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    Spacer 24.05.2017 0:33 SpacerOptimiert für das Format 16:9    
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Ausfall von Veranstaltungen
Gleich von mehreren Veranstaltungsausfällen sind das Apex und stille hunde betroffen: Am 24. Mai entfällt das Stück Der Mann mit dem verschluckten Auge im Apex und am 25. Mai Othello in Rittmarshausen. Stefan Wedam gastiert auch nicht am 26. Mai nicht im Apex.
Auch die Veranstaltung „Show us your Culture“ – International Day am 24. Mai im Uni-Klinikum fällt aus.

Stadtführungsfestival
Göttinger Entdeckungstouren
Zum achten Mal veranstaltet die Tourist-Information Göttingen vom 11. Juni bis 9. Juli das Stadtführungsfestival "Göttinger Entdeckungstouren". Vier Wochen lang gibt es 30 ungeahnte Möglichkeiten, die Stadt, ihre Geschichte und ihre Geschichten bei den unterschiedlichsten Rundgängen oder Blicken hinter die Kulissen auf beson­dere Weise zu entdecken.
Interessante Stadtrundgänge greifen aktuelle Themen wie das 500. Reformationsjubiläum und dessen Auswirkung auf die Stadt oder den 275. Geburtstag Georg Christoph Lichtenbergs auf. Ins 19. Jahrhundert führt die Kostümführung "Göttingen ist ein gar fideles Städtchen“. Ebenso im Programm: Ein Stadtrundgang entlang der alten Stadtmauer abseits der üblichen Touristenpfade. Beim den "Blicken hinter die Kulissen“ öffnen sich wieder viele Türen, die sonst für die breite Öffentlichkeit verschlossen bleiben. Dabei gibt es viel Neues zu entdecken: Das neue KunstQuartier (KuQua), das Krematorium, die Baustelle Altes Rathaus, das Stadtradio Göttingen oder die Göttinger Freimaurerloge sind nur einige Beispiele.
Programmhefte und Tickets für die Führungen gibt es in der Tourist-Information im Alten Rathaus. Alle Führungen haben begrenzte Teilnehmerzahlen.

Weltkrieg I + 68er-Bewegung
Objekte
für Ausstellungen gesucht

pdg — Das Städtische Museum Göttingen und das YLAB-Geisteswissenschaftliches Schülerlabor sind bei der Vorbereitung für zwei große Ausstellungen auf der Suche nach Objekten. Denn im Jahr 2018 wird an zwei historische Ereignisse erinnert, die die deutsche Geschichte auf unterschiedliche Weise nachhaltig geprägt haben: die Niederlage Deutschlands im 1. Weltkrieg und die Revolution vom November 1918 bedeuteten das Ende der Monarchie, in deren Folge mit der Weimarer Republik der erste demokratische Staat auf deutschem Boden entstand, dessen Scheitern entscheidend für den Aufstieg des Nationalsozialismus war.Weitere Informationen

36. Spieleautoren-Treffen
Rekordteilnahme
pdg — Das 36. Spieleautoren-Treffen in Göttingen am 10. und 11. Juni kann mit über 300 Anmeldungen einen Besucherrekord vermelden. Die Veranstaltung in der Stadthalle bleibt das wichtigste Forum in Deutschland im Austausch zwischen den Spieleautoren und den Spieleverlagen. Teams von 26 Verlagen und Agenturen haben sich angemeldet, um die kreativen Prototypen von rund 200 Spieleautor/innen zu begutachten.
Initiiert wurde das Spieleautoren-Treffen 1983 von Karin und Reinhold Wittig und ihrer Edition Perlhuhn. Reinhold Wittig hat sich inzwischen aus der aktiven Mitarbeit zurückgezogen. Seinen Part als Mitveranstalter neben der Stadt Göttingen hat in diesem Jahr die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) übernommen, die sich als Interessenverband für die Belange der Spieleautorinnen und Spieleautoren einsetzt. Reinhold Wittig wird allerdings für sein langjähriges Engagement rund um das Spieleautoren-Treffen während der Eröffnung der Veranstaltung am Sonnabend, 10. Juni, mit dem „Göttinger Spatz“ ausgezeichnet. Der Preis würdigt besondere Leistungen um das Kulturgut Spiel.
Die Jury „Spiel des Jahres“ hat – wie jedes Jahr – ein Stipendium als Preis für Nachwuchsautoren ausgeschrieben. Die Nominierten stellen sich auf der Veranstaltung einer Jury, die dann den oder die Preisträger/in auswählen und am Sonntag bekannt geben. Dann wird die Veranstaltung öffentlich und wandelt sich zum „Göttinger Tag des Spiels“, bei dem alle Spielbegeisterten herzlich in die Stadthalle eingeladen sind, um mit den Spieleautorinnen und Spieleautoren zwischen 10.00 und 14.00 Uhr die noch unveröffentlichten Spiele zu testen.

Händel-Festspiele
L’Apothéose Sieger im
Nachwuchswettbewerb

Die Gewinner der „göttingen händel competition“ 2017 sind L’Apothéose. Das Ensemble gewann sowohl den ersten, mit 5.000 Euro dotierten Preis der Göttinger Händel-Gesellschaft e.V. als auch den mit einem Notengutschein im Wert von 1.000 Euro ausgestatteten Bärenreiter Urtext-Preis. Zusätzlich wird das Ensemble in das EU-geförderte Stipendienprogramm „eeemerging“ aufgenommen. Zum Preis der Göttinger Händel-Gesellschaft e.V. gehört außerdem ein Konzert, das am 15. Mai im Rittersaal des Welfenschlosses in Hann. Münden stattfand. Die Gunst der Zuhörer erspielte sich diletto musicale und erhielt dafür den Publikumspreis.Weitere Informationen

40. Göttinger Jazzfestival
Bewerbungen jetzt möglich
Wer am diesjährigen Jazzfestival am 10. und 11. November in den Räumen des Deutschen Theaters teilnehmen möchte, richte bitte seine Bewerbung bis zum 15. Juni mit Bandinfo, Besetzungsliste, Farbfoto (300 dpi, min. 10 cm breit) und Demo an: Jazzfestival Göttingen e.V., Postfach 2309, 37013 Göttingen, Tel. 0551 / 82 07 57 61, E-Mail info@jazzfestival-goettingen.de

Linde-Literaturpreis 2017
Verdiente Auszeichnungen
für Juli Zeh und Magdalena Tulli

pdg — Der von den beiden Partnerstädten Toruń/Polen und Göttingen gemeinsam gestiftete und zum 22. Mal vergebene Samuel-Bogumił-Linde-Literaturpreis geht für das Jahr 2017 an die deutsche Schriftstellerin und Journalistin Juli Zeh und an die polnische Schriftstellerin Magdalena Tulli. Der Preis wird am 4. Juni in Anwesenheit der Geehrten in Thorn verliehen.Weitere Informationen

Kultursommer 2017
Vorschau
Eine erste Programmvorschau des Göttinger Kultursommers hat der Fachdienst Kultur jetzt veröffentlicht, die auch unter der u.a. Web-Adresse zu finden ist.
Zum Auftakt gibt es Kabarett, Literatur und Musik im Deutschen Theater und im Alten Rathaus. Ein Glanzlicht ist im Deutschen Theater zu sehen: Der vielfach preisgekrönte Kabarettist Jochen Malmsheimer präsentiert sein neues Programm „Dogensuppe Herzogin – Ein Austopf mit Einlage“ am 25. Juni.
Im Alten Rathaus unterhalten ausgesuchte Programme mit Kabarett, Literatur und Musik: Der isländische Singer & Songwriter Svavar Knútur, die Göttinger Soul-Legende Sascha Münnich und die Göttinger Sängerin Christiane Eiben (Seven Up) begeben sich am 1. Juli auf eine musikalische Reise „Crossing the waters“. Mit „Together in Music“ bewegen sich die vielfach ausgezeichneten Musiker von Radio Europa am 9. Juli zwischen französicher Musette, Irish Folk, Balkan-Beat, spanischen Rhythmen und skandinavischen Klängen bis hin zur Klassik. Mit ihrem Programm „Ruhe bewahren!“ spielt sich Luise Kinseher am 16. Juli in die Herzen des Publikums. Auch Florian Schroeder, Parodist und Speerspitze der jungen Kabarett-Generation, „Kanzlerchauffeur“ Michael Frowin und die Schauspielerin Ulrike C. Tscharre kommen nach Göttingen. Tscharre liest im August aus „Die Terranauten“, dem neuesten Roman von T. C. Boyle.
Aus dem Larifari-Kindertheater an vier Sonntagen wird diesmal ein Straßentheatertag für Kinder und Erwachsene. Mit Artistik, Jonglage und Zauberei bringen die Straßenkünstler Andy Clapp und Fritz Funk die Besucher der Göttinger Innerstadt am 24. Juni vor der Jacobikirche (13.00 und 14.00 Uhr) sowie am Gänseliesel (16.00 und 17.00 Uhr) zum Staunen und Lachen.
Mitte August folgt dann nicht nur Mysterienspiel „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal mit dem Wiener Schauspieler Philipp Hochmair (inkl. Band „Die Elektrohand Gottes“), sondern auch das Open-Air-Festival im Kaiser-Wilhelm-Park.
→ www.kultursommer.goettingen.de
Vorverkauf an den bekannten Göttinger Vorverkaufsstellen.

Lichtenberg zum 275.
Kleiner Mann
mit großer Ausstrahlung

pdg — Am 1. Juli jährt sich der Geburtstag von Georg Christoph Lichtenberg (1742 bis 1799) zum 275. Mal. Der geniale Experimentalphysiker, Erfinder des Plus/Minus-Zeichens und Blitzableiters, Philosoph und Aphoristiker, an den in Göttingen zwei Denkmäler auf dem Marktplatz und vor der Paulinerkirche im Papendiek erinnern, lebte und wirkte von 1763 an bis zu seinem Tode in Göttingen, vor allem im heutigen Künstlerhaus/Lichtenberg-Haus in der Gotmarstr. 1. Über seine naturwissenschaftlichen Entdeckungen hinaus gilt Lichtenberg als einer der wichtigsten Impulsgeber der Aufklärung und als Begründer des deutschsprachigen Aphorismus. Der Fachbereich Kultur der Stadt Göttingen hat neben vielen anderen eine Reihe von Veranstaltungen und Ausstellungen im Jubiläumsjahr geplant.Weitere Informationen

 
Wissenschaft

Psychologie
Steuerehrlichkeit unter Zwang
und aus Verantwortungsgefühl

pug — Zahlen wir eher Steuern, wenn uns das Finanzamt mit strengen Kontrollen dazu zwingt oder wenn an unsere gesellschaftliche Verantwortung appelliert wird? Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat die Auswirkungen von unterschiedlichen Maßnahmen von Steuerbehörden auf die Entscheidungen der Steuerzahler untersucht. Die Wissenschaftler/innen fanden heraus, dass wir in der Regel sowohl unter Zwang als auch aus Verantwortungsgefühl Steuern zahlen – die Motivation dahinter scheint aber jeweils eine andere zu sein.Weitere Informationen

3D-Mikroskopie
Forscherverbund entwickelt
und testet neue Technologie

umg — Krankhaft veränderte Zellen in Gewebe-Biopsien besser und noch genauer als bisher möglich erkennbar zu machen, ist das Ziel eines Forschungsverbundes um Göttinger Forscher und Mediziner. Liefern soll solche Bilder ein neues „Lichtscheiben“-Mikroskop für dreidimensionale Aufnahmen von Gewebeproben.Weitere Informationen

Zuwanderung
Forschung zu sozio-kulturellen
Integrationsprozessen

pug — Wissenschaftler der Universitäten Göttingen, Bamberg und Konstanz beschäftigen sich in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt mit den strukturellen und sozio-kulturellen Integrationsprozessen von jüngst Zugewanderten in Deutschland. Das Projekt „Aktuelle europäische Binnen- und Flüchtlingsmigration nach Deutschland: Zuzugsprozesse und frühe Integrationsverläufe“ zielt darauf ab, auf Grundlage neuer Paneldaten und anhand einer größeren Zahl von Neuzuwanderergruppen die derzeit Zuziehenden zu beschreiben, aktuelle Fragen der Migrations- und Integrationsforschung zu beantworten und Informationen für die politische Steuerung des Migrations- und Integrationsgeschehens zu liefern.Weitere Informationen

Biobank
UMG jetzt BRD-weit vernetzt
umg — Die UMG Biobank hat sich mit zehn weiteren deutschen Biobankstandorten in der German Biobank Alliance (GBA) zusammengeschlossen. Der neue Verbund startete am 1. Mai und ebnet den Weg für einen nationalen und europaweiten Bio-proben- und Datenaustausch zwischen Biobanken.Weitere Informationen

Mikrobiologie
Antibiotikaresistenzen
auf der Spur

pug — Viele gefährliche Krankheitserreger sind heute gegen eine Reihe von Antibiotika resistent. Daher ist die Suche nach neuen Wirkprinzipien und Wirkstoffen zur ihrer Bekämpfung ein zentrales Anliegen der mikrobiologischen Forschung. Von großer Bedeutung für die Entwicklung neuer Therapien sind sogenannte „essentielle Funktionen“ von Erregern: Funktionen, ohne die ein Bakterium nicht überleben kann. Viele Erreger, die schon Resistenzen gebildet haben, wie zum Beispiel Staphylococcus aureus MRSA, besitzen ein essentielles Signalmolekül, das sogenannte zyklische di-AMP. Ein von der Universität Göttingen geführtes Forscherteam hat nun erstmals beschrieben, warum dieses Molekül so bedeutsam ist.Weitere Informationen

Physik
Magnetwiderstand
atomar vermessen

pug — Wissenschaftlern der Universität Göttingen ist es gelungen, den Einfluss eines Magnetfeldes auf den elektrischen Stromtransport auf mikroskopischer Ebene zu verstehen. Mit Hilfe eines eigens hierfür konstruierten Rastertunnelmikroskops war es ihnen erstmals möglich, den Elektronenfluss bis auf die atomare Skala zu vermessen.Weitere Informationen

Diabetes
Globale Kosten
bei 1,3 Billionen US-Dollar

pug — Diabetes gehört mit geschätzt über 420 Millionen Betroffenen zu den weltweit häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben in Kooperation mit einem internationalen Forscherteam errechnet, dass sich die globalen Kosten der Krankheit für das Jahr 2015 auf 1,3 Billionen US-Dollar belaufen. Das entspricht 1,8 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.Weitere Informationen

Geowissenschaften
Über 150 neue Fossilien entdeckt
pug — Ein Forscherteam der Universitäten Göttingen und Helsinki hat 152 neue fossile Flechten in Bernsteinen entdeckt und analysiert. Die Fossilien sind zwischen 24 und 47 Millionen Jahre alt und stammen von zwei bedeutenden europäischen Bernsteinlagerstätten: aus dem Baltikum und aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Bisher existierten lediglich 15 fossile Belege von Flechten. Mit dem Fund hat sich die Zahl der bekannten Flechtenfossilien also mehr als verzehnfacht.Weitere Informationen

Physik
Laserpulse in Echtzeit gefilmt
pug — Zwei Lichtstrahlen kreuzen sich typischerweise ohne großen Effekt. Klirrend aneinanderschlagende Laserschwerter gibt es also nur im Kino. Im Inneren eines Lasers allerdings können sich intensive Lichtpulse durchaus gegenseitig anziehen oder abstoßen. Einem Forscherteam der Universität Göttingen und der University of California in Los Angeles ist es nun gelungen, das schnelle „Duell“ zweier Pulse in Echtzeit zu verfolgen.Weitere Informationen

Parkinson
Neue Einblicke
umg — Wissenschaftler des Exzellenzclusters CNMPB an der UMG liefern neue Einblicke in die Parkinson’sche Erkrankung und studieren den Einfluss verschiedener Faktoren auf die Toxizität des alpha-Synuklein-Proteins. Das Absterben von Nervenzellen gilt als die Ursache für die Parkinson’sche Erkrankung. Doch die genauen molekularen Vorgänge, die dazu führen, sind bisher noch wenig verstanden. Warum erkranken manche Menschen im Alter, während andere verschont bleiben? Wieso haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko, an Parkinson zu erkranken?Weitere Informationen

Augenheilkunde
„Déjà-vu“-Detektoren im Auge
umg — Forscher der Universitätsmedizin Göttingen haben untersucht, wie die Nervenzellen des Auges auf die ständigen Änderungen der Augenposition reagieren und entdecken „Déjà-vu“-Detektoren.Weitere Informationen

Forstwissenschaften
Hilfe für Braunbären
pug — Trotz der Prägung durch den Menschen gibt es in Europa Regionen mit hoher biologischer Vielfalt und Populationen großer Raubtiere wie Braunbären. Diese Prädatoren an der Spitze des Nahrungsnetzes haben einen charismatischen sowie kulturellen Wert und regulieren großflächig Biodiversität und Ökosystemfunktionen. Der Erhalt der Braunbären hängt von Strategien ab, die die Ausbreitung der Tiere und den Austausch zwischen Teilpopulationen ermöglichen, aber auch Konflikte mit Menschen verringern. Daher untersucht ein europäisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen im Rahmen des Projekts „Bear Connect“, inwieweit ökologische Netzwerke Landschaften funktional miteinander verbinden und Nachhaltigkeit erhalten können.Weitere Informationen

Astrophysik
Suche nach
erdähnlichen Planeten

Alien-Hype reißt nicht ab
pug — Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Forschergruppe zur Suche nach erdähnlichen Planeten an der Universität Göttingen. Unter der Überschrift „Blaue Erden bei Roten Sternen“ wollen die Wissenschaftler/innen nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems suchen. Die Koordination liegt beim Institut für Astrophysik der Universität Göttingen, an der Gruppe beteiligt sind die Universitäten Hamburg und Heidelberg, die Landessternwarte Tautenburg und das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Die beantragte Fördersumme liegt bei insgesamt rund zwei Millionen Euro für zunächst drei Jahre.Weitere Informationen

Milchviehhaltung
Öffentlichkeit gegen frühe
Trennung von Muttertieren

eb/pug — Man sollte mal mit den Kindern von Landwirten ebenso verfahren, wie diese es mit dem ihnen anvertrauten Vieh tun – ein empörter Aufschrei der Zunft würde durch die Feldmarken gellen. Doch beim Rindvieh finden sie nichts dabei, kleine Kälber gleich nach der Geburt von den Müttern zu trennen, es könnte sich sonst ja negativ auf die Milchleistung auswirken. Eine gerade veröffentlichte repräsentative Online-Befragung hat, wie sollte es auch anders sein, eine deutliche Ablehnung solch früher Trennung von Kuh und Kalb unter den Teilnehmer/innen ergeben. Dann was für Landwirte vielleicht nur ein Stück Fleisch mit vier Beinen darstellt, ist mindestens ebenso empfindsam wie es die Fleischproduzenten sein sollten, die gerne von glücklichen Tieren auf saftigen Almweiden faseln.Weitere Informationen

Historische Landesforschung
Niedersachsens Klöster im Web
pug — Im Jahr 2013 hat das Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen das Niedersächsische Klosterbuch herausgegeben. Darin wurden alle bis 1810 gegründeten Domkapitel, Stifte, Klöster, Ordenskommenden, Beginen- und Begardenhäuser systematisch erfasst. Nun haben die Göttinger Historikerinnen und Historiker hieraus die wichtigsten Daten zu jedem Kloster, verschwunden oder noch in Betrieb, erstmals koordinatengenau kartiert und im Internet zugänglich gemacht.Weitere Informationen

Physik
Mikroskopie per Laseranregung
eb/pug — Göttingen scheint sich zu einem wissenschaftlichen Zentrum der Mikroskopie zu entwickeln. Nachdem erst kürzlich Stefan Hell vom MPI ein optisches Mikroskop entwickelt hat, das erstmals nur millionstel Millimeter voneinander entfernte Moleküle abbilden kann (vgl. →Ausstellungen), legen jetzt Wissenschaftler vom IV. Physikalischen Institut der Uni nach: ihnen ist es gelungen, gepulste Laseranregung mit der Rastertunnelmikroskopie zu verbinden. Als erste Anwendung ihres neuen Verfahrens studierten sie Ladungsprozesse an und innerhalb von Halbleiteroberflächen. So konnten sie erstmals den Einfluss von atomaren Defekten, beispielsweise isolierten Siliziumatomen, im Galliumarsenid vermessen.Weitere Informationen

Klimawandel
Waldverlust und Dürre
als Teufelskreis

pug — Ein internationales Forscherteam analysierte den Zusammenhang zwischen Dürre und Waldverlust. Der Waldverlust durch Abholzung im Amazonasgebiet und die mögliche Abnahme der Regenfälle dort könnten einen Teufelskreis in Gang bringen: Wenn Trockenzeiten mit dem menschengemachten Klimawandel zunehmen, steigt zusätzlich das Risiko eines sich selbst verstärkenden Waldverlusts. Worauf jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch ganz von selbst kommen kann, hat ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen ebenfalls herausgefunden. Allerdings, so die Forscher, kann große Artenvielfalt von Bäumen in einem Waldabschnitt dessen Überlebenschancen merklich erhöhen.Weitere Informationen

Schlaganfall
Neues Versorgungskonzept
spart wertvolle Minuten ein

umg — 53 Minuten wertvolle Zeit für das Gehirn bringt ein neues Versorgungskonzept, das ein interdisziplinäres Team von Schlaganfallforschern an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) entwickelt hat. Das Göttinger Konzept organisiert und beschleunigt die Arbeitsabläufe ab Eintreffen eines Patienten mit Schlaganfallbeschwerden in der Notaufnahme bis zur Behandlung.Weitere Informationen

„Google Hash Code“
Mathematiker qualifizieren sich
pug — Ein Team aus der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Göttingen hat sich beim Programmierwettbewerb „Google Hash Code“ für die Finalrunde qualifiziert. Sönke Behrends, Julius Pätzold und Alexander Schiewe sind am Institut für Numerische und Angewandte Mathematik in der Arbeitsgruppe „Optimierung“ tätig. Gemeinsam mit dem Informatikstudenten Bakhodir Ashirmatov belegten sie unter mehr als 200 teilnehmenden deutschen Teams den dritten Platz. In der Gesamtwertung aller 2.800 Mannschaften aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika landeten sie auf Platz 50. Innerhalb von vier Stunden mussten die Teams ein von Google entwickeltes praxisnahes Optimierungsproblem möglichst gut lösen.

Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken
Aufnahme und Integration
geflüchteter Frauen

pug — Gibt es in Deutschland einen Unterschied bei der Aufnahme und Integration geflüchteter Männer und Frauen? Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigt sich in den kommenden drei Jahren ein Forschungsverbund der Universitäten Osnabrück, Göttingen und Oldenburg. Die Wissenschaftler/innen wollen auch Vorschläge entwickeln, inwieweit Ungleichbehandlung künftig vermieden werden kann. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur finanziert das Vorhaben „Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken – Prozesse vergeschlechtlichter In- und Exklusionen in Niedersachsen“ mit rund 500.000 Euro.Weitere Informationen

DLR Göttingen
Neuer Superrechner in Betrieb
Einen Super-Rechner für die Flugzeugforschung hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Göttingen jetzt in Betrieb genommen. Dafür wurden 3 Millionen Euro am Standort investiert. „Damit wird das DLR seiner Rolle als einer der europaweit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der aeroelastischen Simulation gerecht“, sagte DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke, „das ist ein weiterer Schritt in der Digitalisierung der Luftfahrtforschung.“Weitere Informationen

Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bindegewebszellen
contra Chemotherapie

umg — Bauchspeicheldrüsenkrebs im fortgeschrittenen Stadium lässt sich mit Chemotherapie bisher nicht heilen. Warum viele Chemotherapeutika gegen Bauchspeichel-drüsenkrebs so wenig effektiv wirken, haben Göttinger Forscher näher untersucht.Weitere Informationen

Neuroanatomie
Synapsen auf der Spur
umg — Ein Forscherteam der UMG hat weitere Details zur synaptischen Verschaltung der Großhirnrinde geklärt. Was auch immer wir über Augen, Ohren, Nase oder Haut an Informationen sammeln, steht uns nur dann für Entscheidungsprozesse oder zielgerichtetes Verhalten zur Verfügung, wenn Sinnesreize von unserem Gehirn bewusst wahrgenommen und weiter verarbeitet werden können. Dafür müssen Sinnesreize vor allem wohl dosiert im Gehirn ankommen. Grundlagenforscher haben jetzt ein Detail der vielfältigen synaptischen Verschaltungen zwischen hemmenden Nervenzellen der Großhirnrinde geklärt.Weitere Informationen

Auszeichnung
Heinz Maier-Leibnitz Preis 2017
für Göttinger Neurobiologin

umg — Dr. Marion Silies, Neurobiologin und Nachwuchsgruppenleiterin am Euro-pean Neuroscience Institute Göttingen (ENI-G), ist eine von insgesamt zehn Preis-trägern des diesjährigen Heinz Maier-Leibnitz-Preises. Mit dem Preis zeichnen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jährlich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland aus, die sich mit exzellenten Forschungsarbeiten profiliert haben. Die mit jeweils 20.000 Euro dotierten Preise zählen zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen, die in Deutschland vergeben werden.Weitere Informationen

Physik
Sonolumineszenzphänome
sichtbar gemacht

pug — Mit leistungsstarken Ultraschallanlagen werden Oberflächen oder Abwässer gereinigt sowie Nierensteine zertrümmert. Genutzt wird dabei ein Effekt, den Schallwellen in Flüssigkeiten herbeiführen: Es bilden sich Blasen, die abwechselnd stark wachsen und in sich zusammenfallen. Implodierende Blasen können das in ihnen enthaltene Gas so extrem komprimieren, dass kurze Lichtblitze entstehen – ein Vorgang, der Sonolumineszenz genannt wird. Dr. Carlos Cairós und Dr. Robert Mettin vom Dritten Physikalischen Institut der Universität Göttingen ist es als Erste gelungen, Sonolumineszenzsignale gleichzeitig mit den leuchtenden Blasen in einer mit Ultraschall angeregten Blasenwolke abzubilden. In Hochgeschwindigkeits-Videoaufnahmen mit bis zu 500.000 Bildern pro Sekunde können sie die Licht emittierenden Blasen identifizieren sowie Blasenform und -schwingung untersuchen.Weitere Informationen

Forschungsstipendium
Regionale Waldpolitik in Afrika
pug — Regionale Waldpolitik in Afrika ist das Thema eines Forschungsaufenthaltes des Forstwissenschaftlers Dr. Symphorien Ongolo Assogoma an der Universität Göttingen. Dr. Ongolo forscht ab März an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, wo er mit Dr. Lukas Giessen und Prof. Dr. Max Krott in der Abteilung für Forst- und Naturschutzpolitik zusammenarbeiten wird. Zurzeit ist er am Center for International Forestry Research (CIFOR) in Yaounde, Kamerun, beschäftigt. Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt seinen Aufenthalt in Göttingen mit einem zweijährigen Forschungsstipendium.Weitere Informationen

EU-Projekt
Artenvielfalt durch
landschaftliche Aufwertung

pug — Wissenschaftler der Universität Göttingen sind an einem neuen EU-Projekt zur Artenvielfalt in Agrarlandschaften beteiligt. Die Forscherinnen und Forscher untersuchen in fünf Ländern Europas, inwiefern sich die landschaftliche Aufwertung von Lebensräumen auf die Artenvielfalt auswirkt. Im Zentrum des Projekts steht das Rebhuhn, dessen Bestand seit 1980 um rund 94 Prozent zurückgegangen ist.Weitere Informationen

Herz-Kreislauf-Forschung
Herzgewebe aus Stammzellen
umg — Forschern der Universitätsmedizin Göttingen am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Standort Göttingen, ist es erstmals gelungen, aus Stammzellen schlagende Herzgewebe für eine klinische Prüfung herzustellen.Weitere Informationen

Smart Home
Primaten Versuchskaninchen
für intelligente Hausvernetzung

pug — Menschen können Handlungen und ihre Folgen gedanklich durchspielen und somit planvoll agieren; auch bei Affen haben Wissenschaftler dieses Vorgehen beobachtet. Solche Möglichkeiten proaktiven Handelns fehlen bislang größtenteils bei technischen Systemen, zum Beispiel bei computergestützten Anwendungen für den Alltag. Ein internationales Forscherteam will nun die Nervenaktivitäten bei Primaten während komplexer Handlungen als Modell für die Entwicklung proaktiver Steuerungsbefehle für Geräte in einem vernetzten Haus verwenden.Weitere Informationen

 

Kriminalität
Häufung von Fahrraddiebstählen erschreckt Ratsparteien
Sichere Stellplätze sollen Abhilfe schaffen / ADFC-Test lässt Göttingen gut abschneiden

Die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen im Rat der Stadt sehen sich angesichts jüngst veröffentlichter Zahlen zum Fahrraddiebstahl darin bestätigt, dass sichere Radabstellanlagen in Göttingen dringend benötigt werden. Sie fordern deshalb die Verwaltung auf, einen gemeinsamen Antrag im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität zügig zu behandeln und noch in diesem Jahr sichere Stellplätze für (Elektro-) Fahrräder im Innenstadtbereich zu schaffen.

 
Diebstahl Werk von Sekunden: kaum gesicherte Räder in der CityFoto: L. Krey

Bereits in der Ratssitzung am 12. Mai hatten die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zum Thema E-Mobilität auf den Weg gebracht. „Die Verwaltung wird beauftragt an vier Standorten im Innenstadtbereich (inkl. Bahnhofsbereich) sichere Stellplätze für jeweils bis zu fünf (Elektro-) Fahrräder einzurichten“, heißt es darin. Zwar wird der Radverkehr in Göttingen stark gefördert, doch gebe es angesichts der Zunahme „weder quantitativ noch qualitativ ausreichend sichere Fahrradstellplätze“, bemängelt Ausschussmitglied Uli Holefleisch (Grüne). Fahrraddiebstahl sei leider alltäglich geworden.

Vor allem ist er bestens organisiert, wie Recherchen von TV-Magazinen ergeben haben. Und: die Polizei ist ziemlich machtlos, sofern die Täter nicht unmittelbar beim Diebstahl gestellt werden. Im Westen der Republik beispielsweise existieren große Fahrrad-Umschlagplätze, die sich jedoch dem Zugriff der Justiz entziehen, solange kein konkreter Tatverdacht nachweisbar ist, weil sie sich auf Privatgelände befinden. Dort werden Unmengen von Rädern unter den Augen der Öffentlichkeit verschoben. Das dort lastwagenweise abtransportierte Diebesgut findet sich wenig später dann im Baltikum wieder, wie Recherchen mit eigens dafür präparierten Rädern ergeben haben.

Im aktuellen Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) wurde Niedersachsen als fahrradfreundlichstes Bundesland in Deutschland bezeichnet. Unter den Städten zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern konnte Göttingen bundesweit den Spitzenplatz belegen. „Dass ausgerechnet Göttingen mit seinem Radschnellweg bundesweit führt, bestätigt unsere Fahrradpolitik mit Weitsicht“, meinen die Landtags-Grünen dazu: Nur den Bestand zu erhalten bringe noch keine Verkehrswende, man müsse auch die Herausforderungen von morgen mitdenken und ins Handeln einfließen lassen. Deshalb: „Der Berufsradverkehr braucht Radschnellwege.“
„Auch wenn Göttingen jetzt einen ersten Platz belegt hat, so ist doch bei einer Gesamtnote von 3,3 noch einiges zu tun“, meint der verkehrspolitische Sprecher der Göttinger SPD-Fraktion, Volker Grothey. Besonders der häufige Fahrraddiebstahl und schlechte Führung an Baustellen sowie seltene Falschparkerkontrollen auf Radwegen wurden von den Befragten in Göttingen moniert.
 

Die von den Antragstellern geforderten „sicheren Abstellplätze“ können da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, zumal sie ja nur E-Bikes berücksichtigen. Die werden zwar bevorzugt geklaut, das Gros der Diebstähle betrifft allerdings ganz normale – zumeist hochwertige – Räder. Folglich werden, so die Vermutung der Antragsteller, „aus Angst vor Diebstahl oder mutwilliger Zerstörung … teure Fahrräder häufig nicht benutzt; stattdessen werden ältere, zumeist weniger gute Fahrräder eingesetzt oder Radfahrten ganz unterlassen.“

„Ob eine Fahrt mit dem Fahrrad gestartet wird, hängt auch von den Bedingungen am Ziel ab“, meint der mobilitätspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Volker Grothey. „Das sichere Parken am oder in der Nähe des Zielpunktes beeinflusst die Entscheidung zu Gunsten der Fahrradnutzung.“ Mit der Einrichtung von fünf sicheren Abstellplätzen an vier verschiedenen Standorten sollen nun erste Erfahrungen gesammelt werden, ob und unter welchen Bedingungen die Plätze angenommen werden, mit dem Hauptaugenmerk auf zentrale Lage, praktische Handhabung und Schutz vor Diebstahl. Andere Kommunen haben bereits mit abschließbaren Fahrradboxen experimentiert, da könne man sich vielleicht etwas abgucken. Dem professionell organisierten Diebstahl allerdings wird dies wohl kaum Einhalt gebieten.
Der Rats-Antrag im Wortlaut:Weitere Informationen

 

Flächennutzungsplan
Grüne für Beschleunigung und Intensivierung des Wohnungsbaus
SPD sieht Flächenversiegelung als „Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Stadt“

Mit ihrer Zustimmung zum vorliegenden Flächennutzungsplan (FNP) machen die Grünen im Rat den Weg frei für die gemeinsam mit der SPD initiierten Ratsbeschlüsse zur Beschleunigung und Intensivierung des Wohnungsbaus. Das klingt zunächst einmal sehr sozial, hat aber durchaus auch seine Kehrseiten. Würde man nämlich dieselben Formulierungen „Beschleunigung und Intensivierung“ beispielsweise auf die Landwirtschaft oder auf das Bevölkerungswachstum anwenden, so wird schlagartig deutlich, dass sich zunehmend verschärfende gesellschaftliche Problemfelder mit solchen Beschreibungen allenfalls temporär mildern lassen, keineswegs aber einer zukunftsfähigen Lösung im Sinne von Nachhaltigkeit zugeführt werden.

Nun wird man von einer SPD nicht allzuviel mehr verlangen können als ihr tradiertes Verhaftetsein in Forderungen nach vermeintlich sozialen „Fortschritten“, welche in Zeiten deutlicher Unterprivilegierung der Arbeiterschaft wohl ihre Berechtigung hatten, die es so jedoch heute gar nicht mehr gibt. Von einer relativ jungen Partei wie den Grünen müsste man hingegen mehr verlangen können als „Es sei an der Zeit, jetzt beschleunigt zu bauen“, wie der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Rat der Stadt, Rolf Becker, die Zustimmung seiner Fraktion begründet, denn: „Sollten wir das nicht schaffen, steigen die Immobilienpreise weiter, mit all den sozialen Folgen.“

Noch mal davongekommen: Areal für geplanten Golfplatz im Süden von Geismar (im Hintergrund)Foto: vs

Sollten sie es jedoch schaffen, werden die Grünen – und nicht nur sie – über kurz oder lang erneut vor die Wahl gestellt, welche Kleingärten oder anderen innerstädtischen Grünflächen sie wegen des zunehmenden Siedlungsdrucks anheim geben wollen oder – schlimmer noch – welche eigentlich schützenswerten Landschaften aus der näheren Umgebung plötzlich nicht mehr für schützenswert erachtet werden. Warum es so kommen wird? Weil bis heute niemand den politischen Mut aufbringt zu sagen: „Stopp – bis hierher und nicht weiter.“ Denn rote Linien sind längst schon überschritten. Und der Druck wird auch erkannt: „Viel Potenzial sehen die Grünen bei der weiteren Entwicklung von Elliehausen, es könnte auch den Druck aus der angespannten Diskussionslage am Holtenser Berg nehmen“, erklärt Becker.

Dass ihm die Zustimmung zum Flächennutzungsplan selbst nicht ganz geheuer ist, gibt er freimütig zu: „Trotz allem bleibt der FNP ein Kompromiss und aus Grüner Perspektive kritikwürdig.“ Statt massiv in die Nachverdichtung zu gehen oder neue Quartiere ganz bewusst zu gründen, werde die Stadt überall in Fortführung der aktuellen Wohnbebauung weiter ausgefranst. Man wolle deshalb die Umsetzung der Planungen „kritisch-konstruktiv“ begleiten. Die grüne Vorsitzende im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität, Sabine Morgenroth, hält ihrer Partei entschuldigend zugute, dass es wenigstens gelungen sei, „einige besonders schützenswerte Flächen im Außenbereich aus der Flächenbevorratung herauszunehmen und im Landschaftsschutz zu belassen“ und zählt dabei den avisierten Golfplatz südlich von Geismar auf, das Areal um den Bismarckstein und den Helmsgrund.

Was sie nicht sagt, aber zwischen den Zeilen herauszulesen ist: dass einige ursprünglich schützenswerte Flächen nun plötzlich nicht mehr schützenswert sind und – so darf man bei andauerndem und politisch gefördertem Siedlungsdruck prognostizieren – auch diese Schutzgebiete einmal dem politischen Opportunismus zum Opfer fallen werden. Da stellt sich dann ein grundsätzliches Problem der Grünen: wollen sie eine etablierte, glattgeschliffene 15-Prozent-Partei bleiben oder sich auf ihre ursprünglichen Werte besinnen, auch auf die Gefahr hin, zunächst bei fünf bis acht Prozent vor sich hin zu dümpeln. Aber davon scheinen sie ja gar nicht mehr allzu weit entfernt zu sein. Sie sollten es als Chance begreifen.

SPD: „Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Stadt“
Der neue Flächennutzungsplan sei ein „Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Stadt und ihrer Ortsteile“, sekundiert auch die baupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sylvia Binkenstein, der alte sei zahlreichen „neuen Herausforderungen“ nicht mehr gerecht geworden. Das war nicht anders zu erwarten. Denn Arbeitsplätze zu schaffen und dafür Wohnraum bereit zu stellen, „die Belange der Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie … Standorte für Gewerbe und Industrie“ expandieren zu lassen, auch wenn dabei immer mehr Lebensressourcen flöten gehen, kann in den Augen von Sozialdemokraten nur sozial sein. Da muss man nicht lange über Spätfolgen solcher zahlreichen „neuen Herausforderungen“ nachdenken, das können andere Generationen später tun. So hofft man, mit kurzfristigen und wohl auch kurzsichtigen Erfolgen die Wähler bei der Stange zu halten, was aber nun schon dreimal in die Hose gegangen ist.

Vorausschauendes Denken und über spätere Konsequenzen nachdenken? Fehlanzeige. Da unterscheiden sich die beiden Göttinger Koalitionäre nicht allzu sehr. Die Geister, die man regelmäßig ruft, indem man Wachstum mit Wohlstand gleichsetzt, bekommt man heute kaum noch in die Flasche zurück. Man will es wohl auch gar nicht, weil es Wählerstimmen kosten würde. So unterbleibt, was eigentlich erforderlich wäre, schiebt man wesentliche Probleme, die längst gelöst werden müssten (und könnten), immer weiter vor sich her, weil man die Bürger mit nicht einlösbaren Versprechungen jahrzehntelang „angefüttert“ hat. Sie hätten längst „abgestillt“ werden müssen.

Dass die Bundesregierung genug für den Umweltschutz tue – dieser Meinung sind nach einer Studie des Umweltministeriums vom April dieses Jahres lediglich neun Prozent der Befragten. Dabei folgt der Umweltschutz nach ihren Aussagen in der Rangordnung der aktuell wichtigsten Probleme gleich an dritter Stelle, hinter Zuwanderung und Kriminalität. Doch so autoverwöhnt, wie sie von der Politik umworben werden, so inkonsequent sind sie: zwar geben 61 Prozent der Autofahrer in Großstädten an, zu einem Umstieg auf andere Verkehrsmittel bereit zu sein, verwirklichen tun sie es aber nicht. Angeblich stehen dem zu hohe Hürden, will heißen: Unbequemlichkeiten entgegen.
Im Mikrokosmos Göttingen kann man es nachvollziehen.

 

Verkehr
UBA: Deutlich mehr Geld für Busse und Bahnen nötig
Nur strikter Subventionsabbau setzt ausreichend Geld für attraktiven ÖPNV frei

Schlechte Luft, Lärm, Staus, zu wenig Grün – viele Menschen in Städten plagen diese Probleme. In einer neuen Publikation skizziert das Umweltbundesamt (UBA), wie eine Stadt der Zukunft aussehen kann, die lärmarm und grün ist und in der die Menschen umweltfreundlich unterwegs sind. Kernelement dieser „Stadt für Morgen“: ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr.

Alexander Dobrindt
 
Umweltschädliche Subventionen für mehr als 28 Milliarden Euro: Automobilförderer und Witzfigur Alexander Dobrindt (CSU) – hier im Karneval
Foto: Kandschwar

Ergänzt wird dieser um Fuß- und Radverkehr sowie elektrisch angetriebene, automatisiert fahrende Carsharing-Autos. Saubere Luft, Ruhe und mehr Grün in der Stadt – das gehe nur mit mehr Bussen und Bahnen und mit weniger Autos. Der öffentliche Personennahverkehr sei das Rückgrat der Stadtmobilität, so das Umweltbundesamt. Er müsse aber gestärkt werden und vor allem ausreichend finanziert sein. „Wenn wir umweltschädliche Subventionen endlich abbauen und die Gelder in den ÖPNV umschichten, gelingt das auch“, so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Möglich wäre es: Die umweltschädlichen Subventionen des Verkehrssektors belaufen sich derzeit auf mehr als 28 Milliarden Euro pro Jahr. Für einen leistungsstarken ÖPNV wären pro Jahr nur rund elf Milliarden Euro nötig (Angabe des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, VDV).

Die Analyse des UBA zeigt außerdem: Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern benötigen nicht mehr als 150 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner, um eine uneingeschränkte Mobilität anzubieten. Diese wären als Carsharing-Fahrzeuge unterwegs und könnten jederzeit von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Bei weniger als 150 Pkw brauchen die Fahrzeuge auch nahezu keine öffentlichen Stellplätze mehr. Straßen und Parkplätze würden nach und nach zu Grün- und Aufenthaltsflächen oder zu Bauland, um innerstädtischen Wohnraum zu schaffen. Zudem bekäme der Radverkehr mehr Raum und es entsteht mehr Platz für den Ausbau des ÖPNV. In deutschen Großstädten mit über 100.000 Einwohnern gibt es derzeit im Schnitt etwa 450 Pkw pro 1.000 Einwohner.

Damit die Menschen in der Stadt für Morgen genauso mobil sind wie heute, müssten die Alternativen zum eigenen Pkw deutlich attraktiver werden. Dies belegt auch ein weiteres gerade abgeschlossenes Forschungsprojekt des UBA: Demnach funktioniert Carsharing besonders gut, wenn es mit ÖPNV und Leihfahrrädern verknüpft ist. Carsharing kann jedoch nur maximal 15 Prozent der Verkehrsleistung in größeren Städten einsparen. Krautzberger: „Carsharing kann den ÖPNV ergänzen, aber nicht ersetzen. Wenn wir umweltfreundlich mobil sein wollen, geht das nur mit einem stark verbesserten ÖPNV. Unser Ziel sollte sein, ohne eigenes Auto in der Stadt genauso mobil zu bleiben. Es wird aber auch immer Autos in Großstädten geben, man kann eben nicht alles mit dem ÖPNV transportieren.“

„Die letzte Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten zeigt, wir hier drohen als Stadt in eine Falle zu laufen. Die Autofahrten im Kernbereich der Stadt nehmen wieder zu, die Fahrten mit dem Rad zwar auch, aber der ÖPNV verharrt, weil als zu unkomfortabel empfunden, auf der Stelle. Und das bei steigenden Kosten.
Gut, dass wir jetzt anfangen, E-Mobilität bei den Bussen umzusetzen, um die Emissionen im Stadtbereich zu reduzieren, aber für die Göttinger Verkehrsbetriebe bedeutet dies erst einmal zusätzliche Kosten, und das ohne einen einzigen zusätzlichen Fahrgast. Der Umbau der GöVB zum Mobilitätsdienstleister kann so nicht gelingen. Wenn wir hier weitermachen wie bisher, wird der Betrieb mehr als 10 Mio. Euro Defizit im Jahr haben und wir werden uns hier im Rat und in der Öffentlichkeit in einem fruchtlosen Streit Linienkürzungen versus Fahrpreiserhöhungen verfangen.
Einen Ausweg aus diesem Dilemma könnte eine Bürger/innenkarte für alle Menschen in Göttingen und den umliegenden Gemeinden bieten. Eine Bürgerkarte, die finanziert durch alle erwachsenen Einwohner/innen des Gebiets, allen eine ÖPNV-Mobilität ermöglicht. Die Grundidee kennen Sie vom Semesterticket für Studierende. Über diese Bürger/innenkarte und ihre Finanzierung müsste selbstverständlich erst einmal eine offene Diskussion mit den Bürger/innen geführt werden. Sicher kein einfaches Ansinnen, aber eines, dessen Umsetzung viele unserer Mobilitätsprobleme lösen würde, angefangen von der krankmachenden Luftverpestung im Kernbereich der Stadt, den Parkplatzproblemen und dem stockenden Verkehr bis hin zur Reduktion der Unfallgefahr und Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Insbesondere unter sozialpolitischer Perspektive ein begrüßenswertes Projekt: Sind es doch überwiegend die weniger vermögenden Menschen, die an besonders schadstoffbelasteten Straßen wohnen und oft selbst über keinen eigenen Pkw verfügen. Alleine allerdings können Kommunen den notwendigen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs nicht finanzieren, hier sind Bund und Länder gefordert. Der Umbau der GöVB zum umfassenden Mobilitätsdienstleister würde aus unserer Sicht zudem die Verwirklichung der E-mobilen City-Logistik und weitere Aufgaben mehr beinhalten.“
Fraktions-Chef Rolf Becker (B90/Grüne) in seiner Rede zum Haushalt am 17.03. 2017

 

Klimabilanz 2016
Verkehr und kühle Witterung lassen Emissionen steigen
Fast 4 Mio. to mehr Treibhausgase als 2015 – Verkehrssektor sogar über Niveau von 1990
Umweltbundesamt empfiehlt Kontingentierung und Handel mit Flächenzertifikaten

In Deutschland wurden 2016 insgesamt fast 906 Mio. Tonnen Treibhausgase freigesetzt – etwa 4 Millionen Tonnen mehr als 2015. Das zeigen aktuelle Prognose-Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA). Am stärksten gestiegen sind die Emissionen im Verkehrssektor: Hier sind es 5,4 Millionen Tonnen mehr als 2015, ein Plus von 3,4 Prozent.

Der Anstieg der Verkehrsemissionen geht vor allem darauf zurück, dass mehr Diesel getankt wurde und der Straßengüterverkehr um 2,8 Prozent gewachsen ist. „Die Klimagasemissionen des Verkehrs liegen mittlerweile 2 Millionen Tonnen über dem Wert von 1990. Wenn sich im Verkehrssektor nicht bald etwas bewegt, werden wir unsere Klimaschutzziele verfehlen. Die Effizienzsteigerungen bei Fahrzeugen sind durch das Verkehrswachstum auf der Straße verpufft“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seine Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu mindern, derzeit ergibt sich nur eine Minderung von 27,6 Prozent.

Anders als auf der Straße erlebte der klimafreundliche Schienengüterverkehr 2016 einen Rückgang bei den transportierten Tonnenkilometern um 0,5 Prozent. Grund sind die zu niedrigen Mautsätze für Lkw und die günstigen Spritpreise. Letztere führten zu einem Plus von 3,5 Prozent beim Dieselabsatz (Benzin: plus 2 Prozent). Krautzberger: „Für eine Verkehrswende sollte die Maut auf das gesamte Straßennetz und auf alle Lkw-Klassen ausgeweitet werden. So können wir die Umweltschäden durch Treibhausgase und Lärm den Verursachern besser anlasten.“

Umweltbundesamt empfiehlt Kontingentierung und Handel mit Flächenzertifikaten
In Deutschland werden jeden Tag 66 Hektar Fläche verbraucht. Diese Zersiedelung hat erhebliche negative Folgen für die Umwelt. Die Bundesregierung hat sich deshalb in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu senken – bis 2030 soll er weniger als 30 Hektar betragen. Der in einer Studie des Umweltbundesamts (UBA) entwickelte Aktionsplan Flächensparen zeigt: Das derzeitige Bau- und Planungsrecht reicht allein nicht aus, um das „30 Hektar-Ziel“ zu erreichen. Das Ziel muss verbindlich festgelegt werden, die Fläche nach einem festen Schlüssel auf die Länder und weiter auf die Kommunen verteilt werden. Die Umsetzung könnte durch einen kommunalen Handel mit Flächenzertifikaten erfolgen, dessen Praxistauglichkeit in einem bundesweiten Modellversuch bereits erfolgreich erprobt wurde.

UBA-Präsidentin Krautzberger: „Der Flächenverbrauch zählt zu den drängenden Umweltproblemen in Deutschland. Jeden Tag bebauen und versiegeln wir 66 Hektar Land – eine Fläche etwa so groß wie 90 Fußballfelder. Die Landschaft wird immer weiter zersiedelt. Boden und Grundwasser werden belastet, die Lebensräume vieler Arten zerstört, mehr Verkehr führt zu mehr Lärm und Abgasen. Unser Flächenverbrauch ist immer noch mehr als doppelt so hoch wie ursprünglich von der Bundesregierung bis 2020 angestrebt. Das Ziel ist klar: Wir müssen unseren Flächenverbrauch reduzieren. Das werden wir nur durch Kontingentierung und verbindliche Mengenbegrenzungen erreichen.“Weitere Informationen

 

Wiedergutmachung
Stadt will dieses Jahr 300 Bäume pflanzen
Schwaches Trostpflaster für dauerhafte Flächenversiegelungen

eb/pdg — Klingt gut: Ab dem 20. März bis Ende April will die Stadt rund 200 Neuanflanzungen nicht nur zum Ersatz für im vergangenen Winter gefällte Bäume, sondern auch zur Mehrung des vorhandenen Baumbestandes sowie zur Kompensation versiegelter Flächen durchführen. Weitere 100 Pflanzungen sollen dann im Herbst erfolgen. Das mag zwar die fortschreitende Umweltzerstörung – auch in Göttingen – vielleicht ein wenig lindern, verhindern aber tut es sie nicht. Was so gut klingt, ist teilweise nur Augenwischerei.

Insgesamt sollen in diesem Frühjahr rund 130 Bäume durch Mitarbeiter des Baubetriebshofes an Straßen und in Park- und Grünanlagen in die Erde kommen. Die Jungbäume stammen aus einer Baumschule in Wahlsburg / Lippoldsberg, die nach entsprechender Ausschreibung den Auftrag für die Lieferung in diesem Jahr erhalten hat. Weitere ca. 70 Baumpflanzungen werden an ansässige Firmen des Garten- und Landschaftsbaues vergeben. Größere Pflanzungen finden in den nächsten Wochen am Kiessee (16 Bäume: ein Speierling, sechs Zier-Kirschen, jeweils drei Rotbuchen, Weißtannen und Sommerlinden), auf dem Bartholomäus-Friedhof (22 Bäume: elf Zuckerahorn, acht Zerr-Eichen und drei Walnüsse) und an der Kiesseestraße (sieben Ulmen) statt.

Baumfällung
 
„Fortschritt“ durch Versiegelung: Im Ringen mit der Stadtentwicklung zieht die Natur immer den Kürzeren Foto: vs

Weil Bäume eine wichtige ökologische Funktion erfüllen und die Stadt attraktiv machen, so die Verwaltung, schöpft der Fachbereich die vorhandenen finanziellen Mittel jedes Jahr vollständig aus. Das muss er wohl auch, wird diese wichtige ökologische Funktion an anderer Stelle doch durch massive städteplanerische Eingriffe systematisch und dauerhaft wieder gestört. Die vom Gesetzgeber nach dem Bundesnaturschutzgesetz vorgeschriebenen „Ausgleichsmaßnahmen“ mit dem darin geregelten generellen Verschlechterungsverbot für Natur und Landschaft sind da nur scheinbar ein probates Mittel, dieser dauerhaften Zerstörung Einhalt zu gebieten. Denn eine Baum­an­pflanzung als Ersatzmaßnahme für die Zerstörung des Bodens durch Versiegelung kann allenfalls den Verlust der Luftqualität kompensieren, den Verlust des Bodens selbst hingegen nicht. Und in der Folge auch nicht den Artenschwund, der sich immer mehr beschleunigt und billigend in Kauf genommen wird.

„Nun geht es darum, gemeinsam die Erwartungen an Grüne Lösungen und Ideen zu erfüllen und Grüne Antworten auf die anstehenden Herausforderungen zu liefern", erklärt passend zum Thema aber ganz unabhängig davon die gerade zur Sprecherin des Grünen-Kkreisvorstands gewähle Viola von Cramon. Man brauche „für die nächsten Monate … einen schlag­kräf­tigen, mutigen und selbstbewussten Kreisvorstand“. Na dann.  

„Die große Herausforderung ist nicht das Pflanzen selbst, sondern sind die Bewässerung und Pflege bis zum vollständigen Anwachsen am Standort“, meint die der städtischen Bauverwaltung unterstellte Leiterin des Fachbereichs Stadtgrün und Umwelt, Gudrun Friedrich-Braun. Als der Mensch noch nicht so massiv in die Natur eingegriffen hatte wie es heute der Fall ist, konnte diese Herausforderung die Natur noch selbst übernehmen – und auch lösen. Jetzt, wo man meint, im Rahmen permanenter stadtplanerischer Überlegungen lenkend eingreifen zu müssen, kostet ihn diese Herausforderung glatt bis zu 1.500 Euro – für die Vorbereitung des Standortes, die Pflanzware, für Substrat, Verankerung, Bewässerungs- und Belüftungsset, Gehwegangleichungen sowie die Fertigstellungs- und schließlich Entwicklungspflege. Für Pflanzungen in Park- und Grünanlagen – dort gibt es ja noch Reste kultivierter Natur – sind der Aufwand und damit auch die Kosten etwas geringer.

Kosten, die man zumindest teilweise vermeiden könnte, wenn kompensatorische Maßnahmen gar nicht erst erforderlich würden – wenn also Flächenversiegelungen endlich einmal Einhalt geboten würde, für die solche Baumanpflanzungen nur scheinbar ein adäquater Ersatz sind. Entsiegelt nämlich wird dadurch kein einziger Quadratmeter unserer Lebensgrundlage.

 

Finanzen
Verwaltung soll Geld künftig nachhaltig anlegen
Neue Richtlinie für Kapitalanlagen / Verwaltungshandeln selbst nicht betroffen

Die Stadt Göttingen wird ab April einen Teil ihres Kapitals nur noch dort anlegen, wo mit diesem Geld nachhaltig gewirtschaftet wird. Damit haben die Göttinger Grünen ein wichtiges kommunalpolitisches Ziel erreicht, das sie erst im November letzten Jahres in einem Antrag im Rat formuliert und auf den Weg gebracht hatten. Göttingen zählt damit nach Münster und Stuttgart zu einer der ersten Städte in Deutschland, die eine solche halbwegs nachhaltige Strategie bei der Anlage ihres Finanzvermögens verfolgen.

B90/Die Grünen
Dringlichkeitsantrag zum Parkplatzausbau am Kiessee
 

Zur Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke am 9. März hatten die Grünen wegen der Parkplätze, die die Stadtverwaltung aktuell eigenmächtig errichten lässt, einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Darin fordern sie u.a., dass der Ausbau „unverzüglich bis auf Weiteres gestoppt“ wird, verweisen auf die aktuellen Befragungsergebnisse zur gestiegenen Autonutzung der Bevölkerung und verlangen die Umsetzung der vom Rat beschlossenen Umwelt- und Klimaschutzziele.

 

Die Fahrradstadt Münster hatte sich bereits zur Zeit der Göttinger Antragstellung dazu verpflichtet, sich nicht an Unternehmen zu beteiligen, die Kinderarbeit zulassen, Militärwaffen herstellen oder vertreiben, die Atomenergie erzeugen oder auf nicht nachhaltige und klimaschädliche Energien setzen oder die Schiefergasgewinnung (Fracking) betreiben. Die nun beschlossene „Richtlinie für Kapitalanlagen der Stadt Göttingen“ betrifft hauptsächlich das Vermögen von Stiftungen und Pensionsrücklagen – zusammen immerhin knapp 80 Millionen Euro – schließt aber auch die städtischen Gesellschaften mit ein.

Sicherheit geht vor Ertrag, heißt es in der neuen Richtlinie, die Geldanlage darf deshalb „überwiegend nur in solchen Bereichen erfolgen, in denen eine Rückzahlung des gesamten nominalen Anlagekapitals gewährleistet werden kann“. Im neu hinzugekommenen §11 ist nun geregelt, dass für „alle Kapitalanlagen … der Grundsatz der Nachhaltigkeit im Sinne der Definition der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (sogenannte „Brundtland-Kommission“) gilt, worunter nicht nur die auch für Münster geltenden Kritierien aufgelistet werden, sondern in einer recht unverbindlichen Empfehlung zusätzlich auch noch weitere ethische Grundsätze „anzustreben“ sind, etwa keine Beteiligung an Gen-Tech-Unternehmen oder solchen, die Tierversuche für die Herstellung von Kosmetika durchführen, keine Beteiligung auch an Unternehmen, denen eklatante Bestechungs- oder Korruptionsfälle nachgewiesen worden sind.

 
Nachhaltigkeit bedeutet, nicht mehr zu verbrauchen oder zu zerstören, als sich auf natürliche Weise wieder regenerieren kann. Was mit kleinen zusätzlichen Parkflächen am Kiessee anfängt und weitere Verkehre nach sich zieht, hört schließlich bei der dauerhaften Landschaftszerstörung auf. Hier bei Houston/Texas.Foto: Dhanix

„Wenn wir Geldanlagen tätigen, dann geben wir den Firmen die Möglichkeit, mit diesem Geld zu investieren. Fördern sollten wir also da, wo wir den Investitionszweck gutheißen, nicht da, wo die größte Rendite lockt“, erklärt die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Dagmar Sakowsky, das Prinzip. Es geht in der Anlagerichtlinie folglich um den Boykott von Geldanlagen, die den eigenen Zielen widersprechen und damit potenziell einen Bumerang-Effekt auslösen. „Wenn wir nachhaltig investieren, hat das in dreifacher Hinsicht unschätzbare Vorteile“, meint Sakowsky: „Die Finanzen sind langfristig auf ein sicheres Fundament gestellt, wir fördern unsere nachhaltigen Klimaschutzziele und wir entziehen Firmen, die gegen grundsätzliche ethische Normen verstoßen, die Finanzierungsgrundlage.“ Jetzt sei es wichtig, dass sich das Divestment noch in weiteren Kommunen, auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene durchsetzt.

Allerdings nutzen selbst die besten Kapitalanlagen nichts, solange man vor Ort mit der Nachhaltigkeit recht berserkerhaft umgeht. Gerade erst feierten Stadtverwaltung und SPD beispielsweise die Planierung von Flächen zugunsten weiterer Autostellplätze am ehemaligen Erholungs- und mittlerweile Eventgebiet Kiessee als großartigen Erfolg, ermöglicht sie doch motorisierten Besuchern eine noch bequemere Anreise zu Funsport und Feiern in den benachbarten Vereinsheimen – und zieht damit weitere Verkehre in die schon jetzt hochbelasteten umgebenen Straßen. Es ist dies – wie etwa auch ein geplanter Hotelneubau in der Leine-Aue – nur eines von vielen Negativ-Beispielen in dieser Stadt, das einer unhinterfragten Wachstumsideologie insbesondere in der Göttinger Stadtentwicklung geschuldet ist.

Kreditinstitute oder sonstige Finanzdienstleister dürfen übrigens jetzt nur noch unter Beachtung der neuen Anlagengrundsätze mit der Vermögensbetreuung beauftragt werden, heißt es in der Richtlinie weiter. Bei einer erstmaligen Beauftragung sollen die darin formulierten Grundsätze als Vertragsbestandteil in die Vermögensverwaltungsverträge einbezogen werden. Was nicht heißt, dass Kreditinstitute in ihrem sonstigen Geschäftsgebaren mit anderen Partnern solche Verhaltensweisen ebenfalls an den Tag legen müssen, sie vielmehr nach wie vor konterkarieren können. Die von Dagmar Sakowsky postulierten „unschätzbaren Vorteile“ sind deshalb lediglich relativ, vielleicht gar Augenwischerei. Konsequenter wäre es vielmehr, Finanzdienstleister, die auch in nicht nachhaltige Projekte investieren – die also ökologisch verwerflich handeln – generell von der Vermögensverwaltung auszuschließen.

Solche humanistisch orientierten Kreditinstitute gibt es durchaus. Wer etwa auf die Website der EthikBank gerät, eine zum Verbund der Volksbanken gehörige Direktbank, erfährt dort sofort an herausragender Stelle, dass „Basis aller Geschäfte […] ihre sozialökologische Anlagepolitik – ein Mix aus Tabu- und Positivkriterien [ist]. So investiert die EthikBank das Geld ihrer Kunden nicht in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder in Unternehmen, die Kinderarbeit zulassen.“ Es folgt eine ganze Reihe weiterer Selbstverpflichtungen, die deutlich über jene jetzt für die Stadt Göttingen beschlossenen oder lediglich anzustrebenden hinausgehen. Und: Auch „die Unternehmen, die Geld von der EthikBank bekommen, müssen sich aktiv für eine nachhaltige Wirtschaftsweise engagieren“.

Die EthikBank ist nicht die einzige Bank, die sich ethisch-ökologischen Ansprüchen verschrieben hat und mit der sich ein „Bumerang-Effekt“ wohl wirklich vermeiden ließe (weitere Banken etwa unter https://utopia.de/bestenlisten/die-besten-gruenen-banken/). Kommunen könnten also noch sehr viel mehr bewegen, wenn sie denn wollten. Dazu allerdings müssten sie sich erst einmal aus der institutionellen Umklammerung mit den Sparkassen lösen – und der ein oder andere Kommunalpolitiker oder Verwaltungsfunktionär liebgewordene Vergünstigungen drangeben.

 

Kriminalstatistik 2016
Göttinger Polizei klopft sich selbst auf die Schulter
Sinkende Fallzahlen, aber Zunahme von Cybercrime und Gewalt gegen Beamte

Viel Eigenlob bei der Göttinger Polizei: Uwe Lührig, nicht ganz uneitler Präsident der Polizeidirektion Göttingen, hat jetzt die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres vorgestellt und kommt zu einem erfreulichen Ergebnis. „Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Polizei verlassen. Sie leben in unserem Zuständigkeitsbereich sehr sicher“, vermeldet Lührig stolz. Das mag zwar die Statistik hergeben – und Statistiken geben vieles her, je nachdem, mit welchen Zahlen und Bezugsgrößen man jongliert – nur sollte man solche Urteile besser den Bürger/innen überlassen. Ob die allein in den letzten Tagen von Einbrüchen, versuchtem Handy-Raub oder Anmache betroffenen Personen eine solche Einschätzung teilen, bleibt dahingestellt.

 
Neue Dunkelfeldstudie
Die Kriminologische Forschungsstelle (KFST) des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA NI) führt von März 2017 an eine weitere Befragung zum Dunkelfeld der Kriminalität in Niedersachsen, darunter auch in Göttingen, durch. Mit der in dieser Form bundesweit einzigartigen Erhebung machte sich das LKA NI bereits mit einer ersten und zweiten Befragung im März 2013 und Februar 2015 auf den Weg, um Informationen über die nicht zur Anzeige gebrachte Kriminalitätslage in Niedersachsen zu erlangen. Die Erkenntnisse dieser von Beginn an auf Wiederholbarkeit angelegten Studie ergänzen die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS).Weitere Informationen

Das soll keineswegs die Verdienste der Ordnungshüter schmälern, die einen ziemlich undankbaren Job zu verrichten haben und oftmals für Auseinandersetzungen den Kopf hinhalten müssen, die in einer Zivilgesellschaft eigentlich selbstregelnd erledigt werden oder gar nicht erst auftauchen sollten – und das bei einer extrem angespannten Personalsituation. So lässt sich beispielsweise der neue Ermittlungsschwerpunkt „Wohnungseinbruch“ nur bewerkstelligen, indem an anderer Stelle möglicherweise Personalressourcen abgezogen werden müssen. Wenn also in der aktuell vorgelegten Statistik stolz von „sinkenden Fallzahlen“ die Rede ist, so sind damit doch immerhin noch mehr als 79.000 Delikte gemeint und die ebenso stolz genannte stabile Aufklärungsquote von knapp 63 Prozent bedeutet eben auch, das mehr als 29.000 kriminelle Handlungen ohne Konsequenzen bleiben. Ganz ohne Zweifel ist angesichts solcher Zahlen hier auch die Politik gefragt.Weitere Informationen

 

Umwelt
Energiewende scheint zu wirken – nur nicht beim Verkehr
Stickstoffdioxid weiter Schadstoff Nummer 1 bei der Luftqualität

2015 wurden in Deutschland insgesamt 901,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind 2,3 Millionen Tonnen bzw. 0,3 Prozent weniger als 2014 und 27,9 Prozent weniger im Vergleich zu 1990. Dies zeigen die Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) jetzt an die Europäische Kommission übermittelt hat. Jedoch war die Luft in deutschen Städten zu stark mit Stickstoffdioxid belastet. Das zeigt die Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA). An gut 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Jahresmittel überschritten. Seit 2010 zeigt sich ein nur leicht abnehmender Trend.

Alte Dieselautos besonders problematischFoto: Amada44

Die größten Minderungen erzielte mit 11,8 Millionen Tonnen die Energiewirtschaft. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger: „Die Energiewende beginnt zu wirken. Immer mehr Strom stammt aus Sonne, Wind oder Wasser und nicht mehr aus Kohle oder Öl. Das zeigt sich in weiter sinkenden Emissionen. Jetzt heißt es aber dranbleiben: Um unser Klima zu schützen und die Klimaziele von Paris zu erreichen, müssen wir schrittweise komplett aus der Kohleverstromung aussteigen.“

Im Verkehrssektor, der hier in die Emissionen des Energiesektors eingerechnet ist, sind die Treibhausgasemissionen dagegen erneut leicht angestiegen. Mit 160,8 Millionen Tonnen wurden in 2015 knapp 0,7 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalente mehr als im Vorjahr emittiert. Verantwortlich für den Anstieg sind gestiegene Fahrleistungen im Straßenverkehr. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. „Die Zahlen zeigen: Nur mit der Elektromobilität haben wir eine Chance, die Emissionen des Verkehrs zu senken“, so Krautzberger.

Deutliche Fortschritte beim Feinstaub
2016 sei das Jahr mit den niedrigsten Belastungen seit 2000, sstellt das UBA fest. Auch die Ozonkonzentrationen waren im Vergleich zu den letzten 20 Jahren eher niedrig. Für Ozon und Feinstaub werden aber weiter die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Werte deutlich überschritten; diese sind wesentlich strenger als die geltenden EU-Grenzwerte.

„Schuld sind in den Städten vor allem alte Diesel-Autos“, stellt Maria Krautzberger fest. „Es kann aus Sicht des Gesundheitsschutzes nicht akzeptiert werden, dass die Kommunen keine Handhabe haben, um beispielsweise Dieselautos mit hohem Ausstoß aus den belasteten Innenstädten auszuschließen. Deutschland ist auch gegenüber der EU verpflichtet, für saubere Luft in den Städten zu sorgen. Dazu kann die Blaue Plakette einen wichtigen Beitrag leisten. Die Kommunen brauchen eine bundeseinheitliche Regelung, die festlegt, wer die blaue Plakette bekommt und wer nicht. Schließlich geht es darum, die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu schützen.“Weitere Informationen

 

Berufsfachschule für Altenpflege
Vietnames/innen erhalten vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen

pdg — Die Ausländerbehörde der Stadt kann rund 40 jungen Vietnamesinnen und Vietnamesen jetzt vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen ausstellen, die eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Altenpflege und eine mit der Ausbildung verbundene Beschäftigung ermöglichen. Das ist das Ergebnis eines Telefonats, das Erster Stadtrat Hans-Peter Suermann am 6. Februar mit der Leitung der zuständigen Abteilung im Niedersächsischen Innenministerium geführt hat.

Bei der Prüfung von Anträgen auf Aufenthaltserlaubnisse für die 60 Teilnehmer/innen des jüngsten Lehrgangs der Berufsfachschule ist die Göttinger Ausländerbehörde zuvor bei der routinemäßigen Einschaltung des sogenannten „Schengen Informations Systems“ (SIS) auf zahlreiche, nicht nachvollziehbare Einreisesperren gestoßen und hatte sich deshalb sofort an das Niedersächsische Innenministerium gewandt. Dem Vorschlag der Göttinger, die offenbar systembedingten Fehleinträge zunächst zu ignorieren, um mit der Bearbeitung der Aufenthaltstitel fortfahren zu können, war man in Hannover zunächst nicht gefolgt.

Man wolle den Betroffenen angesichts einer unzumutbar langen Zeit des Wartens auf eine Entscheidung des Auswärtigen Amtes bzw. der Deutschen Botschaft in Hanoi schnell helfen, hieß es nun. Das Ministerium teile die Auffassung der Stadt, unter Vorbehalt dem Anliegen der Schüler/innen zu entsprechen und deshalb entsprechende Bescheinigungen auszustellen.

 

Landkreis
Sportstättenförderprogramm wird ausgeweitet
Erhöhung um mindestens 100.000 Euro

Das Sportstättenförderprogramm des Landkreises soll nach dem Willen der Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/Freie Wähler ohne Unterbrechung fortgesetzt und finanziell spürbar aufgestockt werden. Einen entsprechenden Antrag haben die Gruppenpartner in den Sportausschuss des Landkreises und den Kreistag eingebracht.

SportstätteSPD-Fraktionsvorsitzender Reinhard Dierkes: „Vor dem Hintergrund der Kreisfusion wollen wir das seit 15 Jahren erfolgreiche Programm aus dem Altkreis Göttingen auf den Bereich des Altkreises Osterode ausdehnen.“ Dort habe es eine solche Förderung, die über die Jahre 3,5 Millionen Euro umfasst, bisher noch nicht gegeben. Mit der Kreisfusion war die Landkreis-Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für den Neu- und Umbau von Sportanlagen, die sich im Eigentum der Gemeinden oder Vereine befinden, sowie Erweiterung und Erhalt ausgelaufen. „Im Laufe der Jahre wurden mit den Zuschüssen Investitionen der Vereine und Gemeinden von insgesamt 25 Millionen Euro ausgelöst. Wir sind froh, dass immer mehr energetische Verbesserungen gefördert werden“, betont Grünen-Fraktionsvorsitzender Martin Worbes.

Bisher standen im Haushalt des Altkreises Göttingen 150.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. In der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Partnerschaften am 20. Januar wurden mittels eines Antrages der Gruppe die Mittel des Sportstättenförderprogramms im Jahr um mindestens 100.000 Euro auf 250.000 Euro pro Jahr erhöht. „Für 2017 ist es sogar gelungen, einmalig über die verabredeten mindestens 250.000 Euro jährlich, das Förderprogramm auf 325.000 Euro zu erhöhen“, freut sich der FWLG-Fraktionsvorsitzende Lothar Dinges. Dies liege an den günstigen finanziellen Verhältnissen und sei eine vorweggenommene Reaktion auf die zu erwartende hohe Zahl an Förderanträgen. Die drei Fraktionen: „Es ist uns ein gemeinsames Anliegen, dass viele Vereine und Gemeinden durch die Landkreis-Förderung für ihre Sportsstätten profitieren.“Foto: Umesh Behari Mathur

 

KiTa-Gebühren
Toller Vorschlag mit enormen Kosten
CDU legt nach: Absenkung von Kita-Gebühren hat nichts mit Qualitätsverlust zu tun

Das Ansinnen der CDU-Ratsfraktion, die Gebühren für den Besuch von Kindertagesstätten zunächst schrittweise zu senken und langfristig ganz abzuschaffen, sorgt weiterhin für heftige Diskussionen. Mit Worten, die wohl auch schon dem langsam beginnenden Wahlkampf geschuldet sind, weisen sie Christdemokraten den „dreiste[n] Versuch der SPD und des zuständigen Dezernenten Siegfried Lieske, den CDU-Antrag … in eine Qualitätsdebatte umzumodeln“, zurück.

Kindergarten
„Komplexe Frage“: KindergartenplatzFoto: Mpknagpur

„Nachdem sich nun ausgerechnet die Landes-SPD die Kita-Gebühren als vorrangiges Thema für den anstehenden Landtagswahlkampf vorgenommen hat, war es für die SPD-Vertreter offensichtlich umso ärgerlicher, dass sich die Göttinger CDU schon deutlich davor mit der außerordentlichen Belastung junger Familien beschäftigt hatte“, heißt es in einer Stellungnahme der Ratsfraktion als Reaktion auf die letzte Jugendhilfeausschuss-Sitzung. Und untermauert ihre Kritik mit einem konkreten Beispiel für je ein Kind in Krippe und Kita inklusive Verpflegungsgeld, „wie dann für einen Doppelverdiener-Haushalt sehr schnell 700 Euro in jedem Monat fällig werden“. „Vergleicht man diese Kosten mit den Gebühren von Sondershausen (150 Euro incl. Verpflegung pro Kind) bis Hannover (ebenfalls 150 Euro), dann wird deutlich, dass diese Belastungen nicht nur eine Zumutung für die Betroffenen, sondern gleichzeitig einen negativen Standortfaktor für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Göttingen darstellen.“

CDU-Landtagsfraktion geht auf SPD zu
Gleichwohl ist die von anderer Seite ins Feld geführte Befürchtung eines Qualitätsverlustes kein unsachliches Argument, weil „für die SPD … der CDU-Antrag nur aus der falschen Ecke“ kam, sondern eher ein bedenkenswertes. Mit solchen Unterstellungen entziehen sich die Antragsteller leider einer sachlichen Diskussion und entwerten damit teilweise auch den eigenen Antrag. Es bleibt zu hoffen, dass die Debatte auf diesem Vorwahlkampf-Niveau nicht weitergeführt wird – schon im Interesse der davon betroffenen Kinder und Erzieher/innen. Während ihrer Klausurtagung in Walsrode hat die CDU-Landtagsfraktion inzwischen der SPD angeboten, mittels eines Nachtragshaushaltes gemeinsam dafür zu sorgen, dass bereits ab 1. Januar 2018 der Kita-Besuch in Niedersachsen kostenlos wird. „Das wäre natürlich für alle Eltern und alle Kommunen die schönste Lösung“, meint das Göttinger CDU-Mitglied Dominic Steneberg.

Unterstützung bekommen die Christdemokraten von der Piratenpartei. Die freut sich, „dass die CDU in den letzten Wochen ihre soziale Ader entdeckt hat“ und ärgert sich zugleich über Göttingens zuständigen Jugend-Dezernenten Siegfried Lieske, der als drohende Konsequenz solcher Gießkannen-Wohltaten die mögliche Schließung von Spielplätzen an die Wand gemalt hatte.

Momentan zahlen Familien mit geringem Einkommen und zwei Kindern (einem in der Krippe, einem im Kindergarten) insgesamt 450 Euro monatlich, bei Zwillingen in der Krippe fallen sogar 530 Euro an, rechnen die Piraten vor. Dies sei für einkommensschwache Familien nicht zu stemmen. Im Gegenzug fällt der höchste Satz schon bei knapp über 2.000 Euro Nettoeinkommen an und beträgt 600 Euro, bzw. 710 Euro für Zwillinge. „Wie kann es sein, dass der niedrigste Satz nur 150 Euro unter dem Höchstsatz liegt und dieser bereits bei einem derart geringen Einkommen beginnt und derart hoch ist?“ fragt Pirat Martin Rieth, früher mal Fraktionsvorsitzender.

Grüne schlagen Runden Tisch vor
Die Grünen im Rat sprechen sich als Reaktion darauf für sozialverträglichere Beiträge bei der Kita-Betreuung aus und schlagen „zur fundierten Bearbeitung dieser komplexen Frage“ einen Runden Tisch „Zukunft der Kita-Betreuung in Göttingen“ vor. An ihm sollten u.a. interne und externe Fachleute und Mitglieder aller Fraktionen teilnehmen.

Sie wollen damit das Thema aus dem Wahlkampf heraushalten: „Eine gute Kinderbetreuungsinfrastruktur ist zu wichtig, um gute Vorschläge auf dem Altar von Wahlkampfplänkeleien zu opfern“, meint die Vorsitzende im städtischen Jugendhilfeausschuss, die Grüne Regina Meyer. „Wir wollen ernsthaft und zielorientiert nach einem wirklichen Weg suchen.“ Die Kinderbetreuung mehr und mehr öffentlich zu finanzieren und die Entscheidung der Eltern über einen Kita-Besuch nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig zu machen, sei nämlich eigentlich eine „urgrüne Forderung“, meint auch das Grünen-Ausschussmitglied Susanne Stobbe. „Je besser unsere Kitas sind und je mehr Kinder dort hingehen, desto mehr verbessern sich die Bildungschancen der Kinder.“ Kostenfreie Kitas werden daher von den Grünen „im Grundsatz“ begrüßt.

Klar sei aber auch, dass „wir als Kommune die Ziele nicht ohne die Hilfe des Landes und des Bundes verwirklichen können“, so Regina Meyer. Insofern sei es vielversprechend, dass hier Bewegung erkennbar ist. Es nutze jedoch niemandem, wenn gute Vorschläge im Wahlkampf zerredet würden. Man solle besser „in der Sache an einem Strang ziehen. “

 

Bank-Skandale
BAG verlangt 73.000 Euro zu viel vom Kunden
Völlig überteuerter Immobilienkredit erfolgreich angefochten
Linke fordert Teilhabe an Sparkassen-Gewinnen

Hemmungslose Bereicherung auf Kosten eines Kunden in Schwierigkeiten: Die Bankaktiengesellschaft (BAG) forderte von einem Kreditkunden einer Genossenschaftsbank 73.000 Euro zu viel. Sie kassierte bei einem Immobilienkredit mit variabler Verzinsung einen Satz, der bereits 2009 weit über dem marktüblichen lag. Ein Rechtsanwalt setzte durch: Der Kreditkunde muss nur noch 52.000 statt 125.000 Euro zahlen. Die Stiftung Warentest rechnet auf ihrer Webseite test.de vor, wie teuer unterlassene Zinsanpassungen Verbraucher zu stehen kommen können.

GierWeil ein Ehepaar einen im Jahr 1998 bei der Volksbank Lüneburg aufgenommenen Kredit in Höhe von 370.000 Mark im Jahr 2003 nicht zurückzahlen konnte, übertrug die Bank die Forderung auf Tilgung des Kredits im Jahr 2004 auf die Bankaktiengesellschaft (BAG) im westfälischen Unna. Das ist die Badbank der Genossenschaftsbanken. Im Jahr 2004 vereinbarte die Bank mit den Eheleuten einen neuen Vertrag über die Rückzahlung der noch offenen Beträge, einen Effektivzins nannte sie dabei nicht. Im Jahr 2009 vereinbarte die Bank mit den Schuldnern einen neuen Vertrag mit einem variablen Zinssatz, zunächst 7,3 Prozent – weit mehr als damals für Immobilienkredite üblich. Noch Ende 2015 kassierte sie den ursprünglich vereinbarten Zinssatz, obwohl der Ende 2015 nur noch gut 2 Prozent betrug.

Das Geld von rund 3.600 Anlegern, die der Autark-Invest AG mit Sitz in Liechtenstein und Büro in Dortmund Nachrangdarlehen in Höhe von 135 Millionen gegeben haben, ist in Gefahr. Anleger sollten Einzahlungen stoppen. Das teilt die Stiftung Warentest mit.  

Ein Rechtsanwalt ermittelte, dass die Bank rund 73.000 Euro zu viel berechnet hatte. Fehlt die Effektivzinsangabe, dann müssen Kunden der Bank nur den gesetzlichen Zinssatz von 4 Prozent zahlen. Bei Krediten mit variablem Zinssatz ist die Bank verpflichtet, den Zinssatz regelmäßig anzupassen und Zinssenkungen sofort weiterzugeben. Die Bank akzeptierte schließlich die Senkung der Restschuld um 73.000 Euro, statt 7,3 Prozent muss das Ehepaar künftig nur noch 2,26 Prozent zahlen.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass es sich bei Immobilienkrediten mit variablem Zinssatz und Kontokorrentkrediten besonders häufig lohnt, nachzurechnen, ob die Bank oder Sparkasse die Zinsen rechtzeitig angepasst hat. Richtiger Ansprechpartner fürs Nachrechnen sind Sachverständige, die die Prüfung von Konten anbieten.
→ www.test.de

Linke fordert Teilhabe der Bürger/innen am Rekordgewinn der Sparkasse
Das ist schon „merkwürdig“: Zwar klagen Geldinstitute angesichts der aktuellen Niedrigzinspolitik (unter der ja auch die Sparer leiden) über für sie angeblich wirtschaftlich schwierige Zeiten, weshalb sie nunmehr ausgesprochen erfinderisch an ihren Gebühren für Leistungen drehen, die früher ein selbstverständlicher Service waren (worunter nochmals die Sparer zu leiden haben), gleichwohl melden sie stolz in ihren Bilanzpressekonferenzen ebenso stolze positive Ergebnisse. Auch die Sparkasse Göttingen, die einen 10 Millionen-Gewinn ausweist und sich gerade einen Millionenneubau am Groner Tor leistet.

Einen Kontowechsel sollte sich überlegen, wessen Konto bisher mehr als 60 Euro im Jahr kostet. Seit September letzten Jahres sind Geldinstitute sogar gesetzlich verpflichtet, Verbraucher beim Wechsel ihres Kontos zu unterstützen. Kunden müssen nur ihre neue Bank dazu ermächtigen, bei der alten alle Daten zu erfragen, die für die Umstellung auf ein neues Konto und die Benachrichtigung der Geschäftspartner notwendig sind. Im Idealfall erledigt das neue Institut fast die gesamte Bürokratie.

Instinkt? Fehlanzeige. Jetzt verlangt die Göttinger Linke konsequenterweise, Einleger an solchen Gewinnen teilhaben zu lassen, was Geldinstitute aber bereits in noch besseren Zeiten verschämt vermieden haben. Es sind berechtigte Forderungen, die immer wieder gegenüber öffentlich-rechtlichen Instituten erhoben werden. Die Linke weist darauf hin, dass selbst die Deutsche Bundesbank mitgeteilt habe, dass alle niedersächsischen Sparkassen ausschüttungsfähig seien und verlangt, dies „wie in anderen Städten endlich auch in Göttingen in angemessener Größenordnung“ zu tun. In der Vergangenheit sei es trotz einiger Anläufe bisher nicht gelungen, von den Jahr für Jahr steigenden Bilanzgewinnen der Sparkasse auch nur einen erkennbaren Anteil davon dem Haushalt der Stadt Göttingen zuzuführen. „Träger der Sparkasse sind aber Stadt und Landkreis Göttingen – das kennzeichnet ja gerade die Sparkasse gegenüber anderen Banken. Dieses Alleinstellungsmerkmal verpflichtet allerdings … auch dazu, entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag, Überschüsse an ihre Träger abzuführen, um die Kommunen unmittelbar in ihrer Aufgabenerfüllung zu unterstützen“, heißt es weiter in einer Mitteilung.

Dass es so schlecht um die Göttinger Sparkasse nicht bestellt sein kann, bestätigt diese übrigens selbst in ihrem veröffentlichten Jahresabschluss: „Die Kernkapitalquote beträgt 11,8 Prozent und übersteigt damit ebenfalls deutlich den für 2015 vorgeschriebenen Wert von 6 Prozent.“ In Düsseldorf übrigens will der Oberbürgermeister gegen den Sparkassenvorstand vorgehen und ihn zu Ausschüttungen zwingen.

 

Umweltbundesamt
Abbau umweltschädlicher Subventionen stockt weiter
„Blinder Fleck beim Klimaschutz“

Die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland sind weiterhin viel zu hoch und liegen 2012 bei nunmehr 57 Milliarden Euro. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts (UBA). Über 90 Prozent dieser Subventionen belasten das Klima – und konterkarieren so die deutsche Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens.

Besonders problematisch ist der Verkehr: Smog in ParisFoto: ILJR

Allein drei Milliarden Euro kostet es die Bürgerinnen und Bürger, weil der Staat das produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft bei der Strom- und Energiesteuer entlastet. Unternehmen, aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher haben so weniger Anreiz, Energie zu sparen. „Wir leisten uns beim Subventionsabbau seit Jahren riesige blinde Flecken. Es ist paradox: Deutschland verpflichtet sich auf internationaler Ebene zu mehr Klimaschutz. Gleichzeitig honorieren wir im eigenen Land klimaschädliches Verhalten mit Steuergeldern. Es ist daher konsequent, dass die Bundesregierung den Abbau klimaschädlicher Subventionen im Klimaschutzplan 2050 endlich auf die Agenda gesetzt hat. Jetzt müssen den Worten aber auch Taten folgen“, so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

Der größte Teil der umweltschädlichen Subventionen entfällt mit 28,6 Milliarden Euro auf den Verkehrssektor. Auf Platz zwei folgt die Energiebereitstellung und -nutzung mit 20,3 Milliarden Euro. Subventionen im Verkehrs- und Energiebereich sind aus Klimasicht besonders problematisch: Der Verkehrssektor emittiert rund 18 Prozent aller Treibhausgase. Auf den Energiesektor entfallen mehr als ein Drittel.

 

Kriminalität
Polizei richtet sich strategisch neu aus
Schwerpunkte: Einbruchsdiebstahl und Auswirkungen des internationalen Terrorismus

 
Cyberkriminalität: Auf den Seiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik erhält man erste HilfeScreenshot

In der zukünftigen strategischen Ausrichtung und der täglichen polizeilichen Arbeit habe ab diesem Jahr sowohl die Verhinderung und die Aufklärung von Wohnungseinbrüchen als auch die Bekämpfung des internationalen Terrorismus mit all seinen Auswirkungen absolute Priorität. Das erklärt der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig.

Ab sofort wird sich deshalb eine „Koordinierungsstelle Eigentum“ um die sich häufenden Wohnungseinbrüche kümmern, um unterschiedliche Lagebilder noch zielgerichteter auswerten, Tatzusammenhänge inspektions- und direktionsübergreifend schneller erkennen und identifizierte Tatserien durch überregional agierende Banden aus einer Hand in Ermittlungsgruppen bearbeiten zu können. Gleichzeitig soll durch Personen- und Fahrzeugkontrollen in den Inspektionen das Entdeckungsrisiko erhöht werden. Diese Maßnahmen sollen die bereits jetzt durchgeführten regelmäßigen Schwerpunktkontrollen in den Inspektionen ebenso ergänzen wie eine generell erhöhte Präsenz der Polizei in Wohngebieten zu tatkritischen Zeiten.

„Die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen mit Blick auf den Terrorismus und seine Folgewirkungen sind auch in unserer Region allein durch die salafistischen Hotspots in Hildesheim und Göttingen unmittelbar spürbar und angekommen“, erklärt Lührig. Man habe sofort reagiert und den betroffenen Staatsschutzkommissariaten mehr Personal zugewiesen, zusätzlich Ermittlungsgruppen für offene und verdeckte polizeiliche Maßnahmen eingesetzt und die Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt, dem Niedersächsischen Verfassungsschutz und anderen weiter intensiviert.

Wenngleich bereits eingeleitete Organisationsveränderungen erste positive Effekte zeitigten, so stehe man angesichts einer neuen Dimension terroristischer Gewalttaten „am Limit“, was aber nicht bedeute, dass Personal für die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen oder die Observation von Gefährdern nicht zur Verfügung stehe. Das Gegenteil sei der Fall. Durch Verlagerung von Prioritäten sei die Interventionsfähigkeit der Einsatz- und Streifendienste insbesondere im Stadtgebiet Göttingen vielmehr verbessert worden. Lührig: „Zur ganzen Wahrheit zählt natürlich auch, dass dauerhaft im Rahmen einer Aufgabenkritik überprüft werden muss, welche Tätigkeiten entbehrlich sind“ – etwa die Begleitung von Großraum- und Schwertransporten. Im Einzelfall könne es wichtiger sein, eine weitere Funkstreifenwagenbesatzung rund um die Uhr einsetzen zu können und „in der Konsequenz auf eine bestimmte Anzahl von Kontaktbereichsbeamten, dem Verkehrsunfalldienst oder einer Technischen Ermittlungsgruppe Umwelt zu verzichten“.

Also doch eine Personalfrage. „Vor diesem Hintergrund haben wir in unserer Direktion die richtigen Antworten gefunden auf die Entwicklungen im Wohnungseinbruchsdiebstahl und anderen Phänomenen wie den unmittelbaren Auswirkungen des Terrorismus [oder] Cybercrime“, ist sich Lührig sicher.
Das bleibt zu hoffen, muss sich aber erst noch herausstellen.

 

Kreistag
Grüne wollen Schwedhelm rausschmeißen
Kreistagsmitglied sieht wichtige ökologische Themen verwässert

Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen will sein Noch-Mitglied Hans-Georg Schwedhelm loswerden – zu Recht. Schwedhelm kam mithilfe von etwa 6000 Listenstimmen in den Kreistag, hat nun aber eine neue Heimat bei der Splittergruppierung von Linken, Piraten und Die Partei gesucht und gefunden. Der bei Duderstadt sesshafte Kommunalpolitiker war auch dort längere Zeit bei den Grünen aktiv sowie in einigen anderen Organisationen, etwa bei der dortigen Geschichtswerkstatt.

Hans-Georg SchwedhelmEs gibt einige wenige auch politisch tätige Aktionisten, die, zumeist bei den kleineren Gruppierungen, immer mal wieder in allen möglichen Zusammenhängen in Parteien und anderen Organisationen auftauchen, sich dort bereitwillig zur Wahl stellen und oft auch, mitunter mangels Alternativen, dann auch gewählt werden und ebenso schnell wieder verschwinden – Schwedhelm gehört mit Einschränkungen ebenfalls dazu. Nach seinem Seitenwechsel wurde er zunächst vom Grünen-Kreisvorstand aufgefordert, sein Kreistagsmandat niederzulegen; auf die ihm gesetzte Frist hat er gar nicht erst reagiert. Nun soll das Landesschiedsgericht entscheiden, bei dem der Kreisvorstand seien Parteiausschluss beantragt hat.

„Schwedhelms Mitarbeit in einer mit den Grünen im Kreistag konkurrierenden politischen Gruppe ist unvereinbar mit dem Verbleib in der Partei“, kommentiert leicht nachvollziehbar die Sprecherin des Kreisvorstandes, Marie Kollenrott, den Schritt des Abtrünnigen und verweist auf die Listenstimmen, durch die Schwedhelm in den Kreistag kam. Er stand auf Platz 1 in der Oststadt, kam aber eben nicht durch persönliche Stimmen in den Kreistag. Seine Stimmen kommen nach dem Übertritt nun der Gruppe von Linken, Piraten und Die Partei zugute. Kollenrott: „Das kann man als Wählertäuschung bezeichnen.“ Zudem habe Schwedhelms Verhalten erhebliche negative Konsequenzen für die politische Arbeit der Grünen im Kreistag, nicht zuletzt durch den Verlust von Sitzen in Ausschüssen und Gremien. „Wir fordern daher Hans-Georg Schwedhelm ein weiteres Mal dazu auf, sein Mandat im Kreistag zurückzugeben.“

Parteiübertritte sind für Schwedhelm (Abb.: B90/Grüne) nichts Neues. Bereits mit der Jahrtausendwende wendete auch er sich: seinerzeit wechselte er von der Duderstädter Rats-SPD hin zur Grünen-Fraktion. Damals wie heute macht er dafür geltend, dass für ihn wichtige ökologische Themen nicht oder nicht mehr vom eigenen politischen Lager aufgegriffen würden, sodass er quasi zu einem Wechsel dorthin gezwungen sei, wo solche Themen auf größere Resonanz stießen. In der Tat kann man nicht verleugnen, dass manches umweltrelevante Problem auf Göttinger Ebene jedenfalls pointierter von den bundesweit eigentlich bereits totgesagten Piraten aufgegriffen wurde als vom Grünen-Establishment. Die beschlossene Zusammenarbeit zwischen Grünen und SPD auf Kreisebene, so argumentiert Schwedhelm sinngemäß, würde wesentliche ökologische Anliegen nun weiter verwässern.

Bei allem Frust über den „Verrat am Wähler“ ist das zumindest eine nachdenkenswerte Kritik.

 

Mobilität
Fahrgastverband sieht ECO-Bus-Forschungsprojekt skeptisch
Ungünstiges Verhältnis zwischen Aufwand und eventuellem Nutzen

Rufbus
Alternative im ländlichen Raum? Rufbus.Montage: vs

Der Fahrgastverband Pro Bahn warnt davor, große Summen öffentlicher Mittel in ein naturwissenschaftliches Forschungsprojekt des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation Göttingen zu stecken, dessen Nutzen für die Fahrgäste „völlig unsicher“ ist. Der Regionalvorsitzende Michael Reinboth wies darauf hin, dass die Organisatoren des Projektes vom Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) und dem Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) fast eine Million Euro erwarten, um für einen begrenzten Zeitraum gerade mal zehn VW-Kleinbusse durch die Gegend fahren zu lassen.

Dabei stört sich der Fahrgastverband nicht nur an dem ungünstigen Verhältnis zwischen Aufwand und eventuellem Nutzen, sondern auch an der schwachen konzeptionellen Vorarbeit. „Es gibt landes-, bundes- und europaweit zahlreiche Studien zur Verbesserung öffentlicher Verkehrsmittel durch bedarfsgerechte Rufbussysteme, da füllt ein ECO-Bus keine Lücke“, erklärte Reinboth. Pro Bahn spricht sich durchaus für flexible Bediensysteme im ÖPNV aus - nur gebe es diese schon in Hülle und Fülle. Die müssten auf die Anwendbarkeit in unserer Region überprüft werden. Beim ECO-Bus bestehe die Gefahr, dass bestehende Linien nicht mehr ausreichend finanzierbar sind und ausgedünnt oder gar eingestellt werden müssten. Zudem sei der Umstand, dass die Diskussion seit Monaten hinter verschlossenen Türen laufe, einem solchen Projekt, das schließlich Fahrgäste gewinnen müsse, nicht dienlich.

Als ärgerlich bewertet Pro Bahn den Zeitpunkt abschließender Entscheidungen über die Projektfinanzierung bei den Landkreisen Göttingen und Northeim sowie beim ZVSN kurz vor dem Jahresende. Reinboth: „Die Gremien der Landkreise und des ZVSN sind noch gar nicht vollständig konstituiert. Eine sachgerechte Diskussion wird somit verhindert.“ Falsch sei der Zeitpunkt auch insofern, als Anfang Januar 2017 der neue ZVSN-Geschäftsführer seine Tätigkeit in Göttingen aufnimmt. Reinboth: „Das Geld haben andere dann schon ausgegeben, ohne dass der neue Fachmann daran noch etwas ändern könnte.“

 

Abfallvermeidung
Müllberge reduzieren – Ressourcen schützen
Weitere Schritte müssen folgen. Beispiel: Coffee-to-go

eb/bd — Im Zuge schwindender Ressourcen und gleichzeitig immer weiter wachsendem Hunger nach Rohstoffen stellt sich unweigerlicher die Frage, wie das Aufkommen von Müll möglichst gering gehalten werden kann. Vom 19. bis zum 27. November wurde diesem Thema mit der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“ besondere Aufmerksamkeit zuteil. Auch in Göttingen haben Teile des Einzelhandels durch sanftem Druck inzwischen erste Schritte unternommen und viele Einkaufstüten aus Kunststoff aus ihrem Sortiment verbannt. Doch das reicht nicht – es kann nur ein erster Schritt sein.

Freiburg Cup
 
Narrenhäs der „Friburger Glunki mit Freiburg Cup“Montage: Latschari/vs

In Deutschland werden Tag für Tag über 320.000 Kaffee-Pappbecher aus Automaten gezogen oder über die Verkaufstheken gereicht, ausgetrunken und weggeworfen – nachhaltig ist das nicht. Dass es auch anders geht, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Freiburg: Ihren Coffee-to-go können sich Kunden in den „Freiburg Cup“, einem wiederverwendbaren Mehrwegbecher im Gewand der Freiburger Skyline, füllen lassen und somit effektiv zur Müllvermeidung beitragen. An der Aktion von Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg und der Stadtverwaltung beteiligen sich derzeit 16 Cafés und Bäckereien in der Innenstadt, der Becher wandert nach dem Morgenkaffee zurück ins Geschäft und der Kunde erhält 1 Euro Pfand zurück.

Freiburg hat dem Pappbecher damit freilich nicht alleine den Kampf angesagt, unter anderem in Tübingen und der Berliner S-Bahn gibt es ähnliche Aktionen. Auch in Niedersachsen tut sich in Sachen Pfand-Pappbecher etwas. Derzeit prüft das Umweltministerium verschiedene Möglichkeiten, um die hohe Zahl von Einweggetränkebehältern zu reduzieren.

Unsere Gesellschaft wird heutzutage auch gerne als Wegwerfgesellschaft bezeichnet – Qualität verliert immer mehr an Bedeutung, Quantität wird immer wichtiger. Konsum wird schnelllebiger und produziert jede Menge Müll, der eigentlich vermieden werden könnte, dabei kann jeder mithelfen, die Müllproduktion zu verringern. „Mehrweg-Coffee-to-go-Becher als ein Anfang sind ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Marlin Seeger, FÖJlerin bei der Göttinger Kreisgruppe des BUND. In Göttingen gebe es bereits erste positive Beispiele. „Beim nächsten Coffee-to-go also einfach mal nachfragen oder gleich einen eigenen Becher mitbringen!“
Mehr Informationen erhalten Sie hier:Weitere Informationen

 

Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Schulausschuss: 1. Juni
Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Feiertage
Terminänderungen
Der Fachdienst Standesamt im Neuen Rathaus bleibt am 24. Mai wegen „personeller Engpässe“ geschlossen. Wegen des Feiertags verschiebt sich die Abfallentsorgung am 25. und 26. Mai um jeweils einen Tag nach hinten; es wird also auch am Samstag, den 27. Mai geleert.
Die Tourist Information im Alten Rathaus hat an Christi Himmelfahrt von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Das Städtische Museum am Ritterplan sowie die Stadtbibliothek Göttingen bleiben am 25. Mai geschlossen. Das Göttinger Spendenzentrum „pausiert“ am 26. und 27. Mai.
Um Urlaubstage und Überstunden abzubauen und gleichzeitig einem Vorschlag des Gesamtpersonalrates zu entsprechen, bleiben alle Dienststellen und Einrichtungen der Stadtverwaltung Göttingen am Freitag, 26. Mai, für den Publikumsverkehr geschlossen. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Göttinger Berufsfeuerwehr und die Göttinger Entsorgungsbetriebe. Der Wochenmarkt in der Hospitalstraße sowie der Liesel-Markt vor dem Alten Rathaus werden auf Mittwoch, 24. Mai, vorgezogen.
Am 26. Mai als sog. „Brückentag“ zwischen Feier- und Sonntag gibt es regelmäßig Stress auf dem Recyclinghof. Wer dennoch kommt, sollte neben seinen Abfällen auch Zeit und Verständnis mitbringen.

Alter Stadtfriedhof
Mehr Urnengräber
pdg — Weil die Nachfrage nach Urnenwahlgräbern mit besonderer Ausstattung auf dem Stadtfriedhof an der Kasseler Landstraße so groß ist, hat die Stadt das Grabfeld „Bogen der Erinnerung“ um 20 Grabstätten erweitert, deren Belegung ab sofort möglich ist.
2016 wurde erstmals die Urnenbeisetzung in einer Grabstätte angeboten, die keine Grabbeetpflege durch die Angehörigen erforderlich macht: das Urnenwahlgrab mit besonderer Ausstattung. Bereits nach einem Jahr waren alle 24 Grabstätten weitgehend vergeben. Jetzt können wegen der von der Friedhofsverwaltung veranlassten Vergrößerung des Grabfeldes weitere Beisetzungen erfolgen.Weitere Informationen

Neuerscheinung
Daten, Fakten, Zahlen 2017
Statistik im Westentaschenformat
pdg — Das Referat Statistik und Wahlen der Stadt Göttingen hat die neueste Ausgabe seiner Göttinger Statistik im Westentaschenformat herausgegeben, die mit Zahlen für das abgelaufene Jahr 2016 kompakte Informationen u.a. über Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Rat und Verwaltung und die Naturverhältnisse der Stadt enthält. Sie ermöglicht einen schnellen Überblick über die wichtigsten Eckdaten zur Bevölkerung, zu Bauen und Wohnen sowie den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Wissenswertes aus Sport, Kultur, Tourismus sowie Bildung und Wissenschaft runden den Überblick ab. Die aktuelle Ausgabe liegt an vielen zentralen Stellen aus, ist beim Referat Statistik und Wahlen im Neuen Rathaus erhältlich oder online aufzurufen unter www.goesis.goettingen.de →Statistische Publikationen. In der Online-Präsentation des Göttinger Statistischen Informationssystems GÖSIS finden sich auch weitere statistische Informationen zur Stadt Göttingen und ihren Gebietsteilen.

Amtsblatt Nr. 9
pdg — Um die Rettungsdienstentgelte für 2017, die ab 1. Juli geltende Parkgebührenordnung, die Wahl eines neuen Integrationsrates im Juni und die Vorbereitenden Untersuchungen im Stadtquartier „Nördliche Innenstadt“ geht es in der 9. Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen. Zu weiteren Veröffentlichungsthemen zählen u.a. die Jahresabschüsse 2014 und 2015 der Volkshochschule, die Satzung für das Sanierungsgebiet „Südliche Innenstadt“ und der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 57 „Universitätsbereich Nord – Erweiterung Nordost“.
Die Satzung über die Gestaltung der Gesundheitsversorgung für Beamtinnen und Beamte des feuerwehrtechnischen Einsatzdienstes, die Auflösung der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale Südniedersachsen (KDS) und die Jahresabschlüsse 2015 der Beschäftigungsförderung (kAöR), der Seniorenzentrum Göttingen Vermietungs-GmbH & Co. KG (SZ KG) und der GmbH des Deutschen Theaters waren Themen der letzten Ausgabe.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

Mit Herbizid gegen Herkulesstaude
Bärenklaupdg — Die Stadt setzt die Bekämpfung der Herkulesstaude (Riesen-Bärenklau) fort. In Abstimmung mit dem Leineverband und mit Zustimmung des städtischen Umweltausschusses wird ab Mitte Juni in Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen das Herbizid Garlon auf öffentlichen Flächen eingesetzt, damit eine zunehmende Ausbreitung der Pflanze in öffentlichen und privaten Bereichen verhindert und eine hohe Verletzungsgefahr durch die Pflanze bei der Berührung mit der menschlichen Haut möglichst vermieden wird. Berührungen können in schweren Fällen Verbrennungen ersten bis zweiten Grades hervorrufen. Der Einsatz des Mittels wird jährlich bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen beantragt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung durch geschultes Personal erfolgen. Es wird nur von Mitarbeitern der Stadt genutzt, die über die fachliche Befähigung „Sachkundeausweis“ der Landwirtschaftskammer Niedersachsen verfügen.
Die Erfahrung der letzten Jahre hat nach Angaben der Verwaltung gezeigt, dass die Bestände inzwischen zurückgehen. Mitarbeiter des Baubetriebshofes müssen bereits fast 50 von rund 85 Standorten nicht mehr behandeln, sondern nur noch regelmäßig auf abgeworfene Samen kontrollieren, die noch zehn Jahre keimfähig sind. Von den in 2014 festgestellten sechs großflächigen Vorkommen sind vier Flächen soweit reduziert, dass hier nur noch punktuelle Vorkommen vorhanden sind. Großflächige Vorkommen gibt es nur noch entlang des Flötergrabens in Grone und nördlich von Hetjershausen. Der Erfolg der städtischen Maßnahmen zeigt sich einerseits in dem guten Ergebnis der bisherigen Reduzierung der Vorkommen in Göttingen. Andererseits sinkt bei dieser Art der Bekämpfung das erhebliche Verletzungsrisiko für die Mitarbeiter des Baubetriebshofs. Denn bei der manuellen Entfernung der Pflanzen musste immer mit einem solchen Risiko gerechnet werden.
Falls aufmerksame Bürger/innen in ihrer Umgebung noch zusätzliche Pflanzenstandorte finden, können sie dem städtischen Fachdienst Grünflächen (g.clarenbach@goettingen.de) davon Nachricht geben.

Steuer
Hundezensus
HundFast 80.000 Göttinger Haushalte werden derzeit von der Verwaltung angeschrieben, um eine Bestandsaufnahme im Rahmen der Meldepflicht zur Hundesteuer vorzunehmen, zu der es letztmalig vor sieben Jahren gekommen war. Aktuell sind etwas mehr als 4.000 Hunde in Göttingen steuerpflichtig angemeldet, was Einnahmen von jährlich knapp 500.000 Euro zeitigt. Die Aktion erklärt die Verwaltung mit Steuergerechtigkeit und um eine Nacherfassung bisher nicht gemeldeter Hunde zu ermöglichen.
Eine bisher nicht erfolgte Meldung kann bis zum 14. Juni nachgeholt und damit ein Bußgeldverfahren vermieden werden. Grundsätzlich muss, wer einen Hund aufnimmt oder mit einem Hund nach Göttingen zieht, sein Tier innerhalb von 14 Tagen zur Steuer anmelden. Das erforderliche Anmeldeformular findet sich auf der Rückseite des städtischen Schreibens, in dem für die nächste Zeit verstärkt Kontrollen durch Mitarbeiter/innen des Stadtordnungsdienstes angekündigt werden. Denen kann man sorglos begegnen, wenn das Tier bereits eine aktuelle Göttinger Steuermarke trägt oder wenn die von der Stadt gewährte Nachmeldefrist genutzt wird.

Stopp Glyphosat
Göttinger Grüne unterstützen Euro-Initiative
Der Grünen-Stadtverband unterstützt die Europäische Bürgerinitiative (EBI) Stopp Glyphosat, die durch zahlreiche Umweltorganisationen ins Leben gerufen wurde. Gegen die Lobbymacht der Chemieindustrie konnte durchgesetzt werden, dass die EU-Kommission die Genehmigung für Glyphosat zunächst um lediglich 18 Monate verlängert.
Im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative wird die Europäische Kommission aufgefordert, den Mitgliedsstaaten ein Verbot von Glyphosat vorzuschlagen, das Verfahren für die Genehmigung des Pestizids zu reformieren und EU-weit verbindliche Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festzulegen Innerhalb eines Jahres braucht die EBI mindestens eine Million Unterstützerinnen und Unterstützer aus mindestens sieben verschiedenen EU-Ländern.
Unterschriftenlisten für ein Verbot von Glyphosat liegen noch bis Ende Mai im Grünen Zentrum, Wendenstraße 5, aus. Jede/r, der/die des Verbot unterstützen möchte, kann während der Öffnungszeiten (Mo–Mi u. Fr 9.00 bis 12.30 Uhr, Mo, Di, Do, Fr 16.00 bis 17.30 Uhr) unterschreiben.

Stadtkämmerer
Grüne: SPD betreibt Postengeschacher
Der Stadtverband der Göttinger Grünen reagiert empört auf die nicht-öffentlichen Vereinbarungen von SPD und CDU, die mit Blick auf die Neubesetzung der Position des Göttinger Stadtkämmerers geschlossen wurden. Nach einer Mittielung des Göttinger Standverbands will sich die SPD im Gegenzug für ihre Unterstützung eines CDU-Kandidaten für die Nachfolge des langjährigen Stadtkämmerers Hans-Peter Suermann (CDU) freiwerdende Geschäftsführerposten städtischer Gesellschaften sichern.
Worüber die Göttiner Linke nur schmunzeln kann. Dass die SPD einen CDU-Kämmerer in Ordnung findet und sich dafür den einen oder anderen freiwerdenden Geschäftsführer/innenposten sichern möchte, überrascht doch nicht wirklich, finden sie: „Wie war das doch noch bei der Landratswahl? Da verzichteten die Grünen auf die Aufstellung einer/s Kandidaten/in zugunsten des SPD-Bewerbers mit der Zusage, sich dafür das Bau- und Umweltdezernat zu sichern und damit einhergehend den Posten des Geschäftsführers beim Zweckverband des Verkehrsverbundes.“ Da sei es schon „ein bisschen unredlich“, der Öffentlichkeit zu suggerieren, ihnen ginge es bei der Vergabe und Besetzung von Stellen für Wahlbeamte/innen, Amtsleiter/innen und Geschäftsführer/innen ausschließlich um Qualifikation und Eignung. „Das richtige Parteibuch muss auf der Grundlage der jeweiligen Absprache auch immer noch dabei sein.“Weitere Informationen

Sparkasse
Verwaltung kneift bei Gewinnausschüttung
Die Verwaltung blockiert eine von der Göttinger Linken vehement geforderte weitere Gewinnausschüttung des mit ihr verbandelten Geldinstituts. Mit dem Totschlag-Argument, dadurch das gesamte Sponsoringsystem des mit Millionen-Gewinnen in der Öffentlichkeit protzenden Hauses zu gefährden, will sie den Antrag lieber nicht weiter verfolgen. Dazu muss man wissen, dass das Sponsoring der öffentlich-rechtlichen Einrichtung keineswegs wertneutral geschieht: Unliebsame oder der Politik des Geldhauses kritisch Gegenüberstehende profitieren nämlich nicht von diesem Gutmenschentum. So werden etwa Anzeigen nur in Medien geschaltet, die dem Institut auch wohlgesonnen sind, was teilweise noch nachvollziehbar sein mag aber gleichwohl das Wohlwollen und damit die intellektuelle Abhängigkeit gezielt befördert – und wohl auch befördern soll. Solche Medien erhalten auch bewusst keine Einladungen zu Bilanz-Pressekonferenzen, auf denen sie vielleicht kritische Fragen stellen könnten.
Lediglich die Grüne Ratsfraktion hat im Finanzausschuss am 2. Mai noch weiteren Beratungsbedarf angemeldet; SPD und CDU hätten die Angelegenheit lieber schnell vom Tisch.
Ebenfalls am 2. Mai hat der Ausschuss einen Antrag der Grünen mehrheitlich akzeptiert, wonach die Kapitalanlagestrategie der Stadt künftig nachhaltiger gestaltet werden soll, das kommunale Vermögen also nicht mehr dort angelegt werden soll, wo umweltschädliche Projekte damit finanziert werden könnten.Weitere Informationen

Vandalismus auch auf dem Stadtfriedhof
Zweites Vorkommnis nach Schillerwiese
pdg — Auf dem Stadtfriedhof an der Kasseler Landstraße wurden erneut Schilder des Baumlehrpfades mutwillig zerstört. Hierbei wurde entweder mit Gewalt die Infotafel vom Träger abgerissen oder der gesamte Pfosten mit Infotafel abgebrochen. Mittlerweile wurden mehr als zehn Schilder beschädigt. Durch die notwendigen Reparaturen ist bis jetzt bereits ein Schaden in Höhe von rund 800 Euro entstanden. Anfang des Jahres fielen bereits vier Schilder dem Vandalismus zum Opfer. Die Infotafeln des Baumlehrpfades bieten Interessierten Informationen zu besonderen Bäumen des Stadtfriedhofs.
Bereits in der Nacht vom 21. auf den 22. April wurde die Schillerwiese heimgesucht. Dort hatten Unbekannte durch Brandstiftung einen Sandsteintisch auf dem Grillplatz zerstört. Als „Brennholz“ wurden die Latten eines Zaunes verwendet. Der Sachschaden wird auf rund 3.000 Euro geschätzt.

Mehr als 40 Kooperationspartner
Welcome Centre
pug — Forschende und Fachkräfte in Südniedersachsen willkommen heißen – so lässt sich die Kernaufgabe des künftigen Welcome Centres für die Region zusammenfassen. Mehr als 40 Partner stehen hinter dem Projekt, darunter Hochschulen, Wirtschaftsunternehmen, zentrale Verbände und Kommunen aus den Landkreisen Göttingen und Northeim sowie die Landkreise selbst. In diesem innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekt sollen bestehende Angebote der Universität Göttingen und der SüdniedersachsenStiftung zusammengeführt und ausgebaut sowie neue Möglichkeiten der Betreuung und Zusammenarbeit erarbeitet, erprobt und evaluiert werden. Damit sollen in der Region ankommende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fach- und Führungskräfte gezielt unterstützt werden. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt in den kommenden zwei Jahren mit insgesamt rund 350.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds. Aus dem Partnernetzwerk kommen über 600.000 Euro Eigenmittel für das Projekt hinzu.Weitere Informationen


Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Digitalisierung
Personelle Anforderungen ändern sich
Eine repräsentative Befragung von rund 12.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass inzwischen alle Wirtschaftsbereiche und der Großteil der Betriebe von Digitalisierung betroffen sind. Bislang habe sich die Digitalisierung dabei insgesamt nicht auf die Anzahl der Beschäftigten ausgewirkt, berichten die Arbeitsmarktforscher Anja Warning und Enzo Weber. Teilweise habe sich aber die Dynamik der Einstellungen und Abgänge von Beschäftigten erhöht.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt im April
Arbeitsmarkt bleibt im Aufwind
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer zeigt im April weiterhin sehr gute Aussichten für die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den kommenden Monaten. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verbleibt auf dem hohen Vormonatswert von 104,4 Punkten.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Fachkräfte Mangelware
Auch im April setzte sich die Reihe positiver Nachrichten vom Arbeitsmarkt in Südniedersachsen fort. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Agenturbezirk Göttingen gegenüber dem Vormonat um 256 bzw. 1,8% auf 14.109. Gegenüber April 2016 waren sogar 576 Menschen weniger arbeitslos gemeldet, was einem Rückgang von 3,9% entspricht. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 5,9% und liegt damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahresmonat.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Uganda
Zuckerrohrplantage
gefährdet Schimpansen

RegenwaldFoto: Derek Keats In den Wäldern von Bugoma in Uganda leben 500 Schimpansen. Ihr Lebensraum ist in Gefahr: Die Firma Hoima Sugar will den Wald in eine Zuckerrohrplantage umwandeln. Die Einwohner der Region kämpfen für die Natur und gegen die Zerstörung ihrer Heimat. Bitte unterstützen Sie die Forderung der Umweltschützer:
www.regenwald.org

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Bildung - Beruf - Karriere

Campus
Pfandflaschen fördern UNICEF
In der vergangenen Woche haben Vertreter der Unicef-Arbeits- und Hochschulgruppe Göttingen und des Studentenwerks eine weitere Box für Pfandflaschen in der Mensa am Turm aufgestellt. Sie ist inzwischen die dritte ihrer Art, die an stark frequentierten Göttinger Mensastandorten zu finden ist. „Mit den Pfandflaschen aus den Boxen in der Zentralmensa und am Nordcampus konnten bisher rund 900 Euro Spendengelder gesammelt werden“, freut sich Dr. Hans-Joachim Merrem, Leiter der Unicef-Arbeitsgruppe Göttingen. Die Spendengelder fließen in den großen Unicef-Topf für Hilfsprojekte. Teilweise werden auch gezielt spezielle Hilfsaktionen für einen Zeitraum von einem halben Jahr gefördert.

Neuer Jurastudiengang
Informationstechnologie
und geistiges Eigentum

pug — Mit der Einrichtung eines neuen weiterbildenden Masterstudiengangs reagiert die Juristische Fakultät der Universität auf die gesteigerte Nachfrage nach Fragen des Informationstechnologierechts und im Bereich des geistigen Eigentums. „European and Transnational Intellectual Property and Information Technology Law (LIPIT)“ spezialisiert Studierende in rechtlichen Fragen rund um geistiges Eigentum, Patente und Marken sowie um Software, Datenschutz und Online-Handel. Das englischsprachige Studienprogramm ist international, europäisch und rechtsvergleichend geprägt und bietet Juristinnen und Juristen aus der ganzen Welt eine wichtige Zusatzqualifikation. „Der Studiengang soll einen Beitrag zur Internationalisierung der Universität Göttingen als attraktivem Standort in einem hochaktuellen und praktisch enorm gefragten Rechtsgebiet leisten“, sagt der Studiengangsbeauftragte Prof. Dr. Andreas Wiebe von der Professur für Bürgerliches Recht, Wettbewerbs- und Immaterialgüterrecht, Medien- und Informationsrecht an der Juristischen Fakultät.
Voraussetzung für den Zugang zum Masterstudiengang sind ein Bachelor- oder ein höherer Abschluss und wenigstens ein Jahr qualifizierter Berufserfahrung. Die Hauptzielgruppe sind Juristinnen und Juristen, die international in kreativen und innovativen Industrien oder in der digitalen Ökonomie arbeiten wollen. Da die Rechtsgebiete des IP-und IT-Rechts erhebliche Schnittpunkte mit Informatik, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften oder auch Medienwissenschaft aufweisen, können sich auch Absolventinnen und Absolventen dieser Fächer bewerben. Der Studiengang dauert zwei Semester und kostet 7.800 Euro. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni.
→ www.uni-goettingen.de/lipit zu finden.

Universitätsbibliothek
300 neue Arbeitsplätze für Studierende
pug — Seit dem 27. April besietzt die Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) auf 22.000 Quadratmetern rund 300 neue Arbeitsplätze für verschiedene Arbeits- und Lernbedürfnisse sowie zahlreiche weitere innovative Raumangebote. In besonders lernintensiven Phasen kommen mehr als 5.000 Studierende pro Tag ins Haus. Ihre Bedürfnisse nach neuen Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen, ruhigen Arbeitsbereichen, ausgeweiteten Aufenthaltsräumen, besseren klimatischen Bedingungen und einer modernisierten technischen Ausstattung waren der Ausgangspunkt für eine umfassende Neugestaltung der Benutzungsbereiche des Bibliotheksgebäudes, die nun nach knapp zweijähriger Bauzeit abgeschlossen ist.

Wiedereinstieg in den Beruf
Umfrage: Drei Jahre nach Geburt optimal
Frauen zwischen 18 und 60 Jahren sind im Durchschnitt der Meinung, dass eine Mutter drei Jahre und zwei Monate nach der Geburt ihres Kindes wieder in Teilzeit erwerbstätig sein kann. Eine Vollzeiterwerbstätigkeit können ‎Mütter den Befragungsergebnissen zufolge ‎aufnehmen, wenn das Kind sieben Jahre alt ist. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Weitere Informationen

Studium
Gesundheitsförderung für Studierende
„Healthy Campus“-Projekt ab Sommersemester
pug — Im Sommersemester 2017 startet an der Universität eine Initiative zur Gesundheitsförderung von Studierenden. Im Rahmen des Pilotprojekts „Healthy Campus“ konzipiert und erprobt der Göttinger Hochschulsport in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaften in den kommenden zwei Jahren zahlreiche Maßnahmen zu den Themen Bewegung, Ernährung, Stress und Arzneimittelkonsum. Ziel der Initiative ist es, die Gesundheit von Göttinger Studierenden zu fördern, sie bei der Bewältigung der Studienanforderungen zu unterstützen und auf die Anforderungen des Berufslebens vorzubereiten.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Automatische Pflanzenbewässerer
• Bluetooth-Kopfhörer
• Trekkingräder
• Autokindersitze
• Samsung Galaxy S8 und S8+

Neue Bücher für Verbraucher
Handbuch Geldanlage
WordPress
Der perfekte Online-Auftritt
Einbruchschutz: Sicherheit daheim

Risikolebensversicherung
Teure Verträge kosten dreimal so viel
Die Leistungen von Risikolebensversicherungen unterscheiden sich kaum, doch es lohnt sich, die Preise zu vergleichen. Die Stiftung Warentest hat n der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest die Angebote von 40 Versicherern untersucht und große Preisunterschiede festgestellt. Teure Verträge kosten dreimal so viel wie günstige, ohne entscheidende Vorteile zu bieten.Weitere Informationen

Krankenkassen
Wechseln lohnt sich oft und ist einfach
Ob günstiger Beitrag oder Zuschüsse für Extraleistungen – ein Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse lohnt sich oft und ist einfach. Die Zeitschrift Finanztest stellt im aktuellen Vergleich von Krankenkassen große Unterschiede fest, beim Preis und bei den beliebten Zusatzangeboten Zahnreinigung und Osteopathie.Weitere Informationen

Baufinanzierung
Banken verlangen
überhöhte Bereitstellungszinsen

Für das Bereitstellen eines Darlehens kassieren Banken oft einen Zinssatz, der mehr als doppelt so hoch ist wie für das Darlehen selbst. Fast alle verlangen 3 Prozent im Jahr auf den noch nicht abgerufenen Darlehensteil. Große Unterschiede gibt es aber bei der Anzahl der Freimonate, in der das Bereitstellen noch kostenlos ist. Die Stiftung Warentest rät Bauherren daher, beim Vergleich von Kreditangeboten nicht nur auf den Effektivzins, sondern auch auf die Bereitstellungszinsen bis zur vollen Auszahlung des Kredits zu achten.
Zudem hat die Stiftung Warentest festgestellt, dass der seit kurzem geltende gesetzlich geregelte Kontowechsel von etlichen Banken längst noch nicht optimal durchgeführt wird.Weitere Informationen


Gesellschaft

3. Göttinger Lauf gegen Krebs
Rekord: 27.619 gelaufenen Runden
Lauf gegen Krebs umg — 20.000 Runden waren das Ziel. 27.619 Runden sind es geworden, insgesamt 19.333 Kilometer. Rund 2.000 große, kleine und kleinste Läuferinnen und Läufer liefen am 20. Mai mit ihren Startnummern auf dem Gelände des Hochschulsports am Sprangerweg für einen guten Zweck. Für das Spendenziel, der Fortführung der Stelle der ambulanten „Breast and Cancer Care Nurse“, waren bis zum Start des Wohltätigkeitslaufes bereits rund 13.000 Euro an Spenden eingegangen. Für jede gelaufene Runde sollte es einen Euro geben. Auch nach dem Laufereignis kann weiter für die Arbeit der ambulanten „Breast and Cancer Care Nurse“ gespendet werden an:
Horizonte Göttingen e.V., Sparkasse Göttingen, IBAN: DE30 2605 0001 0019 0086 30. Stichwort: Lauf 2017.

Koordinierungsstelle Eigentum
Polizei zieht erste Bilanz
Anfang Januar hat die Polizeidirektion Göttingen eine „Koordinierungsstelle (KOST) Eigentum“ zur nachhaltigen Bekämpfung der Einbruchskriminalität eingerichtet. Ziele dieser Einrichtung sind u.a. die Reduzierung von Einbruchsdelikten, die Erhöhung der Aufklärungsquote, die Steigerung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls (WED) und eine wirksame Kriminalitätsbekämpfung im Bereich der hervorgehobenen Eigentumskriminalität.
Jetzt zieht die Direktion eine Zwischenbilanz.Weitere Informationen

Gesellschaft für bedrohte Völker
Wechsel an der Spitze
Nach fast 50 Jahren beendet Tilman Zülch seine Tätigkeit als Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Künftig wird der 77 Jahre alte GfbV-Gründer die GfbV-Kampagnen beratend begleiten. Die politische Leitung der Menschenrechtsorganisation übernimmt der langjährige GfbV-Asien- und Afrika-Experte Ulrich Delius.Weitere Informationen

Ferienprojekt
„Jugend für den Frieden“
pdg — Auch in diesem Jahr organisiert die Stadt das Ferienprojekt „Jugend für den Frieden“, das vom 22. bis 28. Juli 2017 in der Göttinger Partnerstadt, der Lutherstadt Wittenberg, stattfindet, die in diesem Jahr wegen der vielen interessanten Veranstaltungen zum Thema „500 Jahre Reformation“ ein besonders interessantes Ziel darstellt. Gesucht werden sechs Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren, die Spaß und Lust haben, gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus den Göttinger Partnerstädten Toruń, Pau, Cheltenham und der Lutherstadt Wittenberg zusammen zu sein und sich im gemeinsamen Europa besser kennenzulernen. Seit 1995 finden diese Begegnungen jährlich wechselnd in den Göttinger Partnerstädten und in Göttingen selbst statt. Die Begegnung wird von der Stadt Göttingen und dem Stadtsportbund Göttingen gemeinsam betreut.Weitere Informationen

Bürgerstiftung Göttingen
Bürgerfrühstück am 18. Juni
Die Bürgerstiftung Göttingen richtet am Sonntag, 18. Juni, von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr ihr traditionelles Göttinger Bürgerfrühstück aus – in diesem Jahr zum siebten Mal seit dem Sommer 2011. Zum größten Frühstücksevent der Region Südniedersachsen kommen auf dem Wochenmarktplatz mehr als eintausend Bürgerinnen und Bürger zusammen, um gemeinsam Kaffee und Tee, Saft und Sekt, Marmelade und Mettbrötchen zu konsumieren. Auf sie warten anregende Gespräche und ein kurzweiliges Kulturprogramm.Weitere Informationen

Great Barrier Run
Dritte Auflage des Hindernislaufs
Nach dem großen Teilnehmer- und Zuschauerzuspruch der ersten beiden Austragungen des „Great Barrier Run“ gibt es 2017 die dritte Auflage des Hindernislaufs. Der „Great Barrier Run“ bietet auf drei verschiedenen Streckenlängen von 5, 10 und 15 Kilometern Länge Laufvergnügen kombiniert mit abwechslungsreichen Hindernissen. Der Hochschulsport der Universität Göttingen veranstaltet den Lauf am Sonnabend, 16. September. Die Anmeldung ist bereits freigeschaltet und schon über 600 Startplätze sind vergeben. Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 1.200 Sportbegeisterte teil.
Great Barrier Run„Wir werden probieren, unsere Kapazitäten zu erhöhen. Allerdings sind uns irgendwann natürliche Grenzen gesetzt“, sagt Projektleiter Mischa Lumme. 18 Hindernisse gilt es auf der Fünf-Kilometer-Strecke zu überwinden. Während einige Hindernisse erklettert werden müssen, sind für andere Kraft und Geschicklichkeit gefragt. „Wir wollen wieder einen attraktiven Lauf schaffen, bei dem es auf den Spaß an der Bewegung ankommt. Bei allen Hindernissen ist Teamwork der Schlüssel zum Erfolg“, so Lumme.
Darüber hinaus gibt es wieder eigene Wertungen für Schulen und Firmen. Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren können in ihren Klassen und Kursen über die Fünf-Kilometer-Distanz starten. Alle Firmen und Schulen werden auch im Rahmen der Gesamtwertung erfasst. Anmeldungen sind über das Internet unter www.great-barrier-run.de möglich. Alle Informationen sind zudem auf Facebook unter www.facebook.com/GreatBarrierRun zu finden.

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Dreistes Diebespaar aus dem Landkreis
in Fulda festgenommen

ots — Ein vermutlich bundesweit agierendes Diebespaar aus dem Landkreis Göttingen nahm die Kriminalpolizei in Hannover kürzlich fest. Den beiden Tätern, eine 33 Jahre alte Frau und ihr ein Jahr älterer Mann, werden Serientaten zur Last gelegt.

Mit Schrott-Lkw auf Tour
jk — Gravierende Mängel hat eine Funkstreife der Göttinger Autobahnpolizei am vergangenen Samstagmorgen (20.05.) gegen 6.05 Uhr auf der Rastanlage Göttingen-Ost bei einer technischen Sichtprüfung am Anhänger eines Sattelzuges festgestellt.

Sprit im Blut – aber nicht im Tank
jk — Ein leerer Autotank hat am Samstagmorgen (20.05.) gegen 9.00 Uhr auf der A 38 in Fahrtrichtung Halle vermutlich die Trunkenheitsfahrt eines 54 Jahre alten Mannes beendet.

In Schlangenlinien auf der A 7
jk — Mutmaßlich mit über vier Promille Alkohol im Blut war am Freitagnachmittag (19.05.) auf der A 7 ein 60 Jahre alter Autofahrer in Schlangenlinien und teilweise nur mit 50 km/h in Richtung Hannover unterwegs.

Einbruchserie – Polizei fahndet mit Fotos
jk — Mit Aufnahmen einer Überwachungskamera aus dem Eingangsbereich einer Rechtsanwaltskanzlei an der Robert-Koch-Straße fahndet die Polizei Göttingen aktuell nach mehreren unbekannten Einbrechern.

Rentnerin um Ersparnisse gebracht
jk — Ein angeblicher Kripobeamter aus Hannover hat eine Frau aus Göttingen am Dienstag (16.05.) mit einem perfiden Trick um ihre gesamten Ersparnisse in Höhe von mehreren tausend Euro betrogen.

Hannoversche Straße: Fahrzeugbrand
jk — Aus bislang ungeklärter Ursache ist Mittwochnacht (17.05.) gegen 3.15 Uhr ein an der Hannoverschen Straße geparkter Mercedes Sprinter einer Göttinger Fahrzeugvermietung im Frontbereich in Brand geraten.

Altpapiertonnen brennen
jk — Beim Brand dreier Altpapiertonnen ist in der Nacht zu Dienstag (16.05.) im Kreuzbergring (2) und in der Robert-Koch-Straße (1) ein Gesamtschaden in noch unbekannter Höhe entstanden.

Radlerin mit über zwei Promille
jk — Auf der Reinhäuser Landstraße hat eine Funkstreife der Polizei Dienstagnacht (16.07.) gegen 3.15 Uhr eine 22 Jahre alte alkoholisierte Radfahrerin aus dem Verkehr gezogen.

         
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