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    Spacer 17.11.2017 18:01 SpacerOptimiert für das Format 16:9    
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Musikalische Morgenveranstaltung
W-Mannpdg — Der städtische Fachdienst Kultur veranstaltet zum 54. Mal mit Unterstützung des Senioren- und Pflegestützpunktes der Stadt eine Musikalische Morgenveranstaltung für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die am Dienstag, 12. Dezember, ab 10.30 Uhr in der Stadthalle stattfindet. Das Göttinger Symphonie Orchester unter der Leitung von Christoph-Mathias Mueller gestaltet gemeinsam mit der Sängerin Christiane Eiben von Seven UP und den Kindern und Jugendlichen der musikalischen „Milchbar“ das Programm. Christoph Huber wird mit einer weihnachtlichen Geschichte auf die vorweihnachtliche Zeit einstimmen.
Vorverkauf (7,00 Euro) ab 20. November bis einschl. 11. Dezember, 12.00 Uhr nur in der Tourist Information im Alten Rathaus. Am 12. Dezember auch an der Kasse in der Stadthalle von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr.

Science-Fiction Anthologie
Isberner sucht Mitstreiter
Die Pabel-Moewig-Verlagsgruppe macht es mit Perry Rhodan, Bastei Lübbe mit seinen Heimat- und Artzromanheftchen und nun auch der Göttinger Science-Fic­tion Autor Daniel Isberner: er sucht weitere Autoren, um seine Serie über das „Schatten­galaxis-Uni­ver­sum“ fortsetzen zu können. 14 Werke sind bereits erschienen. Als Herausgeber der Anthologie wurde André Skora gewonnen, der bereits erfolgreich professionelle Erfahrung mit der Herausgabe mehrerer Science-Fic­tion- und Fantasy-Antho­logien sammeln konnte.
→https://www.danielisberner.de/2017/11/eine-anthologie-im-schattengalaxis-universum/

Händel-Festspiele
ver.di erneuert Kritik
an Entlohnung

„Erbrachte Arbeit
tariflich bezahlen“

Tobias Wolff reagiert hilflos
Trotz massiver Kritik: Die Göttinger Händel-Festspiele suchen weiter nach einer Spitzenkraft (abgeschl. Studium, zuverlässig, sorgfältig, selbständig, belastbar, Englisch, PC-Kenntnisse, Führerschein und mit Spezialkenntnissen) und wollen dafür nicht mehr als den gesetzlichen Mindestlohn bezahlen. Die Begründung macht’s noch schöner, so Geschäftsführer Sebastian Wertmüller: „Ehemals Halbjahrespraktikum, wurde die ausgeschriebene Stelle im Rahmen der Mindestlohneinführung zu einer befristeten Anstellung auf Mindestlohnbasis umgewandelt, die Studierenden und Absolventen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern soll“, so zitiert er Festspiele-Geschäftsführer Tobias Wolff auf Facebook. Wertmüller: „Erbrachte Arbeit ist zu bezahlen und zwar so, wie sie ausgeschrieben und verlangt wird. Dabei gelten entweder tarifliche oder orts- und branchenübliche Löhne.“ Das gelte natürlich auch für Berufseinsteiger! Es sei ein großes Ärgernis, dass ein renommierter Festspielveranstalter bisher unbezahlte Praktika missbraucht hat um seine reguläre Arbeit zu bewältigen. Der Mindestlohn mache das nicht besser. Wertmüller weist darauf hin, dass die Festspiele Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln erhalten: Land, Stadt, Landkreis, Bund, Niedersachsenstiftung etc.: „Ich frage mich, ist den Zuwendungsgebern bewusst, dass die Händel-Festspiele sich bei Unterlaufen aller tariflichen und branchenüblichen Löhne als Lohndrücker betätigen?“
Tobias Wolff, Geschäftsführender Intendant der Festspiele, bietet nach wie vor ein Gespräch an, auf das Wertmüller bislang nicht eingegangen ist, und verteidigt sich u.a. damit, dass sich „die Vergütungen bei den Festspielen Göttingen … in allen Abteilungen und auf allen Positionen in branchenüblichen Bereichen“ bewegen und die „Konditionen in Bezug auf Tätigkeitsprofil, Vergütung und ggf. Befristung grundsätzlich in allen Ausschrei­bungen trans­parent kommuniziert“ würden.
Eben diese Transparenz deckt ja die unwürdige Bezahlung der gesuchten, hochqualifizierten Kraft auf. Außerdem, so Wolff, seien den „Gesellschaftern und auch dem Land Niedersachsen … Personalstruktur und -kosten bekannt“, was wohl meint, sie würden eine solche Stellenausschreibung zu prekären Bedingungen mittragen.
Spitzenkräfte mit – wie in der Ausschreibung gefordert – abgeschlossenem Studium, belastbar und mit Spezialkenntnissen, die auf der Bühne stehen, werden von den Händel-Festspielen Göttingen jedenfalls anders entlohnt.

Torhaus-Galerie
Was bleibt – Wege der BeSinnung
Neue Ausstellung
Landschaftsfotografie in Amerika und Europa ist Thema einer neuen Ausstellung von Astrid Nolte in der Torhaus-Galerie, die am Freitag, 17. November, am Göttinger Stadtfriedhof um 17.00 Uhr eröffnet wird. Wie schon bei ihren früheren Ausstellungen wird die Künstlerin in dem historischen Ambiente des Gebäudes ein räumliches Gesamtkunstwerk schaffen, „eine Sinfonie, die in ihrer bewegenden Kraft dem Widerhall schenken möchte, was im Letzten bleibt“.
Fotografien stiller Landschaftsimpressionen sind im Zusammenspiel mit Gestalt gebenden Elementen und sensiblen Texten zu sehen und sorgen für eine in die Vorweihnachtszeit passende Atmosphäre. Die musikalische Umrahmung der Vernissage übernimmt Astrid Nolte selbst, an ihrer Seite Dimut Hering (Geige) und Uwe Stelter (Gitarre).
Auch an anderen Tagen wird die Künstlerin und Gründerin des Vereins „Aufwind e.V.“ während der Öffnungszeiten der Galerie anzutreffen sein. Pastor Dr. Michael Bendorf aus Braunschweig hält am darauffolgenden Sonntag (19. November, 16.00 Uhr) unter dem Motto „Von der Zukunft des Gegenwärtigen“ einen Vortrag, in dem er das Ausstellungsthema „BeSinnung“ aufgreift und intensiviert. Begleitet wird diese Veranstaltung musikalisch von Rosetta Tuzzeo (Gesang), Astrid Nolte (Gesang/Piano) und dem Musikteam des Vereins „Aufwind“.
Kasseler Landstraße 1, Eingang Stadtfriedhof. Fr–So 15–17 Uhr.

Göttinger Kulturstiftung
Zehn Projekte gefördert
pdg — In seiner letzten Sitzung hat der Beirat der Göttinger Kulturstiftung Fördermittel für die Unterstützung kultureller Aktivitäten vergeben. Von insgesamt 16 eingereichten Anträgen wurden zehn mit einem Gesamtvolumen in Höhe von fast 18.000 Euro berücksichtigt. Einzelheiten dazu unter www.kulturstiftung-goettingen.de

Ehemalige Voigtschule
Kulturelle Nutzung möglich?
Nach Aussagen von Pressesprecher Detlef Johannson kann sich die Verwaltung „zumindest zeitweise“ eine kulturelle Nutzung der ehemaligen Voigtschule in der Bürgerstraße im nächsten Jahr vorstellen. Ob sich damit die zum Kulturverbund Göttingen zusammengeschlossene Initiative Hoffnungen auf eine kulturelle Nutzung mit längerfristiger Perspektive machen kann, steht freilich dahin. Der Verbund hatte bereits vor Jahren sowohl für die alte Schule wie auch Baptistenkirche ein seriöses und auch eigenfinanziertes tragfähiges Konzept vorgelegt, um die Gebäude zu sanieren und an Göttinger Kulturschaffende zu vermieten. So war für die völlig marode, gleichwohl und Denkmalschutz stehende Kirche ein kommunales Kino vorgesehen. Der stattdessen vorgesehene Verkauf an einen etwas undurchsichtigen Bielefelder Investor ist hingegen grandios gescheitert, kulturell engagierte Interessenten kamen dennoch nicht zum Zuge.
„Warum sich der Rat und die Stadtverwaltung gegen eine kulturelle Nutzung der Gebäude Bürgerstraße 13 und 15 ausgesprochen hat“, reagiert die Initiative nun auf die neue Entwicklung, „ist dem Kulturverbund bis heute ein Rätsel.“ Nicht nur ihm.

Städtisches Museum
1529 – Aufruhr und Umbruch
Begleitband erschienen
Mit der jetzt erschienenen Publikation zur aktuellen Sonderausstellung „1529 – Aufruhr und Umbruch“ hat das Städtische Museum Göttingen auf die zahlreichen Nachfragen nach einem dokumentierenden Begleitband reagiert. Herausgegeben wurde eine 75 Seiten starke Publikation, die die Zeit der umwälzenden Veränderungen in Göttingen im Zeitalter der Reformation mit vielfältigen Informationen dokumentiert und neben den Texten zur Ausstellung auch eine Vielzahl von Abbildungen der zum großen Teil erstmals ausgestellten Exponate enthält.
Erhältlich zum Preis von 15,00 Euro über das Städtische Museum Göttingen (museum@goettingen.de oder telefonisch unter 400-2843) und direkt im Museum am Ritterplan während der Öffnungszeiten.

„68er Bewegung“
Museum sucht Zeitzeugen
und Leihgaben

pdg — Für eine Sonderausstellung sowie Workshops, die sich 2018 mit der „68er Bewegung“ beschäftigen, werden nach wie vor Zeitzeugen und Leihgaben gesucht. Das Städtische Museum Göttingen und das YLAB – Geisteswissenschaftliches Schülerlabor der Georg-August-Universität haben erneut einen Aufruf mit der Bitte um Unterstützung gestartet.Weitere Informationen

 
Wissenschaft

Herzklappen
Neues Therapieverfahren
umg — Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist das erste Universitätsklinikum in Niedersachsen, das Patienten mit undichter Herzklappe mit einem „CardioBand“ versorgt. Die schonende, über Katheter durchgeführte Behandlung ist besonders für Patienten geeignet, für die eine Operation mit Herzlungenmaschine zu riskant ist.Weitere Informationen

Molekulare Biowissenschaften
Wann Viren krank machen
pug — Viren können krank machen – aber nur, wenn sie es schaffen, ins Innere unserer Zellen zu gelangen. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat herausgefunden, wie Viren die Membranoberflächen ihrer Wirtszellen erkennen. Die Lösung dieses molekularen Puzzles ermöglicht die Entwicklung neuer Therapien, die Zellen vor dem Eindringen von Viren schützen und Epidemien wie Zika- und Denguefieber verhindern können.Weitere Informationen

Physik
Phasenübergang an Oberflächen
Neue Methode zur Beobachtung
pug — Forscher der Universität Göttingen haben eine neue Methode vorgestellt, mit der die ultraschnelle Umwandlung zwischen Phasen an Oberflächen beobachtet werden kann. Phasenumwandlungen gehören zu den alltäglichen physikalischen Phänomenen, die uns beim Schmelzen, Gefrieren, Verdampfen oder Kondensieren begegnen. Änderungen des Aggregatzustandes sind jedoch nur eine spezielle Form der Phasenumwandlung; in vielen Materialien gibt es darüber hinaus auch Übergänge zwischen verschiedenen Kristallstrukturen. Diese verschiedenen „Phasen“ haben häufig sehr unterschiedliche mechanische, elektronische und magnetische Eigenschaften.Weitere Informationen

Landwirtschaft Niedersachsen
Einheitsbrei oder noch Vielfalt?
pug — Heutige Anbaustrukturen zeigen, dass immer weniger Früchte auf immer größerem Flächenumfang angebaut werden. Bisher gab es über die tatsächlichen Fruchtfolgen keine verlässlichen Daten. Agrarforscher des Zentrums für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung der Universität Göttingen haben ein Schema entwickelt, mit dem erstmals Fruchtfolgemuster der vergangenen Jahre erkannt und verglichen werden können. Damit konnten sie am Beispiel von Niedersachen zeigen, dass es sowohl abwechslungsreiche Fruchtfolgen als auch einseitige Anbaumuster gibt.Weitere Informationen

Bioklimatologie
Abholzung von Regenwald
erwärmt Indonesien

pug — In den vergangenen Jahrzehnten wurden auf der indonesischen Insel Sumatra große Waldflächen durch Gummi- und Ölpalmenplantagen ersetzt. Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Göttingen hat nun herausgefunden, dass durch diese veränderte Landnutzung die Temperaturen in der Region steigen. Dies wiederum könnte sich auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirken sowie Teile des Landes anfälliger für Flächenbrände machen.Weitere Informationen

Parkinson
Neue Protein-Interaktionen
erklären Defizite

cnmpb/umg — Gebeugte Haltung, schlurfender Gang und ein maskenhafter Gesichtsausdruck sind sichtbare Auswirkungen der Parkinson’schen Erkrankung. Doch neben diesen Einschränkungen in der Motorik kommen im Laufe der Erkrankung auch Defizite im Erinnerungsvermögen hinzu. Wissenschaftler des Exzellenzclusters CNMPB an der Universitätsmedizin Göttingen beschreiben jetzt einen neuen molekularen Signalweg als Ansatzpunkt für die Behandlung von kognitiven Einschränkungen bei der Parkinson’schen Erkrankung.Weitere Informationen

Agrarökonomie
Äthiopien: Bauern kaufen zu
statt selbst zu produzieren

pug — Die am stärksten von Hunger und Mangelernährung betroffene Bevölkerungsgruppe in Afrika sind die Kleinbauern. Häufig wird angenommen, dass afrikanische Kleinbauern die meisten konsumierten Lebensmittel selbst produzieren. Eine neue Studie von Agrarökonomen der Universität Göttingen zeigt allerdings, dass der größere Teil der Lebensmittel in Wirklichkeit auf Märkten zugekauft wird. Somit sind Märkte für die Ernährung der Kleinbauernhaushalte wichtiger als die eigene Lebensmittelproduktion.Weitere Informationen

Fluoreszenzmikroskopie
Auflösung verdoppelt
pug — Göttinger Forschern ist es gelungen, die Auflösung in der Fluoreszenzmikroskopie zu verdoppeln, ohne dabei Kompromisse hinsichtlich der Geschwindigkeit oder andere Einschränkungen hinnehmen zu müssen.Weitere Informationen

Asexuelle Fortpflanzung
Vom Liebesleben
der Hornmilben

pug — Forscher/innen der Universitäten Göttingen und Lausanne haben herausgefunden, dass Hornmilben (Oribatiden), eine im Boden häufige Tiergruppe, die sich sehr lange asexuell verhalten, schädliche Mutationen besser wieder loswerden können als ihre Verwand­ten, die sich sexuell fort­pflanzen.
Sexuelle Fortpflanzung hat viele Vorteile für das Überleben von Tierarten. So sorgt diese Art der Fortpflanzung unter anderem dafür, dass sich schädliche Mutationen nicht so stark ansammeln. Bei manchen Tierarten, wie zum Beispiel einigen Hornmilbenarten, ging Sex jedoch im Laufe der Evolution verloren und die asexuelle Fortpflanzung durch Klone hat sich durchgesetzt. Bisher war es wissenschaftlicher Konsens, dass dieser Wechsel zu einer schrittweisen Ansammlung schädlicher Mutationen führt und auf lange Sicht das Aussterben der Art nach sich zieht.Weitere Informationen

Exzellenz-Wettbewerb
Uni einen Schritt weiter
pug — Die Universität Göttingen und ihre Partner am Göttingen Campus sind im Wettbewerb um Fördergelder aus der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern dabei. Anfang April 2017 hatte die Universität sechs Antragsskizzen für Exzellenzcluster eingereicht; sie kann nun Vollanträge für vier Cluster einreichen. Die Themen sind „Multiscale Bioimaging“, „Primatenkognition“, „Konstruktionen des Religiösen“ und „Integrative Landnutzungswissenschaften für nachhaltige Entwicklung“.Weitere Informationen

Ernährung
Supermärkte beeinflussen
Gesundheit in Afrika

Verändertes Einkaufsverhalten
pug — Bei Ernährungsproblemen in Afrika denken die meisten Menschen zunächst an Hunger und Unterernährung. Gleichzeitig wächst in Afrika aber auch der Anteil übergewichtiger Menschen und damit das Risiko für chronische Krankheiten wie Diabetes und Herzkreislaufstörungen. Ursache hierfür sind die sich rasch verändernden Ernährungsgewohnheiten vor allem in städtischen Regionen. Agrarökonomen der Universität Göttingen haben in einer neuen Studie gezeigt, dass der steigende Marktanteil von Supermärkten in Afrika zu Übergewicht und chronischen Krankheiten beiträgt.Weitere Informationen

Takotsubo-Syndrom
„Gebrochenes Herz“ –
erste Hilfe in Sicht

umg — Göttinger Herzforschern ist es erstmals gelungen, genetische Ursachen bei Patienten mit dem „Broken-Heart-Syndrom“ zu identifizieren.Weitere Informationen

Exoplaneten
Titanoxid nachgewiesen
pug — Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat erstmals Titanoxid in der Atmosphäre eines Exoplaneten nachgewiesen. Die Wissenschaftler/innen nutzten das Instrument FORS2 am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO). Dessen Beobachtungsdaten lieferten einzigartige Informationen über die chemische Zusammensetzung sowie das Temperatur- und Druckprofil des Planeten WASP-19b, ein ungewöhnlicher und sehr heißer Planet vom Typ „Heißer Jupiter“.Weitere Informationen

Demografie
Kinder älterer Väter
haben selbst weniger Kinder

pug — Das durchschnittliche Alter von Eltern bei der Geburt ihrer Kinder steigt in Industrieländern seit den 1970er-Jahren. Je älter der Vater bei der Befruchtung ist, desto größer ist die Anzahl neuer genetischer Mutationen, die er an das Kind weitergibt. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat in einer historisch und international vergleichenden Studie herausgefunden, dass Kinder älterer Väter selbst weniger eigene Kinder zeugen.Weitere Informationen

Mikrobiologie
Lunge gegen Pilzsporen
Abwehrmechanismus entdeckt
pug — Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat herausgefunden, wie sich der menschliche Körper gegen Pilzinfektionen schützt. Mit jedem Atemzug gelangen Pilzsporen in die Lunge, wo sie gefährliche Infektionen auslösen können. Die Wissenschaftler/innen aus Deutschland, Israel und den USA fanden nun heraus, dass das Immunsystem des Menschen bei den Pilzsporen in der Lunge eine Art Selbstmord-Mechanismus auslöst, der dazu führt, dass die Pilzsporen sich selbst zerstören.Weitere Informationen

Neugründung
Kompetenzzentrum
Allgemeinmedizin

umg — Allgemeinmedizin zukunftsfest machen – das ist das gemeinsame Ziel des neuen Kompetenzzentrums Allgemeinmedizin in Niedersachsen. Ende 2016 hatte der Gesetzgeber die Weichen für eine neue Förderung der Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin gestellt: In jedem Bundesland soll ein sogenanntes Kompe-tenzzentrum Allgemeinmedizin gefördert werden.Weitere Informationen

Monokulturen
Plantagen
zerstören Biodiversität

pug — Sattsam bekannte Ergebnisse hat ein Forscherteam der Universität Göttingen nochmals in einer groß angelegten Studie verifiziert, nämlich wie sich die Umwandlung von tropischem Regenwald zu Kautschuk- und Ölpalm-Plantagen auf die Biodiversität der betroffenen Ökosysteme auswirkt: katastrophal. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass sowohl die Anzahl der Tier- und Pflanzenarten als auch die Anzahl der individuellen Tiere und Pflanzen abnimmt, insbesondere bei Tieren, die sich räuberisch ernähren. Darüber hinaus stellten sie fest, dass die Interaktion zwischen den verschiedenen Organismen reguliert, wie das gesamte Ökosystem auf die Umwandlung reagiert.Weitere Informationen

Demenz
Erhöhtes Risiko durch
frühe psychische Erkrankungen

umg/dzne — Göttinger Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Göttingen enträtseln den Zusammenhang zwischen psychiatrischen Erkrankungen in der Jugend und dem Risiko, im Alter an der Alzheimerdemenz zu erkranken. Sie haben einen Ansatzpunkt gefunden, wie sich die molekulare Ursache behandeln ließe.Weitere Informationen

Agrarökologie
Vergleich groß- und
kleinräumiger Landwirtschaft

pug — Agrarökologen der Universität Göttingen haben die traditionell großräumige Landwirtschaft im Osten mit der kleinräumigen Landwirtschaft im Westen Deutschlands sowohl ökologisch als auch ökonomisch verglichen. Dabei konnten sie zeigen, dass kleine Äcker höhere Kosten verursachen, aber die Biodiversität ähnlich stark fördern wie der ökologische Landbau. Dagegen ist die Umstellung zum Öko-Landbau in beiden Landschaftstypen mit einer Verdopplung des Gewinns verbunden.Weitere Informationen

Medizin
Neues Verfahren
für die Sinnesforschung

umg — Forscher der Universitätsmedizin Göttingen und des Italienischen Instituts für Technologie entwickeln neues Verfahren für die Sinnesforschung: Aus den Reaktionen von Nervenzellen auf Sinnesreize lassen sich die Verschaltungen der Nervenzellen in einem Netzwerk sichtbar machen.Weitere Informationen

Biologie
Schuppentiere in Afrika
von Ausrottung bedroht

pug — Die Jagd auf Schuppentiere, die derzeit am häufigsten illegal gehandelten Säugetiere der Welt, ist in Zentralafrika zwischen 1970 und 2014 um 150 Prozent gestiegen. Das hat ein internationales Wissenschaftlerteam festgestellt. Die auch von Naturschutzorganisationen gesammelten empirischen Daten zeigen, dass bis zu 2,7 Millionen Schuppentiere jährlich aus den Wäldern Kameruns, der Zentralafrikanischen Republik, Äquatorial-Guineas, Gabuns, der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo verschwinden.Weitere Informationen

Bestandsaufnahme
Nach Luchsen
nun Wildkatzen

pug — Seit einigen Jahren streifen wieder Luchse durch die Wälder im Norden Hessens. Diese Wälder sind auch die angestammte Heimat der Europäischen Wildkatze. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt der Universität Göttingen und des hessischen Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) soll nun die Wildkatzen-Population in Nordhessen untersucht werden.Weitere Informationen

Allgemeinmedizin
Bärentraubenblätter
statt Ibuprofen?

Forschungsprojekt untersucht Wirksamkeit
umg — Bärentraubenblätter gelten seit Jahrhunderten als Heilpflanze mit positiver Wirkung gegen entzündliche Erkrankungen. Zur Behandlung von Harnwegsinfektionen werden die Blätter des grünen Zwergstrauchs vor allem in der traditionellen Volksmedizin von Europa bis Nordamerika verwendet. Doch fehlen bislang wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit. Das will eine klinische Studie der Allgemeinmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen ändern.Weitere Informationen

Biologie
Genomduplikation
bei Gliederfüßern nachgewiesen

pug — Bisher wurde lediglich bei Wirbeltieren eine Verdopplung des Erbguts festgestellt. Wie ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Göttingen nun erstmals herausgefunden hat, haben die Genome von Spinnen und Skorpionen ebenfalls eine Genomduplikation durchlaufen. Der Begriff „Genom“ bezeichnet dabei das gesamte Erbgut, welches in jeder einzelnen Körperzelle hinterlegt ist und die Information für die arttypische Ausbildung von Merkmalen enthält.Weitere Informationen

Astrophysik
Elektronendichte
in Plasmawolken untersucht

pug — Sonnen-Protuberanzen bestehen aus einem Plasma elektrisch leitfähiger Ionen und Elektronen, das sich nur sehr eingeschränkt im Magnetfeld bewegen kann. Protuberanzen-Wolken schweben daher oftmals wochenlang hoch über derselben Stelle der Sonnenoberfläche. Ein wichtiges Maß für die Beschreibung dieses Plasmas ist die Dichte der freien Elektronen, die bislang für Sonnen-Protuberanzen mit Ungenauigkeiten behaftet ist. Wissenschaftler haben nun die Elektronen-Dichte aus dem Helligkeits-Verhältnis zweier Spektral-Linien neu ermittelt.Weitere Informationen

Astrophysik
Stärkste Magnetfelder
auf M-Zwergen beobachtet

pug — Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung der Universität Göttingen hat unerwartet starke Magnetfelder auf einigen schnell rotierenden M-Zwergen entdeckt, Sternen mit Massen zwischen 0,5 und 0,1 Sonnenmassen. Lange Zeit nahm man an, dass der Dynamo in diesen Sternen bei einer maximalen Magnetfeldstärke von ungefähr vier Kilogauss (kG) saturiert, wenn die Rotation des Sterns eine bestimmte Rate überschreitet. Indem sie exakte Beobachtungen und die neuesten Modelle verwendeten, entdeckten die Forscher, dass einige voll konvektive M-Zwerge viel stärkere Magnetfelder von bis zu sieben kG generieren. Sie zeigten, dass Sterne mit starken Magnetfeldern auch die einfachste dipol-dominierte Magnetfeldgeometrie aufweisen, während Sterne mit komplexerer Geometrie keine Felder stärker als ungefähr vier kG produzieren können.Weitere Informationen

Optoelektronik
Laserartiges Licht mithilfe
von Halbleitern beeinflusst

pug— Einem deutsch-kanadischen Forscherteam ist ein viel versprechender technologischer Fortschritt in der Optoelektronik gelungen. Die Wissenschaftler der Universität Göttingen und des National Research Council Kanada in Ottawa konnten zeigen, dass sich die Erzeugung von laserartigem Licht durch lokale strukturelle oder chemische Veränderungen in Halbleitern beeinflussen lässt. Ihre Ergebnisse könnten zur Entwicklung von neuartigen Bausteinen für optoelektronische Elemente zur kohärenten Erzeugung und Kontrolle von Licht im ultravioletten Wellenlängenbereich führen.Weitere Informationen

Forschungsprojekte
Kampf gegen Keime
pug/ekw — Gleich zwei Forschungsprojekte beschäftigen sich in nächster Zeit mit Krankenhausinfektionen durch gefährlichen Bakterien – ein immer mehr um sich greifendes Problem. Am Institut für Physikalische Chemie der Universität setzt man darauf, mithilfe neu zu entwickelnder Sensoren den Erregern besser auf die Spur kommen zu können. Am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende befasst man sich, gemeinsam mit der Universitätsmedizin Göttingen, mit der gezielten Eindämmung von Clostridium difficile, ein Darmbakterium und einer der gefährlichsten Krankenhauskeime insbesondere für ältere Patienten.Weitere Informationen

Geowissenschaften
Bernsteinsammlung erweitert
Verschollene Inklusen wiederentdeckt
pug — Die Königsberger Bernsteinsammlung war einst die größte wissenschaftliche Sammlung tierischer und pflanzlicher Einschlüsse in Bernstein aus dem Baltikum. Teile der Sammlung wurden 1944 von Königsberg in den Westen transportiert. Der gerettete Bestand – knapp 20.000 Objekte, darunter etwa 12.000 Einschlüsse von Insekten und anderen Organismen – wird heute an der Universität Göttingen treuhänderisch für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz verwahrt und wissenschaftlich betreut. Der Kustos des Geowissenschaftlichen Museums der Universität Göttingen, Dr. Alexander Gehler, stieß nun am Museum of Comparative Zoology der Harvard University auf Material, das der Königsberger Sammlung zuzuordnen ist. Im Juni 2017 wurden knapp 400 wertvolle Objekte wieder mit der in Göttingen aufbewahrten Sammlung vereint.Weitere Informationen

Grauer Star
Seltener Gendefekt entschlüsselt
pug — Der graue Star, auch Katarakt genannt, ist eine Erkrankung des Auges, bei der es zur Trübung der Linse und Beeinträchtigung des Sehens bis zur Erblindung kommt. Eine seltene Form des grauen Stars ist der Morgagni-Katarakt, bei dem der Linsenkern nach der Verflüssigung der Linsenrinde nach unten absinkt. Dessen Ursache war bisher unbekannt. Wissenschaftler/innen am Tierärztlichen Institut der Universität Göttingen ist es nun in Zusammenarbeit mit Kolleg/innen der Universitätsmedizin Göttingen, des Deutschen Primatenzentrums, der Tierärztlichen Hochschule Hannover sowie des Universitätsklinikums des Saarlands gelungen, diese auch beim Menschen vorkommende besondere Form des grauen Stars molekulargenetisch zu entschlüsseln.Weitere Informationen

Kreativitätswettbewerb
Göttinger Studenten erfolgreich
pug — Ein Fledermauslehrpfad auf Zypern, eine Internetplattform für kurzzeitige Mietverhältnisse und eine Lernreise zu spannenden Schulen: 13 studentische Projekte wurden in der achten Runde des Kreativitätswettbewerbs für Studierende an der Universität Göttingen prämiert. Im vergangenen Wintersemester hatte die Hochschule ihre Studierenden aufgefordert, Vorschläge für originelle Projekte einzureichen, die sie im Team oder allein umsetzen möchten. Insgesamt gingen 37 Projektskizzen ein. Eine Jury wählte die besten Vorschläge aus, die jetzt in einer Feierstunde in der Kleinen Aula am Wilhelmsplatz ausgezeichnet wurden.Weitere Informationen

Häusliche Pflege
Umfrage unter Pflegebetroffenen
pug — Ist die ambulante Pflege durch die jüngsten Pflegereformen bedarfsgerechter geworden? Das wollen Wissenschaftler/innen der Universität ab dem 15. Juni mithilfe einer Umfrage herausfinden. Im Mittelpunkt steht die Frage, was aus Sicht von Pflegebedürftigen und ihren Pflegepersonen für eine bedarfsgerechte pflegerische Versorgung wichtig ist und wie die derzeitige Rechtslage diesen Bedürfnissen gerecht wird. Darüber hinaus wollen die Forscher untersuchen, ob und wie sich die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen in der Stadt und auf dem Land unterscheiden.Weitere Informationen

ERC Consolidator Grant
Forschungsrat fördert
Untersuchung der Sehprozesse
in den Nervenzellen des Auges

umg — Prof. Dr. Tim Gollisch, Leiter der Arbeitsgruppe für Experimentelle Retinaforschung an der Klinik für Augenheilkunde der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), erhält eine hochdotierte Förderung des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC). Ziel des geförderten Forschungsvorhabens ist: Die Verschaltungen der Nervenzellen im Auge und ihre Funktionsweise im Sehprozess sollen besser verstanden werden. Langfristig könnte dieses Wissen helfen, bei krankheitsbedingtem Absterben der Lichtrezeptoren im Auge ein Teil des Sehvermögens durch künstliche Anregung der Nervenzellen wiederherzustellen.Weitere Informationen

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft
Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ausschuss für Personal,
Gleichstellung und Inklusion:
20. November
Sportausschuss: 21. November
Ortsrat Holtensen: 21. November
Ausschuss für Bauen, Planung
<leer>und Grundstücke:
23. November
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft: 23. November
Ortsrat Nikolausberg: 23. November
Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Ratssitzung
CDU: Sicherheits-
und Ordnungskonzept muss her

Zahlreiche Beobachtungen und Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern sowie eigene Beobachtungen und Erzählungen im Verwandten- und Bekanntenkreis haben die Göttinger CDU-Ratsfraktion veranlasst, in der Ratssitzung am 17. November die Erstellung eines Sicherheits- und Ordnungskonzeptes zu beantragen. Dabei soll gemeinsam mit Bürgern, Polizei und Verwaltung nach einer kritischen Bestandsaufnahme ein wirkungsvoller und konsensfähiger Handlungsrahmen erarbeitet werden. →Veranstaltungen.

Ehrung
Verdienstorden für Günther Wieland
Wegen seines ehrenamtlichen Engagements im Rettungsdienst wurde der langjährige Kreisbereitschaftsleiter des DRK in Göttingen, Günther Wieland, am 17. November im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Erster Stadtrat Hans-Peter Suermann hat ihm das Ordenszeichen und die Verleihungsurkunde im Neuen Rathaus überreicht.

Johannisstraße gesperrt
Heute wird die Asphaltschutzschicht auf der Straßenpflasterung in der Johannisstraße entfernt. Sie war aufgebracht worden, als die Johannisstraße während der Baumaßnahme auf der Groner Straße als Umleitungsstrecke diente. In diesem Zusammenhang werden neben abschließenden Pflasterarbeiten auch Einbauten wie Schachtdeckel und Schieberkappen angepasst, die abgebauten Lampen aufgestellt und der Platzbereich Johannisstraße / Papendiek wieder ausgebildet.

Volkstrauertag
Gedenkstunde im Alten Rathaus
pdg — Anlässlich des Volkstrauertages 2017 veranstalten die beiden Göttinger Kreisverbände des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. am Sonntag, 19. November, um 11.15 Uhr eine Gedenkstunde in der Halle des Alten Rathauses. Nach der Begrüßung durch Landrat Bernhard Reuter spricht Dr. Martin Heimbucher, Kirchenpräsident der Evangelisch-Reformierten Kirche. Musikalisch umrahmt wird die Feierstunde von Mitgliedern der Akademischen Orchestervereinigung Göttingen.
Wegen der Gedenkstunde wird die Ausstellung des Kunstvereins Göttingen „NO FUTURE Komplex Foutue“ im Obergeschoss des Alten Rathauses erst um 12.30 Uhr geöffnet.
Im Anschluss an die Gedenkstunde findet gegen 12.20 Uhr die Totenehrung mit Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof des Stadtfriedhofs, Kasseler Landstraße 1, statt. Es besteht die Möglichkeit, gegen 11.55 Uhr mit einem Sonderbus der Göttinger Verkehrsbetriebe von Haltestelle vor der Stadtbibliothek am Markt zum Stadtfriedhof (Haltestelle Stadtfriedhof / Eingang Kasseler Landstraße) zu fahren. Nach der Kranzniederlegung fährt der Bus von der Haltestelle Stadtfriedhof wieder in die Innenstadt zurück.
Weitere Gedenkveranstaltungen in den Ortsteilen:Weitere Informationen

Weende
Ausbau des Radweges „Helleweg“
pdg — Ab Montag, 20. November, beginnt der Ausbau des Radweges „Helleweg“ im nördlichen Abschnitt, der sich von der Springstraße Richtung Süden bis zur „Stumpfe Eiche“ erstreckt. Anschließend geht es um den südlichen Abschnitt von der Kreuzung Robert-Koch-Straße / Otto-Hahn-Straße/ Stumpfe Eiche ca. 60 Meter Richtung Norden durch Ausbau des vorhandenen Fuß-/Radweges. Mit Behinderungen ist zu rechnen. Für den Einbau der Deckschichten muss der nördliche Abschnitt für ca. zwei Tage komplett gesperrt werden. Der südliche Fuß-/Radweg steht während der ganzen Bauzeit bis zum Jahresende nicht zur Verfügung – wenn die Witterung Bauarbeiten zulässt.

Klimaschutz-Tage in Göttingen
Ausdrücklich auch für junge Menschen
pdg — Klimaschutz in seiner ganzen Bandbreite ist das Thema der Klimaschutz-Tage, die die Stadt Göttingen in diesem Jahr bereits zum fünften Mal ausrichtet. Vom 21. November bis zum 1. Dezember zeigt ein großes Netzwerk Göttinger Organisationen, wie ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann. Die Klimaschutz-Tage stehen in enger Verbindung mit dem Netzwerk21Kongress, der am 29. und 30. November in Göttingen stattfindet. In den mehr als 50 Veranstaltungen unterschiedlichsten Formats wird das Thema Klimaschutz mit all seinen Facetten betrachtet. Die Göttingerinnen und Göttinger sind zum Mitmachen eingeladen.Weitere Informationen

Klima-Kultur-Wandel
Öffentlicher Workshop
pdg — Bei einer eintägigen „Werkstatt“-Veranstaltung am Sonnabend, 25. November, möchte das Klimaschutzmanagement der Stadt Göttingen gemeinsam mit interessierten Göttinger Bürgerinnen und Bürgern die Klimaschutz-Ziele der Stadt Göttingen mit Leben füllen und weitere Ideen für einen Klima-Kultur-Wandel sammeln. Der Workshop im Rahmen der 5. Klimaschutz-Tage findet von 9.00 bis 17.30 Uhr im Coworking by pro office in der Düsteren Straße 20 statt. Die Veranstaltung, Verpflegung und Kinderbetreuung werden kostenfrei angeboten.
Anmeldung: www.climateculture-lab.de/login/signup.php
Veranstaltungen.

Lokhallenareal/Groner Tor
Schon wieder weniger Bäume
Der Verbindungsweg zwischen der Lokhalle, der VHS und dem Leine-Uferweg erfreut sich nach Auskunft der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWG) großer Beliebtheit bei Fußgängern und Radfahrern. Nun sollen die seitlich des Weges noch vorhandenen Baumbestände „ausgelichtet“ werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und um die Bereiche übersichtlicher zu gestalten sowie die Flächen besser pflegen zu können. Es handelt sich, wie tröstlich, dabei „ausschließlich um Gehölze, die nicht unter die Baumschutzsatzung fallen“, betnt die GWG.
Zweifellos am sichersten wäre es doch, man würde die Bäume komplett entfernen. Sie stören doch bloß.
Auch ganz in der Nähe im Bereich des Groner Tores werden die beiden Platanen wegen Sturmschäden und aus Gründen der Verkehrssicherheit zurückgeschnitten. In einem Fall ist sogar eine starke Einkürzung der Baumkrone erforderlich.

Landesamt für Statistik
Einkommens- und
Verbrauchsstichprobe (EVS) 2018

„Wo bleibt mein Geld?“ Diese Frage stellen sich viele Menschen – nicht nur am Monatsende. Wer an der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2018 teilnimmt, erhält nicht nur einen Überblick über seine Einnahmen und Ausgaben, sondern zusätzlich eine Geldprämie von mindestens 80 Euro und bis zu 105 Euro für die Teilnahme. Für die ab Januar 2018 stattfindende EVS werden Haushalte aller sozialen Gruppen gesucht.
Die EVS wird von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder alle 5 Jahre durchgeführt. Ziel ist es, die Einkommenssituation, den Lebensstandard und die Verbrauchsverhältnisse der Gesamtbevölkerung abzubilden. Sie ist eine wichtige Informationsgrundlage für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Unter anderem werden die Daten zur Festlegung des Wägungsschemas der Verbraucherpreisstatistik sowie zur Berechnung der Regelsätze in der sozialen Grundsicherung verwendet, z.B. für Hartz-4-Sätze.
Wer Interesse hat, kann sich über ein Online-Formular beim Landesamt für Statistik Niedersachsen anmelden.
→https://www.statistik.niedersachsen.de/evs/
Auch telefonisch unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1013442 oder per E-Mail: EVS(at)statistik.niedersachsen.de

Neuerscheinung
Senioren- und Pflegewegweiser
Pflegewegweiserpdg — Eine neue Auflage der Broschüre Senioren- und Pflegewegweiser des Senioren- und Pflegestützpunktes Niedersachsen der Stadt Göttingen ist jetzt erschienen. Die komplett überarbeitete 7. Auflage veröffentlicht zahlreiche Informationen und Adressen rund um das Thema Älterwerden in Göttingen, die vom städtischen Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen aktualisiert oder neu aufgenommen worden sind. Der Senioren- und Pflegewegweiser richtet sich an ältere Menschen und deren Angehörige, an Pflegebedürftige und Menschen, die von Pflegebedürftigkeit bedroht sind, darüber hinaus auch an alle, die beruflich oder ehrenamtlich mit Seniorinnen und Senioren in Göttingen zu tun haben.Weitere Informationen

Piraten klopfen sich auf die Schulter
Ein Jahr Ratsarbeit
Auf ein Jahr ihrer Meinung nach erfolgreiche Ratsarbeit blicken derzeit die Piraten mit ihrem nicht ernst zu nehmenden Anhängsel Partei zurück, und in der Tat kann man konstatieren, dass diese politische Minigruppe eine bislang erstaunliche Regsamkeit an den Tag gelegt, einiges zum Besseren bewegt und manche zum Nachdenken gebracht hat. Vielfach wurden von ihnen Themen aufgegriffen, die man eigentlich bei den Grünen verorten würde und bei denen die beiden Piraten vielleicht besser aufgehoben wären – oder auch umgekehrt.
Wohlgemerkt: nur die Piraten. Ihre aus der Not heraus geborene Gruppenbildung mit der sich selbst nicht ernst nehmenden sog. Spaß-Partei, um durch diesen Zusammenschluss auch in den Ausschüssen Gehör und politisches Gewicht zu erlangen, schadet leider ihrer Reputation erheblich, müssen sie doch jede noch so absurde Albernheit dieser Fake-Partei mittragen. Da war selbst die Westerwelle-FDP seriöser.
Eine Bilanz der Gruppierung, deren positives Ergebnis insbesondere auch dem Umwelt-Aktivisten und gelernten Zoologen Francisco Welter-Schultes zu verdanken ist, können Sie hier nachlesen:Weitere Informationen

Hausbesetzung
Grüne + SPD: Junge Union fremdenfeindlich
Junge Union kontert
Ein Facebook-Posting der Jungen Union bringt SPD und Grüne auf die Palme. Darin wird unterstellt, die SPD würde sich gegen eine Nutzung des Wohnheims Albrecht-Thaer-Weg für Studierende wenden. Dies sei „eine böse Verdrehung und der Versuch, Studierende gegen Geflüchtete zu instrumentalisieren“, so die Fraktionsvorsitzenden Tom Wedrins (SPD) und Rolf Becker (Grüne). Fakt sei, dass die Hälfte der Wohnplätze für geflüchtete Menschen bereit gehalten werde. Die Argumentation, SPD und Grüne hätten durch die kommende Schließung des IWF die Situation auf dem Wohnungsmarkt verschärft, sei falsch, genau das Gegenteil sei der Fall, heißt es in einer Erklärung der beiden Parteien. Dort werde mehr neuer Wohnraum für Göttingen entstehen.
„Es ist kein sinnvoller Debattenbeitrag, der SPD Doppelmoral vorzuwerfen, sondern unredlich, wenn die Junge Union die Interessen von Studierenden und Geflüchteten gegeneinander ausspielt“, erklärt Rolf Becker.
Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass SPD und Grüne für den Versuch einer Hausbesetzung in der Baurat-Gerber-Straße Verständnis geäußert hatten. „Der Wohnungsmarkt ist heiß umkämpft. Wo ist die Doppelmoral, wenn wir eine Wohnanlage gemeinsam für Studierende und geflüchtete Menschen erschließen und uns gleichzeitig entschieden gegen Leerstand wenden?“, so Tom Wedrins. Beide Parteien wenden sich entschieden gegen jede Form des spekulativen Leerstands. Leerstand wie in der Baurat-Gerber-Straße oder wie am alten Gefängnis am Waageplatz, so der Grüne Thomas Harms, müsse vermieden und sozial geächtet werden.
„Ein wohnraumpolitisches Denken der JU-Göttingen vom Wand bis zur Tapete ist bezeichnend, aber wenig hilfreich.“ Da sich Ton und Argumentation des kritisierten Postings gegen Geflüchtete richte, fordern die Fraktionsvorsitzenden „umgehend“ eine Distanzierung der CDU von ihrer Jugendorganisation.
Der Junge Union Stadtverband Göttingen (JU) weist den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit entschieden zurück. Die Äußerungen der SPD-Ratsfraktion seien haltlos und einer sachlichen Debatte nicht förderlich.Weitere Informationen
Weitere Beiträge siehe auch weiter unten in dieser Spalte.

Baurat-Gerber-Straße
Versuchte Hausbesetzung gescheitert
Mithilfe von durch Handwerker herbeigerufene Polizei wurde am 18. Oktober eine versuchte Hausbesetzung durch ein sognannntes „Bündnis Wohnen“ in der Baurat-Gerber-Straße vereitelt. Das ehemalige Universitätsgebäude stand seit seinem Verkauf an einen Investor im Jahre 2014 leer und wird gerade renoviert. Die gescheiterten Besetzer wollten angesichts der Wohnungsknappheit mehr oder weniger blauäugig eine „Rekommunalisierung des Gebäudes und die Umwandlung in bezahlbaren Wohnraum“ erzwingen.
Während die CDU die Aktion als Hausfriedensbruch verurteilte, äußerten die Grünen Verständnis dafür. Sie wiesen aber zugleich darauf hin, dass „Studierende … dennoch meist früher oder später fündig“ würden. Für Familien jedoch bleibe der Wohnungsmarkt ganzjährig angespannt.

Amtsblatt Nr. 19
Abfallzweckverband Südniedersachsen
pdg — Um die Ankündigung der Verbandsversammlung des Abfallzweckverbandes Südniedersachsen am 19. Oktober geht es in der 19. Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen in diesem Jahr.
Die Veröffentlichung des Auslegungsbeschlusses für den Teilplan A des Bebauungsplans Göttingen-Elliehausen Nr. 10 „Mühlenbreite“ erfolgte in der letzten Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de →Rathaus & OB →Rat & Ortsräte →Amtsblatt zu finden.


Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Führungspositionen
26 Prozent sind Frauen
Frauen sind nach wie vor bei den Führungskräften deutscher Betriebe unterrepräsentiert. Im Jahr 2016 waren 26 Prozent der Führungskräfte der obersten Leitungsebene in der Privatwirtschaft Frauen. Auf der zweiten Führungsebene lag ihr Anteil bei 40 Prozent. Während sich der Anteil auf der ersten Führungsebene seit 2004 mit einem Plus von zwei Prozentpunkten nur wenig verändert hat, stieg er auf der zweiten Führungsebene um sieben Prozentpunkte. Das zeigen Daten des IAB-Betriebspanels, einer repräsentativen Befragung von rund 16.000 Betrieben in Deutschland durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Weitere Informationen

Offene Stellen
1,1 Millionen im dritten Quartal
Im dritten Quartal 2017 gab es bundesweit 1.097.600 offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Das waren 174.400 mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Gegenüber dem zweiten Quartal 2017 blieb die Zahl nahezu konstant (-1.100). Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer repräsentativen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Weitere Informationen

Agentur für Arbeit
Berufsberatungsjahr 2016/2017: Bilanz
Eine Bilanz zum Berufsberatungsjahr 2016/17 hat die Agentur für Arbeit Göttingen jetzt vorgelegt. Darin berichtet sie über Zahl und Verbleib der gemeldeten Ausbildungsplatzbewerber sowie über Zahl und Besetzungsstand der gemeldeten betrieblichen Lehrstellen. Demnach hatten sich vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 2.777 Ausbildungsuchende bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Göttingen oder den Jobcentern der Region gemeldet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank die Zahl derer, die mit Hilfe der Arbeitsagentur oder der Jobcenter eine Lehrstelle suchten, um 63 bzw. 2,2%. Von den gemeldeten Bewerbern hatten bis zum 30. September 115 noch keinen Ausbildungsbetrieb gefunden oder eine Alternative für sich realisiert. Im Vergleich mit dem Wert am Stichtag 2016 sank die Zahl um 49. Eine betriebliche Ausbildung haben von den gemeldeten Bewerbern allerdings nur 1.194 begonnen, 11 weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die ausführliche Bilanz können Sie hier nachlesen:Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Arbeitsmarkt wird weiblicher
Die guten Nachrichten über sinkende Arbeitslosenzahlen sind in Südniedersachsen aufgrund der anhaltend positiven Entwicklung in den letzten Monaten und Jahren schon fast zur Gewohnheit geworden. Dieser Trend hielt auch im Oktober an, denn mit insgesamt 13.551 Menschen waren im zurückliegenden Monat 135 bzw. 1,0% weniger arbeitslos als im September. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl um 375 bzw. 2,7%. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,7% und somit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Insbesondere der saisonal bedingte Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren machte sich hier bemerkbar. Gegenüber dem Vormonat waren 188 junge Menschen weniger arbeitslos gemeldet (11,5%). Hier wirkte sich der Studienbeginn im Oktober aus, da sich viele Schulabgänger bis zum Semesterbeginn arbeitslos gemeldet hatten.Weitere Informationen

IAB-Arbeitsmarktbarometer
Barometer steigt kräftig
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hat im Oktober kräftig zugelegt. Gegenüber dem Vormonat stieg der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) um 0,7 auf 104,8 Punkte. Die Aussichten für ein weiteres Sinken der Arbeitslosigkeit haben sich deutlich verbessert.Weitere Informationen

Deutsche Bahn
Fahrplanwechsel: Viele Anschlüsse fallen weg
Fahrgastverband PRO BAHN enttäuscht
Regelmäßig zum Ende des Jahres ändert die Deutsche Bahn AG ihre Fahrpläne – und auch ihre Preise. Und nahezu ebenso regelmäßig hat der Fahrgastverband PRO BAHN als Interessenvertretung der Reisenden daran etwas auszusetzen. So auch an den Fahrplänen, die zum 10. Dezember in Kraft treten und das Erreichen von Anschlusszügen deutlich verschlechtern. Das trifft vor allem den Mitbewerber Metronon. Zufall?Weitere Informationen

Supermärkte beeinflussen
Gesundheit in Afrika

Forscher untersuchen Einkaufsverhalten
pug — Bei Ernährungsproblemen in Afrika denken die meisten Menschen zunächst an Hunger und Unterernährung. Gleichzeitig wächst in Afrika aber auch der Anteil übergewichtiger Menschen und damit das Risiko für chronische Krankheiten wie Diabetes und Herzkreislaufstörungen. Ursache hierfür sind die sich rasch verändernden Ernährungsgewohnheiten vor allem in städtischen Regionen. Agrarökonomen der Universität Göttingen haben in einer neuen Studie gezeigt, dass der steigende Marktanteil von Supermärkten in Afrika zu Übergewicht und chronischen Krankheiten beiträgt.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Australien
Wald für Koalas wird dezimiert
Die Zahl der Koalas ist innerhalb von 5 Jahren von 100.000 auf 40.000 Tiere eingebrochen. Ihr Lebensraum wird rasend schnell zerstört. Zugleich gehen die Wälder und Savannen verloren, wo Kasuaren – große, flugunfähige Laufvögel – und fast 100 bedrohte Tierarten leben.

Regenwald
<leer>Foto: Erik Veland

Mit Schuld daran sind lasche Gesetze: Für Rodungen ist im Bundesstaat Queensland oft keinerlei Genehmigung nötig. Landbesitzer können einfach zur Motorsäge greifen und müssen lediglich die Behörden informieren. Wirkungsvoller Naturschutz wird fast unmöglich. Am 25. November wird in Queensland gewählt. Wenn wir jetzt internationalen Druck aufbauen, können wir – gemeinsam mit australischen Naturschützern – etwas bewegen. Queensland muss die Abholzungen sofort beenden.

Amazonasgebiet
Die grüne Lunge des Planeten mit akuter Atemnot
Die indigenen Völker des Amazonasgebietes sind bedroht - in Brasilien, Ecuador, Kolumbien Peru und in den Nachbarländern: Ihr Lebensraum, der Regenwald, wird überall zerstört.
Noch ist es nicht zu spät. Bitte unterstützen Sie den Appell der südamerikanischen Ureinwohner an die UNO und die Regierungen Amazonies, die Abholzung und Zerstörung des größten, arten- und wasserreichsten Ökosystems der Erde zu stoppen.
Bitte unterstützen Sie unsere Petitionen: www.regenwald.org

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Bildung - Beruf - Karriere

Orientierung auf dem Weg zum Studium
Kostenloser Workshop der Universität
Die Universität bietet einen kostenlosen Workshop am 18. November an, in dem die Teilnehmenden unter Anleitung ihr Potenzial analysieren und ihre persönlichen Stärken und Schwächen herausarbeiten können. Zudem werden Möglichkeiten vorgestellt, wie durch persönliche Einblicke ins Studium und Vorlesungsbesuche eine fundierte Studienentscheidung unterstützt werden kann. Ergänzend zum Workshop ist auch eine individuelle Beratung möglich.
→www.uni-goettingen.de/Studierwerkstaetten.
Veranstaltungen.

Uni / Studentenwerk
Studienfinanzierungstag
Unter dem Motto „Wovon leben während des Studiums?“ informieren und beraten am 22. November die Abteilung Studium und Lehre der Universität und die Abteilung Studienfinanzierung des Studentenwerks sowie zahlreiche andere Institutionen über verschiedene Finanzierungswege und Fördermöglichkeiten während des Studiums.
Veranstaltungen.

Workshop für Frauen mit Handicap
Einen dreitägigen Bewerbungs-Workshop für Frauen mit Handicap bietet die Agentur für Arbeit Göttingen, gemeinsam mit dem Reha-Fachdienst der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Göttingen e.V., in der Zeit vom 29.11. bis 1.12. an.
In dem Workshop werden zahlreiche Themen aufgegriffen. Natürlich wird die klassische Bewerbung behandelt, aber auch das Vorstellungsgespräch, das den Bewerbungsprozess in der Regel abschließt, kommt in der Veranstaltung nicht zu kurz. Es werden spezielle Fördermöglichkeiten für Menschen mit Handicap erläutert. In Gruppenarbeiten erhalten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, Stärken zu entdecken und typische Bewerbungssituationen kennenzulernen. Eine Einführung in das Informations- und Dienstleistungsangebot des Berufsinformationszentrums BIZ ist ebenfalls Bestandteil des Workshops. Ein weiterer Programmpunkt ist die Vorstellung des Integrationsamtes. Christian Brune, Mitarbeiter des Integrationsamtes Hildesheim, informiert über rechtliche Aspekte, die für Schwerbehinderte im Bewerbungsverfahren und im Arbeitsverhältnis relevant werden können.
Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgrund begrenzter Teilnehmerplätze ist jedoch eine vorherige Anmeldung erforderlich: telefonisch unter 520 223 oder per E-Mail an goettingen.bca@arbeitsagentur.de. Teilnehmen können alle Frauen mit gesundheitlichen Einschränkungen, auch wenn noch kein Grad der Behinderung beantragt wurde.

Physik im Advent
24 Experimente bis Weihnachten
Unter dem Motto „noch 24 Experimente bis Weihnachten“ bieten die Universität Göttingen und die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) auch in diesem Jahr wieder 24 unterhaltsame Physik-Experimente zum Nachmachen an. Viele Preise sind zu gewinnen. Physik im Advent (PiA) ist für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn konzipiert. Auch Eltern, Lehrkräfte, Studierende oder an physikalischen Phänomen interessierte Erwachsene sind eingeladen, mitzumachen.
Physik im AdventWer teilnehmen will, kann sich ab sofort unter www.physik-im-advent.de registrieren. Die Anmeldung ist kostenlos. PiA startet am 1. Dezember.Weitere Informationen

boat people projekt
Lehrer/innenfortbildung Darstellendes Spiel
Unter Federführung der Kulturpädagogin und Dramaturgin Nicola Bongard bietet das boat people projekt ein neues Programm in Göttingen an: Eine vom NLQ zertifizierte Lehrer/innenfortbildung für das Fach Darstellendes Spiel im Sek I und Sek II-Bereich aller weiterführenden Schulen. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von Fähigkeiten, durch welche die Kompetenzen im Umgang mit Migrant/innen im Klassenzimmer gestärkt werden.Weitere Informationen

Ausbildungsabsolventen
Zwei Drittel werden direkt übernommen
Für die meisten Ausbildungsabsolventen verläuft der Berufseinstieg reibungslos, geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Rund zwei Drittel der Ausbildungsabsolventen werden direkt vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Vier Fünfteln der Ausbildungsabsolventen gelingt der Berufseinstieg nach dem Ausbildungsende, ohne arbeitslos zu werden.Weitere Informationen

Altenpflege
IAB: Geförderte Weiterbildung lohnt sich
Die Teilnahme an einer geförderten Weiterbildung im Bereich der Altenpflege lohnt sich. Sowohl Umschulungen als auch kürzere Weiterbildungen verbessern die Arbeitsmarktchancen Arbeitsloser deutlich. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.Weitere Informationen

Jugend testet
Wettbewerb startet
Erledigt Siri Aufträge besser als Alexa oder Cortana? Sind Marken-Chips knuspriger als No-Name-Produkte? Welche App übersetzt fehlerfrei ins Englische? Fragen wie diese können Jugendliche beim Wettbewerb „Jugend testet“ untersuchen. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 12.000 Euro und Reisen nach Berlin.
Anmeldungen ab sofort unter →www.jugend-testet.de

Weiterbildungen
Zehn Prozent aller Weiterbildungen in der
Informations- und Kommunikationstechnologie

Zehn Prozent aller Weiterbildungskurse in Deutschland entfallen auf den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die auf einer repräsentativen Befragung von mehr als 10.000 Erwachsenen im Rahmen des Nationalen Bildungspanels (NEPS) beruht.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• iPhone X / Google Pixel 2
• Gelenkmittel
• Autokindersitze
• Überwachungskameras

Neue Bücher für Verbraucher
Bauherren-Handbuch Finanzierung
Babys für Einsteiger: 365 Tipps fürs erste Jahr
Finanzplaner junge Familien
Warentest-Ampel für 9.000 Arzneimittel
Aroma Gemüse
Warenkunde Wein

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de beanstandet die Verbraucherzentrale aktuell folgende Produkte wegen irreführender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
<leer>• pcd Erdnusspaste
<leer>• Ferrero Kinder Maxi King
<leer>• Biscoteria Kuchen
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen

Basiskonto
Von 0 bis über 300 Euro Kosten im Jahr
Das Basiskonto – ein Girokonto für jedermann – ist bei vielen Banken zu teuer. Es kostet bis über 300 Euro im Jahr, wie eine Untersuchung der Zeitschrift Finanztest belegt. Die Tester vermuten daher einen „Abwehrpreis“, mit dem sich manche Banken weniger zahlungskräftige Kunden vom Hals halten wollen. Nur bei zwei von 108 Banken ist das Basiskonto für den Modellkunden von Finanztest in der Filiale kostenlos. Bei der Bremischen Volksbank kostet dieses Konto am meisten: 328,30 Euro im Jahr.Weitere Informationen

Sicher im Netz einkaufen
Wie man sich vor Cyberganoven schützt
Das Internet ist ein Shopping-Paradies, aber auch ein gigantischer Tummelplatz für Betrüger. Welche Betrugsmaschen es gibt, worauf Kunden beim virtuellen Einkaufsbummel achten müssen und welche Zahlungsmittel bequem und sicher sind, erklärt die Zeitschrift Finanztest in ihrer aktuellen Ausgabe. Außerdem beschreibt sie auch, was man tun kann, wenn man Opfer von Internetabzocke geworden ist. →www.test.de/onlineshopping

Falsche Energieberater
Dubiose Vermittler
kassieren 30.000 Euro für neue Heizung

Haustürgeschäfte, etwa untergeschobene Energielieferverträge, sind seit Jahren ein Problem. Jetzt versucht ein Energievermittler sogar, ganze Heizungsanlagen an der Haustür oder bei Verkaufsveranstaltungen zu veräußern. Die angeblichen Berater verlangen für ihre Leistungen bis zu 30.000 Euro. Meist überblicken die Verbraucher gar nicht, was sie unterschreiben – der finanzielle Schaden ist immens. Der Marktwächter Energie für Niedersachsen warnt davor, Verträge ungeprüft abzuschließen.Weitere Informationen

Vegetarisch-vegane Ersatzprodukte
Marktcheck zeigt Mängel auf
Getreidebratling, Lupinen-Bratwurst oder Soja-Eis – vegetarische und vegane Ersatzprodukte haben die Regale deutscher Supermärkte erobert. Das Angebot nimmt stetig zu, die Ersatzbasis der Produkte wird immer vielfältiger. Doch wie sind Kennzeichnung und Gesundheitswert einzuordnen? Das hat ein bundesweiter Marktcheck der Verbraucherzentralen untersucht. Insgesamt wurden 50 Fleisch- und 51 Wurstersatzprodukte sowie 26 Alternativen für Milchprodukte unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die Kennzeichnung ist oft mangelhaft. Auch der von vielen Verbrauchern erwartete höhere Gesundheitswert im Vergleich zum tierischen Original wird längst nicht von allen Produkten erfüllt.Weitere Informationen

Sicherer Einbruchschutz
Oft nur Schrott auf dem Markt
In einem umfangreichen Test hat sich die Stiftung Warentest Vorrichtungen zum Schutz gegen Einbruch und Diebstahl vorgenommen: Türschlösser, Tresore, Alarmanlagen. Die Ergebnisse sind ernüchternd.Weitere Informationen

Versandapotheken
7 von 18 sind mangelhaft
7 von 18 Versandapotheken wurden bei einem Test der Stiftung Warentest als mangelhaft bewertet, zwei weitere ausreichend. Selbst die besten Arzneiversender schneiden nur befriedigend ab. Schwach ist vor allem die fachliche Beratung. Viele Versender wiesen nicht ausreichend auf mögliche Wechselwirkungen bei den bestellten Medikamenten hin und hinterfragten zu wenig, ob gewünschte rezeptfreie Mittel für Patienten geeignet sind. Das ist notwendig, um Arzneimittelrisiken zu vermeiden und auch für Versandapotheken Pflicht.Weitere Informationen


Gesellschaft

Über 38.000 suchten Rat zu Vergiftungen
Giftinformationszentrum-Nord
legt Jahresbericht 2016 vor

umg — Insgesamt 38.623 Anfragen zu Vergiftungen haben die ärztlichen Beraterinnen und Berater des GIZ-Nord im Jahr 2016 beantwortet. Der 24-Stunden-Service wurde zu 59 Prozent von Bürgerinnen und Bürgern und 41 Prozent von medizinischem Fachpersonal genutzt. „Die Zahl der Anfragen von über 38.000 zeigt, wie notwendig eine fachliche Beratung und der Notfallservice sind. Die Resonanz belegt zudem, wie gut das GIZ in der Bevölkerung und bei den Ärztinnen und Ärzten bekannt und akzeptiert ist", sagen Dr. Martin Ebbecke und Prof. Dr. Andreas Schaper, die seit dem Jahr 2015 das GIZ-Nord leiten.Weitere Informationen


Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

„Enkeltrick“ in Rosdorf – Ersparnisse futsch
jk — Ein unbekannter „Enkeltrick“-Betrüger und seine Komplizin haben am Donnerstagvormittag (16.11.) in Rosdorf eine Seniorin um mehrere tausend Euro betrogen.

Werkzeug und Elektronikgeräte gestohlen
jan — Unbekannte Einbrecher sind jeweils in Mehrfamilienhäuser im Stargarder Weg und im Brauweg eingedrungen und haben insgesamt sechs Kellerräume aufgebrochen.

Einbruch in Gaststätte
jan — In der Nacht zu Dienstag (14.11.) sind unbekannte Täter in eine Gaststätte in der Groner-Tor-Straße eingebrochen.

Psycho demoliert Scheiben
jk — Ein mutmaßlich psychisch kranker Mann aus Göttingen hat nach derzeitigen Erkenntnissen am späten Samstagabend (11.11.) in Göttingen zahlreiche Fensterscheiben zerkratzt oder mit Steinen eingeworfen.

Erstaunlicher Erfolg: Gestohlenes Rad
nach Monaten in Heilbronn wiedergefunden

jk — Ein Anfang des Jahres in der Elbinger Straße in Göttingen gestohlenes Mountainbike ist nach neun Monaten jetzt in Heilbronn in Baden-Württemberg wieder aufgetaucht.

Nikolausberg: Pkw geklaut
jan — Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Donnerstag (09.11.) in Nikolausberg einen schwarzen VW Touran gestohlen.

<leer>

Tierhaltung
Katzenplage soll eingedämmt werden
Nunmehr neuer Anlauf aller Ratsfraktionen

Ein im Jahr 2010 vergeblicher Vorstoß der CDU-Ratsfraktion, der Katzenplage in Göttingen Herr zu werden, scheint nun offenbar zum Erfolg zu führen. Alle im Rat vertetenen Parteien und Gruppierungen sind sich mittlerweile darin einig, dass auch Katzenhalter/innen Verantwortung für Ihre Tiere übernehmen müssen.

Katze
Freie Wildbahn: freilaufende KatzeFoto: Red Ed

Nach dem Vorbild anderer Städte – allein achtzig in Niedersachsen – soll nunmehr klar festgelegt werden, dass Besitzer ihre Katzen vor dem „Freigang“ sowohl kastrieren wie mit einem Chip versehen lassen müssen. Als Katzenhalter gilt auch derjenige, der freilaufende Katzen regelmäßig füttert. Durch eine solche Verordnung erhoffen sich die CDU-Initiatoren und mit ihnen die übrigen Ratsvertreter u.a. für die Tierschutzvereine bessere Möglichkeiten zur Finanzierung der Kastration von Fundtieren. Zudem sei eine solche Verordnung ein „wichtiger Beitrag zur Vermeidung von teilweise erheblichen Verletzungen, von Unterernährung, Verwahrlosung und damit insgesamt zum Tierwohl“.

Finanziell stoßen Tierheime und Tierschutzvereine schon lange an ihre Grenzen. In dem parteiübergreifenden Antrag wird dargelegt, dass die Kastration einer Katze bzw. eines Katers Kosten von etwa 100,00 Euro verursacht. „Bei Vorliegen einer Kastrationsverordnung können Tierheime oder Tierschutzvereine beim Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine Mittel für die Kastration und Kennzeichnung untergebrachter Katzen beantragen. Auch die Änderung der Gebührenordnung für Tierärzte trägt dazu bei, die Kostenlage der Tierheime nicht weiter zu verschärfen und das unkontrollierte Anwachsen der Katzenpopulation durch Kastration zu verhindern, denn Tierärzte können nun mit Tierschutzvereinen vergünstigte Sätze für die Kastration von frei lebenden Straßenkatzen vereinbaren“ heißt es weiter. Wenn dann durch die Verordnung auch Katzenbesitzer stärker in die Pflicht genommen werden, ihre Freigänger-Katzen kastrieren zu lassen, lasse sich die Population und damit das Elend endlich dauerhaft verkleinern.

Katze
 
Auf Beutezug: freilaufende Katze

Einen ähnlichen Antrag hatten die Christdemokraten schon einmal im Frühjahr 2010 eingebracht, damals auch unter Verweis auf die „Dezimierung freilebender und bestandsbedrohter Tierarten“. Die Diskussion darüber zog sich unter heftiger Beteiligung vermeintlicher Tierfreunde über ein Jahr hin. Auch die Grünen im Rat verwässerten das ursprüngliche Anliegen durch einen Änderungsantrag, indem an alle Göttinger Katzenbesitzer auf lediglich freiwilliger Basis appelliert werden sollte. Im Übrigen hoffe man auf Rahmenbedingungen vom Bund. Und: Eine andere Möglichkeit wäre eine kommunale Katzensteuer, „das wollen wir aber derzeit nicht weiterdenken“ (Marie Kollenrott).

Schade eigentlich. Sie wird jedem Hunde- oder Pferdebesitzer auch abverlangt – Tierhaltern, deren Tiere sich sehr viel besser kontrollieren lassen. Damals blieb es lediglich bei einer Empfehlung an „alle Katzenbesitzer, deren Katzen frei herumlaufen, … ihre Katzen kastrieren zu lassen, denn „die Stadt Göttingen erlässt derzeit keine Verordnung zur Kastration von Katzen“ (Ratsbeschluss vom 25.02. 2011). Eine von der Stadt erlassene Verordnung sei „nicht nur mit erheblichen Kosten, sondern auch mit hohem Verwaltungsaufwand verbunden. Würde gegen die Verordnung verstoßen, müssten Sanktionen ergriffen werden. Kontrollen, ob die Verordnung eingehalten wird, können mit dem derzeitigen Personal des Stadtordnungsdienstes nicht gewährleistet werden“.

Was sich daran inzwischen zum Positiven verändert hat, darauf darf man gespannt sein. Die Personalsituation jedenfalls nicht.
Diskussion am 17. November im Rat.

 

Projektstart
Klimaschutz im Zentrum
Bewerber/innen für klimaschutzrelevante Vorhaben gesucht

pdg — Am Mittwoch, 18. Oktober 2017, startete das vom Klimaschutzmanagement der Stadt Göttingen im Rahmen verschiedener Partnerschaften entwickelte Projekt „Klimaschutz im Zentrum“. Ziel des Vorhabens ist, Klimaschutz in der Göttinger Innenstadt sicht- und erlebbar zu machen.

Für fünf unterschiedliche Themenbereiche werden ab sofort Bewerber/innen gesucht, die eigene klimaschutzrelevante Vorhaben innerhalb des Göttinger Stadtwalls umsetzen wollen. Die Stadt und ihre Partner/innen wählen aus den Bewerbungen verschiedene Projekte aus, unterstützen sie intensiv und beraten fachkundig. Angesprochen sind beispielsweise Personen mit Hauseigentum, die Interesse an einer energetischen Sanierung haben, sowie der Einzelhandel und gastronomische Betriebe, die ihre Unternehmen klimabewussten gestalten möchten.

Göttingen will bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden und alle Treibhausgasemissionen auf null reduzieren. Damit dieses ambitionierte Vorhaben erreicht werden kann, haben die Stadt Göttingen, die Georg-August-Universität Göttingen und die Stadtwerke Göttingen AG 2014 gemeinsam mit vielen weiteren Akteurinnen und Akteuren eine Klimaschutzstrategie erarbeitet – den Masterplan 100% Klimaschutz. Dieser zeigt, wie der Weg dorthin aussehen kann.
→ www.klimaschutz.goettingen.de/service
 

Auch private oder gemeinschaftliche Initiativen – zum Beispiel zur Schaffung urbaner Gärten oder begrünter Fassaden oder zur Entwicklung von Ansätzen einer klimafreundlichen Mobilität – sind gefragt. Im Einzelnen umfasst die Unterstützung für eine begrenzte Teilnehmerzahl im Zeitraum bis Herbst 2018 fachkundige Beratungen von der Planung bis zur Umsetzung sowie finanzielle Unterstützung. Außerdem werden bereits abgeschlossene Projekte gesucht, nach deren Vorbild Anreize zur Nachahmung geschaffen werden können.

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung der Klimaschutz-Tage 2017, die unter anderem mit einem Vortrag des international anerkannten Meteorologen und Klimaforschers Prof. Dr. Mojib Latif, am Dienstag, 21. November, um 17.30 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses stattfindet, wird das Projekt ab ca. 19.00 Uhr vorgestellt.
Eine ausführliche Broschüre zum Projekt „Klimaschutz im Zentrum“ liegt im gesamten Stadtgebiet aus. Alle Informationen finden sich auch unter www.klimaschutz.goettingen.de/zentrum

 

Bauverwaltung
CDU will zusätzliche Stellen
Personalknappheit wegen Arbeitsverdichtung durch Tariferhöhungen

Nach Einschätzung der Christdemokraten häufen sich Klagen von Bauherren, Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Wohnungsbau, aber vor allem für gewerbliche Investitionen dauerten zu lange. Nachdem im Planungsbereich einige zusätzliche Stellen besetzt werden konnten, beantragt nun die CDU-Ratsfraktion, auch im Fachdienst Bauordnung zwei zusätzliche Sachbearbeiterstellen zu schaffen und zu besetzen. Dafür sollen im Nachtragshaushalt für das Jahr 2018 die Planstellen verankert werden.

„Die Stadt Göttingen kann es sich schlicht nicht leisten, durch Verzögerungen bei der Bearbeitung von Genehmigungsverfahren Investoren zu verprellen – schließlich erwarten und benötigen wir hier in den nächsten Jahren Milliardeninvestitionen. Die umfangreichen Genehmigungen für den Neubau des Universitätsklinikums werden zudem weitere personelle Ressourcen erfordern“, erklärt Hans Otto Arnold (CDU), Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses. „Im Sozialbereich gab es beim Anschwellen des Flüchtlingsstromes eindeutige Vorgaben: Für eine bestimmte Fallzahl ein zusätzlicher Sachbearbeiter. Im Bau- und Planungsbereich gibt es solche Standards nicht – aber wenn alle so dringend mehr Wohnungen und Investitionen in Göttingen wünschen, dann müssen Politik und Verwaltung auch die personellen Voraussetzungen für eine zügige Abwicklung schaffen.“

Für die Jahre 2017 und 2018 war ein Doppelhaushalt verabschiedet worden. Auf zwei Jahre lassen sich aber nicht alle notwendigen Veränderungen voraussehen und planen. Deshalb wird der Oberbürgermeister in der Novembersitzung des Rates für das kommende Jahr einen sogenannten Nachtragshaushalt einbringen. Damit ergibt sich auch die Möglichkeit, den Stellenplan an aktuelle Bedürfnisse anzupassen. „Nachdem sich alle Kräfte im Rat so für den Wohnungsbau stark gemacht haben, bin ich mir ziemlich sicher, dass unser Antrag eine Mehrheit finden wird“, glaubt Olaf Feuerstein (CDU), Mitglied im Bauausschuss.

Feuerstein: „Wir haben in Göttingen in den letzten fünf Jahren 5.000 zusätzliche, vollwertige Beschäftigungsverhältnisse dazugewinnen können – aber der Wohnungsbau hat nicht mitgehalten. Wenn alle, die hier zusätzlich Arbeit gefunden haben, auch ins Stadtgebiet hätten zuziehen können, dann würden wir heute ohne Zweifel auch unter die neue Gattung der sogenannten „Schwarmstädte“ in Deutschland fallen. Unter diesem Begriff gibt es eine Liste von dreißig, überwiegend Universitätsstädten, die sich in den letzten Jahren durch besonders starken Zuzug ausgezeichnet haben. Aber in drei bis fünf Jahren werden wir auch dazu gezählt werden, wenn wir es geschafft haben werden, die vielen angeschobenen Planungen zu realisieren.“

Die anhaltende Personalknappheit in der Verwaltung wird sich voraussichtlich noch verschärfen – durch die regelmäßigen Lohnforderungen der gewerkschaftlich Organisierten im Öffentlichen Dienst nämlich, die regelmäßig auf hohem Niveau klagen und seit der letzten Tariferhöhung schon jetzt zur zeitweiligen Schließung ganzer Fachbereiche im Neuen Rathaus führt. Vielleicht sollten die Kolleg/inn/en weniger auf die Möglichkeit eines zweiten Urlaubs schielen als auf die damit einhergehende Arbeitsverdichtung.

 

Verbraucherschutz
60 Jahre Verbraucherzentrale Niedersachsen
Beratung demnächst sogar per Videochat von zu Hause aus

Am 30. September 1957 nahm die erste Beratungsstelle zum Schutz der Verbraucher in Hannover ihre Arbeit auf. Rund 30 Millionen Menschen haben seitdem die Angebote der Verbraucherzentrale Niedersachsen genutzt. In den ersten Jahren ging es darum, Hausfrauen beim Einrichten, Einkaufen und sparsamen Wirtschaften zu unterstützen. Heute ist das Angebot wesentlich vielfältiger und spricht alle Verbraucher an. Fragen zum Verbraucherrecht, zu Telekommunikation und Internet, Altersvorsorge und Versicherungen stehen jetzt im Vordergrund. Eines ist seit 1957 jedoch unverändert: die Unabhängigkeit der Beratung.

VZN-Statistik
Die im Jahr 2016 am häufigsten nachgefragten Beratungsangbote im Regionalzentrum GöttingenGrafik: VZN

„Seitdem ist viel passiert, die Themen haben sich verändert, unsere Angebote wurden professionalisiert und mit den Verbrauchern weiterentwickelt“, blickt Petra Kristandt, Geschäftsführerin in Hannover, auf eine erfolgreiche Zeit zurück. „Wie eine Waschmaschine funktioniert, ist heute selbstverständlich. Dafür nehmen die Probleme im Bereich Telekommunikation und Internet seit Jahren zu. Der Abschluss von Verträgen aller Art, Versicherungen und Altersvorsorgeprodukten wird immer intransparenter und komplizierter“, so Kristandt. Hier sei unabhängiger Rat gefragt, den die Verbraucherzentrale Dank öffentlicher Finanzierung biete.

Denn inzwischen schätzt auch die Politik den enorm hohen Stellenwert dieser Organisation im Bewusstsein der Bevölkerung wieder richtig ein, nachdem die Verbraucherzentrale in früheren Jahren unter einer schwarz-gelben Landesregierung mit erheblichen Mittelkürzungen und in deren Folge mit der Schließung von Geschäftsstellen zu kämpfen hatte – zum Nachteil der Verbraucher.

Die Stiftung Warentest hat aktuell eine Reihe von für Verbraucher interessante Neuerscheinungen herausgebracht, u.a. zur Hausfinanzierung, für junge Familien und eine Warentest-Ampel für 9.000 Arzneimittel.Weitere Informationen

Um den Service weiter zu verbessern, stehen im Jubiläumsjahr einige Neuerungen an. So soll der Zugang zu den Beratungsangeboten auf der Website erleichtert und deren Nutzung auch mit Smartphones und Tablets möglich werden. Zudem wird Ende November der Startschuss für die Videoberatung fallen: Verbraucher können sich dann per Videochat von zu Hause beraten lassen. Inhaltliche Schwerpunkte sieht Kristandt zukünftig bei den Themen Altersvorsorge und Digitalisierung: „Um möglichst viele Menschen im Alter ausreichend abzusichern, ist mehr Transparenz nötig. Außerdem brauchen wir die Einführung eines Non-Profit-Vorsorgeprodukts – mit einer Kapitalverwaltung ohne Anbieter-Gewinninteressen.“ Eine wichtige Aufgabe sei zudem, verbraucherorientierte Regulierungen bei der Digitalisierung durchzusetzen, um Verbraucher weder zu überfordern oder zu diskriminieren noch gegenüber Anbietern zu benachteiligen.
Gö-Polis berichtet unter Wirtschaft auf Seite 3 regelmäßig über Verbraucherschutzthemen.

 

Museumskonzept
Forum Wissen: Konzept vorgestellt
Verbund von Forschung und Lehre, Ausstellung und Dialog

pug —Wie entsteht Wissen? Wie wird es geschaffen, verbreitet und „erhärtet“? Welche – historisch stets wandelbaren – Rahmenbedingungen spielen dabei eine Rolle? Und welche gesellschaftliche Funktion und Bedeutung kommt der Wissenschaft zu? Diese und ähnliche Fragen will die Universität Göttingen im geplanten Forum Wissen im Gebäude der ehemaligen Zoologie mit der Öffentlichkeit diskutieren. Der Zugang zu diesem Kosmos an Themen soll in einem Parcours durch verschiedene „Räume des Wissens“ erfolgen. Das Konzept wurde jetzt der Öffentlichkeit präsentiert.

Forum Wissen
 
Ausstellungsmacher und Förderer in der ZoologieFoto: Jan Vetter

Das Konzept „Räume des Wissens“ bildet die Basisausstellung des neuen Göttinger Wissensmuseums, das Ende 2019 an der Berliner Straße 28 eröffnet werden soll. Für diese Ausstellung und die anderen Komponenten des Forum Wissen wird das Zoologische Institut im kommenden Jahr umgestaltet. Schon jetzt beginnt unter der Leitung eines Erfurter Architekturbüros der Rückbau des Hauses, um den originalen Zustand von 1877 annähernd wiederherzustellen. Damals beherbergte der Bau das Naturhistorische Museum der Universität.

„An diese akademische Tradition knüpfen wir an und schaffen zugleich etwas ganz Neues“, so Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin der Zentralen Kustodie. Das Forum Wissen verbindet Forschung und Lehre, Ausstellung und Dialog. Mit der Ausarbeitung des bereits vorliegenden Grobkonzeptes für das Forum Wissen hat die Universität eine Berliner Agentur beauftragt. Es wird ergänzt durch die interne Expertise aus der Zentralen Kustodie. Möglich geworden ist dieser entscheidende Schritt durch viele Förderer des Forum Wissen. „Ich danke allen, die unser Projekt unterstützen. Wir schaffen ein offenes Haus, das alle einlädt, Wissenschaft zu erleben“, betont Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel.

„Unser Anspruch ist es, die vielfältigen Sammlungen der Universität Göttingen zum Strahlen zu bringen und wichtige Diskussionen anzustoßen – über die Grundlagen und die gesellschaftliche Rolle von Wissenschaft, in der Vergangenheit, vor allem aber auch in der Gegenwart und Zukunft“, hat sich Ausstellungsmacher Joachim Baur, der gemeinsam mit Charlene Lynch und Mira Frye von der Agentur „Die Exponauten“ die Basisausstellung kuratiert, vorgenommen. „Eine solche Auseinandersetzung scheint mir heute wichtiger denn je. Die verschiedenen Wissens-Räume, die unser Konzept vorsieht, werden wir dabei so anlegen, dass für möglichst alle etwas dabei ist – für Klein und Groß, Experten und das breite Publikum.“ Viele namhafte, darunter auch regionale Unternehmen, Privatspender und Stiftungen sehen im Forum Wissen einen Publikumsmagneten und unterstützen das Projekt mit rund 1,5 Millionen Euro.

 

Urban Mining
Rohstoffquellen direkt vor der Haustür
Runder Tisch gegen Meeresmüll

Bauschutt
Bauschutt oder geschreddertes Glas wird bereits heute, teilweise testweise, im Straßenbau verwandtFoto: 4028mdk09

Deutschland ist Großverbraucher von Rohstoffen, wird dabei aber gern als „rohstoffarm“ bezeichnet. Tatsächlich ist das Land bei Erzen und vielen wichtigen Industriemineralien nahezu vollständig auf Importe angewiesen. Hohe Preisschwankungen, fragwürdige Umwelt- und Sozialstandards sowie teilweise menschenunwürdige Abbaubedingungen sind die Kehrseiten unseres Konsums und Ressourcenhungers. Dabei sind wir umgeben von über 50 Milliarden Tonnen an wertvollen Materialien. Warum also nicht die riesigen Rohstoffquellen erschließen, die wir uns selbst geschaffen haben?

Urban Mining bezeichnet die gezielte Rohstoffgewinnung im städtischen und kommunalen Raum. Dazu hat das Umweltbundesamt eine neuen Broschüre herausgegeben, mit der es Impulse zur Ressourcenschonung geben will.

Nach wie vor fördert Deutschland große Mengen an Baustoffen aus Steinbrüchen und Kiesgruben. Allerdings ist das Land dicht besiedelt, und die Bereitschaft in der Bevölkerung, die negativen Umweltauswirkungen des Bergbaus sowie von Abgrabungen hinzunehmen, ist in den vergangenen Jahrzehnten spürbar zurückgegangen. In Zukunft sind kreative Ansätze gefragt, wie Deutschland mit den zu erwartenden Rohstoffengpässen und teuren Importen umgehen soll. Urban Mining wird Teil einer solchen nationalen Strategie.

Ein großes Potenzial an Rohstoffen steckt nämlich in unseren Städten, in ungenutzten Bauwerken, Anlagen und Konsumprodukten. Insgesamt jedoch wird dieses Rohstoffpotenzial von der Gesellschaft noch kaum als solches begriffen. Das Umweltbundesamt setzt sich für eine langfristig intensivere Nutzung dieser Rohstoffreserven ein und möchte attraktivere Rahmenbedingungen schaffen.Weitere Informationen

Runder Tisch gegen Meeresmüll geht in die zweite Runde
Die Einträge von menschlichen Abfällen in die Meere stellen hier ein beständiges Problem dar, welches die gesamte Meeresumwelt in einem nicht akzeptablen Ausmaß beeinträchtigt. Dabei dominieren Kunststoffe deutlich die Funde. Das Problem ist aber nicht auf die Nord- oder Ostsee beschränkt: Weltweit wird die Verschmutzung der Meere durch Müll als eines der wichtigsten globalen Umweltprobleme unserer Zeit angesehen.

Basstölpel
 
Von einem Plstiknetz strangulierter Basstölpel neben brütendem VogelFoto: Engelberger

Auf Initiative von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel und der Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, wurde im März letzten Jahres ein Runder Tisch gegen Meeresmüll eingerichtet. Er soll Maßnahmen gegen die weitere Belastung der Meere entwickeln und für deren Umsetzung sowie ein breites gesellschaftliches Problembewusstsein sorgen.

Der Runde Tisch orientiert sich einerseits an den Vorgaben der europäischen Meeres­strategie-Rahmen­richtlinie, deren Ziel Meere ohne Belastungen durch Abfälle sind. Andererseits entwickeln die Beteiligten zahlreiche weitere Handlungsoptionen gegen Meeresmüll. Die Ergebnisse verschiedener Meeres-Monitoringprojekte verdeutlichen das Ausmaß des Problems: So finden sich auf 100 Meter Nordseestrand knapp 400 Müllteile und auf 100 Meter Ostseestrand 70 Müllteile. 70 Prozent und mehr davon sind Kunststoffe. Am Meeresboden der südlichen Nordsee liegen im Schnitt elf Kilogramm Müll pro Quadratkilometer, der Großteil auch dort Kunststoffe. Zudem hatten fast alle toten Eissturmvögel an deutschen Nordseestränden Kunststoffe im Magen.

Die eingerichteten Arbeitsgruppen des Runden Tisches haben jetzt einenZwischenbericht vorgelegt. Der Bericht enthält eine Erhebung der Eintragswege von Kunststoffabfällen und Mikroplastik in die Meere sowie Vorschläge, wie das Thema Meeresmüll in den Lehrplänen an Schulen besser verankert werden kann.Weitere Informationen

 

Klimaschutz-Bericht Göttingen
Weiterhin hohe Anstrengungen erforderlich
Treibhausgas-Emissionen von 7,08 t jährlich pro Einwohner

pdg — Der Klimaschutz-Bericht 2015/16 zeigt, dass in Göttingen bereits zahlreiche Aktivitäten im Klimaschutz umgesetzt wurden, derzeit umgesetzt werden oder geplant sind. Sie haben bereits erste positive Effekte hinsichtlich der Entwicklung des Energieverbrauchs und der Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen. Dennoch können die gesetzten Klimaschutzziele mittel- und langfristig nur erreicht werden, wenn weiterhin hohe Anstrengungen unternommen werden, heißt es in einer Erklärung der Stadt Göttingen. Welche das sein werden, hat sie jetzt ein weiteres Mal ausführlich dargelegt.

Die Stadt Göttingen hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2050 klimaneutral zu werden und gehört damit zu den bundesweiten Vorreitern in Sachen Klimaschutz. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die Treibhausgasemissionen, also der Ausstoß klimaschädlicher Gase, fast vollständig auf Null und der Energiebedarf mindestens um die Hälfte reduziert werden. Der verbleibende Energiebedarf soll ausschließlich aus erneuerbaren Energien aus Stadt und Region Göttingen erzeugt werden. Im Masterplan 100% Klimaschutz wurden dazu Strategien festgeschrieben und mit Meilensteinen Zwischenschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität gesetzt. Im Klimaschutz-Bericht, den die Stadt Göttingen aktuell für die Jahre 2015/2016 erstellt, werden die seit 2014 verfolgten Ziele überprüft.

Der Bericht bilanziert, wie viel Energie in Göttingen 2015/2016 verbraucht wurde und wie viel erneuerbare Energien in Stadt und Region erzeugt wurden. Daraus lässt sich die ausgestoßene Menge klimaschädlicher (sog. Treibhaus-)Gase ableiten. Der gesamte Energieverbrauch liegt im Jahr 2015 bei 2.148 GWh (davon 640 GWh Strom und 1.508 GWh Wärme), die daraus resultierenden Treibhausgas-Emissionen liegen bei rund 940.000 t jährlich. Dies entspricht einem Pro-Kopf-Ausstoß von 7,08 t je Einwohner. Verschiedene Meilensteine und Indikatoren im Masterplan 100% Klimaschutz ermöglichen den Vergleich des aktuellen Zustands in Göttingen mit den gesetzten Zielen.Weitere Informationen

 

Diesel-Skandal
Software-Updates reichen nicht aus für saubere Luft
Hendricks: Hersteller auch für Hardware-Nachrüstungen verantwortlich

Rechtzeitig vor der Wahl weitet sich der deutsche Diesel-Skandal immer mehr zu einem Politik-Skandal aus, weil es die traditionell enge Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft unmöglich macht, ersterer zu einem das Gemeinwohl förderlichen Rückgrat zu verhelfen und letztere dadurch in ihre Schranken zu weisen. Die damit einhergehende Unfähigkeit oder besser: Unwilligkeit politischer Entscheidungsträger, gesundheitliche Schäden von der Bevölkerung abzuwenden, wurde nunmehr in einer Studie des Umweltbundesamtes eindrucksvoll bestätigt. Doch der CSU-Bun­des­verkehrs­minister hat nichts Eiligeres zu tun, als die Aussagen der Studie zu relativieren. Das Versagen der Politik scheint offenbar nur noch durch die Justiz aufzuhalten zu sein.

 
Gesundheit? Hauptsache, die Wirtschaft brummt.Foto: vs

Zwar führen die beim Dieselforum am 2. August beschlossenen Maßnahmen zu einer Senkung der Stickstoffdioxidbelastung in den deutschen Städten von bis zu sechs Prozent, teil das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium mit, doch diese Senkung reiche in den meisten betroffenen Städten nicht aus, um den Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter einzuhalten, der in der EU zum Schutz der menschlichen Gesundheit gilt. Das ergeben Modellrechnungen, die das Amt (UBA) und Ministerin Barbara Hendricks in Auftrag gegeben hatten.

Hendricks: „Die Bevölkerung in den deutschen Städten hat ein Recht auf saubere Luft. Deshalb brauchen wir Maßnahmen, die zu einer raschen Senkung der Stickstoffdioxidbelastung führen. Der Dieselgipfel war ein erster Schritt, dem dringend weitere und größere Schritte folgen müssen. Es kann nicht sein, dass sich einige Hersteller selbst vor Software-Updates drücken. Auch die Weigerung der Autoindustrie, sich mit technischen Nachrüstungen zu befassen, ist für mich nicht akzeptabel. Ich kann den Automobilherstellern nur raten, hier schnell Lösungen zu entwickeln. Eines muss dabei klar sein: Wie bei den Software-Updates sind auch bei den Hardware-Nachrüstungen die Hersteller verantwortlich. Und auch die Kosten hierfür müssen natürlich vollständig von den Fahrzeugherstellern getragen werden.“Weitere Informationen

 

Max-Planck-Studie
„Wir schaffen das!“ – einigermaßen
Untersuchung zur Unterbringung von Geflüchteten in Göttingen

Ein Team des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen ist in einer von der Volkswagen-Stiftung finanzierten Studie der Frage nachgegangen, ob die Bedingungen in den Flüchtlingsunterkünften, die von ganz unterschiedlichen Einrichtungen betrieben werden, auch so gestaltet sind, dass Integration gelingen kann.

Durch die Ankunft von mehr als einer Million Geflüchteter seit 2015 sah sich die deutsche Gesellschaft vor die Aufgabe gestellt, diese Menschen innerhalb kurzer Zeit aufzunehmen und unterzubringen – eine erhebliche Leistung. Die Unterbringung ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zur vielfach geforderten Integration der Neuankömmlinge in die Gesellschaft. Untersucht wurde unter diesem Aspekt eine Vielzahl von Unterkünften in Göttingen, wo knapp 1500 Asylsuchende und 81 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht sind (Stand: Ende 2016) – das sind viermal mehr als 2014.

Dem Forscherteam ging es u.a. konkret um folgende Aspekte: Wohnsituation, Verpflegung, finanzielle Unterstützung, Gesundheit und Rechtsberatung. Die Studie zeigt, dass einerseits die entsprechenden Angebote, andererseits auch die Bedürfnisse der Geflüchteten sehr unterschiedlich sind. Damit liefert sie wichtige Erkenntnisse dafür, wie man die Angebote künftig besser auf die Bedürfnisse einzelner Geflüchteter abstimmen kann. Steven Vertovec, Direktor des Max-Planck-Instituts, hält dies für dringend notwendig, denn „die Bedingungen für Integration sollten bereits in den Flüchtlingsunterkünften geschaffen werden“.

Derzeit seien die Startbedingungen für die einzelnen Menschen in den verschiedenen Einrichtungen sehr unterschiedlich. Dadurch würden einige Geflüchtete sehr viel schneller an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben können als andere, so Vertovec. Die Erkenntnisse können dazu beitragen, dass die Prozesse bei der Unterbringung künftig fairer und reibungsloser gestaltet werden – so wäre man gut vorbereitet, wenn wieder verstärkt Geflüchtete nach Deutschland kommen.
Die englischsprachige Studie ist hier einsehbar:Weitere Informationen

 

Wohnraummangel
Ratssitzung ganz im Zeichen der Wohnraummisere

Ganz unter dem Eindruck des in Göttingen knapper werdenden Wohnraums steht die kommende Ratssitzung am 18. August, gleich sechs Anträge befassen sich damit. Zudem lässt sich das Thema wunderbar für den beginnenden Wahlkampf instrumentalisieren, und die beteiligten Parteien machen davon auch gern Gebrauch. Besucher der Ratssitzung müssen vermutlich am Freitag über ausreichend „Sitzfleisch“ verfügen, auch wenn sich der Verwaltungsausschuss im Vorfeld darauf geeinigt hat, alle Initiativanträge zum Thema Wohnungsbau in einer „Generaldebatte“ abzuhandeln.

Dieser „schädliche Mix aus heißer Luft und unrealistischen Forderungen“, so die Christdemokraten zu den vorliegenden Anträgen, wovon sie wohlweislich den eigenen natürlich außen vor lassen, enthalte „bereits vielfach durchdiskutierte Probleme, gepaart mit unrealistischen Forderungen, die dem Wohnungsbau in Göttingen „eher schaden als nutzen würden“. Das muss man allerdings nicht teilen.

Ganz anders dagegen der Ratsantrag der CDU, meinen deren Verfasser, wobei der sich allerdings lediglich darauf beschränkt, die vom niedersächsischen Sozial- und Bauministerium für Göttingen vorgelegten und hier vielfach mit Verwunderung bis Unverständnis zur Kenntnis genommenen Zielzahlen für die Wohnraumversorgung bis zum Jahr 2030 durch den OB in Hannover korrigieren zu lassen. Der solle nach dem Willen der CDUler dort bitteschön vorstellig werden und die Ministerialen wieder auf den Boden der Realitäten zurückholen, sprich: ihnen die im Auftrag der Stadt vom Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH (GEWOS) ermittelten Zahlen schmackhaft machen (vgl. dazu weiter unten: →Zoff um Wohnraumbedarfsplanung).

Allerdings: Bei aller Freude der Christdemokraten darüber, dass die Genossen nun „nicht darum herumkommen, sich vom Gutachten ihrer eigenen Ministerin zu distanzieren“, wie der Begründung ihres Antrages zu entnehmen ist, er schafft noch lange keinen neuen Wohnraum oder zumindest neue Flächen dafür, sondern allenfalls die Hoffnung auf künftige Fördermittel.

Da ist der SPD-Antrag, der ansonsten nur das wiederhole, „was der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses, Hans Otto Arnold (CDU), bereits in der letzten Sitzung vor der Sommerpause deutlich kritisiert hatte“, schon etwas konkreter. Nicht nur Arnolds Partei nämlich kritisiert, dass die Ausweisung von fünf neuen Baugebieten nicht vorankommt, wofür man vor allem die Bauverwaltung verantwortlich macht. Die Sozialdemokraten stellen sich dem Problem allerdings nicht nur resignierend, sondern wollen der Verwaltung vielmehr konkret Beine machen, „die am 19. Mai 2016 im Bauausschuss und am 27. Juni 2016 im Verwaltungsausschuss beschlossenen Aufstellungsbeschlüsse für die Erstellung von insgesamt fünf Bebauungsplänen … bis zum 30. November 2017 umzusetzen und die jeweiligen Vorlagen für die Beschlussfassung zur Auslegung der Bebauungspläne für die Ratssitzung am 16. Dezember 2017 zu erstellen“. Ob das angesichts immer noch knappen Personals tatsächlich helfen wird, bezweifelt Arnold allerdings: „Beim Nachtragshaushalt im November wird sich zeigen, ob aus dem bloßen Wortgeklingel konkrete Personalstellen werden.“ Sehr viel mehr als Wortgeklingel ist ein solches Gemaule allerdings auch nicht.

Piraten nehmen Verwaltung in Schutz
Ähnlich die Piraten-Partei, die ausnahmsweise mal die Verwaltung ausdrücklich in Schutz nimmt. Es bestehe von ihrer Seite jedenfalls kein Anlass zur Vermutung, die Verwaltung würde zu langsam arbeiten, meldet sie sich zu Wort. „Rechtssichere Bebauungspläne können bekanntlich nicht innerhalb sehr kurzer Zeit fertig ausgearbeitet vorgelegt werden, ohne formale Fehler zu riskieren, die solche Projekte noch viel länger hinauszögern können.“ Im Gegenteil sollten sich die Sozialdemokraten mal an die eigene Nase fassen, erinnern die Piraten an „schwerste Versäumnisse in der Wohnungsbaupolitik in Land und Bund“ unter Mitwirkung der SPD, als „jahrelang … versäumt [wurde], vorausschauend zu planen“: „Es war auf den Tag genau bekannt, wann genau wie viele Sozialwohnungen in wie vielen Städten aus der Förderung herausfallen. Es waren Erfahrungswerte bekannt, wie viele Wohnungen pro Jahr bei stagnierender Bevölkerung dem Markt von alleine verlorengehen. Die Dimension der heutigen Probleme war schon vor 20 Jahren sehr gut zu berechnen.“ Insofern stehe die SPD heute vor den „Trümmern ihrer eigenen verantwortungslosen Wohnungs- und Sozialpolitik der vergangenen zwei bis drei Jahrzehnte“.

„Schuss nach hinten losgegangen“
„Endlich ausreichend bezahlbaren Wohnraum in Göttingen zu schaffen, ist eine Mammutaufgabe“, lästert der Grüne Thomas Harms über die SPD, „da nicht an einem Strang zu ziehen, sondern die Hauptakteure öffentlich an den Pranger zu stellen, ist mehr als hinderlich.“ Damit will seine Fraktion der Bauverwaltung und insbesondere Stadtbaurat Thomas Dienberg den Rücken stärken, der sich in der August-Ratssitzung harschen Vorwürfen seitens der Genossen ausgesetzt sah. Harms: „Wer der Bauverwaltung Untätigkeit vorwirft, hat entweder überhaupt keine Ahnung vom Ablauf von Bebauungsplanverfahren oder ist gezielt auf Stimmungsmache.“
So ganz nach hinten losgegangen ist dieser Schuss indes nicht: Immerhin stieß der SPD-Antrag ja nicht rundweg auf Ablehnung, sondern wurde zur weiteren Beratung in eine gemeinsame Sitzung von Bau- und Sozialausschuss überwiesen.

Modell Soziale Bodennutzung
Mit einem von gleich drei Ratsanträgen wollen Bündnis 90/Die Grünen verhindern, dass Wohnbauland in Göttingen zum Spekulationsobjekt wird und verweisen in diesem Zusammenhang auf Münster in Westfalen: auch dort herrsche Wohnraummangel und entsprechend attraktiv sei es, diesen zu schaffen, da sich auch hochpreisige Immobilien bestens vermieten lassen. „Gebraucht wird aber vorwiegend sozialer und bezahlbarer Wohnraum – der sich wiederum für die Investoren kaum rechnet“, erläutert Grünen-Mitglied Dagmar Sakowsky. „Daher hat die Stadt Münster als eine der ersten Kommunen in Deutschland zum Instrument der Sozialen Bodennutzung gegriffen. Gebaut werden darf nur dort, wo die Flächen der Stadt gehören, wo die Eigentümer die Hälfte der Fläche an die Stadt veräußern oder wo sie sich vertraglich dazu verpflichten, eine Zielvereinbarung zu treffen.“

Analog des Münsteraner Modells wollen auch die Grünen eine soziale und ökologische Bodennutzung für Göttingen fordern. Die Stadt soll sich verpflichten, auf eigenen Flächen 60 Prozent bezahlbaren Geschosswohnungsbau zu realisieren und sie soll keine Bauanträge von Investoren genehmigen, die nicht wenigstens 30 Prozent Wohnraum in dem Segment vorsehen. Dazu soll eine Richtlinie für städtebauliche Verträge erarbeitet werden, in denen diese und weitere ökologische und soziale Kriterien der städtischen Quartiersentwicklung berücksichtigt sind.

Erwartungsgemäß am weitesten geht die Göttinger Linke mit ihrem Antrag zum Göttinger Wohnungsbau. Sie will eine Mindestquote für den Sozialen Wohnungsbau festgeschrieben wissen, beim Bau ab 25 Wohnungen oder ab 2500 Quadratmetern Wohnfläche sollen mindestens 30 Prozent davon im öffentlich geförderten Wohnungsbau errichtet werden. Für Wohnprojekte mit 100 und mehr Wohneinheiten sollte sogar eine Quote von 50 Prozent angestrebt werden, meint sie. Und: die Laufzeit der Sozialbindung sollte nicht unter 30 Jahre betragen.

Würde man diesem Antrag folgen und für fast alle Wohnungsbauvorhaben feste Quoten für eine Sozialbindung festgeschrieben, so würde das den Wohnungsbau „eher abwürgen als beflügeln, zumal kein Mensch weiß, ob und wie Land und Bund solche Projekte fördern werden“, erklärt Carina Hermann (CDU), Mitglied des Bauausschusses. Das allerdings könnte man in Erfahrung bringen oder auch darauf hinarbeiten.

So bleibt es vor allem bei übergreifender Nörgelei der Christdemokraten gegenüber allen anderen Anträgen. Doch Nörgelei allein bringt nichts auf den Weg. Und konstruktiv ist sie auch nicht.

 

SozialCard
SPD: Überarbeitung dringend geboten
Ergänzende Informationsbroschüre

Die SozialCard sollte nach Ansicht der Sozialdemokraten im Rat um neue Angebote erweitert werden. Einen entsprechenden Antrag wollen sie zur Ratssitzung am 18. August einbringen. Mit ihr können Kinder und Erwachsene in einer schwierigen Lebenslage viele Angebote, insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Sport und Kultur, ermäßigt oder kostenlos nutzen.

Nach Ansicht der sozialpolitischen Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, Insa Wiethaup, sei die Karte ein Erfolgsprojekt „und soll es auch bleiben“, eben deshalb fordert sie eine Überarbeitung und Aktualisierung der damit verbundenen vergünstigten Angebote. Mobilität und Teilhabe sei ein wichtiges sozialpolitisches Ziel. „Diesem können wir mit einer verbesserten SozialCard sowie dem zum 1. August bereits eingeführten Sozialticket ein gutes Stück näherkommen“, ergänzt der Sozialausschussvorsitzende Dr. Klaus-Peter Hermann.

Klaus-Peter HermannHermann (Abb.) fordert zudem, gemeinsam mit der SozialCard eine neu zu erstellende Informationsbroschüre allen Empfängern von Transferleistungen automatisch mit dem ersten Bescheid auszuhändigen. In dieser SozialCard-Broschüre sollten alle wichtigen Informationen übersichtlich zusammengestellt sein, um die in Göttingen verfügbaren Angebote und Möglichkeiten auch nutzen zu können. Damit auch alle profitieren können, sollte nach Vorstellung der SPD die SozialCard-Broschüre nicht nur in unterschiedlichen Sprachen, sondern auch in leicht verständlicher Sprache erhältlich sein.

Eine SozialCard erhalten Empfänger/innen von Arbeitslosengeld II (SGB II), von Wohngeld (WoGG), von Sozialhilfe (SGB XII) sowie von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz von der Stadtverwaltung. Eingeführt wurde sie Sozialcard eines Ratsbeschlusses im November 2008. Sie soll das oft knappe Budget betroffener Menschen entlasten.

 

Stadtplanung
Zoff um Wohnraumbedarfsplanung
„Wahlkampfgetöse weder hilfreich, noch angebracht“

Nachdem die Verwaltung die vom Land im 23. Bericht zur Wohnungsmarktbeobachtung vorgelegten Zielzahlen für die Wohnraumversorgung bis zum Jahr 2030 in Göttingen „mit Zurückhaltung“ (die Göttinger Stadträtin Petra Broistedt) zur Kenntnis genommen hat, springen ihr nun die Sozialdemokraten bei – und feuern gleichzeitig eine Breitseite gegen die Rats-CDU ab. Deren „Wahlkampfgetöse“ sei „weder hilfreich noch angebracht“.

Was die Verwaltung besonders stört: Im Bericht des CIMA Instituts für Regionalwirtschaft, den das Land in Auftrag gegeben hatte, werden lediglich die knapp 119.000 in Göttingen lebenden Menschen mit Hauptwohnsitz zugrunde gelegt. Wer von solchen Zahlen ausgehe und nicht – einschließlich der hier Studierenden – von der Gesamtzahl von rund 134.000, der müsse zwangsläufig zu anderen Ergebnissen kommen, so Broistedt. „Dass wir in Göttingen einen äußerst angespannten studentischen Wohnungsmarkt haben, dass die großen Unternehmen der Wohnungswirtschaft lange Wartelisten für preisgünstigen Wohnraum führen, das alles scheint mir darüber hinaus viel zu wenig gewichtet“, erklärt sie.

Baugebiet
 
Neuzeitlicher Fortschritt: Immer mehr Baugebiete verschlingen immer mehr Flächen Foto: Klaus Leidorf

Die Sozialdemokraten legen nun mit einem CDU-Bashing nach: die CDU-Ratsfraktion habe sich bisher „einen schlanken Fuß gemacht“, indem sie sich der Verantwortung verweigerte. Zudem habe sie mit dafür gesorgt, dass wichtige Flächen nicht mehr im Flächennutzungsplan vertreten sind. „Flächen wie der Bismarckstein und Helmsgrund wurden mit CDU-Unterstützung gekippt. Damit sind mögliche Wohnungen in dreistelliger Zahl nicht mehr baubar. Anschließend enthält sich dann die CDU auch noch bei einem so entscheidenden Thema wie dem Flächennutzungsplan. Das ist alles wenig glaubwürdig“, so Fraktionschef Tom Wedrins.

Wedrins verkennt allerdings, dass die so „gekippten“ Gebiete durchaus basisdemokratisch gekippt wurden: Betroffene Anwohner wie auch Ortsräte haben sich explizit gegen die Freigabe ihrer Naherholungsgebiete für eine solche weitere Bebauung ausgesprochen. Und sich der Verantwortung zu weiterer Flächenversiegelung zu entziehen kann ja auch heißen, sich der Verantwortung zum Landschaftserhalt zu stellen. Das kann man den Christdemokraten zwar nicht ohne weiteres unterstellen, klar wird durch solch eine Konfliktgemengelage aber auch, dass es angesichts eines hemmungslos weitergehenden Flächenverbrauchs und in dessen Folge zunehmender Umweltbelastungen keine einfachen Lösungen gibt. Die Forderung nach Ausweisung immer weiterer Baugebiete ist zwar in einer Stadt mit überwiegend bauwütigen, SPD-nahen Verwaltungsspitzen populär – aber vielleicht auch zu einfach, solange kaum andere, einen solchen Tunnelblick vermeidende, zukunftsgerichtete politische Einsichten im Rat vertreten sind. Zukunftsgerichtet heißt hier, den Blick auch auf die mittlerweile globalen Konsequenzen bauwütiger Politik zu richten.

Broistedt jedenfalls sieht „bis zum heutigen Tag keinen Anlass, an den Aussagen unserer eigenen, noch vor einem Jahr aktualisierten Prognose zu zweifeln“, die vom Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH (GEWOS) bis 2030 einen Bedarf von rund 4.800 neuen Wohneinheiten ermittelt hat.

Besonders ärgerlich finden die Sozialdemokraten, dass die CDU auch dem Göttinger Bündnis für Wohnen ihre Zustimmung verweigert hat. Dort hatte die SPD einen Plan vorgelegt um „konkret und effizient Bebauungspläne fertigzustellen“. „Bisher gab es von Seiten der CDU nur Schlechtmacherei und Verhinderungsargumente“, erklärt die baupolitische Sprecherin Sylvia Binkenstein unter dem Eindruck der heraufziehenden Bundestagswahl und versucht, Bauausschussmitglied Hans-Otto Arnold (CDU) für sich zu vereinnahmen: „Wir sind uns sicher, einem versierten Fachpolitiker wie Hans-Otto Arnold … ist das alles zuwider. Er muss aber nun den Torpedo-Kurs seiner Fraktion befolgen.“

Kommunen sind längst zu mächtigen Wirtschaftseinheiten geworden. Und wie in jedem anderen Wirtschaftssektor auch nimmt der „Betrieb Kommune“ zielgerichtet Einfluss auf die Nachfrage, hier auf die Nachfrage nach neuen Wohneinheiten, anderswo auf die Nachfrage neuer Industrieansiedlungen, wirbt um steuerzahlende Zuzügler zum Wohle des Betriebsergebnisses. Dass diese Wachstumsideologie auch zum Wohle der bereits hier wohnenden Bevölkerung geschieht, ist längst nicht mehr ausgemacht. Einem solchen Wachstum zugunsten von Konsolidierung und Nachhaltigkeit Einhalt zu gebieten, es käme in den Köpfen der meisten Lokalpolitiker bislang einem Sakrileg gleich.

 

Umfrage
Göttinger leben gerne hier
Aber nur die Hälfte will hier länger bleiben

Der Junge Union Stadtverband Göttingen (JU) hat in den vergangenen Wochen eine Umfrage durchgeführt und ausgewertet, was Göttingern an ihrer Stadt gefällt und was nicht. Während die Zufriedenheit etwa mit der Universität sehr hoch ist, gibt es in den Bereichen „Stadtplanung“, „Verkehr“ und „Wirtschaft“ noch dringenden Verbesserungsbedarf.

Leben gern in der Stadt – aber nur vorübergehend: Studierende auf dem Zental-CamppusFoto: vs

Durchgeführt wurde die Umfrage von der Arbeitsgemeinschaft Programm (AG Programm) des JU-Stadtverbandes. Die Leiterin der Arbeitsgemeinschaft, Anna Grill, erläutert: „Die Teilnahme war über mehrere Wochen sowohl online, als auch mehrfach in der Innenstadt möglich. Unser Ziel war es, vor allem die Sichtweise junger Leute abzubilden. Daher ist es erfreulich, dass 80 Prozent der Teilnehmer unter 35 Jahren alt waren.“ Über 87 Prozent der Befragten leben sehr gerne oder gerne in Göttingen, aus Sicht der JU ein sehr erfreuliches Ergebnis. Allerdings bestätige sich, dass Göttingen meist eine „Durchgangsstation“ für junge Menschen sei: Nur 55 Prozent der Befragten können sich vorstellen, die nächsten zehn Jahre ihres Lebens in Göttingen zu verbringen.

Die Befragten sollten Göttingen außerdem mit anderen Städten in verschiedenen Bereichen vergleichen, dabei zählte der subjektive Eindruck der Teilnehmer. Das auffälligste positive Ergebnis war dabei die Bewertung des Bereiches Wissenschaft: Über 74 Prozent vertraten die Auffassung, dass Göttingen in diesem Bereich besser ist als andere Städte. Im Bereich Wirtschaft waren jedoch nur 11 Prozent dieser Meinung. Noch schlechter schnitt im Vergleich nur der Bereich Stadtplanung ab: Hier wurde unter anderem die Wohnraumsituation bewertet. Fast die Hälfte der Befragten bewertet die Stadtplanung in Göttingen schlechter als in anderen Städten. Auffällig sei auch der Bereich Verkehr gewesen: So hat zwar nur ein Drittel der Befragten die Verkehrssituation als schlechter als in anderen Städten bewertet, allerdings wurden konkrete Probleme wie Parkplatzmangel, Ampelschaltungen und vermeidbare Staus am häufigsten genannt. Die Junge Union will sich daher als nächstes mit den Problemen der Göttinger Verkehrsplanung auseinandersetzen.

Insgesamt sind die JUler mit den Ergebnissen der Umfrage zufrieden: „Wir sind froh, dass die überwältigende Mehrheit der Teilnehmer gerne in unserer Stadt lebt. Aber es ist deutlich geworden, dass die Stadt in einigen Bereichen zwingend handeln muss. Vielleicht sinkt dann auch die Anzahl derjenigen, die Göttingen nur als Durchgangsstation betrachten“, so Grill. Dass fast 9 von 10 Befragten gerne hier leben, sei ein starkes Bekenntnis zur Attraktivität der Stadt. Die benannten Problemfelder zeigten aber auch, dass Göttingen durchaus noch Nachholbedarf habe.
Eine statistische Auswertung der Umfrage finden Sie hier:Weitere Informationen

 
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