlenen Tarife lässt Zweifel an dem versprochenen Rundum-sorglos-Paket aufkommen: So ist bei keinem einzigen der untersuchten Wechselservices durchgehend zu erkennen, welche Kriterien bei der Auswahl der Angebote genutzt werden. Stattdessen finden sich auch hier zumeist nur vage Angaben, beispielsweise der Hinweis auf eine kurze Vertragslaufzeit. Insgesamt ergeben sich aus Sicht der Verbraucherzentrale Niedersachsen erhebliche Zweifel, ob Verbraucher tatsächlich von den versprochenen Vorteilen der Wechselservices profitieren können. „Die Ergebnisse der einzelnen Portale sind zwar durchaus unterschiedlich, unsere zentralen Kritikpunkte wie die unzureichende Qualitätssicherung betreffen jedoch alle Anbieter“, so Peitz.
→marktwaechter-energie.de/studie-wechselservices/

 

Marktcheck
Nahrungsergänzungsmittel für Kinder
Ergebnisse teilweise alarmierend

Jedes zehnte Kind bekommt täglich Nahrungs-ergänzungsmittel oder mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Lebensmittel, einige sogar beides. Doch halten die Produkte, was sie versprechen? Die Verbraucherzentralen haben 26 Nahrungsergänzungen für Kinder auf Zusammensetzung und Werbeaussagen geprüft. Die Ergebnisse sind teils alarmierend.

Bei 85 Prozent der Produkte liegt mindestens eines der Vitamine oder Mineralstoffe über dem Referenzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für 4- bis 7-Jährige. Beispiel Vitamin C: Die empfohlene tägliche Zufuhr beträgt 30 mg. Die Produkte im Test weisen eine Spannbreite von 20 bis 200 mg Vitamin C auf. Ähnlich bei Biotin: Die DGE empfiehlt 10 bis 15 µg, die Nahrungsergänzungsmittel enthalten zwischen 10 und 150 µg.

Mehr als die Hälfte der Produkte überschreitet die vom Bundesinstitut für Risikobewertung vorgeschlagenen Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungs-mitteln oder liegt an der Grenze. Das ist besonders kritisch, da diese Werte für Personen ab 15 Jahren gelten. So können sich fettlösliche Vitamine A oder D im Körper anreichern und sich negativ auf die Gesundheit auswirken – etwa in Form von Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit. „Der Gesetzgeber sollte verbindliche Höchstmengen für Vitamine und Mineral-stoffe in Nahrungsergänzungsmitteln festlegen und dabei die spezifischen Bedürfnisse von Kindern berücksichtigen“, sagt Willers. Ohne eine verbindliche Regelung seien Nahrungsergänzungsmittel für Kinder keine sichere Produktgruppe und sollten besser gemieden werden.

Vor allem Produkte in Form von Bonbons oder Bärchen bergen die Gefahr, mit Süßigkeiten verwechselt und in größeren Mengen verzehrt zu werden. Doch auch bei ordnungsgemäßer, regelmäßiger Einnahme kosten die Nahrungsergänzungsmittel des Marktchecks pro Jahr bis zu 520 Euro pro Kind – ohne erwiesenen Nutzen. Die gesundheitsbezogenen Angaben (Health Claims) auf den Verpackungen waren zwar überwiegend zulässig; dennoch vermitteln sie oft ein falsches Bild: Eine übermäßige Zufuhr von Nährstoffen verbessert nicht die Leistungsfähigkeit oder Gehirnfunktion. Immerhin 39 Claims sollten nach Ansicht der Verbraucherzentralen von der Lebensmittel-überwachung oder gerichtlich geprüft werden, da zugelassene gesundheitsbezogene Aussagen verstärkt oder vereinfacht werden.

 

Krankentagegeld
Tarife von gut bis mangelhaft

CoverPrivates Krankentagegeld bietet Schutz gegen Verdienstausfall bei langer Krankheit und ist sinnvoll für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer und Selbstständige, wenn die Lücke zum Nettogehalt besonders groß oder das Gehalt jeden Monat fest verplant ist – zum Beispiel für einen Kredit. Finanztest hat für die Juni-Ausgabe 76 Tarife aller privaten Krankenversicherer untersucht untersucht, die für gesetzlich Versicherte zugänglich sind. Die Ergebnisse reichen von gut bis mangelhaft.

Der Test zeigt, je früher Kunden den Vertrag abschließen, desto günstiger können sie ein privates Krankentagegeld versichern. Der 32-jährige Modell-Arbeitnehmer zahlt für einen der drei besten Tarife zwischen 10 und 13 Euro monatlich und bekommt ab der siebenten Krankheitswoche als Ergänzung zum gesetzlichen Krankengeld dafür 40 Euro täglich privates Krankentagegeld. Ist der Kunde bei Abschluss 52 Jahre alt, zahlt er dafür zwischen 24 und 28 Euro monatlich, also mehr als doppelt so viel.

Bei Selbstständigen, die freiwillig Mitglied einer Krankenkasse sind, ist es komplizierter. Sie haben nicht automatisch Anspruch auf gesetzliches Krankengeld. Sie können wählen, ob sie das Krankengeld ihrer Kasse erhalten wollen oder finanzielle Risiken bei längerer Arbeitsunfähigkeit lieber komplett über einen privaten Versicherer absichern oder beides kombinieren.
Erschienen in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/krankentagegeld

 

Heizungspumpen
Wechseln zahlt sich aus
Alte Pumpen sind wahre Stromfresser

Wer noch immer eine alte Heizungspumpe im Keller hat, sollte diese gegen eine moderne austauschen: Die Energieersparnis ist enorm. Selbst günstige Umwälzpumpen für nur 100 Euro schneiden im Test von Heizungspumpen gut ab. Durch die Stromkosten-Ersparnis zahlt sich die Investition oft schon in wenigen Jahren aus.

Heizungspumpen
 
Grafik: Stiftung Warentest

Moderne Hocheffizienzpumpen passen sich dem Bedarf an und benötigen nur einen Bruchteil der Energie. Bei den Effizienzsiegern im Test fallen in einem typischen Einfamilienhaus nur noch 8 bis 9 Euro Stromkosten im Jahr an. Eine Standardpumpe aus dem Jahr 2007 benötigt mit 49 Euro pro Jahr etwa das Fünffache, Standardpumpen aus den 90ern sogar noch mehr.

„Nach weniger als 10 Jahren sind dann die Kosten für die neue Pumpe wieder drin – und die Umwelt profitiert sofort“, sagt Testleiter Dr. Peter Schick. Oft gehe es sogar schneller, weil viele alte, ungeregelte Modelle rund um die Uhr laufen, selbst im Sommer.
Erschienen in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/heizungspumpen. Neben den klassischen Modellen sind auch Pumpen für Solaranlagen und Erdwärme im Test. Außerdem macht test den großen Heizungsvergleich: Gas, Wärmepumpe oder Holzpellets, mit Solaranlagen im System – wie hoch sind Kosten und Umweltbelastung?

 

Automatische Gartenbewässerung
Nur ein System taugt was
Sorgfältige Planung erforderlich

Bei einem Test von automatischen Gartenbewässerungsanlagen konnte nur ein System überzeugen. Für die Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift test hat die Stiftung Warentest vier automatische Bewässerungssysteme von Gardena, Regenmeister, Kärcher und Hornbach ausgewählt. Bedingung war: Hobbygärtner müssen die Systeme selbst aufbauen können.

Gartenbewässerung
Der Computer steuert, wann und wie lange bewässert wird, Steckdosen: ermöglichen ein Umverteilen des WassersFoto: Stiftung Warentest

Billig sind die Bewässerungssysteme nicht: Für den rund 100 m² Testgarten kostete das Material zwischen 500 und 950 Euro. Kern der Anlage ist der Bewässerungscomputer. Dieser wird an den Wasserhahn angeschlossen. Er steuert Dauer und Häufigkeit der Bewässerung. Wer unterschiedliche Bereiche wie Blumenbeete und Rasenflächen gießen möchte, benötigt ein Gerät mit mehreren Ausgängen, um daran die Verbindungselemente für Tropfer, Düsen, Regner und Sprinkler anzuschließen. Die Installation sollte möglichst einfach sein.

Doch nicht immer passen die Teile gut zusammen. Beim Testsieger sind die einzelnen Komponenten sehr gut verarbeitet, aber rund 400 Euro teurer als die der Konkurrenz. Das Fazit der Tester: „Pflanzen und Rasen bekommen Wasser. Die Anlagen funktionieren, wenn man die Komponenten sorgfältig plant und die Wassermenge berücksichtigt, die der Wasserhahn vor Ort zur Verfügung stellt. Im Detail gibt es aber große Unterschiede vor allem die Montage war bei manchen sehr aufwendig.“
Erschienen in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/gartenbewaesserung

 

Rasenroboter
Keiner ohne Unfallrisiko
Besonders Kinder gefährdet

Sechs von acht getesteten Rasenrobotern bringen den Rasen zwar gut in Form, doch am Ende schneidet keiner besser als befriedigend ab. Die Geräte sind nicht ohne Unfallrisiko, vor allem für spielende Kinder. Bei zwei Modellen ist es so groß, dass sie ein mangelhaft erhielten. Die Stiftung Warentest hat acht Rasenroboter geprüft – fünf davon für Rasenflächen bis 1.000 Quadratmeter und drei Geräte, die für noch größere Gärten angeboten werden. Die Preise reichen von 800 bis 2.850 Euro.

RasenroboterDie Tester haben verschiedene Unfallszenarien simuliert, darunter die Begegnung mit einem stehenden, einem krabbelnden und einem liegenden Kind. Ein stehendes Kind erkannten alle Rasenroboter. Bei krabbelnden Kindern hielten sechs ebenfalls rechtzeitig an. Zwei fuhren auf die Fußattrappe auf und hinterließen deutliche Schnitte an dem Kinderschuh (Abb. Stiftung Warentest). Barfuß hätte das zu heftigen Verletzungen geführt. Vergleichbare Unfälle hat es bereits gegeben. Das bewerteten die Tester mit mangelhaft. Vor den ausgestreckten Händen eines liegenden Kindes dürfte indes keiner der Mäher haltmachen. Die Messer erreichten jedes Mal die Prüffinger.

Der Rasen kann sich bei den meisten Robotern sehen lassen – auch an Stellen, an denen sie oft rangieren, etwa vor der Ladestation. Nur ein Modell hinterlässt keinen guten Eindruck. Es schneidet unsauber. Folge: ausgefranste, bräunende Grasspitzen. Probleme gab es bei einem anderen Modell mit der Haltbarkeit. Zwei Ladestationen gingen im Test kaputt. Die Hälfte der getesteten Rasenroboter bieten Apps für iOS- und Android-Geräte, über die sich die Mäher programmieren lassen. Drei Android-Apps stufen die Tester als kritisch ein, weil sie Daten senden, die für den Betrieb nicht erforderlich sind, etwa den Mobilfunkanbieter. Die iOS-Apps machen das nicht.
Erschienen in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/rasenroboter

 

Trockenfutter für Katzen
Sehr gutes Futter schon für 5 Cent am Tag
Große Preisdifferenzen

Cover MaiFür nur 5 Cent am Tag decken zwei sehr gute Trockenfutter vom Discounter den komplexen Nährstoffbedarf von Katzen. Zwei weitere Katzenfutter sind sehr gut, es gibt aber auch zwei ausreichende und ein Bio-Futter, das nur mangelhaft abschneidet, weil es die Gesundheit der Katzen beeinträchtigen kann. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test der Stiftung Warentest, bei dem 25 häufig verkaufte Alleinfutter zu Preisen von 5 bis 49 Cent pro Tagesration geprüft wurden.

20 der 25 Trockenfutter liefern den perfekten Mix, den Katzen brauchen: genügend Eiweiß, wichtige Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Mehrere der Knuspermahlzeiten fallen nach Prüfungsende aber auf befriedigende oder ausreichende Gesamtnoten zurück. Viele Anbieter empfehlen zu hohe oder zu niedrige Futtermengen pro Tag, was der Gesundheit der Katze langfristig schaden kann. Das gleiche gilt für ein nur mangelhaftes Bio-Futter, das zu wenig Kalium und gleichzeitig zu viel Phosphor liefert. Einige Anbieter machen zudem unzutreffende Werbeaussagen.

Aus allen Produkten heben sich vier hervor, die mit sehr gut bewertet werden. Zwei stammen vom Discounter, die beiden anderen sind Markenprodukte. Ihre Qualität ist vergleichbar, doch im Preis unterscheiden sie sich erheblich. Für das sehr gute Discounter-Futter zahlt man 5 Cent pro Tag, die beiden besten Markenprodukte kosten bis zu 22 Cent für die Tagesration.
Erschienen in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/katzenfutter-trocken