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    Spacer 16.12.2017 18:27 SpacerOptimiert für das Format 16:9    
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft

Radiotipp

Das Archedorf Steinlah: Deutschlandweit einzigartig. Das Archedorf Steinlah im Landkreis Wolfenbüttel ist wie eine Insel oder ein Rettungsboot für alte Haustierrassen, die vielfach vom Aussterben bedroht sind: Diepholzer Gänse schnattern auf der Wiese, eine Kuhherde rotes Höhenvieh mitsamt Kälbchen und Bullen grast auf der Weide, Harzer Ziegen meckern und Hütehunde, die sogenannten Harzer Füchse, treiben ein paar rauwollige Pommersche Landschafe zusammen. Diese Genreserven zu erhalten und damit die Haustierartenvielfalt zu schützen, ist wichtig. Denn was einmal weg ist, ist weg, sagen die Menschen in Steinlah. Deshalb setzt sich dort eine ganze Dorfgemeinschaft für den Erhalt ein.
17.30 Uhr, NDR Info.

Hörspiel. Jane Eyre. (1/3). Von Charlotte Brontë. — England in der Mitte des 19. Jahrhunderts: Jane Eyre wächst als mittellose Waise bei ihrem Onkel Mr. Reed auf, einem Landedelmann. Nach dem Tod des Onkels schickt die hartherzige Tante Mrs. Reed das junge Mädchen allein nach Lowood in ein tristes Stift. Jane fordert mehr von ihrem Leben: Sie übersteht Hunger, religiöse Heuchelei und Typhus.
18.30 Uhr, Deutschlandfunk Kultur.

Hörspiel. Dr. Murkes gesammeltes Schweigen. Nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Heinrich Böll.
21.05 Uhr, NDR Info.


Kultur

Stadtbibliothek
Neue Medienangebote
pdg — Kurz vor Weihnachten gibt es zwei neue Medienangebote in der Stadtbibliothek. Im Erdgeschoss können ab sofort Blu-rays ausgeliehen werden. Blu-ray ist die High-Definition-Nachfolgerin der DVD und bietet eine erheblich gesteigerte Datenrate und Speicherkapazität. Die Ausleihe einer Blu-ray kostet 2,00 Euro für zwei Wochen. Wie bei allen Bestsellern kann die Leihfrist nicht verlängert werden, eine Vormerkung ist nicht möglich. In der
Kinderbibliothek finden Interessierte ab sofort Tonies, den neuen Hörspiel-Spaß für Kinder. Wer möchte, kann die Starter-Box bei Vorlage eines gültigen Bibliotheksausweises ausprobieren und sich die Funktionsweise erklären lassen. Es gibt drei unterschiedliche Toniegruppen: Hörspiel, Lieder und Wissen. Die Tonies können direkt in der Kinderbibliothek für zwei Wochen ausgeliehen werden.

Alexanderstiftung
Preise vergeben
Die Jury der Göttinger Alexanderstiftung hat die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben. Anja Danisewitsch erhält den Alexanderpreis für ihren Beitrag über Heinrich Detering mit dem Titel „Kann man Literatur leben?“ im Faktor-Magazin, Ulrich Drees für seinen Beitrag „Die Mutter der Reformation – Herzogin Elisabeth von Brandenburg – eine Powerfrau des 16. Jahrhunderts“, erschienen im Charakter-Maga­zin. Heidi Niemann erhält den Alexanderpreis für ihren Text über die Wandmalereien von Julius Klingebiel, ihr Text trägt den Titel „Frei in der Zelle“, erschienen im Faktor-Magazin. Die Preisverleihung findet am Samstag, den 3. Februar, um 11 Uhr im Deutschen Theater statt.

Torhaus-Galerie
Programm für 2018 steht
Nach einem erfolgreichen Jahr mit den unterschiedlichen Ausstellungen und Veranstaltungen startet die Torhaus-Galerie bereits am Freitag, 09. Februar, ihr Programm 2018. Den Anfang macht der Künstler Berthold Grzywatz mit der Ausstellung „Skulptur und fotografische Imagination“, die bis zum 18. März läuft.Weitere Informationen

KUNST e.V.
Förderung zum Thema
„Stadt der Zukunft“

Antragsfrist bis 31. Januar
Der Verein KUNST e.V. wird im Jahr 2018 Kulturprojekte zum Thema „Stadt der Zukunft“ fördern. Angesprochen werden neben Kultureinrichtungen und Initiativen auch Schulen und Vereine. „Wir möchten mit dem Thema Diskussionen darüber anregen, wie sich Städte weiterentwickeln sollen oder können, welche Probleme auf uns zukommen und welche Möglichkeiten sich ergeben, wenn Entwicklungen begleitet und gesteuert werden“, erklärt der Vereins-Vorstand. Dabei soll es nicht nur um Göttingen gehen.
Die Förderung erfolgt aus den Erlösen der KUNST-Gala, die am 11. Februar 2018 in der Stadthalle stattfinden wird. Der Vorverkauf dazu hat bereits begonnen. Antragsteller können alle Gruppen, Initiativen oder Vereine sein, die gemeinnützig sind, sowie Kultureinrichtungen und Schulen. Die Anträge müssen von Einrichtungen,die die Förderbedingungen erfüllen, gestellt und unterschrieben werden. Bei Projekten von zwei oder mehr Partnern müssen alle Partner gemeinsam den Antrag einreichen. Für das beantragte Projekt muss eine Projektbeschreibung und eine Gesamtkosten- und Einnahmeaufstellung vorgelegt werden, die die bei KUNST beantragte Fördersumme enthält. Eine Doppelförderung von KUNST und aus dem so genannten städtischen „Sammeltopf“ sowie durch Stiftungen für das gleiche Projekt ist möglich. Die maximale Fördersumme beträgt 2000 Euro.
Förderanträge sind schriftlich bis zum 31. Januar 2018 an den Verein KUNST, Herzberger Landstr. 4, 37085 Göttingen, zu richten.Weitere Informationen

Stadtbibliothek
„Bibliotheksführerschein“ für Kinder
In der Kinderbibliothek der Stadtbibliothek gibt es für Grundschulkinder die Möglichkeit, einen „Bibliotheksführerschein“ zu machen. An drei Tagen kommen die Kinder mit der Schulklasse in die Kinderbibliothek und lernen spielerisch alles Wichtige. Dabei gilt es u.a., erfolgreich einen Schatz zu finden, eine Rallye zu bestehen oder den Weg vom Buch zum Computer kennenzulernen. Zum Ende des dritten Besuchs erhalten die Kinder ab sofort einen kleinen Rucksack mit Leuchtstreifen und dem Aufdruck „Ich war in der Stadtbibliothek“.
Anmelden für den Führerschein können sich Klassen per Mail an c.molthan@goettingen.de oder Tel. 400-2826.

Universität
Digitales Sammlungsportal
pug — Über 20.000 Objekte aus mehr als 25 Sammlungen der Universität Göttingen sind seit dem 4. Dezember unter sammlungen.uni-goettingen.de öffentlich zugänglich. Die digitalisierten Kunstwerke und Präparate, Instrumente und Modelle spiegeln die Vielfalt der Göttinger Sammlungslandschaft wieder, die zukünftig im Forum Wissen zu sehen sein wird. Alle Interessierten weltweit können im Sammlungsportal fundierte Informationen und hochwertige Bilder zu den Objekten abrufen und weiterverwenden. Die Universität Göttingen ist deutschlandweit eine der ersten Universitäten, die Objekte ihrer Sammlungen digital frei zugänglich macht. Auf diese Weise stellt sie die Schätze ihrer Depots für Forschung, Lehre und Wissenschaftskommunikation zur Verfügung.
Das Sammlungsportal und die Datenbank werden von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, der Zentralen Kustodie der Universität und der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds fortlaufend weiter entwickelt und betrieben. Dabei kommen die Programme easyDB.museum und Goobi-Viewer zum Einsatz. Das Forum Wissen wird ein offenes Haus, das Hörsaal, Labor und Museum unter einem Dach vereint. Hier soll Wissen anschaulich vermittelt, an und mit Objekten geforscht und gelehrt werden. Besucherinnen und Besucher haben damit die Chance, hinter die Kulissen der Universität zu schauen und Einblicke in aktuelle Forschung und Lehre zu gewinnen. Sanierung und Ausbau des Gebäudes an der Berliner Straße 28 haben begonnen; die Eröffnung des Wissensmuseums ist für Ende 2019 geplant.

Kulturförderung
Kulturverbund hat Hoffnung
Mit einem neuen Hoffnungsschimmer blicken die Mitglieder des Kulturverbundes in die Zukunft. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion beim eintägigen Festival „Wir sind Kultur“, das der Verbund Mitte November erstmals in der Stadthalle veranstaltete, hatte Göttingens Kulturdezernentin Petra Broistedt Gesprächsbereitschaft zu den dort angesprochenen Missständen bekundet.Weitere Informationen

 
Wissenschaft

Gleichstellungsbeauftragte bestätigt
pug — Der Senat der Universität Göttingen hat die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Doris Hayn in ihrem Amt bestätigt. Hayn ist seit 2012 hauptberufliche Gleichstellungsbeauftragte der Universität und Leiterin der Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität. Ihre zweite Amtszeit beträgt acht Jahre und endet im April 2026.

Deutsche Forschungsgemeinschaft
Leibniz-Preis für Göttinger Physiker
Der Physiker Prof. Dr. Claus Ropers von der Universität Göttingen erhält den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die DFG würdigt damit seine führende Rolle auf dem Gebiet der zeitaufgelösten Elektronenmikroskopie, insbesondere seine jüngsten Erfolge bei der Manipulation des Quantenzustands freier Elektronen und der Kontrolle der Photoemission aus scharfen Metallspitzen mittels Terahertz- und optischen Feldern. Die Jury hob auch seine Forschung zur Erzeugung extrem ultravioletter Strahlung an plasmonischen Nanostrukturen hervor. Sie betonte seine Fähigkeit, komplexe theoretische Konzepte experimentell zu realisieren und damit eine Vielzahl von innovativen Forschungsansätzen zu initiieren wie im Bereich der ultraschnellen Elektronenmikroskopie. Der Leibniz-Preis ist mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotiert und gilt als einer der wichtigsten Forschungsförderpreise in Deutschland.Weitere Informationen

Ideenwettbewerb
Universität prämiert Ideen
pug — Interdisziplinäre Exkursionen, ein QR-Pfad durch Göttingen und ein „Grünes Büro“ für Nachhaltigkeit: Die Universität Göttingen hat Vorschläge aus dem Ideenwettbewerb für Studierende 2017 prämiert. Thema der diesjährigen Ausschreibung war „Bewegt studieren!“. 51 Vorschläge wurden eingesendet, für vier Ideen gab es Geld- und Sachpreise.Weitere Informationen

„Jena-Experiment“
Artenverlust zerstört Ökosysteme
2002 startete das „Jena-Experiment“, eines der größten Biodiversitätsexperimente weltweit. Daran beteiligt sind auch Wissenschaftler/innen der Universität Göttingen. Das Jena-Experiment konnte aufgrund seiner Breite erstmals beweisen, dass ein Verlust der Artenvielfalt negative Konsequenzen für viele einzelne Komponenten und Prozesse in Ökosystemen hat. Eine erste Bilanz des Langzeitprojekts liegt nun vor.Weitere Informationen

Herzklappen
Neues Therapieverfahren
umg — Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist das erste Universitätsklinikum in Niedersachsen, das Patienten mit undichter Herzklappe mit einem „CardioBand“ versorgt. Die schonende, über Katheter durchgeführte Behandlung ist besonders für Patienten geeignet, für die eine Operation mit Herzlungenmaschine zu riskant ist.Weitere Informationen

Molekulare Biowissenschaften
Wann Viren krank machen
pug — Viren können krank machen – aber nur, wenn sie es schaffen, ins Innere unserer Zellen zu gelangen. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat herausgefunden, wie Viren die Membranoberflächen ihrer Wirtszellen erkennen. Die Lösung dieses molekularen Puzzles ermöglicht die Entwicklung neuer Therapien, die Zellen vor dem Eindringen von Viren schützen und Epidemien wie Zika- und Denguefieber verhindern können.Weitere Informationen

Physik
Phasenübergang an Oberflächen
Neue Methode zur Beobachtung
pug — Forscher der Universität Göttingen haben eine neue Methode vorgestellt, mit der die ultraschnelle Umwandlung zwischen Phasen an Oberflächen beobachtet werden kann. Phasenumwandlungen gehören zu den alltäglichen physikalischen Phänomenen, die uns beim Schmelzen, Gefrieren, Verdampfen oder Kondensieren begegnen. Änderungen des Aggregatzustandes sind jedoch nur eine spezielle Form der Phasenumwandlung; in vielen Materialien gibt es darüber hinaus auch Übergänge zwischen verschiedenen Kristallstrukturen. Diese verschiedenen „Phasen“ haben häufig sehr unterschiedliche mechanische, elektronische und magnetische Eigenschaften.Weitere Informationen

Landwirtschaft Niedersachsen
Einheitsbrei oder noch Vielfalt?
pug — Heutige Anbaustrukturen zeigen, dass immer weniger Früchte auf immer größerem Flächenumfang angebaut werden. Bisher gab es über die tatsächlichen Fruchtfolgen keine verlässlichen Daten. Agrarforscher des Zentrums für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung der Universität Göttingen haben ein Schema entwickelt, mit dem erstmals Fruchtfolgemuster der vergangenen Jahre erkannt und verglichen werden können. Damit konnten sie am Beispiel von Niedersachen zeigen, dass es sowohl abwechslungsreiche Fruchtfolgen als auch einseitige Anbaumuster gibt.Weitere Informationen

Bioklimatologie
Abholzung von Regenwald
erwärmt Indonesien

pug — In den vergangenen Jahrzehnten wurden auf der indonesischen Insel Sumatra große Waldflächen durch Gummi- und Ölpalmenplantagen ersetzt. Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Göttingen hat nun herausgefunden, dass durch diese veränderte Landnutzung die Temperaturen in der Region steigen. Dies wiederum könnte sich auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirken sowie Teile des Landes anfälliger für Flächenbrände machen.Weitere Informationen

Parkinson
Neue Protein-Interaktionen
erklären Defizite

cnmpb/umg — Gebeugte Haltung, schlurfender Gang und ein maskenhafter Gesichtsausdruck sind sichtbare Auswirkungen der Parkinson’schen Erkrankung. Doch neben diesen Einschränkungen in der Motorik kommen im Laufe der Erkrankung auch Defizite im Erinnerungsvermögen hinzu. Wissenschaftler des Exzellenzclusters CNMPB an der Universitätsmedizin Göttingen beschreiben jetzt einen neuen molekularen Signalweg als Ansatzpunkt für die Behandlung von kognitiven Einschränkungen bei der Parkinson’schen Erkrankung.Weitere Informationen

Agrarökonomie
Äthiopien: Bauern kaufen zu
statt selbst zu produzieren

pug — Die am stärksten von Hunger und Mangelernährung betroffene Bevölkerungsgruppe in Afrika sind die Kleinbauern. Häufig wird angenommen, dass afrikanische Kleinbauern die meisten konsumierten Lebensmittel selbst produzieren. Eine neue Studie von Agrarökonomen der Universität Göttingen zeigt allerdings, dass der größere Teil der Lebensmittel in Wirklichkeit auf Märkten zugekauft wird. Somit sind Märkte für die Ernährung der Kleinbauernhaushalte wichtiger als die eigene Lebensmittelproduktion.Weitere Informationen

Fluoreszenzmikroskopie
Auflösung verdoppelt
pug — Göttinger Forschern ist es gelungen, die Auflösung in der Fluoreszenzmikroskopie zu verdoppeln, ohne dabei Kompromisse hinsichtlich der Geschwindigkeit oder andere Einschränkungen hinnehmen zu müssen.Weitere Informationen

Asexuelle Fortpflanzung
Vom Liebesleben
der Hornmilben

pug — Forscher/innen der Universitäten Göttingen und Lausanne haben herausgefunden, dass Hornmilben (Oribatiden), eine im Boden häufige Tiergruppe, die sich sehr lange asexuell verhalten, schädliche Mutationen besser wieder loswerden kön­nen als ihre Ver­wand­ten, die sich sexuell fort­pflanzen.
Sexuelle Fortpflanzung hat viele Vorteile für das Überleben von Tierarten. So sorgt diese Art der Fortpflanzung unter anderem dafür, dass sich schädliche Mutationen nicht so stark ansammeln. Bei manchen Tierarten, wie zum Beispiel einigen Hornmilbenarten, ging Sex jedoch im Laufe der Evolution verloren und die asexuelle Fortpflanzung durch Klone hat sich durchgesetzt. Bisher war es wissenschaftlicher Konsens, dass dieser Wechsel zu einer schrittweisen Ansammlung schädlicher Mutationen führt und auf lange Sicht das Aussterben der Art nach sich zieht.Weitere Informationen

Exzellenz-Wettbewerb
Uni einen Schritt weiter
pug — Die Universität Göttingen und ihre Partner am Göttingen Campus sind im Wettbewerb um Fördergelder aus der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern dabei. Anfang April 2017 hatte die Universität sechs Antragsskizzen für Exzellenzcluster eingereicht; sie kann nun Vollanträge für vier Cluster einreichen. Die Themen sind „Multiscale Bioimaging“, „Primatenkognition“, „Konstruktionen des Religiösen“ und „Integrative Landnutzungswissenschaften für nachhaltige Entwicklung“.Weitere Informationen

Takotsubo-Syndrom
„Gebrochenes Herz“ –
erste Hilfe in Sicht

umg — Göttinger Herzforschern ist es erstmals gelungen, genetische Ursachen bei Patienten mit dem „Broken-Heart-Syndrom“ zu identifizieren.Weitere Informationen

Exoplaneten
Titanoxid nachgewiesen
pug — Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat erstmals Titanoxid in der Atmosphäre eines Exoplaneten nachgewiesen. Die Wissenschaftler/innen nutzten das Instrument FORS2 am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO). Dessen Beobachtungsdaten lieferten einzigartige Informationen über die chemische Zusammensetzung sowie das Temperatur- und Druckprofil des Planeten WASP-19b, ein ungewöhnlicher und sehr heißer Planet vom Typ „Heißer Jupiter“.Weitere Informationen

Demografie
Kinder älterer Väter
haben selbst weniger Kinder

pug — Das durchschnittliche Alter von Eltern bei der Geburt ihrer Kinder steigt in Industrieländern seit den 1970er-Jahren. Je älter der Vater bei der Befruchtung ist, desto größer ist die Anzahl neuer genetischer Mutationen, die er an das Kind weitergibt. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat in einer historisch und international vergleichenden Studie herausgefunden, dass Kinder älterer Väter selbst weniger eigene Kinder zeugen.Weitere Informationen

Mikrobiologie
Lunge gegen Pilzsporen
Abwehrmechanismus entdeckt
pug — Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat herausgefunden, wie sich der menschliche Körper gegen Pilzinfektionen schützt. Mit jedem Atemzug gelangen Pilzsporen in die Lunge, wo sie gefährliche Infektionen auslösen können. Die Wissenschaftler/innen aus Deutschland, Israel und den USA fanden nun heraus, dass das Immunsystem des Menschen bei den Pilzsporen in der Lunge eine Art Selbstmord-Mechanismus auslöst, der dazu führt, dass die Pilzsporen sich selbst zerstören.Weitere Informationen

Neugründung
Kompetenzzentrum
Allgemeinmedizin

umg — Allgemeinmedizin zukunftsfest machen – das ist das gemeinsame Ziel des neuen Kompetenzzentrums Allgemeinmedizin in Niedersachsen. Ende 2016 hatte der Gesetzgeber die Weichen für eine neue Förderung der Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin gestellt: In jedem Bundesland soll ein sogenanntes Kompe-tenzzentrum Allgemeinmedizin gefördert werden.Weitere Informationen

Monokulturen
Plantagen
zerstören Biodiversität

pug — Sattsam bekannte Ergebnisse hat ein Forscherteam der Universität Göttingen nochmals in einer groß angelegten Studie verifiziert, nämlich wie sich die Umwandlung von tropischem Regenwald zu Kautschuk- und Ölpalm-Plantagen auf die Biodiversität der betroffenen Ökosysteme auswirkt: katastrophal. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass sowohl die Anzahl der Tier- und Pflanzenarten als auch die Anzahl der individuellen Tiere und Pflanzen abnimmt, insbesondere bei Tieren, die sich räuberisch ernähren. Darüber hinaus stellten sie fest, dass die Interaktion zwischen den verschiedenen Organismen reguliert, wie das gesamte Ökosystem auf die Umwandlung reagiert.Weitere Informationen

Demenz
Erhöhtes Risiko durch
frühe psychische Erkrankungen

umg/dzne — Göttinger Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Göttingen enträtseln den Zusammenhang zwischen psychiatrischen Erkrankungen in der Jugend und dem Risiko, im Alter an der Alzheimerdemenz zu erkranken. Sie haben einen Ansatzpunkt gefunden, wie sich die molekulare Ursache behandeln ließe.Weitere Informationen

Agrarökologie
Vergleich groß- und
kleinräumiger Landwirtschaft

pug — Agrarökologen der Universität Göttingen haben die traditionell großräumige Landwirtschaft im Osten mit der kleinräumigen Landwirtschaft im Westen Deutschlands sowohl ökologisch als auch ökonomisch verglichen. Dabei konnten sie zeigen, dass kleine Äcker höhere Kosten verursachen, aber die Biodiversität ähnlich stark fördern wie der ökologische Landbau. Dagegen ist die Umstellung zum Öko-Landbau in beiden Landschaftstypen mit einer Verdopplung des Gewinns verbunden.Weitere Informationen

Medizin
Neues Verfahren
für die Sinnesforschung

umg — Forscher der Universitätsmedizin Göttingen und des Italienischen Instituts für Technologie entwickeln neues Verfahren für die Sinnesforschung: Aus den Reaktionen von Nervenzellen auf Sinnesreize lassen sich die Verschaltungen der Nervenzellen in einem Netzwerk sichtbar machen.Weitere Informationen

Biologie
Schuppentiere in Afrika
von Ausrottung bedroht

pug — Die Jagd auf Schuppentiere, die derzeit am häufigsten illegal gehandelten Säugetiere der Welt, ist in Zentralafrika zwischen 1970 und 2014 um 150 Prozent gestiegen. Das hat ein internationales Wissenschaftlerteam festgestellt. Die auch von Naturschutzorganisationen gesammelten empirischen Daten zeigen, dass bis zu 2,7 Millionen Schuppentiere jährlich aus den Wäldern Kameruns, der Zentralafrikanischen Republik, Äquatorial-Guineas, Gabuns, der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo verschwinden.Weitere Informationen

Bestandsaufnahme
Nach Luchsen
nun Wildkatzen

pug — Seit einigen Jahren streifen wieder Luchse durch die Wälder im Norden Hessens. Diese Wälder sind auch die angestammte Heimat der Europäischen Wildkatze. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt der Universität Göttingen und des hessischen Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) soll nun die Wildkatzen-Population in Nordhessen untersucht werden.Weitere Informationen

Allgemeinmedizin
Bärentraubenblätter
statt Ibuprofen?

Forschungsprojekt untersucht Wirksamkeit
umg — Bärentraubenblätter gelten seit Jahrhunderten als Heilpflanze mit positiver Wirkung gegen entzündliche Erkrankungen. Zur Behandlung von Harnwegsinfektionen werden die Blätter des grünen Zwergstrauchs vor allem in der traditionellen Volksmedizin von Europa bis Nordamerika verwendet. Doch fehlen bislang wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit. Das will eine klinische Studie der Allgemeinmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen ändern.Weitere Informationen

Biologie
Genomduplikation
bei Gliederfüßern nachgewiesen

pug — Bisher wurde lediglich bei Wirbeltieren eine Verdopplung des Erbguts festgestellt. Wie ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Göttingen nun erstmals herausgefunden hat, haben die Genome von Spinnen und Skorpionen ebenfalls eine Genomduplikation durchlaufen. Der Begriff „Genom“ bezeichnet dabei das gesamte Erbgut, welches in jeder einzelnen Körperzelle hinterlegt ist und die Information für die arttypische Ausbildung von Merkmalen enthält.Weitere Informationen

Astrophysik
Elektronendichte
in Plasmawolken untersucht

pug — Sonnen-Protuberanzen bestehen aus einem Plasma elektrisch leitfähiger Ionen und Elektronen, das sich nur sehr eingeschränkt im Magnetfeld bewegen kann. Protuberanzen-Wolken schweben daher oftmals wochenlang hoch über derselben Stelle der Sonnenoberfläche. Ein wichtiges Maß für die Beschreibung dieses Plasmas ist die Dichte der freien Elektronen, die bislang für Sonnen-Protuberanzen mit Ungenauigkeiten behaftet ist. Wissenschaftler haben nun die Elektronen-Dichte aus dem Helligkeits-Verhältnis zweier Spektral-Linien neu ermittelt.Weitere Informationen

Astrophysik
Stärkste Magnetfelder
auf M-Zwergen beobachtet

pug — Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung der Universität Göttingen hat unerwartet starke Magnetfelder auf einigen schnell rotierenden M-Zwergen entdeckt, Sternen mit Massen zwischen 0,5 und 0,1 Sonnenmassen. Lange Zeit nahm man an, dass der Dynamo in diesen Sternen bei einer maximalen Magnetfeldstärke von ungefähr vier Kilogauss (kG) saturiert, wenn die Rotation des Sterns eine bestimmte Rate überschreitet. Indem sie exakte Beobachtungen und die neuesten Modelle verwendeten, entdeckten die Forscher, dass einige voll konvektive M-Zwerge viel stärkere Magnetfelder von bis zu sieben kG generieren. Sie zeigten, dass Sterne mit starken Magnetfeldern auch die einfachste dipol-dominierte Magnetfeldgeometrie aufweisen, während Sterne mit komplexerer Geometrie keine Felder stärker als ungefähr vier kG produzieren können.Weitere Informationen

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft
Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Weihnachtspause. Nächste Sitzungen ab 11. Januar
Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Keine Hoverboards
im öffentlichen Straßenverkehr

Polizei warnt vor Benutzung
HoverboardDie Polizei weist anlässlich möglicher entsprechender Weihnachtsgeschenke darauf hin, dass elektrisch angetriebene zweirädrige und zweispurige Hoverboards rechtlich u.a. den Vorschriften der Fahr­zeug-Zulas­sungs­verord­nung (FZV), der Straßen­ver­kehrs-Zulas­sungs-Ord­nung (StVZO) und sogar der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung unterliegen. Aufgrund fehlender Bremsen, Beleuchtung und Lenkeinrichtung verfügt es Straßenzulassung und darf darf ausschließlich nur auf Privatgrundstücken genutzt werden. Die Benutzung eines solchen Boards ist zudem führerscheinpflichtig und unterliegt den Bestimmungen des Pflichtversicherungsgesetzes.
Kein jpassendes Weihnachtsgeschenk also.
Foto: stacestock/fotolia

Büro für Integration
Interreligiöser Jahreskalender
pdg — Wie schon in den Vorjahren ist der alljährlich erscheinende Kalender wieder im Austausch mit den Religionsgemeinschaften vor Ort entstanden. Er weist auf die Vielfältigkeit der Feier- und Gedenktage hin. Die Kurzinformationen zeigen in dieser Ausgabe Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Hochzeitszeremonien auf. „Dadurch kann der Kalender auch Anknüpfungspunkte bieten, um miteinander ins Gespräch zu kommen und für verschiedene Religionen und Kulturen zu sensibilisieren. Wir freuen uns über Rückmeldungen, bei welchen Gelegenheiten der Kalender eingesetzt wird,“ betonte Renate Kornhardt, Leiterin des Büros für Integration, in einem Schreiben an zahlreiche Göttinger Organisationen und Institutionen.
Gedruckte Exemplare werden wie immer an verschiedene Träger und Einrichtungen sowie an Flüchtlingsunterkünfte verteilt. Weitere Exemplare sind im Foyer des Neuen Rathauses oder beim Büro für Integration erhältlich; als PDF-Datei ist der interreligiöse Jahreskalender zudem auf der städtischen Website unter www.goettingen.de/integration zum Herunterladen eingestellt.

Zimmermannstraße
Bürgerinitiative gegen Wohnbebauung
im Landschaftsschutzgebiet

Planvolle Reduzierung
natürlicher Ressourcen schreitet voran

Die Nonnenstieg-Bürgerinitiative spricht sich gegen den Vorschlag der Verwaltung aus, eine 0,4 ha große und ökologisch sehr sensible Fläche an der oberen Zimmermannstraße aus dem Landschaftsschutzgebiet herauszunehmen und als Wohnbaugebiet auszuweisen. Sehr verwundert zeigt sich die Initiative darüber, dass dies völlig überraschend und nur wenige Wochen nach Inkrafttreten des städtischen Flächennutzungsplans geschehen soll.
2015 war in zwei Bürgerforen in Weende der Vorschlag der Verwaltung zur Bebauung des Zimmermannstraßen-Areals sehr kritisch beurteilt worden, woraufhin eine Kompromisslösung aus Rücksichtnahme auf Kaltluftströme gefunden und Mitte 2017 schließlich im Rat beschlossen wurde. Die neue Planung greift sich nun die Nachbarfläche dieses sensiblen Areals und nimmt auf die 2015 geäußerten massiven Bedenken keine Rücksicht.Weitere Informationen

Fußgängerzone
Junge Union will Radverkehr erlauben
Der Junge Union Stadtverband Göttingen (JU) fordert, die Göttinger Fußgängerzone für Fahrradfahrer zu eingeschränkten Zeiten freizugeben. Dies erleichtere ihnen den Weg durch die Innenstadt „erheblich“. Sie schlägt eine Freigabe von 20.00 Uhr abends bis 8.00 Uhr morgens vor.
Das ist in Zeiten, in denen die Leute am liebsten noch mit dem Auto zum Klo fahren würden, in der Tat auch dringend erforderlich, um Radlern die beschwerlichen 800 Meter von einem Wallende zum anderen zu erleichtern. Zumal ja die freigegebenen Parallelrouten Jüdenstraße und Stumpfebiel einen nicht zumutbaren Umweg von einigen Metern bedeuten.
Es sind zudem aufgewärmte „olle Kamellen“, die bereits vor vier Jahren in ähnlicher Form bereits einmal diskutiert und verworfen wurden. Damals wollten die Grünen „die Fußgängerzone I ganztags für den Lieferverkehr mit dem Fahrrad in Schrittgeschwindigkeit … [und] die Prinzenstraße und Theaterstraße im Bereich der Fußgängerzone I zwischen Gothmarstraße (sic) und Jüdenstraße ganztags für den Radverkehr“ freigeben – aber eben nur für den Lieferverkehr. Bis sich schließlich nach monatelangen Diskussionen herausstellte, dass dies sowieso schon immer möglich war. Stadtrat Siegfried Lieske seinerzeit: „Sie könnten auch mit einem Panzer anrollen.“
Darüber gehen die Jungspunde von der CDU nun freilich hinaus, indem sie eine generelle Freigabe fordern, allerdings zu vermeintlich wenig frequentierten Zeiten. Doch das ist ein Irrtum, zumindest im Sommer, und so sah es auch schon damals die Polizei. Einmal würden Fußgänger in solchen für sie eingerichteten Zonen nicht mit Radfahrern rechnen und „in den Sommermonaten ist in Verbindung mit der Außenbestuhlung bis 24 Uhr das Fußgängeraufkommen sehr viel höher als zu vielen anderen Tageszeiten und würde zu … Gefahrensituationen führen“, hieß es in einer Stellungnahme der Ordnungshüter. Mehr noch: „Vielen Fußgängern, vor allem älteren und Kindern, ist eine zeitliche Freigabe für den Radverkehr, die durch eine Vielzahl von Verkehrszeichen angezeigt werden müsste, nicht vermittelbar.“
Daran dürfte sich auch heute nichts geändert haben.
Grüne freuen sich über JU-Vorschlag
Die Grünen freuen sich, dass die Junge Union „unsere Ideen für mehr Fahrradfreundlichkeit aufgreift“ und verweisen auf ihre früheren Initiativen. Ob ein solcher Vorschlag unter Fußgängern allerdings ebensolche Freude auslöst, ist noch lange nicht ausgemacht. Göttinger Radfahrer haben sich ihren Ruf als ruppige Verkehrsteilnehmer nämlich redlich verdient.

Amtsblatt Nr. 21
Bebauungsplan Güterverkehrszentrum
pdg — Ein Auslegungsbeschluss zum Bebauungsplan Göttingen Nr. 217 „Güterverkehrszentrum Göttingen“ ist einziges Thema der Veröffentlichung in der 21. Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen in diesem Jahr, die am 5. Dezember erschienen ist.
Jahresabschlüsse der Beteiligungsgesellschaft Stadt Göttingen mbH und der Göttinger Entsorgungsbetriebe, die neue, ab 1. Januar 2018 geltende Friedhofsgebührensatzung, zwei Bebauungsplanverfahren und die Nebentätigkeiten und öffentlichen Ehrenämter des Oberbürgermeisters waren u.a. Themen der 21. Ausgabe.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de →Rathaus & OB →Rat & Ortsräte →Amtsblatt zu finden.

Klimaschutz
Breite Unterstützung
für BioWärmeZentrum

Linke dagegen
Mit dem „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz Göttingen“ hat sich der Rat der Stadt Göttingen selbst verpflichtet, die CO2-Emissionen in Göttingen bis zum Jahr 2050 auf null senken zu wollen und den Energieverbrauch auf 50 Prozent zu reduzieren. Der Restenergiebedarf soll langfristig weitestgehend lokal oder regional aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Vor diesem Hintergrund befürwortet der Klimaschutzbeirat die Errichtung eines BioWärmeZentrums am Maschmühlenweg / Hildebrandstraße als wichtigen Baustein zur Umsetzung des Masterplans und fordert Verwaltung und Ratsfraktionen dazu auf, das Projekt ebenfalls zu unterstützen und den Erwerb des dafür erforderlichen Grundstücks von der Stadt Göttingen zu ermöglichen.
SPD und Grüne ebenfalls für BioWärmeZentrum
SPD und Grüne äußern sich ebenfalls positiv über ein BioWärmeZentrum. Das sei „genau das, was wir in Göttingen brauchen“, erklären die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Bündnis 90/die Grünen, Tom Wedrins und Rolf Becker. Am 7. Dezember soll darüber im Bauausschuss entschieden werden,. wobei vorgesehen ist, dass die Stadt das vorgesehene Grundstück an die Stadtwerke AG verkauft. Der Verkauf des Grundstücks liege im Interesse der Stadt.
Lediglich die Göttinger Linke Ratsfraktion spricht sich gegen ein solches Vorhaben aus.Weitere Informationen


Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Universitätsmedizin
Kinderpalliativzentrum sucht Spender
Seit 2014 hat die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ein erstes Kinderpalliativzimmer errichtet. Es steht für Krisensituationen bereit, in denen eine häusliche Betreuung nicht mehr ausreicht. Inzwischen wird ein zweites Kinderpalliativzimmer benötigt, damit schwerkranke Kinder und Jugendliche mit ihren Angehörigen in Südniedersachsen und den angrenzenden Bundesländern palliativmedizinisch ausreichend versorgt werden können. Der Raum dafür ist vorhanden, nun fehlt noch die notwendige Ausstattung. Dafür werden Spender benötigt.
KinderpalliativzimmerIn Deutschland leiden etwa 15.000 Kinder und Jugendliche an lebensbedrohlichen und lebensverkürzenden Erkrankungen, wie rasch fortschreitende neurologische Erkrankungen mit schwerwiegenden Behinderungen, Krebserkrankungen und angeborenen Herzfehlern. Etwa 3.000 Kinder und Jugendliche versterben jährlich an diesen Erkrankungen. Ebenso wie Erwachsene sollen auch junge Patienten in der letzten Phase ihrer unheilbaren Erkrankung, die bestmögliche medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung erhalten, um Atemnot, Schmerzen, Ängste und andere gravierende Symptome zu lindern.Foto: umg/kimmel

Studentenwerk
Investitionen von über 26 Millionen Euro
Der Stiftungsrat, das oberste Gremium des Studentenwerks Göttingen, hat den Wirtschaftsplan 2018 beschlossen. Danach bleibt der Studentenwerksbeitrag ebenso unverändert wie die Mieten. Die Essenspreise sowie der Kaffeepreis werden ab dem 1. Januar 2018 jedoch um fünf Cent ansteigen. Der Finanzplan sieht die rekordverdächtige Kreditaufnahme von 17,15 Millionen Euro vor. 5,7 Millionen Euro werden zusätzlich der Sanierungsrücklage Wohnen entnommen. Weit über 37 Millionen Euro Ertrag sind geplant sowie mehr als 24 Millionen Euro Umsatzerlöse aus Mieten und Mensen/Cafeterien. Diesen Posten stehen mehr als 36 Millionen Euro betriebliche Aufwendungen entgegen.
Bei den Vorhaben für das Jahr 2018 sind im Bereich Studentisches Wohnen 22,9 Millionen Euro zuzüglich der Einrichtung für den Neubau des Wohnheimes Lutterterrassen im Nordbereich der Universität vorgesehen. Außerdem wird das Studentenwerk das Flüchtlingswohnheim Albrecht-Thaer-Weg 16a–d kaufen, wobei die Häuser 16a und b weiterhin an die Stadt Göttingen zur Nutzung als Flüchtlingsunterkunft vermietet werden, die anderen zwei Gebäude zu Wohnzwecken für Studierende. Vorgesehen sind weiterhin Instandhaltungsmaßnahmen in einer Gesamthöhe von über zwei Millionen Euro, die überwiegend dem Bereich Studentisches Wohnen zugute kommen.

Arbeitsvolumen III/2017
Höchster Stand seit 25 Jahren
Im dritten Quartal 2017 arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland insgesamt 15,36 Milliarden Stunden. Das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem zweiten Quartal 2017 beträgt der Zuwachs saison- und kalenderbereinigt 0,3 Prozent. Mehr gearbeitet wurde zuletzt vor 25 Jahren, erklärte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg. Im ersten Quartal 1992 lag das Arbeitsvolumen bei 15,38 Milliarden Stunden.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
November:
Niedrigste Arbeitslosenzahl 2017

Auch im November präsentierte sich der südniedersächsische Arbeitsmarkt in stabiler Verfassung. Dem erwarteten saisonalen Verlauf in der Region entsprechend, wartete der November mit der niedrigsten Arbeitslosenzahl 2017 auf. Konkret waren im zurückliegenden Monat 13.528 Menschen bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern arbeitslos gemeldet, 23 weniger als im Oktober. Während im Vergleich zum Vormonat der Wert nahezu konstant blieb, gab es gegenüber dem Vorjahresmonat einen leichten Anstieg von 119. Die aktuelle Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Göttingen beträgt 5,7%. Sie liegt damit auf dem Niveau des Vorjahresmonats.Weitere Informationen

IAB-Arbeitsmarktbarometer
Aufschwung setzt sich fort
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer zeigt im November weiterhin sehr gute Aussichten für die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den kommenden Monaten: Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verbleibt auf dem hohen Vormonatswert von 104,9 Punkten.Weitere Informationen

Deutsche Bahn
Fahrplanwechsel: Viele Anschlüsse fallen weg
Fahrgastverband PRO BAHN enttäuscht
Regelmäßig zum Ende des Jahres ändert die Deutsche Bahn AG ihre Fahrpläne – und auch ihre Preise. Und nahezu ebenso regelmäßig hat der Fahrgastverband PRO BAHN als Interessenvertretung der Reisenden daran etwas auszusetzen. So auch an den Fahrplänen, die zum 10. Dezember in Kraft treten und das Erreichen von Anschlusszügen deutlich verschlechtern. Das trifft vor allem den Mitbewerber Metronon. Zufall?Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Bundesrepublik
Kein Gift in den Garten und auf die Äcker!
Der vergangene Montag war ein schwarzer Tag für die Umwelt, Artenvielfalt und unsere Gesundheit. Die Agrarindustrie hat in Brüssel die Neuzulassung des Totalherbizids Glyphosat durchgesetzt – im Zusammenspiel mit der EU-Kommission und dem deutschen Landwirtschaftsminister Christian Schmidt. Glyphosat, bekannt als Roundup von Monsanto, ist das am meisten verwendete Herbizid – in der EU und weltweit.

Rettet den Regenwald
<leer>Foto: RdR

Schmidt hat mit seiner Zustimmung zu Glyphosat die Öffentlichkeit getäuscht und für einen massiven politischen Eklat gesorgt. Er setzte sich über das ausdrückliche Nein von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hinweg, ignorierte die Regierungsvereinbarungen und stieß auch wichtige Partnerländer wie Belgien, Frankreich, Österreich und Italien vor den Kopf, die Glyphosat ablehnen. Mit dem entscheidenden Votum von Minister Schmidt wird Glyphosat nun weitere fünf Jahre uns und unsere Natur vergiften.
Das wollen wir uns nicht bieten lassen – Menschen, Tiere und Pflanzen haben ein Recht auf eine gesunde Umwelt. Bitte fordern Sie mit uns die nächste Bundesregierung zum Handeln auf: Sie kann und muss den Glyphosateinsatz in Deutschland verbieten, so wie es die französische Regierung schon angekündigt hat:
www.regenwald.org

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Bildung - Beruf - Karriere

Universität
Rechercheportal für Schüler/innen
pug — Die Universität hat ein zentrales Schulportal eröffnet, in dem Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern Angebote der Universität gezielt recherchieren können. „Mit dem Schulportal ergänzen wir konsequent unser vielfältiges, in jüngster Zeit erheblich ausgebautes Angebot an Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche um ein wirksames Rechercheinstrument“, so Dr. Gilbert Heß, Koordinator der Universitären Schülerlabore und verantwortlich für den Aufbau des Portals. Die bisher zum Teil auf verschiedenen Institutsseiten verstreuten Veranstaltungen für diese Zielgruppe lassen sich nun erstmals zentral und gezielt auffinden.
Über Suchfunktionen wie Altersklassen, Interessensgebiete, Datum oder Formate lässt sich auf dem Schulportal differenziert nach spezifischen Bedürfnissen recherchieren – von Aktionen für Kindergartenkinder bis zu Orientierungsveranstaltungen für Abiturientinnen und Abiturienten, von naturwissenschaftlichen zu geisteswissenschaftlichen Themen, von den Angeboten der universitären Sammlungen über die Schülerlabore bis hin zum Frühstudium für besonders Begabte während der Schulzeit. „Damit spiegelt sich auch im Schulportal das Konzept der ausdifferenzierten, vielfältigen und aufeinander aufbauenden Angebote der Universität für diese Altersgruppen wider“, so Heß.
→www.uni-goettingen.de/schulportal

Philosophische Fakultät
Stipendien für
verfolgte Wissenschaftler/innen

Die Philosophische Fakultät der Universität Göttingen hat ein Stipendienprogramm in Höhe von 45.000 Euro für verfolgte Wissenschaftler/innen und Promovierende ins Leben gerufen. Sie vergibt ab sofort Kurzzeitstipendien zur Überbrückung eines Zeitraums zwischen vier Wochen und drei Monaten sowie Fellowships für die Dauer von zwölf Monaten. Wissenschaftler/innen, die sich für ein solches Stipendium an der Philosophischen Fakultät bewerben möchten, müssen ihre Gefährdung durch ein entsprechendes Asylverfahren oder die Dokumentation durch eine Einrichtung wie das Netzwerk Scholars at Risk, den Scholar Rescue Fund oder den Council for At-Risk Academics nachweisen. Bewerbungsschluss für die erste Stipendienrunde ist der 31. Dezember.
→www.uni-goettingen.de/en/phil-bridge-grants-2018

Wiedereingliederung
Immer mehr Menschen
beantragen Reha-Maßnahmen

Im Jahr 2015 haben rund 32.600 Personen Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Im Jahr 2010 waren es 27.700. Die Anerkennungsquote ist bei den Anträgen zugleich leicht von 78 Prozent auf 81 Prozent gestiegen. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Quadrokopter
• Sekt
• Fitnessarmbänder

Neue Bücher für Verbraucher
test Jahrbuch 2018
Finanztest Jahrbuch 2018
Steuererklärung 2017/2018
Gesundes Wohnen – Leben ohne Schadstoffe
Bauherren-Handbuch Finanzierung

Transparenzverordnung
Regelungen unzureichend
Kunden fühlen sich im Stich gelassen
Seit Mai 2017 ist die Transparenzverordnung in Kraft. Sie ermöglicht es, Tarife zu vergleichen und vertragliche Leistungen zu überprüfen. Ein großes Manko ist jedoch, dass Verbraucher im Falle eines Vertragsbruchs keine Rechtssicherheit erhalten. In einer Online-Umfrage wollte die Verbraucherzentrale Niedersachsen wissen, welche Erfahrungen Kunden bei Problemen mit ihrem Telekommunikationsanbieter gemacht haben. Das Ergebnis: Das Ungleichgewicht zwischen Anbieter und Verbraucher ist nach wie vor spürbar, die Mehrheit der Befragten fühlt sich bei Problemen allein gelassen. Die Verbraucherzentrale fordert weitere Regelungen, um die Rechte der Verbraucher zu stärken.Weitere Informationen

Bundesweiter Marktcheck
Schlüsseldienstpreise
In einem bundesweiten Marktcheck haben die Verbraucherzentralen Preise von 600 seriösen Schlüsseldiensten erhoben. Mit Hilfe der Kostenübersicht können sich Verbraucher ein besseres Bild davon machen, welche Preise in ihrem Bundesland angemessen sind. Unseriöse Dienste werben häufig mit günstigen Preisen ab 9 Euro für eine einfache Türöffnung, verlangen vor Ort dann aber drei- bis vierstellige Beträge. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen fordert Google auf, Anzeigenkunden stärker zu kontrollieren und unseriösen Anbietern keine Plattform für Werbung zu bieten.
→www.verbraucherzentrale.de/schluesseldienste

Fake-Abmahnung
wegen Urheberrechtsverletzung

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor Abmahnungen per E-Mail von der Kanzlei Hofmann aus Berlin wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung. Verbraucher sollen mehr als 300 Euro für angeblich illegales Streamen auf kinox.to zahlen. Die Verbraucherzentrale rät: Zahlen Sie nicht. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Es handelt sich um eine Fake-Abmahnung.
Einzelheiten finden Sie hier:Weitere Informationen

Zinsen
Schnäppchen nur noch bei Online-Banken
Bei Filialbanken gibt es kaum noch Zinsen, doch im Internet können Anleger durchaus noch Schnäppchen finden. Dazu müssen sie jedoch ein Onlinekonto eröffnen. Wie das geht und wo Anleger die höchsten Zinsen für ihr Geld bekommen, zeigt die Zeitschrift Finanztest nach einem Zinstest bei mehr als 130 Anbietern. 1,85 Prozent Zinsen für das beste Festgeld sind möglich. Besser als riskante Zinsangebote sind einfache Kombinationen mit Aktien-ETF. Soll es mehr sein, ist Vorsicht geboten.Weitere Informationen

Strom- und Gas
Raus aus den teuren Tarifen
Für Neukunden ist Gas so günstig wie seit fünf Jahren nicht. Beim Strom lassen sich ebenfalls locker mehrere Hundert Euro sparen, berichtet die Stiftung Warentest in ihrer Januar Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.

Mini-Versicherungen
Kurzfristige Policen gegen alle Eventualitäten
Wer vor Ankunft am Ski-Hang oder beim Karneval Angst vor den Folgen kriegt, kann in Nullkommanix eine Versicherung abschließen. So genannte „situative Versicherungen“ sollen in ausgesuchten Situationen einspringen, doch laut der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest wiegen sich die Kunden in trügerischer Sicherheit. Die versicherten Summen reichen oft nicht, und wenn der Unfall nicht während der Karnevalssause geschieht sondern erst auf dem Heimweg, wird auch nichts ausgezahlt.Weitere Informationen

Anwaltsportale
Erste Hilfe bei Rechtsfragen
Mängel beim Datenschutz
Wer schnell juristische Hilfe braucht, kann bei einfachen Fällen eine Online-Rechtsberatung nutzen. Auf allen sieben geprüften Portalen bekamen Tester , der Stiftung Warentestmeist hilfreichen Rat. Aber beim Datenschutz enttäuschten alle. Bei einem Portal war sogar der Server angreifbar, Hacker hätten hier leicht Daten abgreifen können. Nach Hinweisen der Stiftung ist das Leck inzwischen geschlossen.Weitere Informationen

Verbraucherzentrale
Jetzt auch Beratung per Video-Chat
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen (VZN) sorgt für eine bundesweite Premiere: Ab sofort kommt sie ins Haus. Ratsuchende können nun auch per Video-Chat mit den Experten der VZN sprechen – ohne Anfahrtsweg, bequem von zu Hause. Möglich wird das neue Angebot durch das Projekt „Stärkung des Verbraucherschutzes im ländlichen Raum“, gefördert vom Niedersächsischen Agrar- und Verbraucherschutzministerium. „Gerade im Flächenland Niedersachsen ist das ein vorbildliches Vorhaben“, sagte Niedersachsens neue Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast.Weitere Informationen

Verhütung
Zyklus-Apps selten zuverlässig genug
Frauen, die mit Zyklus-Apps zuverlässig ihre fruchtbaren Tage oder den Zeitpunkt ihrer nächsten Regelblutung bestimmen wollen, können sich nur auf wenige Apps wirklich verlassen. Das schreibt die Stiftung Warentest in der aktuellen Dezember-Ausgabe ihrer Zeitschrift test. Sie prüfte 23 Zyklus-Apps, darunter 12 Apps für Android und 11 für iOS. Ihr Ergebnis: Nur drei Apps sind gut, 18 fielen mit der Note „Mangelhaft“ durch.Weitere Informationen


Gesellschaft

Ausgezeichnet! – Wettbewerb
für vorbildliche Bürgerbeteiligung

Erstmals suchen das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt deutschlandweit nach Projekten, Strategien und Regelungen mit gelungener Bürgerbeteiligung. Barbara Hendricks: „Bürgerdialoge und neue Beteiligungsformate können dazu beitragen, bessere politische Lösungen zu finden. Ob Beteiligung zu Vorhaben, Strategien oder Gesetzen – machen Sie mit und zeigen Sie, wie gute Bürgerbeteiligung aussehen und gelingen kann!“
Der neue Wettbewerb von BMUB und UBA soll dazu beitragen, Bürgerbeteiligungsprozesse fortzuentwickeln und zu stärken. Er richtet sich an Vorhabenträger, Ministerien oder Kommunen, die vorbildliche Bürgerbeteiligungsprozesse vor allem im Bau-, Städtebau-, Umweltbereich durchgeführt haben. Die Frist zum Einreichen von Wettbewerbsbeiträgen endet am 31. März 2018.Weitere Informationen


Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Baumaschinen mutwillig beschädigt
jan — Auf einer Baustelle in der Abich-Thiele-Straße (Ecke Industriestraße) in Grone haben Unbekannte am vergangenen Wochenende (08.-11.) einen Bagger beschädigt, sodass das Arbeitsgerät nicht benutzt werden konnte. Bereits in der Nacht zu Dienstag (05.12.) haben vermutlich die gleichen Täter auf derselben Baustelle den Motor an einem sogenannten „Brecher“ ebenfalls derart manipuliert.

Groß Ellershausen: Sprinter gestohlen
jk — Im Göttinger Stadtteil Groß Ellershausen haben Unbekannte in der Nacht zu Dienstag (12.12.) einen weißen Mercedes-Sprinter mit HEF-Kennzeichen gestohlen. Das Firmenfahrzeug war mit diversem hochwertigem Werkzeug, darunter zwei Glasfaserschweißgeräten, beladen.

Überfall auf Supermarkt
jk — Unbekannte haben am Freitagabend (08.12.) gegen 22.35 Uhr einen Supermarkt in der Leibnizstraße überfallen und dabei Bargeld in noch nicht feststehender Höhe erbeutet.

Erneuter Fahrzeugbrand
jk — Auf einem Pkw-Stellplatz im Göttinger Kompartsweg ist am Mittwochabend (06.12.) ein blauer Renault Clio mit Kasseler Kennzeichen aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten.

Maskierter überfällt Boutique
jk — Ein maskierter Räuber hat am Mittwochvormittag (06.12.) eine Boutique in der Göttinger Theaterstraße überfallen.

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Bernd Althusmann
Fängt gut an: Kaum im Amt, schon Wort gebrochen
Niedersächsicher Wirtschaftsminister ignoriert eigenes Versprechen

Es ist nur wenige Wochen her, dass sich die ehemalige rot-grüne Landesregierung mit heftigen Vorwürfen seitens der CDU konfrontiert sah, die ihr angesichts des Skandals beim Volkswagen-Konzern – von diesem gern als „Dieselproblematik“ beschönigt – eine zu enge Verbandelung und insbesondere zu laxe Aufsicht gegenüber dem Unternehmen vorwarf. Solche Vorwürfe bestanden und bestehen durchaus zu Recht.

Auch in der Bevölkerung werden solche Verflechtungen zwischen Politik und Industrie zunehmend argwöhnisch betrachtet. Und weil die Christdemokraten während des niedersächsischen Wahlkampfs einer in den Augen vieler Wähler ziemlich aufrichtigen und vor allem zumeist von Lobby-Interessen unbeeinflussten Landespolitik sonst nicht viel entgegen setzen konnten, sahen sie im Fall VW jedenfalls einen argumentativen Hebel, mit dem sie der Weil-Regierung am Zeug flicken konnten und hatten dafür auch gute Argumente auf ihrer Seite.

Die Landesregierung ist immerhin mit 20 Prozent an Volkswagen beteiligt und mit zwei Mandaten im Aufsichtsrat vertreten, was immer wieder auch auf Unmut in der EU stößt. Ein beherztes Eingreifen von ihr in den weltweiten Betrugsskandal war jedenfalls nicht zu erkennen, obleich eines dieser Aufsichtsrat-Mandate traditionell der Ministerpräsident ausübt. Das zweite wurde bislang ebenfalls immer an ein Kabinettsmitglied vergeben, was aber nirgendwo zwingend festgelegt ist. Insbesondere fraglich ist auch, ob durch eine solche Verfahrensweise immer auch genügender Sachverstand mit in den Aufsichtsrat einzieht.

 
Foto: Olaf Kosinsky

Bernd Althusmann, Spitzenkandidat der niedersächsischen CDU und nunmehr als Wirtschaftsminister in der neuen Landesregierung, weil eine egoistische Umfallerin bei den Grünen unbedingt ihr Mandat behalten wollte und deshalb die Seiten wechselte, hatte sich im Wahlkampf weit aus dem Fenster gelehnt und staatsmännisch gegeben: Noch im August trat er laut und öffentlich dafür ein, das zweite der Landesregierung zustehende Mandat an einen von außerhalb kommenden Wirtschaftsexperten, etwa an einen Wirtschaftsprüfer zu vergeben. „Das kann man nicht mal eben nebenher machen", sagte er damals dem NDR.

Kann man offenbar doch: Am 12. Dezember wurde Althusmann zum Aufsichtsrat im VW-Konzern bestimmt. Der Minister hat also schlicht gelogen. Belogen hat er insbesondere jene Wähler, die ihn vielleicht gerade wegen seiner vermeintlich weitsichtigen Äußerungen gewählt haben.

Sie hätten gewarnt sein können, schon früher nämlich hat es Althusmann mit der Wahrhaftigkeit nicht so genau genommen: 2011 kamen Vorwürfe auf, dass er in seiner Dissertation an etlichen Stellen inhaltlich oder wörtlich Texte aus anderen wissenschaftlichen Werken übernommen haben soll, ohne dies entsprechend zu kennzeichnen. Althusmann selbst räumte zwar „handwerkliche Fehler“ ein, schloss aber politische Konsequenzen aus. Eine damals eingesetzte Untersuchungskommission kam zu dem Ergebnis, dass sich Plagiatsvorwürfe zwar nicht erhärten ließen, die Arbeit aber „Mängel von erheblichem Gewicht“ enthalte.

Nötig hätte das neue Aufsichtsratsmitglied die aktuelle Kehrtwende von seinen ursprünglichen Wahlkampfversprechen eigentlich nicht. Als Wähler fragt man sich jedoch, von welcher Ethik ein solches Verhalten geleitet wird: Ist es einfach nur Machtgeilheit oder auch Gier?

 

Göttinger Süden
Statt Golfplatz jetzt Grüngürtel
Grüne wollen volles Programm

Nachdem Überlegungen, im Göttinger Süden einen Golfplatz einzurichten, nicht zuletzt am Widerstand der Bevölkerung wie auch am Ortsrat Geismar gescheitert sind, gehen die nachfolgenden Planungen nunmehr davon aus, im Bereich zwischen Duderstädter Landstraße und Kiessee einen Grüngürtel zu entwickeln.

Das ist möglicherweise immer noch besser als ein auch für die Öffentlichkeit zugängliches, gepflegtes Golf-Ressort, aber doch eben auch wieder eine von Menschenhand entwickelte Kulturlandschaft, also ein widernatürlicher Eingriff in die Natur, wie er allerorten täglich durch den Menschen stattfindet. Von der Südumgehung über den Golfplatz bis nun zu einem Grüngürtel hat diese Region inzwischen alle gedanklichen Experimente lokalpolitischer Planungswut durchlitten. Aktuell stehen nunmehr drei Varianten zur Diskussion:

1. eine bebauungsnahe Entwicklung am unmittelbaren südlichen Siedlungsrand in Kombination mit einer Durchgrünung dieses südlichen Siedlungsrandes,
2. die Entwicklung eines Grünzugs innerhalb der Feldflur südlich des Siedlungsrandes, jedoch stadt­rand-, also siedlungsnah, oder
3. eine siedlungsferne Entwicklung im Zusammenhang mit dem siedlungsfernen Rundweg um Göttingen.

Geismar Süd - Grüngürtel
Quelle: Wette + Gödecke GbR
Die Grü­nen sehen in den vor­geschla­genen Vari­anten „eine hervor­ragende Grund­lage für die Ent­wick­lung“ eines Grün­gürtels und wollen sich dafür ein­set­zen, dass alle drei Aus­bau­stufen umge­setzt werden“, erklärt Sabine Mor­gen­roth, Vorsit­zende im Aus­schuss für Umwelt, Klima­schutz und Mobi­lität. Eine solche Umset­zung werde zwar lange dauern, müsse aber konse­quent betrie­ben werden. Ein erster kleiner Baustein sei mit der Pflanz­aktion alter Obst­baum­arten an der Stein­metz­kurve bereits gelegt worden, „kleinere Maß­nah­men wie Bänke könnten sehr schnell folgen.“

Da die bestehenden Wegeverbindungen überwiegend in Nord-Süd-Richtung verlaufen und zentrale Querverbindungen fehlen, müssten diese zusätzlich geschaffen werden, heißt es in der Konzeptplanung des beauftragten Planungsbüros. Je nach Variante und angesprochener Nutzergruppe sollen diese unterschiedliche Oberflächenbelege bekommen, weiterhin sollen „zusätzliche Gartenflächen, so genannte Flächen für Gemeinschaftsgärten, die Entwicklung von landschaftsbildprägenden Strukturen, ökologische Gewässeraufwertung und die Schaffung von Aufenthaltsbereichen in der Konzeptplanung berücksichtigt“ werden – nicht jedoch die „Neuausweisung für Sportplätze oder eine Parkanlage“.

Ebenso sollen die „Bedürfnisse der vorkommenden Feldhamster und Agrarvögel, wie beispielsweise Feldlerche, Rebhuhn und Rotmilan“, bei den Planungen berücksichtigt werden – alles bedrohte Tierarten, die nur noch vereinzelt vorzufinden sind und denen das immer weitere Vordringen geplanter kultivierter Landschaftsräume wenig Chancen zum Überleben bietet. Der dramatische Rückgang von 75 Prozent der Insektenpopulation wird hingegen nicht berücksichtigt, wohl, weil er zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung zwar offensichtlich, aber noch nicht wissenschaftlich untermauert und öffentlich bekannt war.

Wegequalität
 
Beispiele vermeintlich guter, schlechter und ungeeigneter, jedoch für Wanderer sowie Flora und Fauna hervorragender, weitgehend naturbelassener WegebeschaffenheitFotos: Wette + Gödecke GbR

Berücksichtigt wurde hingegen die Qualität der bereits bestehenden Wege. Als „gut“ oder zumindest „normal“ werden dabei zumeist befestigte, also gepflasterte oder asphaltierte Wege klassifiziert, weil sie „vor allem für Skater“, aber auch für Radler „sehr gut geeignet“ sind – Wege, wie sie auch zunehmend im Göttinger Wald anzutreffen sind. Weil die Planer offenbar eher Sportler in den Fokus ihrer Überlegungen rücken statt Erholung Suchende oder gar Naturliebhaber, sind Strecken, „die das Befahren erschweren“, logischerweise für sie eher weniger geeignet.

Zu solchen Werturteilen kommt man zumeist dann, wenn man das „Freizeitpotenzial“ der Zivilgesellschaft immer besser erschließen will und diese dann immer weiter in die Lebensräume eben von Feldlerche, Rebhuhn und Rotmilan vordringt. „Alle im Ausschuss vertretenen Parteien wollen die ausgeräumte Feldflur im Süden Göttingens wieder einräumen! Das ist ein ermutigendes Zeichen“, freut sich Sabine Morgenroth. Das kann man machen, wobei man sorgsam auf das „Mobiliar“ achten sollte.

Man könnte es jedoch auch lassen. Das nennt sich dann Renaturierung.

 

Carsharing
Grüne fordern kostenfreie öffentliche Stellplätze
Car Sharing soll Aufwertung erfahren

Ein neues Gesetz eröffnet die Möglichkeit, Mietfahrzeugen des Car Sharing-Systems Bevorrechtigungen beim Parken auf öffentlichen Straßen und beim Erheben von Parkgebühren einzuräumen. Kommunen können damit sowohl stationsbasierten als auch stationsunabhängigen („free-floating“) Fahrzeugen kostenfreie Stellplätze reservieren. Das möchte die Grünen-Ratsfraktion auch in Göttingen realisiert wissen.

 
Vielfach der Zeit schon voraus: Char Sharing eMobil in Göttingen

Sabine Morgenroth, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität, sieht darin „einen großen Beitrag, [um] die Anzahl an Autos in Städten wirksam zu reduzieren. Wenn wir Car­shar­ing-Fahr­zeu­gen kostenfreie Parkplätze im öffentlichen Raum in attraktiven Lagen anbieten, kann das mehr Menschen zum Umsteigen motivieren.“

Doch wie das? Wer lediglich auf ein anderes Fahrzeug umsteigt, fährt immer noch mit einem Pkw in die Stadt – wenn auch nicht mehr mit dem eigenen. Wirksamer dürfte sicherlich sein, wenn mehr Menschen weniger Autos benutzten, wenn sie etwa auf Busse umsteigen oder mit ihrem Privatfahrzeug nur dann in die Stadt einfahren dürfen, sofern dieses mit mindestens zwei Personen besetzt ist. Manche Städte praktizieren es bereits oder erheben eine Gebühr für den Besuch ihrer Innenstädte.

Der Grüne Ulrich Holefleisch hält dagegen und verweist auf Studien, wonach ein einziges Car Shar­ing-Fahr­zeug bis zu 20 private Pkw ersetzen könne. „Das ist nicht nur eine nachhaltigere Nutzung von Ressourcen, sondern spart auch Raum: Es entstehen Flächen für Grünanlagen und die Parksituation wird entschärft. Mehr Platz dem Carsharing bedeutet: mehr Platz dem Menschen.“

Der dann leider oftmals für die Ansiedlung von Großmärkten genutzt wird. Immerhin würde der Gedanke des Car Sharing sicherlich eine Aufwertung erfahren, die ihm zu gönnen ist: „Ein großer Vorteil reservierter Stellplätze für Car Sharing-Fahrzeuge besteht darin, dass sie sichtbar im Stadtbild verankert werden. Sie werden gleichrangig präsent sein wie Bahnhöfe, Bushaltestellen und Taxis – und nicht mehr in Hinterhöfen versteckt. Daraus erhoffen wir uns eine häufigere Nutzung dieser neuen Mobilitätsform“, schiebt Sabine Morgenroth ein weiteres Argument nach.

So neu ist diese von vielen bereits praktizierte Mobilitätsform zwar nicht mehr, aber eine noch weitere Verbreitung, insbesondere in den Hirnen von lustbetonten Autonarren, ist ihr durchaus zu wünschen.

 

Umweltbundesamt
Mehr Blühstreifen und Brachflächen
für Schutz von Insekten und Vögeln nötig

Zulassungspraxis muss indirekte Folgen von Pflanzenschutzmitteln
für Artenvielfalt stärker berücksichtigen

Die nationalen Zulassungsbehörden müssen indirekte Effekte von Pflanzenschutzmitteln auf die biologische Vielfalt stärker berücksichtigen. Dies belegt ein neues Rechtsgutachten für das Umweltbundesamt (UBA), was allerdings den noch amtierenden CSU-Land­wirtschafts­minister Christian Schmidt nicht daran hindert, Koalitionsabsprachen zu brechen und im Interesse bedenkenloser Klientelpolitik der Weiterverwendung von Glyphosat „entgegen der Weisungslage“ (Kanzlerin Merkel) zuzustimmen. Kann eine SPD nun überhaupt ernsthaft in neue Koalitionsverhandlungen einstreten, wenn sie so vorgeführt wird?

 
Bundesdeutsche Agrarpolitik: Skrupellose Pestizidausbringung zugunsten höherer ErträgeFoto: Miquel Pujol

Die indirekten Effekte von Pflanzenschutzmitteln auf die biologische Vielfalt entstehen etwa, wenn Feldlerchen und andere Vögel keine Nahrung mehr auf Äckern finden, da Pflanzenschutzmittel unbeabsichtigt Insekten und andere Nahrung der Vögel töten. Obwohl dieser Schutz vor indirekten Auswirkungen auf die biologische Vielfalt durch EU- und nationales Recht gesetzlich vorgeschrieben ist, erfolgt das in der Praxis nur unzureichend.

Ein neues Rechtsgutachten für das Umweltbundesamt (UBA) rät daher dazu, den Einsatz besonders biodiversitätsschädigender Mittel stärker unter Vorbehalt zu stellen: „Das bedeutet, dass die Anwendung von Mitteln mit starken indirekten Auswirkungen nur noch erlaubt ist, wenn der Betrieb einen Mindestanteil an Flächen vorweisen kann, auf denen auch Ackerwildkräuter wachsen. Insekten und Vögel können so unbeeinflusst von Pflanzenschutzmitteln leben und fressen. Blühstreifen, Brachflächen oder unbehandelte Dünnsaaten können dafür geeignet sein. Auf diesen ökologischen Ausgleichsflächen müsste jeglicher chemischer Pflanzenschutz unterbleiben“, sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.Weitere Informationen

 

Kultur
SPD: Mehr Möglichkeiten für Open Air schaffen
„Nachhaltige und kostengünstige Lösung“ gefordert

Die SPD-Ratsfraktion möchte die Verwaltung prüfen lassen, ob und wo eine geeignete „innenstadtnahe Fläche zur Errichtung einer … temporären Außenspielstätte für die Kultureinrichtungen“ geschaffen werden könnte. Im Hinblick auf die anstehenden Sanierungen der Stadthalle sowie des Otfried-Müller-Hauses ist den Genossen deutlich geworden, dass daran Mangel besteht.

Seit per Verwaltungsgerichts-Beschluss die Göttinger Fußgängerzone nicht mehr zur Partymeile erklärt werden kann, ist der öffentliche Raum für solche – zumeist erhebliche Emissionen verursachende – Events in der Tat knapp in der Stadt geworden. Und das Auslagern in den mehr und mehr zu einer Kulturlandschaft verkommenen Göttinger Wald, z.B. am KWP, ist für eine sich als grüne Hochburg verstehende Kommune eher ein Skandal denn eine Lösung. Das ist so ähnlich, wie mit dem SUV zur angesagten Diskussion über den Klimawandel zu fahren.

Gleichwohl verkneift es sich der Antrag der Genossen nicht, das mittlerweile zum Modewort verkommene „nachhaltig“ im Antrag mit aufzuführen – was immer die Genossen darunter verstehen –, denn so sollte eine solche Außenspielstätte schon beschaffen sein, meint die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, Ellen Fischer-Kallmann, zudem in zentraler Lage und gut erreichbar sowie dann auch für Schulen und Kitas zur Verfügung stehen.

Sie sollte also nicht nur viele flexible Nutzungsmöglichkeiten bieten, so Fischer-Kallmann weiter, sondern es müsse eben auch „eine nachhaltige und kostengünstige Lösung“ her. Mehr noch: „Eine solche zentrale Spielstätte stärkt im Übrigen auch die Attraktivität des Oberzentrums.“ Will heißen: Mehr Besucher, mehr zahlende Gäste, mehr Umsatz, mehr Verkehr – Kultur als Wirtschaftsfaktor.

Das hat mit Nachhaltigkeit nicht mehr allzu viel zu tun. Würde man sich darauf wirklich besinnen, bliebe der Vorstoß der SPD-Fraktion sicher ein im Prinzip guter Vorschlag (wenn nicht die, die nicht wollen, auch nicht mitfeiern bzw. sich die Nacht um die Ohren schlagen müssen). Angesichts knapper Flächen in einer Stadt, in der schon die Wohnungsnachfrage kaum mehr befriedigt werden kann, dürfte das jedoch immer schwieriger werden.
Der Antrag im Wortlaut:Weitere Informationen

 

Tierhaltung
Katzenplage soll eingedämmt werden
Ratsfraktionen stimmen Kastrationspflicht einstimmig zu

Ein im Jahr 2010 vergeblicher Vorstoß der CDU-Ratsfraktion, der Katzenplage in Göttingen Herr zu werden, hat jetzt zum Erfolg geführt. Alle im Rat vertetenen Parteien und Gruppierungen sind sich mittlerweile darin einig, dass auch Katzenhalter/innen Verantwortung für Ihre Tiere übernehmen müssen und haben einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag einstimmig gebilligt.

Katze
Freie Wildbahn: freilaufende KatzeFoto: Red Ed

Nach dem Vorbild anderer Städte – allein achtzig in Niedersachsen – soll nunmehr klar festgelegt werden, dass Besitzer ihre Katzen vor dem „Freigang“ sowohl kastrieren wie mit einem Chip versehen lassen müssen. Als Katzenhalter gilt auch derjenige, der freilaufende Katzen regelmäßig füttert. Durch eine solche Verordnung erhoffen sich die CDU-Initiatoren und mit ihnen die übrigen Ratsvertreter u.a. für die Tierschutzvereine bessere Möglichkeiten zur Finanzierung der Kastration von Fundtieren. Zudem sei eine solche Verordnung ein „wichtiger Beitrag zur Vermeidung von teilweise erheblichen Verletzungen, von Unterernährung, Verwahrlosung und damit insgesamt zum Tierwohl“.

Finanziell stoßen Tierheime und Tierschutzvereine schon lange an ihre Grenzen. In dem parteiübergreifenden Antrag wird dargelegt, dass die Kastration einer Katze bzw. eines Katers Kosten von etwa 100,00 Euro verursacht. „Bei Vorliegen einer Kastrationsverordnung können Tierheime oder Tierschutzvereine beim Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine Mittel für die Kastration und Kennzeichnung untergebrachter Katzen beantragen. Auch die Änderung der Gebührenordnung für Tierärzte trägt dazu bei, die Kostenlage der Tierheime nicht weiter zu verschärfen und das unkontrollierte Anwachsen der Katzenpopulation durch Kastration zu verhindern, denn Tierärzte können nun mit Tierschutzvereinen vergünstigte Sätze für die Kastration von frei lebenden Straßenkatzen vereinbaren“ heißt es weiter. Wenn dann durch die Verordnung auch Katzenbesitzer stärker in die Pflicht genommen werden, ihre Freigänger-Katzen kastrieren zu lassen, lasse sich die Population und damit das Elend endlich dauerhaft verkleinern.

Katze
 
Auf Beutezug: freilaufende Katze

Einen ähnlichen Antrag hatten die Christdemokraten schon einmal im Frühjahr 2010 eingebracht, damals auch unter Verweis auf die „Dezimierung freilebender und bestandsbedrohter Tierarten“. Die Diskussion darüber zog sich unter heftiger Beteiligung vermeintlicher Tierfreunde über ein Jahr hin. Auch die Grünen im Rat verwässerten das ursprüngliche Anliegen durch einen Änderungsantrag, indem an alle Göttinger Katzenbesitzer auf lediglich freiwilliger Basis appelliert werden sollte. Im Übrigen hoffe man auf Rahmenbedingungen vom Bund. Und: Eine andere Möglichkeit wäre eine kommunale Katzensteuer, „das wollen wir aber derzeit nicht weiterdenken“ (Marie Kollenrott).

Schade eigentlich. Sie wird jedem Hunde- oder Pferdebesitzer auch abverlangt – Tierhaltern, deren Tiere sich sehr viel besser kontrollieren lassen. Damals blieb es lediglich bei einer Empfehlung an „alle Katzenbesitzer, deren Katzen frei herumlaufen, … ihre Katzen kastrieren zu lassen, denn „die Stadt Göttingen erlässt derzeit keine Verordnung zur Kastration von Katzen“ (Ratsbeschluss vom 25.02. 2011). Eine von der Stadt erlassene Verordnung sei „nicht nur mit erheblichen Kosten, sondern auch mit hohem Verwaltungsaufwand verbunden. Würde gegen die Verordnung verstoßen, müssten Sanktionen ergriffen werden. Kontrollen, ob die Verordnung eingehalten wird, können mit dem derzeitigen Personal des Stadtordnungsdienstes nicht gewährleistet werden“.

Was sich daran inzwischen zum Positiven verändert hat, darauf darf man gespannt sein. Die Personalsituation jedenfalls nicht.

 

Projektstart
Klimaschutz im Zentrum
Bewerber/innen für klimaschutzrelevante Vorhaben gesucht

pdg — Am Mittwoch, 18. Oktober 2017, startete das vom Klimaschutzmanagement der Stadt Göttingen im Rahmen verschiedener Partnerschaften entwickelte Projekt „Klimaschutz im Zentrum“. Ziel des Vorhabens ist, Klimaschutz in der Göttinger Innenstadt sicht- und erlebbar zu machen.

Für fünf unterschiedliche Themenbereiche werden ab sofort Bewerber/innen gesucht, die eigene klimaschutzrelevante Vorhaben innerhalb des Göttinger Stadtwalls umsetzen wollen. Die Stadt und ihre Partner/innen wählen aus den Bewerbungen verschiedene Projekte aus, unterstützen sie intensiv und beraten fachkundig. Angesprochen sind beispielsweise Personen mit Hauseigentum, die Interesse an einer energetischen Sanierung haben, sowie der Einzelhandel und gastronomische Betriebe, die ihre Unternehmen klimabewussten gestalten möchten.

Göttingen will bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden und alle Treibhausgasemissionen auf null reduzieren. Damit dieses ambitionierte Vorhaben erreicht werden kann, haben die Stadt Göttingen, die Georg-August-Universität Göttingen und die Stadtwerke Göttingen AG 2014 gemeinsam mit vielen weiteren Akteurinnen und Akteuren eine Klimaschutzstrategie erarbeitet – den Masterplan 100 Prozent Klimaschutz. Dieser zeigt, wie der Weg dorthin aussehen kann.
→ www.klimaschutz.goettingen.de/service
 

Auch private oder gemeinschaftliche Initiativen – zum Beispiel zur Schaffung urbaner Gärten oder begrünter Fassaden oder zur Entwicklung von Ansätzen einer klimafreundlichen Mobilität – sind gefragt. Im Einzelnen umfasst die Unterstützung für eine begrenzte Teilnehmerzahl im Zeitraum bis Herbst 2018 fachkundige Beratungen von der Planung bis zur Umsetzung sowie finanzielle Unterstützung. Außerdem werden bereits abgeschlossene Projekte gesucht, nach deren Vorbild Anreize zur Nachahmung geschaffen werden können.

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung der Klimaschutz-Tage 2017, die unter anderem mit einem Vortrag des international anerkannten Meteorologen und Klimaforschers Prof. Dr. Mojib Latif, am Dienstag, 21. November, um 17.30 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses stattfindet, wird das Projekt ab ca. 19.00 Uhr vorgestellt.
Eine ausführliche Broschüre zum Projekt „Klimaschutz im Zentrum“ liegt im gesamten Stadtgebiet aus. Alle Informationen finden sich auch unter www.klimaschutz.goettingen.de/zentrum

 

Bauverwaltung
CDU will zusätzliche Stellen
Personalknappheit wegen Arbeitsverdichtung durch Tariferhöhungen

Nach Einschätzung der Christdemokraten häufen sich Klagen von Bauherren, Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Wohnungsbau, aber vor allem für gewerbliche Investitionen dauerten zu lange. Nachdem im Planungsbereich einige zusätzliche Stellen besetzt werden konnten, beantragt nun die CDU-Ratsfraktion, auch im Fachdienst Bauordnung zwei zusätzliche Sachbearbeiterstellen zu schaffen und zu besetzen. Dafür sollen im Nachtragshaushalt für das Jahr 2018 die Planstellen verankert werden.

„Die Stadt Göttingen kann es sich schlicht nicht leisten, durch Verzögerungen bei der Bearbeitung von Genehmigungsverfahren Investoren zu verprellen – schließlich erwarten und benötigen wir hier in den nächsten Jahren Milliardeninvestitionen. Die umfangreichen Genehmigungen für den Neubau des Universitätsklinikums werden zudem weitere personelle Ressourcen erfordern“, erklärt Hans Otto Arnold (CDU), Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses. „Im Sozialbereich gab es beim Anschwellen des Flüchtlingsstromes eindeutige Vorgaben: Für eine bestimmte Fallzahl ein zusätzlicher Sachbearbeiter. Im Bau- und Planungsbereich gibt es solche Standards nicht – aber wenn alle so dringend mehr Wohnungen und Investitionen in Göttingen wünschen, dann müssen Politik und Verwaltung auch die personellen Voraussetzungen für eine zügige Abwicklung schaffen.“

Für die Jahre 2017 und 2018 war ein Doppelhaushalt verabschiedet worden. Auf zwei Jahre lassen sich aber nicht alle notwendigen Veränderungen voraussehen und planen. Deshalb wird der Oberbürgermeister in der Novembersitzung des Rates für das kommende Jahr einen sogenannten Nachtragshaushalt einbringen. Damit ergibt sich auch die Möglichkeit, den Stellenplan an aktuelle Bedürfnisse anzupassen. „Nachdem sich alle Kräfte im Rat so für den Wohnungsbau stark gemacht haben, bin ich mir ziemlich sicher, dass unser Antrag eine Mehrheit finden wird“, glaubt Olaf Feuerstein (CDU), Mitglied im Bauausschuss.

Feuerstein: „Wir haben in Göttingen in den letzten fünf Jahren 5.000 zusätzliche, vollwertige Beschäftigungsverhältnisse dazugewinnen können – aber der Wohnungsbau hat nicht mitgehalten. Wenn alle, die hier zusätzlich Arbeit gefunden haben, auch ins Stadtgebiet hätten zuziehen können, dann würden wir heute ohne Zweifel auch unter die neue Gattung der sogenannten „Schwarmstädte“ in Deutschland fallen. Unter diesem Begriff gibt es eine Liste von dreißig, überwiegend Universitätsstädten, die sich in den letzten Jahren durch besonders starken Zuzug ausgezeichnet haben. Aber in drei bis fünf Jahren werden wir auch dazu gezählt werden, wenn wir es geschafft haben werden, die vielen angeschobenen Planungen zu realisieren.“

Die anhaltende Personalknappheit in der Verwaltung wird sich voraussichtlich noch verschärfen – durch die regelmäßigen Lohnforderungen der gewerkschaftlich Organisierten im Öffentlichen Dienst nämlich, die regelmäßig auf hohem Niveau klagen und seit der letzten Tariferhöhung schon jetzt zur zeitweiligen Schließung ganzer Fachbereiche im Neuen Rathaus führt. Vielleicht sollten die Kolleg/inn/en weniger auf die Möglichkeit eines zweiten Urlaubs schielen als auf die damit einhergehende Arbeitsverdichtung.

 

Verbraucherschutz
60 Jahre Verbraucherzentrale Niedersachsen
Beratung demnächst sogar per Videochat von zu Hause aus

Am 30. September 1957 nahm die erste Beratungsstelle zum Schutz der Verbraucher in Hannover ihre Arbeit auf. Rund 30 Millionen Menschen haben seitdem die Angebote der Verbraucherzentrale Niedersachsen genutzt. In den ersten Jahren ging es darum, Hausfrauen beim Einrichten, Einkaufen und sparsamen Wirtschaften zu unterstützen. Heute ist das Angebot wesentlich vielfältiger und spricht alle Verbraucher an. Fragen zum Verbraucherrecht, zu Telekommunikation und Internet, Altersvorsorge und Versicherungen stehen jetzt im Vordergrund. Eines ist seit 1957 jedoch unverändert: die Unabhängigkeit der Beratung.

VZN-Statistik
Die im Jahr 2016 am häufigsten nachgefragten Beratungsangbote im Regionalzentrum GöttingenGrafik: VZN

„Seitdem ist viel passiert, die Themen haben sich verändert, unsere Angebote wurden professionalisiert und mit den Verbrauchern weiterentwickelt“, blickt Petra Kristandt, Geschäftsführerin in Hannover, auf eine erfolgreiche Zeit zurück. „Wie eine Waschmaschine funktioniert, ist heute selbstverständlich. Dafür nehmen die Probleme im Bereich Telekommunikation und Internet seit Jahren zu. Der Abschluss von Verträgen aller Art, Versicherungen und Altersvorsorgeprodukten wird immer intransparenter und komplizierter“, so Kristandt. Hier sei unabhängiger Rat gefragt, den die Verbraucherzentrale Dank öffentlicher Finanzierung biete.

Denn inzwischen schätzt auch die Politik den enorm hohen Stellenwert dieser Organisation im Bewusstsein der Bevölkerung wieder richtig ein, nachdem die Verbraucherzentrale in früheren Jahren unter einer schwarz-gelben Landesregierung mit erheblichen Mittelkürzungen und in deren Folge mit der Schließung von Geschäftsstellen zu kämpfen hatte – zum Nachteil der Verbraucher.

Die Stiftung Warentest hat aktuell eine Reihe von für Verbraucher interessante Neuerscheinungen herausgebracht, u.a. zur Hausfinanzierung, für junge Familien und eine Warentest-Ampel für 9.000 Arzneimittel.Weitere Informationen

Um den Service weiter zu verbessern, stehen im Jubiläumsjahr einige Neuerungen an. So soll der Zugang zu den Beratungsangeboten auf der Website erleichtert und deren Nutzung auch mit Smartphones und Tablets möglich werden. Zudem wird Ende November der Startschuss für die Videoberatung fallen: Verbraucher können sich dann per Videochat von zu Hause beraten lassen. Inhaltliche Schwerpunkte sieht Kristandt zukünftig bei den Themen Altersvorsorge und Digitalisierung: „Um möglichst viele Menschen im Alter ausreichend abzusichern, ist mehr Transparenz nötig. Außerdem brauchen wir die Einführung eines Non-Profit-Vorsorgeprodukts – mit einer Kapitalverwaltung ohne Anbieter-Gewinninteressen.“ Eine wichtige Aufgabe sei zudem, verbraucherorientierte Regulierungen bei der Digitalisierung durchzusetzen, um Verbraucher weder zu überfordern oder zu diskriminieren noch gegenüber Anbietern zu benachteiligen.
Gö-Polis berichtet unter Wirtschaft auf Seite 3 regelmäßig über Verbraucherschutzthemen.

 

Museumskonzept
Forum Wissen: Konzept vorgestellt
Verbund von Forschung und Lehre, Ausstellung und Dialog

pug —Wie entsteht Wissen? Wie wird es geschaffen, verbreitet und „erhärtet“? Welche – historisch stets wandelbaren – Rahmenbedingungen spielen dabei eine Rolle? Und welche gesellschaftliche Funktion und Bedeutung kommt der Wissenschaft zu? Diese und ähnliche Fragen will die Universität Göttingen im geplanten Forum Wissen im Gebäude der ehemaligen Zoologie mit der Öffentlichkeit diskutieren. Der Zugang zu diesem Kosmos an Themen soll in einem Parcours durch verschiedene „Räume des Wissens“ erfolgen. Das Konzept wurde jetzt der Öffentlichkeit präsentiert.

Forum Wissen
 
Ausstellungsmacher und Förderer in der ZoologieFoto: Jan Vetter

Das Konzept „Räume des Wissens“ bildet die Basisausstellung des neuen Göttinger Wissensmuseums, das Ende 2019 an der Berliner Straße 28 eröffnet werden soll. Für diese Ausstellung und die anderen Komponenten des Forum Wissen wird das Zoologische Institut im kommenden Jahr umgestaltet. Schon jetzt beginnt unter der Leitung eines Erfurter Architekturbüros der Rückbau des Hauses, um den originalen Zustand von 1877 annähernd wiederherzustellen. Damals beherbergte der Bau das Naturhistorische Museum der Universität.

„An diese akademische Tradition knüpfen wir an und schaffen zugleich etwas ganz Neues“, so Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin der Zentralen Kustodie. Das Forum Wissen verbindet Forschung und Lehre, Ausstellung und Dialog. Mit der Ausarbeitung des bereits vorliegenden Grobkonzeptes für das Forum Wissen hat die Universität eine Berliner Agentur beauftragt. Es wird ergänzt durch die interne Expertise aus der Zentralen Kustodie. Möglich geworden ist dieser entscheidende Schritt durch viele Förderer des Forum Wissen. „Ich danke allen, die unser Projekt unterstützen. Wir schaffen ein offenes Haus, das alle einlädt, Wissenschaft zu erleben“, betont Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel.

„Unser Anspruch ist es, die vielfältigen Sammlungen der Universität Göttingen zum Strahlen zu bringen und wichtige Diskussionen anzustoßen – über die Grundlagen und die gesellschaftliche Rolle von Wissenschaft, in der Vergangenheit, vor allem aber auch in der Gegenwart und Zukunft“, hat sich Ausstellungsmacher Joachim Baur, der gemeinsam mit Charlene Lynch und Mira Frye von der Agentur „Die Exponauten“ die Basisausstellung kuratiert, vorgenommen. „Eine solche Auseinandersetzung scheint mir heute wichtiger denn je. Die verschiedenen Wissens-Räume, die unser Konzept vorsieht, werden wir dabei so anlegen, dass für möglichst alle etwas dabei ist – für Klein und Groß, Experten und das breite Publikum.“ Viele namhafte, darunter auch regionale Unternehmen, Privatspender und Stiftungen sehen im Forum Wissen einen Publikumsmagneten und unterstützen das Projekt mit rund 1,5 Millionen Euro.

 

Urban Mining
Rohstoffquellen direkt vor der Haustür
Runder Tisch gegen Meeresmüll

Bauschutt
Bauschutt oder geschreddertes Glas wird bereits heute, teilweise testweise, im Straßenbau verwandtFoto: 4028mdk09

Deutschland ist Großverbraucher von Rohstoffen, wird dabei aber gern als „rohstoffarm“ bezeichnet. Tatsächlich ist das Land bei Erzen und vielen wichtigen Industriemineralien nahezu vollständig auf Importe angewiesen. Hohe Preisschwankungen, fragwürdige Umwelt- und Sozialstandards sowie teilweise menschenunwürdige Abbaubedingungen sind die Kehrseiten unseres Konsums und Ressourcenhungers. Dabei sind wir umgeben von über 50 Milliarden Tonnen an wertvollen Materialien. Warum also nicht die riesigen Rohstoffquellen erschließen, die wir uns selbst geschaffen haben?

Urban Mining bezeichnet die gezielte Rohstoffgewinnung im städtischen und kommunalen Raum. Dazu hat das Umweltbundesamt eine neuen Broschüre herausgegeben, mit der es Impulse zur Ressourcenschonung geben will.

Nach wie vor fördert Deutschland große Mengen an Baustoffen aus Steinbrüchen und Kiesgruben. Allerdings ist das Land dicht besiedelt, und die Bereitschaft in der Bevölkerung, die negativen Umweltauswirkungen des Bergbaus sowie von Abgrabungen hinzunehmen, ist in den vergangenen Jahrzehnten spürbar zurückgegangen. In Zukunft sind kreative Ansätze gefragt, wie Deutschland mit den zu erwartenden Rohstoffengpässen und teuren Importen umgehen soll. Urban Mining wird Teil einer solchen nationalen Strategie.

Ein großes Potenzial an Rohstoffen steckt nämlich in unseren Städten, in ungenutzten Bauwerken, Anlagen und Konsumprodukten. Insgesamt jedoch wird dieses Rohstoffpotenzial von der Gesellschaft noch kaum als solches begriffen. Das Umweltbundesamt setzt sich für eine langfristig intensivere Nutzung dieser Rohstoffreserven ein und möchte attraktivere Rahmenbedingungen schaffen.Weitere Informationen

Runder Tisch gegen Meeresmüll geht in die zweite Runde
Die Einträge von menschlichen Abfällen in die Meere stellen hier ein beständiges Problem dar, welches die gesamte Meeresumwelt in einem nicht akzeptablen Ausmaß beeinträchtigt. Dabei dominieren Kunststoffe deutlich die Funde. Das Problem ist aber nicht auf die Nord- oder Ostsee beschränkt: Weltweit wird die Verschmutzung der Meere durch Müll als eines der wichtigsten globalen Umweltprobleme unserer Zeit angesehen.

Basstölpel
 
Von einem Plstiknetz strangulierter Basstölpel neben brütendem VogelFoto: Engelberger

Auf Initiative von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel und der Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, wurde im März letzten Jahres ein Runder Tisch gegen Meeresmüll eingerichtet. Er soll Maßnahmen gegen die weitere Belastung der Meere entwickeln und für deren Umsetzung sowie ein breites gesellschaftliches Problembewusstsein sorgen.

Der Runde Tisch orientiert sich einerseits an den Vorgaben der europäischen Meeres­strategie-Rahmen­richtlinie, deren Ziel Meere ohne Belastungen durch Abfälle sind. Andererseits entwickeln die Beteiligten zahlreiche weitere Handlungsoptionen gegen Meeresmüll. Die Ergebnisse verschiedener Meeres-Monitoringprojekte verdeutlichen das Ausmaß des Problems: So finden sich auf 100 Meter Nordseestrand knapp 400 Müllteile und auf 100 Meter Ostseestrand 70 Müllteile. 70 Prozent und mehr davon sind Kunststoffe. Am Meeresboden der südlichen Nordsee liegen im Schnitt elf Kilogramm Müll pro Quadratkilometer, der Großteil auch dort Kunststoffe. Zudem hatten fast alle toten Eissturmvögel an deutschen Nordseestränden Kunststoffe im Magen.

Die eingerichteten Arbeitsgruppen des Runden Tisches haben jetzt einenZwischenbericht vorgelegt. Der Bericht enthält eine Erhebung der Eintragswege von Kunststoffabfällen und Mikroplastik in die Meere sowie Vorschläge, wie das Thema Meeresmüll in den Lehrplänen an Schulen besser verankert werden kann.Weitere Informationen

 

Klimaschutz-Bericht Göttingen
Weiterhin hohe Anstrengungen erforderlich
Treibhausgas-Emissionen von 7,08 t jährlich pro Einwohner

pdg — Der Klimaschutz-Bericht 2015/16 zeigt, dass in Göttingen bereits zahlreiche Aktivitäten im Klimaschutz umgesetzt wurden, derzeit umgesetzt werden oder geplant sind. Sie haben bereits erste positive Effekte hinsichtlich der Entwicklung des Energieverbrauchs und der Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen. Dennoch können die gesetzten Klimaschutzziele mittel- und langfristig nur erreicht werden, wenn weiterhin hohe Anstrengungen unternommen werden, heißt es in einer Erklärung der Stadt Göttingen. Welche das sein werden, hat sie jetzt ein weiteres Mal ausführlich dargelegt.

Die Stadt Göttingen hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2050 klimaneutral zu werden und gehört damit zu den bundesweiten Vorreitern in Sachen Klimaschutz. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die Treibhausgasemissionen, also der Ausstoß klimaschädlicher Gase, fast vollständig auf Null und der Energiebedarf mindestens um die Hälfte reduziert werden. Der verbleibende Energiebedarf soll ausschließlich aus erneuerbaren Energien aus Stadt und Region Göttingen erzeugt werden. Im Masterplan 100 Prozent Klimaschutz wurden dazu Strategien festgeschrieben und mit Meilensteinen Zwischenschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität gesetzt. Im Klimaschutz-Bericht, den die Stadt Göttingen aktuell für die Jahre 2015/2016 erstellt, werden die seit 2014 verfolgten Ziele überprüft.

Der Bericht bilanziert, wie viel Energie in Göttingen 2015/2016 verbraucht wurde und wie viel erneuerbare Energien in Stadt und Region erzeugt wurden. Daraus lässt sich die ausgestoßene Menge klimaschädlicher (sog. Treibhaus-)Gase ableiten. Der gesamte Energieverbrauch liegt im Jahr 2015 bei 2.148 GWh (davon 640 GWh Strom und 1.508 GWh Wärme), die daraus resultierenden Treibhausgas-Emissionen liegen bei rund 940.000 t jährlich. Dies entspricht einem Pro-Kopf-Ausstoß von 7,08 t je Einwohner. Verschiedene Meilensteine und Indikatoren im Masterplan 100 Prozent Klimaschutz ermöglichen den Vergleich des aktuellen Zustands in Göttingen mit den gesetzten Zielen.Weitere Informationen

 

Diesel-Skandal
Software-Updates reichen nicht aus für saubere Luft
Hendricks: Hersteller auch für Hardware-Nachrüstungen verantwortlich

 
Gesundheit? Hauptsache, die Wirtschaft brummt.Foto: vs

Rechtzeitig vor der Wahl weitet sich der deutsche Diesel-Skandal immer mehr zu einem Politik-Skandal aus, weil es die traditionell enge Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft unmöglich macht, ersterer zu einem das Gemeinwohl förderlichen Rückgrat zu verhelfen und letztere dadurch in ihre Schranken zu weisen. Die damit einhergehende Unfähigkeit oder besser: Unwilligkeit politischer Entscheidungsträger, gesundheitliche Schäden von der Bevölkerung abzuwenden, wurde nunmehr in einer Studie des Umweltbundesamtes eindrucksvoll bestätigt. Doch der CSU-Bun­des­verkehrs­minister hat nichts Eiligeres zu tun, als die Aussagen der Studie zu relativieren. Das Versagen der Politik scheint offenbar nur noch durch die Justiz aufzuhalten zu sein.

Zwar führen die beim Dieselforum am 2. August beschlossenen Maßnahmen zu einer Senkung der Stickstoffdioxidbelastung in den deutschen Städten von bis zu sechs Prozent, teil das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium mit, doch diese Senkung reiche in den meisten betroffenen Städten nicht aus, um den Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter einzuhalten, der in der EU zum Schutz der menschlichen Gesundheit gilt. Das ergeben Modellrechnungen, die das Amt (UBA) und Ministerin Barbara Hendricks in Auftrag gegeben hatten.

Hendricks: „Die Bevölkerung in den deutschen Städten hat ein Recht auf saubere Luft. Deshalb brauchen wir Maßnahmen, die zu einer raschen Senkung der Stickstoffdioxidbelastung führen. Der Dieselgipfel war ein erster Schritt, dem dringend weitere und größere Schritte folgen müssen. Es kann nicht sein, dass sich einige Hersteller selbst vor Software-Updates drücken. Auch die Weigerung der Autoindustrie, sich mit technischen Nachrüstungen zu befassen, ist für mich nicht akzeptabel. Ich kann den Automobilherstellern nur raten, hier schnell Lösungen zu entwickeln. Eines muss dabei klar sein: Wie bei den Software-Updates sind auch bei den Hardware-Nachrüstungen die Hersteller verantwortlich. Und auch die Kosten hierfür müssen natürlich vollständig von den Fahrzeugherstellern getragen werden.“Weitere Informationen

 

Max-Planck-Studie
„Wir schaffen das!“ – einigermaßen
Untersuchung zur Unterbringung von Geflüchteten in Göttingen

Ein Team des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen ist in einer von der Volkswagen-Stiftung finanzierten Studie der Frage nachgegangen, ob die Bedingungen in den Flüchtlingsunterkünften, die von ganz unterschiedlichen Einrichtungen betrieben werden, auch so gestaltet sind, dass Integration gelingen kann.

Durch die Ankunft von mehr als einer Million Geflüchteter seit 2015 sah sich die deutsche Gesellschaft vor die Aufgabe gestellt, diese Menschen innerhalb kurzer Zeit aufzunehmen und unterzubringen – eine erhebliche Leistung. Die Unterbringung ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zur vielfach geforderten Integration der Neuankömmlinge in die Gesellschaft. Untersucht wurde unter diesem Aspekt eine Vielzahl von Unterkünften in Göttingen, wo knapp 1500 Asylsuchende und 81 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht sind (Stand: Ende 2016) – das sind viermal mehr als 2014.

Dem Forscherteam ging es u.a. konkret um folgende Aspekte: Wohnsituation, Verpflegung, finanzielle Unterstützung, Gesundheit und Rechtsberatung. Die Studie zeigt, dass einerseits die entsprechenden Angebote, andererseits auch die Bedürfnisse der Geflüchteten sehr unterschiedlich sind. Damit liefert sie wichtige Erkenntnisse dafür, wie man die Angebote künftig besser auf die Bedürfnisse einzelner Geflüchteter abstimmen kann. Steven Vertovec, Direktor des Max-Planck-Instituts, hält dies für dringend notwendig, denn „die Bedingungen für Integration sollten bereits in den Flüchtlingsunterkünften geschaffen werden“.

Derzeit seien die Startbedingungen für die einzelnen Menschen in den verschiedenen Einrichtungen sehr unterschiedlich. Dadurch würden einige Geflüchtete sehr viel schneller an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben können als andere, so Vertovec. Die Erkenntnisse können dazu beitragen, dass die Prozesse bei der Unterbringung künftig fairer und reibungsloser gestaltet werden – so wäre man gut vorbereitet, wenn wieder verstärkt Geflüchtete nach Deutschland kommen.
Die englischsprachige Studie ist hier einsehbar:Weitere Informationen

 
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