Anz. StadtRadio

Spacer

SpacerMyanmar und China:
SpacerElefantengemetzel für KosmetikWeitere Informationen

Gö-Polis

 
  SpacerRedaktionSpacer   SpacerPolitikSpacerWirtschaftSpacerGesellschaftSpacerWissenschaftSpacerKulturSpacerVeranstaltungen
   
 
   
    Spacer 25.06.2017 19:12 SpacerOptimiert für das Format 16:9    
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Stadtbibliothek
Elliehausen geschlossen
pdg — Die Zweigstelle Elliehausen der Stadtbibliothek im Harrenacker 1 bleibt in der Sommerferienzeit vom 27. Juni bis zum 7. August aufgrund von Baumaßnahmen im Schulgebäude geschlossen. Deshalb können die in Elliehausen entliehenen Medien in der Zweigstelle Grone (Heinrich-Warnecke-Str. 6a) zurückgegeben und dort natürlich auch neue Medien ohne „Transportgebühr“ ausgeliehen werden. Öffnungszeiten in Grone: Montag und Donnerstag 15.00 bis 18.00 Uhr, Dienstag und Freitag 10.00 bis 13.00 Uhr. Die Zweigstelle in Elliehausen wird am Dienstag, 8. August, wieder geöffnet. Dort können die Medien aus Grone zurückgegeben werden.
Längere Ausleihzeiten
Von Montag, 26. Juni, bis Samstag, 5. August, können die Medien aus dem Bestseller-Service der Stadtbibliothek Göttingen statt für zwei für vier Wochen entliehen werden. Die Bestseller, für die eine Gebühr von 2,00 Euro erhoben wird, befinden sich im Erdgeschoss der Stadtbibliothek und in der Zweigstelle Grone. Darunter sind hochaktuelle Titel aus den Bereichen Belletristik, Sach- und Hörbücher sowie Konsolenspiele.

Göttinger Kulturstiftung
Knapp 20.000 Euro
für Kultureinrichtungen

Die Göttinger Kulturstiftung hat bei ihrer ersten Vergabe im Jahr 2017 an insgesamt 14 Projekte Fördermittel in Höhe von knapp 20.000 Euro vergeben. Der Schwerpunkt lag diesmal nach Angaben der Stiftung im Bereich der Musikprojekte. Die Vielzahl, Vielfalt und Qualität der bereits zur ersten Vergabe im Jahr 2017 eingereichten Anträge verdeutliche das große kulturelle Potenzial auch kleiner Kulturveranstalter in unserer Stadt, zeige gleichzeitig aber auch, wie groß ihre Probleme bei der Finanzierung von attraktiven Kulturprojekten seien, erklärt die Stiftung dazu ergänzend – eine immer wiederkehrende Aussage, die regelmäßig in ihren Mitteilungen über die Vergabe der Mittel zu lesen ist.

KUNST e.V.
Neuer alter Vorstand
Der Verein KUNST e.V. hat auf seiner Jahreshauptversammlung den bisherigen Vorstand bestätigt. Anne Moldenhauer (KAZ), Wilfried Arnold (Lumiere), Inge Mathes (DT) und Nils König bleiben für weitere zwei Jahre im Amt. Auch an der inhaltlichen Ausrichtung wird sich nichts ändern: für die Anliegen Göttinger Kulturschaffender bei der Politik zu sensibilisieren, was ihm mit der jährlichen KUNST-Gala auch eindrucksvoll gelingt. Aus deren Erlösen wiederum werden vom Verein lokale Kulturprojekte gefördert.

Karzer-Restaurierung
Uni bedankt sich bei Förderern
Mit einem Empfang zum zehnten Jubiläum der Wiedereröffnung des Karzers bedankt sich die Universität bei den Förderern, die seine damalige Restaurierung ermöglicht hatten. Die Zeichnungen, Wappenbilder, Gemälde und Schattenrisse des historischen Gefängnisses wurden seinerzeit u.a. mit einem weichen Pinsel gesäubert und lose Farbpartikel mit einem speziellen Leim fixiert. Wo Farbe abgeplatzt oder Flächen beschädigt waren, wurden die Fehlstellen behutsam ergänzt, die Wände aus Lehmputz gefestigt.
Seitdem ist der Karzer auch wieder im Rahmen von Stadtführungen zu besichtigen.

Jugendtheaterprojekt
„Eine Bühne für eure Rechte“
Noch in dieser Spielzeit startet ein Jugendtheaterprojekt des Instituts für angewandte Kulturforschung e.V. (ifak) in Zusammenarbeit mit dem Jungen Theater mit dem Titel „Eine Bühne für eure Rechte“.
Vor 25 Jahren ratifizierte Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention. Dies nimmt das ifak zum Anlass, ein Theaterprojekt mit Jugendlichen zu Kinder- und Menschenrechten zu organisieren. Kinderrechten eine Bühne zu geben und damit diesem wichtigen Thema mehr Öffentlichkeit zu verschaffen, ist das Anliegen, das das Institut zu diesem Projekt inspirierte und das von einem breiten Bündnis Göttinger Organisationen und Initiativen unterstützt wird. Mit einem Workshop, einem Theaterwettbewerb und einer Ausstellung sollen die teilnehmenden Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren Gelegenheit bekommen, die Thematik kreativ mit Leben zu füllen.
Am Ende locken u.a. ein Auftritt im Jungen Theater für die vier Finalisten des Theaterwettbewerbs, eine Berlinfahrt für die beiden besten Gruppen des Finales und ein Theaterworkshop beim Jungen Theater bzw. Theaterkarten für eine Aufführung des Jungen Theaters Göttingen für die dritt- und viertplatzierten Gruppen.
Mehr zum Wettbewerb und zum Workshop über die Links.

Stadt trauert um Tankred Dorst
pdg — Die Stadt Göttingen trauert um Tankred Dorst, dem der von den beiden Partnerstädten Thorn und Göttingen gemeinsam verliehene Samuel-Bogumił-Linde-Literaturpreis zusammen mit dem international renommierten polnischen Dramatiker Sławomir Mrożek im Jahr 2006 zugesprochen wurde. Die deutsch-polnisch zusammengesetzte Jury begründete die Entscheidung damit, dass „deren Wort Ideale und Werte schafft, die Menschen, Gesellschaften und Nationen zum gemeinsamen Gespräch führen“. Dorst verstarb am 1. Juni im Alter von 91 Jahren.

Weltkrieg I + 68er-Bewegung
Objekte
für Ausstellungen gesucht

pdg — Das Städtische Museum Göttingen und das YLAB-Geisteswissenschaftliches Schülerlabor sind bei der Vorbereitung für zwei große Ausstellungen auf der Suche nach Objekten. Denn im Jahr 2018 wird an zwei historische Ereignisse erinnert, die die deutsche Geschichte auf unterschiedliche Weise nachhaltig geprägt haben: die Niederlage Deutschlands im 1. Weltkrieg und die Revolution vom November 1918 bedeuteten das Ende der Monarchie, in deren Folge mit der Weimarer Republik der erste demokratische Staat auf deutschem Boden entstand, dessen Scheitern entscheidend für den Aufstieg des Nationalsozialismus war.Weitere Informationen

Lichtenberg zum 275.
Kleiner Mann
mit großer Ausstrahlung

pdg — Am 1. Juli jährt sich der Geburtstag von Georg Christoph Lichtenberg (1742 bis 1799) zum 275. Mal. Der geniale Experimentalphysiker, Erfinder des Plus/Minus-Zeichens und Blitzableiters, Philosoph und Aphoristiker, an den in Göttingen zwei Denkmäler auf dem Marktplatz und vor der Paulinerkirche im Papendiek erinnern, lebte und wirkte von 1763 an bis zu seinem Tode in Göttingen, vor allem im heutigen Künstlerhaus/Lichtenberg-Haus in der Gotmarstr. 1. Über seine naturwissenschaftlichen Entdeckungen hinaus gilt Lichtenberg als einer der wichtigsten Impulsgeber der Aufklärung und als Begründer des deutschsprachigen Aphorismus. Der Fachbereich Kultur der Stadt Göttingen hat neben vielen anderen eine Reihe von Veranstaltungen und Ausstellungen im Jubiläumsjahr geplant.Weitere Informationen

 
Wissenschaft

Kreativitätswettbewerb
Göttinger Studenten erfolgreich
pug — Ein Fledermauslehrpfad auf Zypern, eine Internetplattform für kurzzeitige Mietverhältnisse und eine Lernreise zu spannenden Schulen: 13 studentische Projekte wurden in der achten Runde des Kreativitätswettbewerbs für Studierende an der Universität Göttingen prämiert. Im vergangenen Wintersemester hatte die Hochschule ihre Studierenden aufgefordert, Vorschläge für originelle Projekte einzureichen, die sie im Team oder allein umsetzen möchten. Insgesamt gingen 37 Projektskizzen ein. Eine Jury wählte die besten Vorschläge aus, die jetzt in einer Feierstunde in der Kleinen Aula am Wilhelmsplatz ausgezeichnet wurden.Weitere Informationen

Chinesischer Buddhismus
Zentrum für Buddhismuskunde
pug — Die Universität Göttingen feiert am 26. Juni in der Aula am Wilhelmsplatz die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Förderung eines neuen Zentrums für Buddhismuskunde. „Wir haben den gesamten Bereich der Ostasienwissenschaften und der transregionalen Studien an der Universität Göttingen in den vergangenen Jahren kontinuierlich und systematisch auf- und ausgebaut“, erläutert Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales der Universität. „Das Zentrum für Buddhismuskunde bildet auf diesem Weg eine wichtige Ergänzung.“
Schwerpunkt des angestrebten Zentrums wird die vergleichende Erforschung des chinesischen Buddhismus sein, insbesondere des in China am weitesten verbreiteten Chan-Buddhismus (japanisch Zen-Buddhismus). Das Zentrum wird gefördert vom Tempel des Sechsten Patriarchen aus Zhaoqing in Südchina, der im früheren Gebäude des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau ein Meditationszentrum einrichtet.
„Das geplante Zentrum für Buddhismuskunde passt hervorragend in die Forschungsstrategie der Universität Göttingen, in der die vergleichende und multidisziplinäre Religionsforschung seit Jahren eine zentrale Rolle spielt“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. Die Forscherinnen und Forscher am Zentrum sollen sich in erster Linie auf die Entwicklung des Chan-Buddhismus in der Moderne sowie auf seine kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen konzentrieren.
Kontakt: Dr. Axel Schneider, Tel. 39-27033, axel.schneider@phil.uni-goettingen.de

Häusliche Pflege
Umfrage unter Pflegebetroffenen
pug — Ist die ambulante Pflege durch die jüngsten Pflegereformen bedarfsgerechter geworden? Das wollen Wissenschaftler/innen der Universität ab dem 15. Juni mithilfe einer Umfrage herausfinden. Im Mittelpunkt steht die Frage, was aus Sicht von Pflegebedürftigen und ihren Pflegepersonen für eine bedarfsgerechte pflegerische Versorgung wichtig ist und wie die derzeitige Rechtslage diesen Bedürfnissen gerecht wird. Darüber hinaus wollen die Forscher untersuchen, ob und wie sich die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen in der Stadt und auf dem Land unterscheiden.Weitere Informationen

ERC Consolidator Grant
Forschungsrat fördert
Untersuchung der Sehprozesse
in den Nervenzellen des Auges

umg — Prof. Dr. Tim Gollisch, Leiter der Arbeitsgruppe für Experimentelle Retinaforschung an der Klinik für Augenheilkunde der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), erhält eine hochdotierte Förderung des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC). Ziel des geförderten Forschungsvorhabens ist: Die Verschaltungen der Nervenzellen im Auge und ihre Funktionsweise im Sehprozess sollen besser verstanden werden. Langfristig könnte dieses Wissen helfen, bei krankheitsbedingtem Absterben der Lichtrezeptoren im Auge ein Teil des Sehvermögens durch künstliche Anregung der Nervenzellen wiederherzustellen.Weitere Informationen

Klinische Psychotherapie
Biomarker als möglicher Ansatz
gegen Schizophrenie

dzne/umg — Laborversuche und Daten aus Untersuchungen von Menschen mit Schizophrenie deuten auf neue Möglichkeiten der Diagnose und individualisierten Behandlung hin. Dabei geht es um die Messung der Konzentration eines an der Genregulation beteiligten Proteins im Blut und darum, dessen Aktivität medikamentös zu beeinflussen.Weitere Informationen

Sonderforschungsbereiche
Neu: Quantitative Synaptologie
Verlängert:
Kontrolle von Energieum-
wandlung auf atomaren Skalen

umg/pug — Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab dem 1. Juli 2017 einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Zudem verlängert die DFG einen SFB an der Universität Göttingen. Der neue SFB 1286 an der UMG mit dem Titel „Quantitative Synaptologie“ erhält rund 9 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre. Sprecher des SFB 1286 ist Prof. Dr. Silvio Rizzoli, Direktor des Instituts für Neuro- und Sinnesphysiologie und Sprecher des Zentrums für Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) der UMG. Der SFB 1073 „Kontrolle von Energieumwandlung auf atomaren Skalen“ wird für weitere vier Jahre verlängert und erhält rund 12 Millionen Euro.Weitere Informationen

Psychologie
Steuerehrlichkeit unter Zwang
und aus Verantwortungsgefühl

pug — Zahlen wir eher Steuern, wenn uns das Finanzamt mit strengen Kontrollen dazu zwingt oder wenn an unsere gesellschaftliche Verantwortung appelliert wird? Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat die Auswirkungen von unterschiedlichen Maßnahmen von Steuerbehörden auf die Entscheidungen der Steuerzahler untersucht. Die Wissenschaftler/innen fanden heraus, dass wir in der Regel sowohl unter Zwang als auch aus Verantwortungsgefühl Steuern zahlen – die Motivation dahinter scheint aber jeweils eine andere zu sein.Weitere Informationen

3D-Mikroskopie
Forscherverbund entwickelt
und testet neue Technologie

umg — Krankhaft veränderte Zellen in Gewebe-Biopsien besser und noch genauer als bisher möglich erkennbar zu machen, ist das Ziel eines Forschungsverbundes um Göttinger Forscher und Mediziner. Liefern soll solche Bilder ein neues „Lichtscheiben“-Mikroskop für dreidimensionale Aufnahmen von Gewebeproben.Weitere Informationen

Zuwanderung
Forschung zu sozio-kulturellen
Integrationsprozessen

pug — Wissenschaftler der Universitäten Göttingen, Bamberg und Konstanz beschäftigen sich in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt mit den strukturellen und sozio-kulturellen Integrationsprozessen von jüngst Zugewanderten in Deutschland. Das Projekt „Aktuelle europäische Binnen- und Flüchtlingsmigration nach Deutschland: Zuzugsprozesse und frühe Integrationsverläufe“ zielt darauf ab, auf Grundlage neuer Paneldaten und anhand einer größeren Zahl von Neuzuwanderergruppen die derzeit Zuziehenden zu beschreiben, aktuelle Fragen der Migrations- und Integrationsforschung zu beantworten und Informationen für die politische Steuerung des Migrations- und Integrationsgeschehens zu liefern.Weitere Informationen

Biobank
UMG jetzt BRD-weit vernetzt
umg — Die UMG Biobank hat sich mit zehn weiteren deutschen Biobankstandorten in der German Biobank Alliance (GBA) zusammengeschlossen. Der neue Verbund startete am 1. Mai und ebnet den Weg für einen nationalen und europaweiten Bio-proben- und Datenaustausch zwischen Biobanken.Weitere Informationen

Mikrobiologie
Antibiotikaresistenzen
auf der Spur

pug — Viele gefährliche Krankheitserreger sind heute gegen eine Reihe von Antibiotika resistent. Daher ist die Suche nach neuen Wirkprinzipien und Wirkstoffen zur ihrer Bekämpfung ein zentrales Anliegen der mikrobiologischen Forschung. Von großer Bedeutung für die Entwicklung neuer Therapien sind sogenannte „essentielle Funktionen“ von Erregern: Funktionen, ohne die ein Bakterium nicht überleben kann. Viele Erreger, die schon Resistenzen gebildet haben, wie zum Beispiel Staphylococcus aureus MRSA, besitzen ein essentielles Signalmolekül, das sogenannte zyklische di-AMP. Ein von der Universität Göttingen geführtes Forscherteam hat nun erstmals beschrieben, warum dieses Molekül so bedeutsam ist.Weitere Informationen

Physik
Magnetwiderstand
atomar vermessen

pug — Wissenschaftlern der Universität Göttingen ist es gelungen, den Einfluss eines Magnetfeldes auf den elektrischen Stromtransport auf mikroskopischer Ebene zu verstehen. Mit Hilfe eines eigens hierfür konstruierten Rastertunnelmikroskops war es ihnen erstmals möglich, den Elektronenfluss bis auf die atomare Skala zu vermessen.Weitere Informationen

Diabetes
Globale Kosten
bei 1,3 Billionen US-Dollar

pug — Diabetes gehört mit geschätzt über 420 Millionen Betroffenen zu den weltweit häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben in Kooperation mit einem internationalen Forscherteam errechnet, dass sich die globalen Kosten der Krankheit für das Jahr 2015 auf 1,3 Billionen US-Dollar belaufen. Das entspricht 1,8 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.Weitere Informationen

Geowissenschaften
Über 150 neue Fossilien entdeckt
pug — Ein Forscherteam der Universitäten Göttingen und Helsinki hat 152 neue fossile Flechten in Bernsteinen entdeckt und analysiert. Die Fossilien sind zwischen 24 und 47 Millionen Jahre alt und stammen von zwei bedeutenden europäischen Bernsteinlagerstätten: aus dem Baltikum und aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Bisher existierten lediglich 15 fossile Belege von Flechten. Mit dem Fund hat sich die Zahl der bekannten Flechtenfossilien also mehr als verzehnfacht.Weitere Informationen

Physik
Laserpulse in Echtzeit gefilmt
pug — Zwei Lichtstrahlen kreuzen sich typischerweise ohne großen Effekt. Klirrend aneinanderschlagende Laserschwerter gibt es also nur im Kino. Im Inneren eines Lasers allerdings können sich intensive Lichtpulse durchaus gegenseitig anziehen oder abstoßen. Einem Forscherteam der Universität Göttingen und der University of California in Los Angeles ist es nun gelungen, das schnelle „Duell“ zweier Pulse in Echtzeit zu verfolgen.Weitere Informationen

Parkinson
Neue Einblicke
umg — Wissenschaftler des Exzellenzclusters CNMPB an der UMG liefern neue Einblicke in die Parkinson’sche Erkrankung und studieren den Einfluss verschiedener Faktoren auf die Toxizität des alpha-Synuklein-Proteins. Das Absterben von Nervenzellen gilt als die Ursache für die Parkinson’sche Erkrankung. Doch die genauen molekularen Vorgänge, die dazu führen, sind bisher noch wenig verstanden. Warum erkranken manche Menschen im Alter, während andere verschont bleiben? Wieso haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko, an Parkinson zu erkranken?Weitere Informationen

Augenheilkunde
„Déjà-vu“-Detektoren im Auge
umg — Forscher der Universitätsmedizin Göttingen haben untersucht, wie die Nervenzellen des Auges auf die ständigen Änderungen der Augenposition reagieren und entdecken „Déjà-vu“-Detektoren.Weitere Informationen

Forstwissenschaften
Hilfe für Braunbären
pug — Trotz der Prägung durch den Menschen gibt es in Europa Regionen mit hoher biologischer Vielfalt und Populationen großer Raubtiere wie Braunbären. Diese Prädatoren an der Spitze des Nahrungsnetzes haben einen charismatischen sowie kulturellen Wert und regulieren großflächig Biodiversität und Ökosystemfunktionen. Der Erhalt der Braunbären hängt von Strategien ab, die die Ausbreitung der Tiere und den Austausch zwischen Teilpopulationen ermöglichen, aber auch Konflikte mit Menschen verringern. Daher untersucht ein europäisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen im Rahmen des Projekts „Bear Connect“, inwieweit ökologische Netzwerke Landschaften funktional miteinander verbinden und Nachhaltigkeit erhalten können.Weitere Informationen

Astrophysik
Suche nach
erdähnlichen Planeten

Alien-Hype reißt nicht ab
pug — Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Forschergruppe zur Suche nach erdähnlichen Planeten an der Universität Göttingen. Unter der Überschrift „Blaue Erden bei Roten Sternen“ wollen die Wissenschaftler/innen nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems suchen. Die Koordination liegt beim Institut für Astrophysik der Universität Göttingen, an der Gruppe beteiligt sind die Universitäten Hamburg und Heidelberg, die Landessternwarte Tautenburg und das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Die beantragte Fördersumme liegt bei insgesamt rund zwei Millionen Euro für zunächst drei Jahre.Weitere Informationen

Milchviehhaltung
Öffentlichkeit gegen frühe
Trennung von Muttertieren

eb/pug — Man sollte mal mit den Kindern von Landwirten ebenso verfahren, wie diese es mit dem ihnen anvertrauten Vieh tun – ein empörter Aufschrei der Zunft würde durch die Feldmarken gellen. Doch beim Rindvieh finden sie nichts dabei, kleine Kälber gleich nach der Geburt von den Müttern zu trennen, es könnte sich sonst ja negativ auf die Milchleistung auswirken. Eine gerade veröffentlichte repräsentative Online-Befragung hat, wie sollte es auch anders sein, eine deutliche Ablehnung solch früher Trennung von Kuh und Kalb unter den Teilnehmer/innen ergeben. Dann was für Landwirte vielleicht nur ein Stück Fleisch mit vier Beinen darstellt, ist mindestens ebenso empfindsam wie es die Fleischproduzenten sein sollten, die gerne von glücklichen Tieren auf saftigen Almweiden faseln.Weitere Informationen

Historische Landesforschung
Niedersachsens Klöster im Web
pug — Im Jahr 2013 hat das Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen das Niedersächsische Klosterbuch herausgegeben. Darin wurden alle bis 1810 gegründeten Domkapitel, Stifte, Klöster, Ordenskommenden, Beginen- und Begardenhäuser systematisch erfasst. Nun haben die Göttinger Historikerinnen und Historiker hieraus die wichtigsten Daten zu jedem Kloster, verschwunden oder noch in Betrieb, erstmals koordinatengenau kartiert und im Internet zugänglich gemacht.Weitere Informationen

Physik
Mikroskopie per Laseranregung
eb/pug — Göttingen scheint sich zu einem wissenschaftlichen Zentrum der Mikroskopie zu entwickeln. Nachdem erst kürzlich Stefan Hell vom MPI ein optisches Mikroskop entwickelt hat, das erstmals nur millionstel Millimeter voneinander entfernte Moleküle abbilden kann (vgl. →Ausstellungen), legen jetzt Wissenschaftler vom IV. Physikalischen Institut der Uni nach: ihnen ist es gelungen, gepulste Laseranregung mit der Rastertunnelmikroskopie zu verbinden. Als erste Anwendung ihres neuen Verfahrens studierten sie Ladungsprozesse an und innerhalb von Halbleiteroberflächen. So konnten sie erstmals den Einfluss von atomaren Defekten, beispielsweise isolierten Siliziumatomen, im Galliumarsenid vermessen.Weitere Informationen

Klimawandel
Waldverlust und Dürre
als Teufelskreis

pug — Ein internationales Forscherteam analysierte den Zusammenhang zwischen Dürre und Waldverlust. Der Waldverlust durch Abholzung im Amazonasgebiet und die mögliche Abnahme der Regenfälle dort könnten einen Teufelskreis in Gang bringen: Wenn Trockenzeiten mit dem menschengemachten Klimawandel zunehmen, steigt zusätzlich das Risiko eines sich selbst verstärkenden Waldverlusts. Worauf jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch ganz von selbst kommen kann, hat ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen ebenfalls herausgefunden. Allerdings, so die Forscher, kann große Artenvielfalt von Bäumen in einem Waldabschnitt dessen Überlebenschancen merklich erhöhen.Weitere Informationen

Schlaganfall
Neues Versorgungskonzept
spart wertvolle Minuten ein

umg — 53 Minuten wertvolle Zeit für das Gehirn bringt ein neues Versorgungskonzept, das ein interdisziplinäres Team von Schlaganfallforschern an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) entwickelt hat. Das Göttinger Konzept organisiert und beschleunigt die Arbeitsabläufe ab Eintreffen eines Patienten mit Schlaganfallbeschwerden in der Notaufnahme bis zur Behandlung.Weitere Informationen

„Google Hash Code“
Mathematiker qualifizieren sich
pug — Ein Team aus der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Göttingen hat sich beim Programmierwettbewerb „Google Hash Code“ für die Finalrunde qualifiziert. Sönke Behrends, Julius Pätzold und Alexander Schiewe sind am Institut für Numerische und Angewandte Mathematik in der Arbeitsgruppe „Optimierung“ tätig. Gemeinsam mit dem Informatikstudenten Bakhodir Ashirmatov belegten sie unter mehr als 200 teilnehmenden deutschen Teams den dritten Platz. In der Gesamtwertung aller 2.800 Mannschaften aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika landeten sie auf Platz 50. Innerhalb von vier Stunden mussten die Teams ein von Google entwickeltes praxisnahes Optimierungsproblem möglichst gut lösen.

Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken
Aufnahme und Integration
geflüchteter Frauen

pug — Gibt es in Deutschland einen Unterschied bei der Aufnahme und Integration geflüchteter Männer und Frauen? Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigt sich in den kommenden drei Jahren ein Forschungsverbund der Universitäten Osnabrück, Göttingen und Oldenburg. Die Wissenschaftler/innen wollen auch Vorschläge entwickeln, inwieweit Ungleichbehandlung künftig vermieden werden kann. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur finanziert das Vorhaben „Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken – Prozesse vergeschlechtlichter In- und Exklusionen in Niedersachsen“ mit rund 500.000 Euro.Weitere Informationen

DLR Göttingen
Neuer Superrechner in Betrieb
Einen Super-Rechner für die Flugzeugforschung hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Göttingen jetzt in Betrieb genommen. Dafür wurden 3 Millionen Euro am Standort investiert. „Damit wird das DLR seiner Rolle als einer der europaweit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der aeroelastischen Simulation gerecht“, sagte DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke, „das ist ein weiterer Schritt in der Digitalisierung der Luftfahrtforschung.“Weitere Informationen

Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bindegewebszellen
contra Chemotherapie

umg — Bauchspeicheldrüsenkrebs im fortgeschrittenen Stadium lässt sich mit Chemotherapie bisher nicht heilen. Warum viele Chemotherapeutika gegen Bauchspeichel-drüsenkrebs so wenig effektiv wirken, haben Göttinger Forscher näher untersucht.Weitere Informationen

Neuroanatomie
Synapsen auf der Spur
umg — Ein Forscherteam der UMG hat weitere Details zur synaptischen Verschaltung der Großhirnrinde geklärt. Was auch immer wir über Augen, Ohren, Nase oder Haut an Informationen sammeln, steht uns nur dann für Entscheidungsprozesse oder zielgerichtetes Verhalten zur Verfügung, wenn Sinnesreize von unserem Gehirn bewusst wahrgenommen und weiter verarbeitet werden können. Dafür müssen Sinnesreize vor allem wohl dosiert im Gehirn ankommen. Grundlagenforscher haben jetzt ein Detail der vielfältigen synaptischen Verschaltungen zwischen hemmenden Nervenzellen der Großhirnrinde geklärt.Weitere Informationen

 

Flüchtlingsunterbringung
CDU: IWF und Siekhöhe erhalten
Albrecht-Thaer-Weg gleich als Studentenwohnheim nutzen / Grüne bekräftigen ihre Haltung

Kein Mensch weiß, wie sich der Zustrom von Flüchtlingen in den nächsten Monaten entwickeln wird. Trotzdem will und muss die Stadt Göttingen noch vor der Sommerpause eine Entscheidung treffen, wie ein Teil der teuer vorgehaltenen Kapazitäten für deren Unterbringung eingespart werden kann, für die es keinerlei Hilfen vom Land Niedersachsen gibt. Entgegen der Verwaltungsvorlage aus dem Sozialausschuss schlägt nun die CDU-Ratsfraktion vor, sowohl die Einrichtung auf der Siekhöhe wie das ehemalige IWF-Gelände am Nonnenstieg zu halten, dafür aber das neue Gebäude am Albrecht-Thaer-Weg mit 300 Appartements direkt als Studentenwohnheim zu nutzen.

„Bei der „Ankommenseinrichtung“ auf der Siekhöhe und bei dem Flüchtlingsheim am Nonnenstieg handelt es sich um zwei stark differenzierte Angebote, die nicht einfach gegeneinander ausgetauscht werden können“, erklärt Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion. Die große Halle auf der Siekhöhe verfügt über eine besondere medizinische wie auch personelle Ausstattung, die dieses Objekt speziell für die neu in der Stadt ankommenden Flüchtlinge in besonderem Maße qualifiziert. Mit den offenen, beengten Schlafbereichen und der fehlenden Einbindung in ein urbanes Umfeld spielt sich die gesamte Freizeit für alle Altersstufen allerdings in einem großen und offenen Bereich ab. Die Unterkunft ist daher für eine längerfristige Unterbringung von Flüchtlingen, insbesondere von Familien, nicht geeignet, auch vor dem Hintergrund, dass neben den fehlenden Rückzugsmöglichkeiten (außer einem „Paarzimmer“) keine Möglichkeit der Selbstverpflegung besteht. Allerdings wird diese Einrichtung angesichts völlig unsicherer Perspektiven auch künftig kurzfristig erhebliche Kapazitäten bieten, sollten die Flüchtlingszahlen wieder drastisch ansteigen.

PIRATENundPARTEI-Ratsgruppe
Sozialverträglicher Wohnraum „Illusion“
Die am 12. August im Sozialausschuss aufgestellte Behauptung der Verwaltung, am IWF-Gelände könne sozialverträglicher Wohnraum realisiert werden, hält die PIRATENundPARTEI-Ratsgruppe für eine Illusion. Francisco Welter-Schultes (Piraten) bezeichnet derartige Ankündigungen als unseriös. Wie die Grünen solche Äußerungen ungeprüft und unkritisch hinnehmen und sie zur Entscheidungsgrundlage heranziehen konnten, die IWF-Unterkunft zu schließen, ist für die Ratsgruppe nicht nachvollziehbar.
„Auf 30% der Baufläche Wohnungsbau für unter 7,00 Euro Miete zu realisieren, kann nicht funktionieren, in keiner Mischkalkulation. Auch nicht dann, wenn sämtliche Bäume gefällt werden und städtebaulich das niedrigste Niveau umgesetzt wird. Der Investor müsste Millionen Euro Verluste einkalkulieren.", so Welter-Schultes. Die Ankündigung, sozialen Wohnraum auf dem IWF-Gelände schaffen zu können, spreche gegen jegliche Erfahrung.
Die Wohnungsgenossenschaft plant, wenige Meter neben dem IWF auf ihrem eigenen längst amortisierten Grundstück im Nikolausberger Weg, Geschosswohnungsbau mit 80 Wohnungen zu realisieren. Hierfür seien Mietpreise von etwa 10 bis 11 Euro anvisiert, so die Genossenschaft, kostengünstiger gehe es heutzutage beim besten Willen schlichtweg nicht.
Der Investor des IWF-Bauprojekts habe bereits 6 Millionen Euro für das Grundstück bezahlt, was zu den Abriss- und Baukosten hinzukomme. Der Mietpreis wäre deutlich höher als 11 Euro. Wohnraum mit Sozialbindung bedeutet 5,60 Euro. In einer Mischkalkulation Preise von unter 7 Euro zu erreichen, sei angesichts solcher Kosten nicht darstellbar, da die Gegenfinanzierung in derselben Wohnanlage nicht möglich ist. Mehr als 15 Euro Miete für die teuersten Wohnungen zu erzielen wäre utopisch, schon gar nicht angesichts der zu erwartenden sehr dichten Bebauung und der Aussicht auf zahlreiche Bewohner, die auf soziale Mietpreise angewiesen sind. „Folglich müsste der Investor das Angebot ,sozialer Wohnraum auf 30% der Fläche‘ nach unseren Schätzungen mit etwa 10 Millionen Euro aus der eigenen Tasche bezuschussen. Es wäre ein völlig unwirtschaftliches Unterfangen“, so Welter-Schultes weiter.
PIRATEN und PARTEI vermuten, die Stadt wolle Konflikten mit dem Investor aus dem Weg gehen, dessen Bauvorhaben auf dem IWF-Gelände bereits seit 2012 verzögert wird. Anstatt die Bedürfnisse der Bürger/innen zu berücksichtigen, sollen einseitig die Interessen eines Privatinvestors umgesetzt werden - und die können keinen sozialen Wohnungsbau beinhalten.

Die Einrichtung im ehemaligen IWF-Gelände am Nonnenstieg vermittelt nach Ansicht der CDU einen ganz anderen Charakter: Es handelt sich um ein Wohnheim, in dem manche Familien seit Eröffnung der Einrichtung wohnen und sich dort nach eigenem Bekunden gut untergebracht fühlen. Relativ kleine, aber helle Zimmer für ein bis zwei Personen, nebeneinander liegende Zimmer für Familien, jeweils sanitäre Einrichtungen und Küche pro Flur, mehrere Gemeinschaftsräume (ein großer Sportraum, ein Theaterraum u.a. für das Boat-People Theaterprojekt, ein tolles Kinderspielzimmer, ein extra Raum für die Hausaufgabenbetreuung, ein Musikraum für Bandproben und ein schönes Außengelände mit Spielgeräten und Fußballtoren für die Kids sowie Grillmöglichkeiten für Bewohner und Ehrenamtliche) schaffen eine vergleichsweise hohe Aufenthaltsqualität für Alt und Jung, Geflüchtete und Ehrenamtliche. In Summe ergibt dieses einen ansprechenden Wohncharakter, bei dem sowohl die Privatsphäre der Geflüchteten gewahrt bleibt, als auch genug Räume für Begegnungen mit Gleichgesinnten und Ehrenamtlichen zur Verfügung stehen. Zudem befinden sich am Nonnenstieg KiTas und verschiedene Schulen in fußläufiger Entfernung zur Unterkunft. Auch kann ohne Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel die Innenstadt erreicht werden. Diese Vorteile erleichtern ganz wesentlich die gesellschaftliche Integration der dort untergebrachten Menschen.

Wenn beide Einrichtungen mit ihren unterschiedlichen Qualitäten erhalten bleiben sollen, muss die Frage beantwortet werden, wo an anderer Stelle Unterbringungskapazitäten wegfallen sollen, ist auch der CDU-Ratsfraktion klar. Dafür bietet sich ihrer Meinung nach das Appartementprojekt der Städtischen Wohnungsbau Göttingen GmbH im Albrecht-Thaer-Weg an. Von Anfang an sei hier so geplant worden, dass dieses Gebäude langfristig als Studentenwohnheim genutzt werden kann – nun könnte diese in der Nähe des Klinikums wie auch zahlreicher anderer Uni-Einrichtungen gelegene Kapazität von 300 Plätzen sofort - und vollständig für studentisches Wohnen genutzt werden.

Der Verzicht auf die Nutzung für die Unterbringung von geflüchteten Menschen würde damit einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des äußerst angespannten und durch starke Mietpreissteigerungen gekennzeichneten studentischen Wohnungsmarktes in Göttingen leisten.

Grüne bekräftigen ihre Haltung
Die Grünen bleiben bei der Frage der Schließung von Flüchtlingsunterkünften bei ihrer Linie, dass weder das IWF noch die Unterkunft auf der Siekhöhe optimale Bedingungen bieten. Dazu Valentin Büchi, Mitglied des Stadtvorstandes: „Wir haben den Prozess und die Vorfestlegung auf den Standort Siekhöhe durch die Verwaltung von Anfang an kritisiert. Trotz beeindruckender Arbeit durch die Haupt- und Ehrenamtlichen vor Ort bleiben die mit der Bauweise verbundenen Mängel bestehen, weshalb die Siekhöhe keine dauerhafte Lösung sein kann. Wir hätten uns eine schon frühere Schließung der Unterkunft gewünscht, was aber ohne Vorbereitung so nicht möglich ist. Schließlich werden auf der Siekhöhe wichtige und notwendige Hilfeleistungen bei der Ankunft in Göttingen geboten. Gleichzeitig besteht die Chance, auf dem Gelände des IWF sozialen Wohnungsbau zu schaffen, der insbesondere Geflüchteten zu Gute kommen könnte. Die Unterkunft am IWF kann also trotz der guten Arbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen nur eine Übergangslösung sein.“

Beide Unterkünfte sollten Ende Sommer 2018 geschlossen und bis dahin Alternativen zur Siekhöhe zu entwickelt werden. „Verwaltung und Rat haben jetzt gut ein Jahr Zeit, um eine tragfähige Lösung für mehr dezentrale Unterbringung und eine alternative ‚Ankommenseinrichtung‘ zu finden.“ Es liege nun an der Stadt und den Ratsfraktionen, Konzepte zu entwickeln. Der Vorschlag von Herrn Theuvsen für mehr Gruppenunterkünfte statt dezentralem Wohnen sei dazu sicher kein sinnvoller Beitrag.

 

Lebensqualität
Zu viel Dünger: Trinkwasser könnte teurer werden
Umweltbundesamt warnt – Preissteigerung bis zu 45 Prozent möglich

Trinkwasser könnte in etlichen Regionen Deutschlands in Zukunft spürbar teurer werden. Grund ist die hohe Belastung des Grundwassers mit Nitrat. Über 27 Prozent der Grundwasserkörper überschreiten derzeit den Grenzwert von 50mg/l. Wenn die Nitrateinträge dort nicht bald sinken, müssen betroffene Wasserversorger zu teuren Aufbereitungsmethoden greifen, um das Rohwasser von Nitrat zu reinigen. Einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge kann dies die Trinkwasserkosten um 55 bis 76 Cent pro Kubikmeter erhöhen. Das entspricht einer Preissteigerung von 32 bis 45 Prozent. Eine vierköpfige Familie müsste dann bis zu 134 Euro im Jahr mehr bezahlen.

Güllewagen
Unser täglich Gift gib uns heute: Gülle-Ausbringung mit Güllewagen
Foto: Ra Boe

Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA: „Mit den Neuregelungen in der Düngeverordnung wurden lange überfällige Schritte eingeleitet, die hoffentlich die Belastungen so weit senken, dass den Trinkwasserkunden die teure Aufbereitung erspart bleibt. Wichtig sind jetzt eine konsequente Umsetzung und verstärkte Kontrollen in den betroffenen Regionen. Falls sich diese Belastungen nicht verringern, müssten weitere und strengere Auflagen für die Landwirtschaft erfolgen.“

Gerade in Gebieten mit landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen ist das Grundwasser häufig durch zu viel Stickstoff belastet. Grund sind die auf den Feldern aufgebrachten Gülle und Mist aus der intensiven Tierhaltung oder Mineraldünger für beispielsweise Obst- und Gemüseanbau. Wasserversorger versuchen bereits heute, das Wasser mit unterschiedlichen Maßnahmen zu schützen, indem sie die darüber liegenden Flächen selbst pachten, Brunnen verlagern oder belastetes mit unbelastetem Wasser mischen. Auch diese Kosten fließen bereits heute in den Trinkwasserpreis mit ein.

Doch derartige Maßnahmen werden in Zukunft in hochbelasteten Regionen nicht ausreichen, um den Nitratwert im Trinkwasser niedrig zu halten. Die UBA-Studie hat dies mit Daten von und in Kooperation mit drei großen Wasserversorgern untersucht: OOWV (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband), Rheinenergie und RWW (Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft). Ergebnis: In einigen Gebieten könnte bald der Fall eintreten, dass das Wasser zusätzlich gereinigt werden muss.Weitere Informationen

 

Elektromobilität
Konsequente CDU-Quengelei zahlt sich endlich aus
Hybrid-Busse bald auch in Göttingen / GöVB erhöht Preise

Jahrelang wurde in Göttingen bei der Anschaffung neuer Stadtbusse über die geeignetste Antriebstechnik diskutiert – aber eben nur diskutiert. Jetzt endlich scheint sich etwas zu bewegen: Voraussichtlich noch in diesem Jahr werden die Göttinger Verkehrsbetriebe drei Hybrid-Busse anschaffen und setzen damit, wenn auch nicht ganz freiwillig, ein erstes Zeichen in den Einstieg umweltfreundlicherer Verkehrsmittel. Möglich macht es ein konsequentes Insistieren der CDU-Ratsfraktion, die seit vielen Jahren schon weg vom Diesel will.

Nach Recherchen des Magazins „ZDFzoom" scheint die Bundesregierung aktiv daran mitzuwirken, betrogenen Besitzern manipulierter Fahrzeuge eine angemessene Entschädigung vorzuenthalten, weil die entstehenden Kosten zu einer existenziellen Krise der „systemrelevanten“ Autoindustrie und damit zu gesamtwirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen führen könnte. Deshalb, so das Magazin, einigte man sich auf ein kostengünstiges Software-Update, womit die betroffenen Dieselautos angeblich wieder in Übereinstimmung mit den Gesetzen sein sollten. Doch Messungen an auf diese Weise „nachgebesserten“ Fahrzeugen zeigen das Gegenteil.
Geheimakte VW
 

Angesichts aktueller Skandale in der Automobilindustrie mit kriminell hohen Abgaswerten, die von einem CSU-geführten Verkehrsministerium nur nachsichtig belächelt werden, das den getäuschten Verbraucher dafür im Regen stehen und gebeutelte Städte überlegen lässt, ihre Innenstädte durch Fahrverbote für solche betrügerisch manipulierten Stinker dicht zu machen, scheinen alternative öffentliche Verkehrsmittel im städtischen Raum dringend geboten. Selbst wenn sie zunächst nur ein sogenannter „Tropfen auf den heißen Stein“ sind, so sind sie doch immerhin ein Anfang, setzen ein Zeichen.

Es hat lange gebraucht zu diesem Zeichen, gegen das sich – nicht zuletzt aus Kostengründen – die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) vehement gesperrt haben und darin von Grünen und Sozialdemokraten bestärkt wurden. „Moderne Stadtbusse mit Motortechnik und Abgasfilter nach Euro 5-Norm sind vorbildliche Fahrzeuge, die zudem die Option für regenerative Kraftstoffe bieten“, meinten während des Kommunalwahlkampfs 2006 noch die Ratsmitglieder Tom Wedrins (SPD) und Ulrich Holefleisch (Grüne). Damals wussten sie es nicht besser. Doch schon damals setzte Daniel Helberg, aus Hannover importierter CDU-Kandidat für den OB-Posten, auf alternative Energien – allerdings auf Erdgas. Das ist zwar kein nachwachsender Kraftstoff, hätte also nur als längerfristige Übergangslösung getaugt, aber immerhin wäre man mit deutlich weniger Schadstoffen wohl auch aus der CO2-Falle herausgekommen. Helberg wollte zudem bereits vorhandene privatwirtschaftliche Infrastruktur zur Betankung der Busflotte nutzen, um die GöVB vor enormen Investitionskosten zu bewahren.

Hybridbus
 
Hybridbus an einer LadestationFoto: Stauffen

Die kommen jetzt gleichwohl auf sie zu, zum Beispiel durch geeignete Vorrichtungen, um Fahrzeuge auch an den Endstationen mit Strom betanken zu können. Überwiegend jedoch werden auch solche Busse ihre elektrische Energie vom dieselgetriebenen Motor beziehen müssen, reichen die Kapazitäten doch allenfalls für Kurzstrecken, z.B. für eine Fahrt durch die Innenstadt. Dort aber immerhin können sie, sofern es nicht bei den drei Testfahrzeugen bleibt, durchaus die Luftqualität ein wenig beeinflussen – wenn das denn nicht durch den konventionell motorisierten Lieferverkehr wieder zunichte gemacht würde. Der vom niedersächsischen Umweltministerum ausgewiesene Luftqualitätsindex für Göttingen wird zwar mit „gut“ ausgewiesen, doch liegt die Stadt niedersachsenweit gleichwohl in der Spitzengruppe jener Städte mit der höchsten Feinstaubbelastung (Messpunkt Bürgerstraße, Grenzwert 14mal überschritten).

Ob Elektrobusse zudem das Gelbe vom Ei sind, ist aber nicht einmal ausgemacht. Eine ernsthafte Alternative wäre der Wasserstoffantrieb, sobald endlich die damit noch verbundenen Probleme der Speicherung dieses unerschöpflichen Energieträgers sowie – auch hier – die Probleme der Infrastruktur beherzt angegangen würden. Lediglich 400 Tankstellen plant die Bundesregierung bis zum Jahr 2023 und noch wird ein Großteil des Wasserstoffs aus fossilen Energieträgern gewonnen, was aber durchaus auch per Elektrolyse direkt aus Wasser geschehen könnte. Wasserstoff ließe sich direkt in modifizierten Otto-Motoren verwenden, doch nur wenige Hersteller, etwa BMW, Daimler Benz und Mazda, forschen an dieser Technologie. Auch der Lkw-Hersteller MAN experimentiert bereits seit 1999 mit Wasserstoff, drei Busse wurden beispielsweise am Flughafen München eingesetzt und 2006 setzte MAN ebenfalls zwei Busse mit Wasserstoff bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin ein. Auch die Berliner Verkehrsgesellschaft testet seit 2008 14 Wasserstoff-Busse im Linienverkehr.

Deutlich mehr Autohersteller setzen jedoch auf die Brennstoffzellentechnik, bei der Wasserstoff zunächst in elektrische Energie umgewandelt wird und einen Elektromotor im Fahrzeug antreibt. Sie erzielt höhere Wirkungsgrade – insbesondere im Teillastbereich – und ermöglicht gleichzeitig einen lautlosen Betrieb. Jedenfalls wären bei beiden Wasserstoff-Antrieben Diskussionen um schädliche Abgase ein für allemal vom Tisch.

Die nun für Göttingen vorgesehenen Hybrid-Busse werden auch weiterhin mit Diesel betrieben, sind gleichwohl aber ein Schritt in die richtige Richtung. „Mit dem jetzt vorgestellten und beschlossenen Konzept zeichnet sich endlich ein klarer Wandel ab, auch wenn der Systemwechsel Jahrzehnte bis zur vollen Umsetzung benötigen wird“, freut sich nun der „grüne“ Christdemokrat Hans-Georg Scherer ein wenig zu euphorisch, der wohl auch maßgeblich als Mitglied im Aufsichtsrat der Göttinger Verkehrsbetriebe diesen auf die Füße getreten hat. Doch solch ein Systemwechsel kostet. Und so ärgert sich Scherer gleichzeitig über die anstehende Fahrpreiserhöhung der GöVB: „Wir werden den Einstieg in die E-Mobilität nicht umsonst bekommen, aber die diesjährige Tariferhöhung hat damit absolut nicht zu tun. Wir warnen die Geschäftsführung davor, allgemeine Kostensteigerungen dem geplanten Systemwechsel anzulasten. Wenn die Göttinger Ratspolitik gemeinsam den Umstieg wünscht, dann wird sie dafür auch die notwendigen (Steuer-)Mittel bereitstellen müssen. Aus dem Portemonnaie der einzelnen Nutzer kann und darf diese große Aufgabe sicher nicht bewältigt werden.“

Doch irgendwo muss das Geld ja herkommen. Dann eben aus dem Portemonnaie aller (potenziellen) Nutzer.

 

Wohnraum
Grüne wollen Leerstand beenden
Landesgesetz „in greifbarer Nähe“

Die Grünen-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen fordert in einem aktuellen Antrag, eine Satzung für die Stadt Göttingen zu entwickeln, die dazu geeignet ist, die Zweckentfremdung von Wohnraum zu verhindern.

Dazu der Fraktionsvorsitzende Rolf Becker: „Bereits seit längerem setzen wir uns – sowohl durch eine Ratsinitiative als auch gegenüber der Landesebene – dafür ein, der Zweckentfremdung von Wohnraum durch Leerstand wirksam begegnen zu können. Bisher waren uns als niedersächsischer Kommune hier die Hände gebunden, da ein entsprechendes Gesetz auf Landesebene fehlte. Dieses ist nun in greifbarer Nähe.“

Thomas Harms„Der unseligen Zweckentfremdung von Wohnraum in dieser Stadt muss endlich der Garaus gemacht werden. So wie in Kirchen keine Kartoffeln eingelagert werden sollen, dürfen aus Wohnungen keine Spekulationsobjekte gemacht werden“, ergänzt Thomas Harms (Abb.), Pastor und Grüner im Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit und Wohnungsbau zu den „teilweise haarsträubenden Zweckentfremdungen“ von Wohnungen in der Stadt.

Aktuell ist auf Landesebene der Entwurf für ein Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum in Abstimmung. Becker: „Wir freuen uns, dass Niedersachsen auf dem besten Wege ist, ein wirksames Instrument gegen Wohnraumzweckentfremdung zu gestalten.“ Die Grünen gehen davon aus, dass das Gesetz Anfang 2018 in Kraft tritt. Ziel ihres Antrags ist, dass auch die entsprechende Göttinger Satzung zum 1.1. 2018 in Kraft tritt, sodass ab Jahresbeginn gegen Wohnraumzweckentfremdung wirksam vorgegangen werden kann.

Harms abschließend: „Wir wollen den vorhandenen Wohnraum dem Wohnraummarkt wieder umfänglich zugänglich machen, um die Wohnungsnot nicht nur durch neues Bauen zu lindern.“
Der Antrag im Wortlaut:Weitere Informationen

 

Kriminalität
Häufung von Fahrraddiebstählen erschreckt Ratsparteien
Sichere Stellplätze sollen Abhilfe schaffen / ADFC-Test lässt Göttingen gut abschneiden

Die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen im Rat der Stadt sehen sich angesichts jüngst veröffentlichter Zahlen zum Fahrraddiebstahl darin bestätigt, dass sichere Radabstellanlagen in Göttingen dringend benötigt werden. Sie fordern deshalb die Verwaltung auf, einen gemeinsamen Antrag im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität zügig zu behandeln und noch in diesem Jahr sichere Stellplätze für (Elektro-) Fahrräder im Innenstadtbereich zu schaffen.

 
Diebstahl Werk von Sekunden: kaum gesicherte Räder in der CityFoto: L. Krey

Bereits in der Ratssitzung am 12. Mai hatten die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zum Thema E-Mobilität auf den Weg gebracht. „Die Verwaltung wird beauftragt an vier Standorten im Innenstadtbereich (inkl. Bahnhofsbereich) sichere Stellplätze für jeweils bis zu fünf (Elektro-) Fahrräder einzurichten“, heißt es darin. Zwar wird der Radverkehr in Göttingen stark gefördert, doch gebe es angesichts der Zunahme „weder quantitativ noch qualitativ ausreichend sichere Fahrradstellplätze“, bemängelt Ausschussmitglied Uli Holefleisch (Grüne). Fahrraddiebstahl sei leider alltäglich geworden.

Vor allem ist er bestens organisiert, wie Recherchen von TV-Magazinen ergeben haben. Und: die Polizei ist ziemlich machtlos, sofern die Täter nicht unmittelbar beim Diebstahl gestellt werden. Im Westen der Republik beispielsweise existieren große Fahrrad-Umschlagplätze, die sich jedoch dem Zugriff der Justiz entziehen, solange kein konkreter Tatverdacht nachweisbar ist, weil sie sich auf Privatgelände befinden. Dort werden Unmengen von Rädern unter den Augen der Öffentlichkeit verschoben. Das dort lastwagenweise abtransportierte Diebesgut findet sich wenig später dann im Baltikum wieder, wie Recherchen mit eigens dafür präparierten Rädern ergeben haben.

Im aktuellen Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) wurde Niedersachsen als fahrradfreundlichstes Bundesland in Deutschland bezeichnet. Unter den Städten zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern konnte Göttingen bundesweit den Spitzenplatz belegen. „Dass ausgerechnet Göttingen mit seinem Radschnellweg bundesweit führt, bestätigt unsere Fahrradpolitik mit Weitsicht“, meinen die Landtags-Grünen dazu: Nur den Bestand zu erhalten bringe noch keine Verkehrswende, man müsse auch die Herausforderungen von morgen mitdenken und ins Handeln einfließen lassen. Deshalb: „Der Berufsradverkehr braucht Radschnellwege.“
„Auch wenn Göttingen jetzt einen ersten Platz belegt hat, so ist doch bei einer Gesamtnote von 3,3 noch einiges zu tun“, meint der verkehrspolitische Sprecher der Göttinger SPD-Fraktion, Volker Grothey. Besonders der häufige Fahrraddiebstahl und schlechte Führung an Baustellen sowie seltene Falschparkerkontrollen auf Radwegen wurden von den Befragten in Göttingen moniert.
 

Die von den Antragstellern geforderten „sicheren Abstellplätze“ können da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, zumal sie ja nur E-Bikes berücksichtigen. Die werden zwar bevorzugt geklaut, das Gros der Diebstähle betrifft allerdings ganz normale – zumeist hochwertige – Räder. Folglich werden, so die Vermutung der Antragsteller, „aus Angst vor Diebstahl oder mutwilliger Zerstörung … teure Fahrräder häufig nicht benutzt; stattdessen werden ältere, zumeist weniger gute Fahrräder eingesetzt oder Radfahrten ganz unterlassen.“

„Ob eine Fahrt mit dem Fahrrad gestartet wird, hängt auch von den Bedingungen am Ziel ab“, meint der mobilitätspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Volker Grothey. „Das sichere Parken am oder in der Nähe des Zielpunktes beeinflusst die Entscheidung zu Gunsten der Fahrradnutzung.“ Mit der Einrichtung von fünf sicheren Abstellplätzen an vier verschiedenen Standorten sollen nun erste Erfahrungen gesammelt werden, ob und unter welchen Bedingungen die Plätze angenommen werden, mit dem Hauptaugenmerk auf zentrale Lage, praktische Handhabung und Schutz vor Diebstahl. Andere Kommunen haben bereits mit abschließbaren Fahrradboxen experimentiert, da könne man sich vielleicht etwas abgucken. Dem professionell organisierten Diebstahl allerdings wird dies wohl kaum Einhalt gebieten.
Der Rats-Antrag im Wortlaut:Weitere Informationen

 

Flächennutzungsplan
Grüne für Beschleunigung und Intensivierung des Wohnungsbaus
SPD: Flächenversiegelung „Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Stadt“

Mit ihrer Zustimmung zum vorliegenden Flächennutzungsplan (FNP) machen die Grünen im Rat den Weg frei für die gemeinsam mit der SPD initiierten Ratsbeschlüsse zur Beschleunigung und Intensivierung des Wohnungsbaus. Das klingt zunächst einmal sehr sozial, hat aber durchaus auch seine Kehrseiten. Würde man nämlich dieselben Formulierungen „Beschleunigung und Intensivierung“ beispielsweise auf die Landwirtschaft oder auf das Bevölkerungswachstum anwenden, so wird schlagartig deutlich, dass sich zunehmend verschärfende gesellschaftliche Problemfelder mit solchen Beschreibungen allenfalls temporär mildern lassen, keineswegs aber einer zukunftsfähigen Lösung im Sinne von Nachhaltigkeit zugeführt werden.

Nun wird man von einer SPD nicht allzuviel mehr verlangen können als ihr tradiertes Verhaftetsein in Forderungen nach vermeintlich sozialen „Fortschritten“, welche in Zeiten deutlicher Unterprivilegierung der Arbeiterschaft wohl ihre Berechtigung hatten, die es so jedoch heute gar nicht mehr gibt. Von einer relativ jungen Partei wie den Grünen müsste man hingegen mehr verlangen können als „Es sei an der Zeit, jetzt beschleunigt zu bauen“, wie der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Rat der Stadt, Rolf Becker, die Zustimmung seiner Fraktion begründet, denn: „Sollten wir das nicht schaffen, steigen die Immobilienpreise weiter, mit all den sozialen Folgen.“

Noch mal davongekommen: Areal für geplanten Golfplatz im Süden von Geismar (im Hintergrund)Foto: vs

Sollten sie es jedoch schaffen, werden die Grünen – und nicht nur sie – über kurz oder lang erneut vor die Wahl gestellt, welche Kleingärten oder anderen innerstädtischen Grünflächen sie wegen des zunehmenden Siedlungsdrucks anheim geben wollen oder – schlimmer noch – welche eigentlich schützenswerten Landschaften aus der näheren Umgebung plötzlich nicht mehr für schützenswert erachtet werden. Warum es so kommen wird? Weil bis heute niemand den politischen Mut aufbringt zu sagen: „Stopp – bis hierher und nicht weiter.“ Denn rote Linien sind längst schon überschritten. Und der Druck wird auch erkannt: „Viel Potenzial sehen die Grünen bei der weiteren Entwicklung von Elliehausen, es könnte auch den Druck aus der angespannten Diskussionslage am Holtenser Berg nehmen“, erklärt Becker.

Dass ihm die Zustimmung zum Flächennutzungsplan selbst nicht ganz geheuer ist, gibt er freimütig zu: „Trotz allem bleibt der FNP ein Kompromiss und aus Grüner Perspektive kritikwürdig.“ Statt massiv in die Nachverdichtung zu gehen oder neue Quartiere ganz bewusst zu gründen, werde die Stadt überall in Fortführung der aktuellen Wohnbebauung weiter ausgefranst. Man wolle deshalb die Umsetzung der Planungen „kritisch-konstruktiv“ begleiten. Die grüne Vorsitzende im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität, Sabine Morgenroth, hält ihrer Partei entschuldigend zugute, dass es wenigstens gelungen sei, „einige besonders schützenswerte Flächen im Außenbereich aus der Flächenbevorratung herauszunehmen und im Landschaftsschutz zu belassen“ und zählt dabei den avisierten Golfplatz südlich von Geismar auf, das Areal um den Bismarckstein und den Helmsgrund.

Was sie nicht sagt, aber zwischen den Zeilen herauszulesen ist: dass einige ursprünglich schützenswerte Flächen nun plötzlich nicht mehr schützenswert sind und – so darf man bei andauerndem und politisch gefördertem Siedlungsdruck prognostizieren – auch diese Schutzgebiete einmal dem politischen Opportunismus zum Opfer fallen werden. Da stellt sich dann ein grundsätzliches Problem der Grünen: wollen sie eine etablierte, glattgeschliffene 15-Prozent-Partei bleiben oder sich auf ihre ursprünglichen Werte besinnen, auch auf die Gefahr hin, zunächst bei fünf bis acht Prozent vor sich hin zu dümpeln. Aber davon scheinen sie ja gar nicht mehr allzu weit entfernt zu sein. Sie sollten es als Chance begreifen.

SPD: „Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Stadt“
Der neue Flächennutzungsplan sei ein „Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Stadt und ihrer Ortsteile“, sekundiert auch die baupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sylvia Binkenstein, der alte sei zahlreichen „neuen Herausforderungen“ nicht mehr gerecht geworden. Das war nicht anders zu erwarten. Denn Arbeitsplätze zu schaffen und dafür Wohnraum bereit zu stellen, „die Belange der Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie … Standorte für Gewerbe und Industrie“ expandieren zu lassen, auch wenn dabei immer mehr Lebensressourcen flöten gehen, kann in den Augen von Sozialdemokraten nur sozial sein. Da muss man nicht lange über Spätfolgen solcher zahlreichen „neuen Herausforderungen“ nachdenken, das können andere Generationen später tun. So hofft man, mit kurzfristigen und wohl auch kurzsichtigen Erfolgen die Wähler bei der Stange zu halten, was aber nun schon dreimal in die Hose gegangen ist.

Vorausschauendes Denken und über spätere Konsequenzen nachdenken? Fehlanzeige. Da unterscheiden sich die beiden Göttinger Koalitionäre nicht allzu sehr. Die Geister, die man regelmäßig ruft, indem man Wachstum mit Wohlstand gleichsetzt, bekommt man heute kaum noch in die Flasche zurück. Man will es wohl auch gar nicht, weil es Wählerstimmen kosten würde. So unterbleibt, was eigentlich erforderlich wäre, schiebt man wesentliche Probleme, die längst gelöst werden müssten (und könnten), immer weiter vor sich her, weil man die Bürger mit nicht einlösbaren Versprechungen jahrzehntelang „angefüttert“ hat. Sie hätten längst „abgestillt“ werden müssen.

Dass die Bundesregierung genug für den Umweltschutz tue – dieser Meinung sind nach einer Studie des Umweltministeriums vom April dieses Jahres lediglich neun Prozent der Befragten. Dabei folgt der Umweltschutz nach ihren Aussagen in der Rangordnung der aktuell wichtigsten Probleme gleich an dritter Stelle, hinter Zuwanderung und Kriminalität. Doch so autoverwöhnt, wie sie von der Politik umworben werden, so inkonsequent sind sie: zwar geben 61 Prozent der Autofahrer in Großstädten an, zu einem Umstieg auf andere Verkehrsmittel bereit zu sein, verwirklichen tun sie es aber nicht. Angeblich stehen dem zu hohe Hürden, will heißen: Unbequemlichkeiten entgegen.
Im Mikrokosmos Göttingen kann man es nachvollziehen.

 

Verkehr
UBA: Deutlich mehr Geld für Busse und Bahnen nötig
Nur strikter Subventionsabbau setzt ausreichend Geld für attraktiven ÖPNV frei

Schlechte Luft, Lärm, Staus, zu wenig Grün – viele Menschen in Städten plagen diese Probleme. In einer neuen Publikation skizziert das Umweltbundesamt (UBA), wie eine Stadt der Zukunft aussehen kann, die lärmarm und grün ist und in der die Menschen umweltfreundlich unterwegs sind. Kernelement dieser „Stadt für Morgen“: ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr.

Alexander Dobrindt
 
Umweltschädliche Subventionen für mehr als 28 Milliarden Euro: Automobilförderer und Witzfigur Alexander Dobrindt (CSU) – hier im Karneval
Foto: Kandschwar

Ergänzt wird dieser um Fuß- und Radverkehr sowie elektrisch angetriebene, automatisiert fahrende Carsharing-Autos. Saubere Luft, Ruhe und mehr Grün in der Stadt – das gehe nur mit mehr Bussen und Bahnen und mit weniger Autos. Der öffentliche Personennahverkehr sei das Rückgrat der Stadtmobilität, so das Umweltbundesamt. Er müsse aber gestärkt werden und vor allem ausreichend finanziert sein. „Wenn wir umweltschädliche Subventionen endlich abbauen und die Gelder in den ÖPNV umschichten, gelingt das auch“, so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Möglich wäre es: Die umweltschädlichen Subventionen des Verkehrssektors belaufen sich derzeit auf mehr als 28 Milliarden Euro pro Jahr. Für einen leistungsstarken ÖPNV wären pro Jahr nur rund elf Milliarden Euro nötig (Angabe des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, VDV).

Die Analyse des UBA zeigt außerdem: Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern benötigen nicht mehr als 150 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner, um eine uneingeschränkte Mobilität anzubieten. Diese wären als Carsharing-Fahrzeuge unterwegs und könnten jederzeit von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Bei weniger als 150 Pkw brauchen die Fahrzeuge auch nahezu keine öffentlichen Stellplätze mehr. Straßen und Parkplätze würden nach und nach zu Grün- und Aufenthaltsflächen oder zu Bauland, um innerstädtischen Wohnraum zu schaffen. Zudem bekäme der Radverkehr mehr Raum und es entsteht mehr Platz für den Ausbau des ÖPNV. In deutschen Großstädten mit über 100.000 Einwohnern gibt es derzeit im Schnitt etwa 450 Pkw pro 1.000 Einwohner.

Damit die Menschen in der Stadt für Morgen genauso mobil sind wie heute, müssten die Alternativen zum eigenen Pkw deutlich attraktiver werden. Dies belegt auch ein weiteres gerade abgeschlossenes Forschungsprojekt des UBA: Demnach funktioniert Carsharing besonders gut, wenn es mit ÖPNV und Leihfahrrädern verknüpft ist. Carsharing kann jedoch nur maximal 15 Prozent der Verkehrsleistung in größeren Städten einsparen. Krautzberger: „Carsharing kann den ÖPNV ergänzen, aber nicht ersetzen. Wenn wir umweltfreundlich mobil sein wollen, geht das nur mit einem stark verbesserten ÖPNV. Unser Ziel sollte sein, ohne eigenes Auto in der Stadt genauso mobil zu bleiben. Es wird aber auch immer Autos in Großstädten geben, man kann eben nicht alles mit dem ÖPNV transportieren.“

„Die letzte Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten zeigt, wir hier drohen als Stadt in eine Falle zu laufen. Die Autofahrten im Kernbereich der Stadt nehmen wieder zu, die Fahrten mit dem Rad zwar auch, aber der ÖPNV verharrt, weil als zu unkomfortabel empfunden, auf der Stelle. Und das bei steigenden Kosten.
Gut, dass wir jetzt anfangen, E-Mobilität bei den Bussen umzusetzen, um die Emissionen im Stadtbereich zu reduzieren, aber für die Göttinger Verkehrsbetriebe bedeutet dies erst einmal zusätzliche Kosten, und das ohne einen einzigen zusätzlichen Fahrgast. Der Umbau der GöVB zum Mobilitätsdienstleister kann so nicht gelingen. Wenn wir hier weitermachen wie bisher, wird der Betrieb mehr als 10 Mio. Euro Defizit im Jahr haben und wir werden uns hier im Rat und in der Öffentlichkeit in einem fruchtlosen Streit Linienkürzungen versus Fahrpreiserhöhungen verfangen.
Einen Ausweg aus diesem Dilemma könnte eine Bürger/innenkarte für alle Menschen in Göttingen und den umliegenden Gemeinden bieten. Eine Bürgerkarte, die finanziert durch alle erwachsenen Einwohner/innen des Gebiets, allen eine ÖPNV-Mobilität ermöglicht. Die Grundidee kennen Sie vom Semesterticket für Studierende. Über diese Bürger/innenkarte und ihre Finanzierung müsste selbstverständlich erst einmal eine offene Diskussion mit den Bürger/innen geführt werden. Sicher kein einfaches Ansinnen, aber eines, dessen Umsetzung viele unserer Mobilitätsprobleme lösen würde, angefangen von der krankmachenden Luftverpestung im Kernbereich der Stadt, den Parkplatzproblemen und dem stockenden Verkehr bis hin zur Reduktion der Unfallgefahr und Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Insbesondere unter sozialpolitischer Perspektive ein begrüßenswertes Projekt: Sind es doch überwiegend die weniger vermögenden Menschen, die an besonders schadstoffbelasteten Straßen wohnen und oft selbst über keinen eigenen Pkw verfügen. Alleine allerdings können Kommunen den notwendigen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs nicht finanzieren, hier sind Bund und Länder gefordert. Der Umbau der GöVB zum umfassenden Mobilitätsdienstleister würde aus unserer Sicht zudem die Verwirklichung der E-mobilen City-Logistik und weitere Aufgaben mehr beinhalten.“
Fraktions-Chef Rolf Becker (B90/Grüne) in seiner Rede zum Haushalt am 17.03. 2017

 

Klimabilanz 2016
Verkehr und kühle Witterung lassen Emissionen steigen
Fast 4 Mio. to mehr Treibhausgase als 2015 – Verkehrssektor sogar über Niveau von 1990
Umweltbundesamt empfiehlt Kontingentierung und Handel mit Flächenzertifikaten

In Deutschland wurden 2016 insgesamt fast 906 Mio. Tonnen Treibhausgase freigesetzt – etwa 4 Millionen Tonnen mehr als 2015. Das zeigen aktuelle Prognose-Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA). Am stärksten gestiegen sind die Emissionen im Verkehrssektor: Hier sind es 5,4 Millionen Tonnen mehr als 2015, ein Plus von 3,4 Prozent.

Der Anstieg der Verkehrsemissionen geht vor allem darauf zurück, dass mehr Diesel getankt wurde und der Straßengüterverkehr um 2,8 Prozent gewachsen ist. „Die Klimagasemissionen des Verkehrs liegen mittlerweile 2 Millionen Tonnen über dem Wert von 1990. Wenn sich im Verkehrssektor nicht bald etwas bewegt, werden wir unsere Klimaschutzziele verfehlen. Die Effizienzsteigerungen bei Fahrzeugen sind durch das Verkehrswachstum auf der Straße verpufft“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seine Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu mindern, derzeit ergibt sich nur eine Minderung von 27,6 Prozent.

Anders als auf der Straße erlebte der klimafreundliche Schienengüterverkehr 2016 einen Rückgang bei den transportierten Tonnenkilometern um 0,5 Prozent. Grund sind die zu niedrigen Mautsätze für Lkw und die günstigen Spritpreise. Letztere führten zu einem Plus von 3,5 Prozent beim Dieselabsatz (Benzin: plus 2 Prozent). Krautzberger: „Für eine Verkehrswende sollte die Maut auf das gesamte Straßennetz und auf alle Lkw-Klassen ausgeweitet werden. So können wir die Umweltschäden durch Treibhausgase und Lärm den Verursachern besser anlasten.“

Umweltbundesamt empfiehlt Kontingentierung und Handel mit Flächenzertifikaten
In Deutschland werden jeden Tag 66 Hektar Fläche verbraucht. Diese Zersiedelung hat erhebliche negative Folgen für die Umwelt. Die Bundesregierung hat sich deshalb in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu senken – bis 2030 soll er weniger als 30 Hektar betragen. Der in einer Studie des Umweltbundesamts (UBA) entwickelte Aktionsplan Flächensparen zeigt: Das derzeitige Bau- und Planungsrecht reicht allein nicht aus, um das „30 Hektar-Ziel“ zu erreichen. Das Ziel muss verbindlich festgelegt werden, die Fläche nach einem festen Schlüssel auf die Länder und weiter auf die Kommunen verteilt werden. Die Umsetzung könnte durch einen kommunalen Handel mit Flächenzertifikaten erfolgen, dessen Praxistauglichkeit in einem bundesweiten Modellversuch bereits erfolgreich erprobt wurde.

UBA-Präsidentin Krautzberger: „Der Flächenverbrauch zählt zu den drängenden Umweltproblemen in Deutschland. Jeden Tag bebauen und versiegeln wir 66 Hektar Land – eine Fläche etwa so groß wie 90 Fußballfelder. Die Landschaft wird immer weiter zersiedelt. Boden und Grundwasser werden belastet, die Lebensräume vieler Arten zerstört, mehr Verkehr führt zu mehr Lärm und Abgasen. Unser Flächenverbrauch ist immer noch mehr als doppelt so hoch wie ursprünglich von der Bundesregierung bis 2020 angestrebt. Das Ziel ist klar: Wir müssen unseren Flächenverbrauch reduzieren. Das werden wir nur durch Kontingentierung und verbindliche Mengenbegrenzungen erreichen.“Weitere Informationen

 

Wiedergutmachung
Stadt will dieses Jahr 300 Bäume pflanzen
Schwaches Trostpflaster für dauerhafte Flächenversiegelungen

eb/pdg — Klingt gut: Ab dem 20. März bis Ende April will die Stadt rund 200 Neuanflanzungen nicht nur zum Ersatz für im vergangenen Winter gefällte Bäume, sondern auch zur Mehrung des vorhandenen Baumbestandes sowie zur Kompensation versiegelter Flächen durchführen. Weitere 100 Pflanzungen sollen dann im Herbst erfolgen. Das mag zwar die fortschreitende Umweltzerstörung – auch in Göttingen – vielleicht ein wenig lindern, verhindern aber tut es sie nicht. Was so gut klingt, ist teilweise nur Augenwischerei.

Insgesamt sollen in diesem Frühjahr rund 130 Bäume durch Mitarbeiter des Baubetriebshofes an Straßen und in Park- und Grünanlagen in die Erde kommen. Die Jungbäume stammen aus einer Baumschule in Wahlsburg / Lippoldsberg, die nach entsprechender Ausschreibung den Auftrag für die Lieferung in diesem Jahr erhalten hat. Weitere ca. 70 Baumpflanzungen werden an ansässige Firmen des Garten- und Landschaftsbaues vergeben. Größere Pflanzungen finden in den nächsten Wochen am Kiessee (16 Bäume: ein Speierling, sechs Zier-Kirschen, jeweils drei Rotbuchen, Weißtannen und Sommerlinden), auf dem Bartholomäus-Friedhof (22 Bäume: elf Zuckerahorn, acht Zerr-Eichen und drei Walnüsse) und an der Kiesseestraße (sieben Ulmen) statt.

Baumfällung
 
„Fortschritt“ durch Versiegelung: Im Ringen mit der Stadtentwicklung zieht die Natur immer den Kürzeren Foto: vs

Weil Bäume eine wichtige ökologische Funktion erfüllen und die Stadt attraktiv machen, so die Verwaltung, schöpft der Fachbereich die vorhandenen finanziellen Mittel jedes Jahr vollständig aus. Das muss er wohl auch, wird diese wichtige ökologische Funktion an anderer Stelle doch durch massive städteplanerische Eingriffe systematisch und dauerhaft wieder gestört. Die vom Gesetzgeber nach dem Bundesnaturschutzgesetz vorgeschriebenen „Ausgleichsmaßnahmen“ mit dem darin geregelten generellen Verschlechterungsverbot für Natur und Landschaft sind da nur scheinbar ein probates Mittel, dieser dauerhaften Zerstörung Einhalt zu gebieten. Denn eine Baum­an­pflanzung als Ersatzmaßnahme für die Zerstörung des Bodens durch Versiegelung kann allenfalls den Verlust der Luftqualität kompensieren, den Verlust des Bodens selbst hingegen nicht. Und in der Folge auch nicht den Artenschwund, der sich immer mehr beschleunigt und billigend in Kauf genommen wird.

„Nun geht es darum, gemeinsam die Erwartungen an Grüne Lösungen und Ideen zu erfüllen und Grüne Antworten auf die anstehenden Herausforderungen zu liefern", erklärt passend zum Thema aber ganz unabhängig davon die gerade zur Sprecherin des Grünen-Kkreisvorstands gewähle Viola von Cramon. Man brauche „für die nächsten Monate … einen schlag­kräf­tigen, mutigen und selbstbewussten Kreisvorstand“. Na dann.  

„Die große Herausforderung ist nicht das Pflanzen selbst, sondern sind die Bewässerung und Pflege bis zum vollständigen Anwachsen am Standort“, meint die der städtischen Bauverwaltung unterstellte Leiterin des Fachbereichs Stadtgrün und Umwelt, Gudrun Friedrich-Braun. Als der Mensch noch nicht so massiv in die Natur eingegriffen hatte wie es heute der Fall ist, konnte diese Herausforderung die Natur noch selbst übernehmen – und auch lösen. Jetzt, wo man meint, im Rahmen permanenter stadtplanerischer Überlegungen lenkend eingreifen zu müssen, kostet ihn diese Herausforderung glatt bis zu 1.500 Euro – für die Vorbereitung des Standortes, die Pflanzware, für Substrat, Verankerung, Bewässerungs- und Belüftungsset, Gehwegangleichungen sowie die Fertigstellungs- und schließlich Entwicklungspflege. Für Pflanzungen in Park- und Grünanlagen – dort gibt es ja noch Reste kultivierter Natur – sind der Aufwand und damit auch die Kosten etwas geringer.

Kosten, die man zumindest teilweise vermeiden könnte, wenn kompensatorische Maßnahmen gar nicht erst erforderlich würden – wenn also Flächenversiegelungen endlich einmal Einhalt geboten würde, für die solche Baumanpflanzungen nur scheinbar ein adäquater Ersatz sind. Entsiegelt nämlich wird dadurch kein einziger Quadratmeter unserer Lebensgrundlage.

 

Finanzen
Verwaltung soll Geld künftig nachhaltig anlegen
Neue Richtlinie für Kapitalanlagen / Verwaltungshandeln selbst nicht betroffen

Die Stadt Göttingen wird ab April einen Teil ihres Kapitals nur noch dort anlegen, wo mit diesem Geld nachhaltig gewirtschaftet wird. Damit haben die Göttinger Grünen ein wichtiges kommunalpolitisches Ziel erreicht, das sie erst im November letzten Jahres in einem Antrag im Rat formuliert und auf den Weg gebracht hatten. Göttingen zählt damit nach Münster und Stuttgart zu einer der ersten Städte in Deutschland, die eine solche halbwegs nachhaltige Strategie bei der Anlage ihres Finanzvermögens verfolgen.

B90/Die Grünen
Dringlichkeitsantrag zum Parkplatzausbau am Kiessee
 

Zur Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke am 9. März hatten die Grünen wegen der Parkplätze, die die Stadtverwaltung aktuell eigenmächtig errichten lässt, einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Darin fordern sie u.a., dass der Ausbau „unverzüglich bis auf Weiteres gestoppt“ wird, verweisen auf die aktuellen Befragungsergebnisse zur gestiegenen Autonutzung der Bevölkerung und verlangen die Umsetzung der vom Rat beschlossenen Umwelt- und Klimaschutzziele.

 

Die Fahrradstadt Münster hatte sich bereits zur Zeit der Göttinger Antragstellung dazu verpflichtet, sich nicht an Unternehmen zu beteiligen, die Kinderarbeit zulassen, Militärwaffen herstellen oder vertreiben, die Atomenergie erzeugen oder auf nicht nachhaltige und klimaschädliche Energien setzen oder die Schiefergasgewinnung (Fracking) betreiben. Die nun beschlossene „Richtlinie für Kapitalanlagen der Stadt Göttingen“ betrifft hauptsächlich das Vermögen von Stiftungen und Pensionsrücklagen – zusammen immerhin knapp 80 Millionen Euro – schließt aber auch die städtischen Gesellschaften mit ein.

Sicherheit geht vor Ertrag, heißt es in der neuen Richtlinie, die Geldanlage darf deshalb „überwiegend nur in solchen Bereichen erfolgen, in denen eine Rückzahlung des gesamten nominalen Anlagekapitals gewährleistet werden kann“. Im neu hinzugekommenen §11 ist nun geregelt, dass für „alle Kapitalanlagen … der Grundsatz der Nachhaltigkeit im Sinne der Definition der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (sogenannte „Brundtland-Kommission“) gilt, worunter nicht nur die auch für Münster geltenden Kritierien aufgelistet werden, sondern in einer recht unverbindlichen Empfehlung zusätzlich auch noch weitere ethische Grundsätze „anzustreben“ sind, etwa keine Beteiligung an Gen-Tech-Unternehmen oder solchen, die Tierversuche für die Herstellung von Kosmetika durchführen, keine Beteiligung auch an Unternehmen, denen eklatante Bestechungs- oder Korruptionsfälle nachgewiesen worden sind.

 
Nachhaltigkeit bedeutet, nicht mehr zu verbrauchen oder zu zerstören, als sich auf natürliche Weise wieder regenerieren kann. Was mit kleinen zusätzlichen Parkflächen am Kiessee anfängt und weitere Verkehre nach sich zieht, hört schließlich bei der dauerhaften Landschaftszerstörung auf. Hier bei Houston/Texas.Foto: Dhanix

„Wenn wir Geldanlagen tätigen, dann geben wir den Firmen die Möglichkeit, mit diesem Geld zu investieren. Fördern sollten wir also da, wo wir den Investitionszweck gutheißen, nicht da, wo die größte Rendite lockt“, erklärt die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Dagmar Sakowsky, das Prinzip. Es geht in der Anlagerichtlinie folglich um den Boykott von Geldanlagen, die den eigenen Zielen widersprechen und damit potenziell einen Bumerang-Effekt auslösen. „Wenn wir nachhaltig investieren, hat das in dreifacher Hinsicht unschätzbare Vorteile“, meint Sakowsky: „Die Finanzen sind langfristig auf ein sicheres Fundament gestellt, wir fördern unsere nachhaltigen Klimaschutzziele und wir entziehen Firmen, die gegen grundsätzliche ethische Normen verstoßen, die Finanzierungsgrundlage.“ Jetzt sei es wichtig, dass sich das Divestment noch in weiteren Kommunen, auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene durchsetzt.

Allerdings nutzen selbst die besten Kapitalanlagen nichts, solange man vor Ort mit der Nachhaltigkeit recht berserkerhaft umgeht. Gerade erst feierten Stadtverwaltung und SPD beispielsweise die Planierung von Flächen zugunsten weiterer Autostellplätze am ehemaligen Erholungs- und mittlerweile Eventgebiet Kiessee als großartigen Erfolg, ermöglicht sie doch motorisierten Besuchern eine noch bequemere Anreise zu Funsport und Feiern in den benachbarten Vereinsheimen – und zieht damit weitere Verkehre in die schon jetzt hochbelasteten umgebenen Straßen. Es ist dies – wie etwa auch ein geplanter Hotelneubau in der Leine-Aue – nur eines von vielen Negativ-Beispielen in dieser Stadt, das einer unhinterfragten Wachstumsideologie insbesondere in der Göttinger Stadtentwicklung geschuldet ist.

Kreditinstitute oder sonstige Finanzdienstleister dürfen übrigens jetzt nur noch unter Beachtung der neuen Anlagengrundsätze mit der Vermögensbetreuung beauftragt werden, heißt es in der Richtlinie weiter. Bei einer erstmaligen Beauftragung sollen die darin formulierten Grundsätze als Vertragsbestandteil in die Vermögensverwaltungsverträge einbezogen werden. Was nicht heißt, dass Kreditinstitute in ihrem sonstigen Geschäftsgebaren mit anderen Partnern solche Verhaltensweisen ebenfalls an den Tag legen müssen, sie vielmehr nach wie vor konterkarieren können. Die von Dagmar Sakowsky postulierten „unschätzbaren Vorteile“ sind deshalb lediglich relativ, vielleicht gar Augenwischerei. Konsequenter wäre es vielmehr, Finanzdienstleister, die auch in nicht nachhaltige Projekte investieren – die also ökologisch verwerflich handeln – generell von der Vermögensverwaltung auszuschließen.

Solche humanistisch orientierten Kreditinstitute gibt es durchaus. Wer etwa auf die Website der EthikBank gerät, eine zum Verbund der Volksbanken gehörige Direktbank, erfährt dort sofort an herausragender Stelle, dass „Basis aller Geschäfte […] ihre sozialökologische Anlagepolitik – ein Mix aus Tabu- und Positivkriterien [ist]. So investiert die EthikBank das Geld ihrer Kunden nicht in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder in Unternehmen, die Kinderarbeit zulassen.“ Es folgt eine ganze Reihe weiterer Selbstverpflichtungen, die deutlich über jene jetzt für die Stadt Göttingen beschlossenen oder lediglich anzustrebenden hinausgehen. Und: Auch „die Unternehmen, die Geld von der EthikBank bekommen, müssen sich aktiv für eine nachhaltige Wirtschaftsweise engagieren“.

Die EthikBank ist nicht die einzige Bank, die sich ethisch-ökologischen Ansprüchen verschrieben hat und mit der sich ein „Bumerang-Effekt“ wohl wirklich vermeiden ließe (weitere Banken etwa unter https://utopia.de/bestenlisten/die-besten-gruenen-banken/). Kommunen könnten also noch sehr viel mehr bewegen, wenn sie denn wollten. Dazu allerdings müssten sie sich erst einmal aus der institutionellen Umklammerung mit den Sparkassen lösen – und der ein oder andere Kommunalpolitiker oder Verwaltungsfunktionär liebgewordene Vergünstigungen drangeben.

 

Kriminalstatistik 2016
Göttinger Polizei klopft sich selbst auf die Schulter
Sinkende Fallzahlen, aber Zunahme von Cybercrime und Gewalt gegen Beamte

Viel Eigenlob bei der Göttinger Polizei: Uwe Lührig, nicht ganz uneitler Präsident der Polizeidirektion Göttingen, hat jetzt die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres vorgestellt und kommt zu einem erfreulichen Ergebnis. „Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Polizei verlassen. Sie leben in unserem Zuständigkeitsbereich sehr sicher“, vermeldet Lührig stolz. Das mag zwar die Statistik hergeben – und Statistiken geben vieles her, je nachdem, mit welchen Zahlen und Bezugsgrößen man jongliert – nur sollte man solche Urteile besser den Bürger/innen überlassen. Ob die allein in den letzten Tagen von Einbrüchen, versuchtem Handy-Raub oder Anmache betroffenen Personen eine solche Einschätzung teilen, bleibt dahingestellt.

 
Neue Dunkelfeldstudie
Die Kriminologische Forschungsstelle (KFST) des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA NI) führt von März 2017 an eine weitere Befragung zum Dunkelfeld der Kriminalität in Niedersachsen, darunter auch in Göttingen, durch. Mit der in dieser Form bundesweit einzigartigen Erhebung machte sich das LKA NI bereits mit einer ersten und zweiten Befragung im März 2013 und Februar 2015 auf den Weg, um Informationen über die nicht zur Anzeige gebrachte Kriminalitätslage in Niedersachsen zu erlangen. Die Erkenntnisse dieser von Beginn an auf Wiederholbarkeit angelegten Studie ergänzen die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS).Weitere Informationen

Das soll keineswegs die Verdienste der Ordnungshüter schmälern, die einen ziemlich undankbaren Job zu verrichten haben und oftmals für Auseinandersetzungen den Kopf hinhalten müssen, die in einer Zivilgesellschaft eigentlich selbstregelnd erledigt werden oder gar nicht erst auftauchen sollten – und das bei einer extrem angespannten Personalsituation. So lässt sich beispielsweise der neue Ermittlungsschwerpunkt „Wohnungseinbruch“ nur bewerkstelligen, indem an anderer Stelle möglicherweise Personalressourcen abgezogen werden müssen. Wenn also in der aktuell vorgelegten Statistik stolz von „sinkenden Fallzahlen“ die Rede ist, so sind damit doch immerhin noch mehr als 79.000 Delikte gemeint und die ebenso stolz genannte stabile Aufklärungsquote von knapp 63 Prozent bedeutet eben auch, das mehr als 29.000 kriminelle Handlungen ohne Konsequenzen bleiben. Ganz ohne Zweifel ist angesichts solcher Zahlen hier auch die Politik gefragt.Weitere Informationen

 

Umwelt
Energiewende scheint zu wirken – nur nicht beim Verkehr
Stickstoffdioxid weiter Schadstoff Nummer 1 bei der Luftqualität

2015 wurden in Deutschland insgesamt 901,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind 2,3 Millionen Tonnen bzw. 0,3 Prozent weniger als 2014 und 27,9 Prozent weniger im Vergleich zu 1990. Dies zeigen die Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) jetzt an die Europäische Kommission übermittelt hat. Jedoch war die Luft in deutschen Städten zu stark mit Stickstoffdioxid belastet. Das zeigt die Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA). An gut 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Jahresmittel überschritten. Seit 2010 zeigt sich ein nur leicht abnehmender Trend.

Alte Dieselautos besonders problematischFoto: Amada44

Die größten Minderungen erzielte mit 11,8 Millionen Tonnen die Energiewirtschaft. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger: „Die Energiewende beginnt zu wirken. Immer mehr Strom stammt aus Sonne, Wind oder Wasser und nicht mehr aus Kohle oder Öl. Das zeigt sich in weiter sinkenden Emissionen. Jetzt heißt es aber dranbleiben: Um unser Klima zu schützen und die Klimaziele von Paris zu erreichen, müssen wir schrittweise komplett aus der Kohleverstromung aussteigen.“

Im Verkehrssektor, der hier in die Emissionen des Energiesektors eingerechnet ist, sind die Treibhausgasemissionen dagegen erneut leicht angestiegen. Mit 160,8 Millionen Tonnen wurden in 2015 knapp 0,7 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalente mehr als im Vorjahr emittiert. Verantwortlich für den Anstieg sind gestiegene Fahrleistungen im Straßenverkehr. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. „Die Zahlen zeigen: Nur mit der Elektromobilität haben wir eine Chance, die Emissionen des Verkehrs zu senken“, so Krautzberger.

Deutliche Fortschritte beim Feinstaub
2016 sei das Jahr mit den niedrigsten Belastungen seit 2000, sstellt das UBA fest. Auch die Ozonkonzentrationen waren im Vergleich zu den letzten 20 Jahren eher niedrig. Für Ozon und Feinstaub werden aber weiter die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Werte deutlich überschritten; diese sind wesentlich strenger als die geltenden EU-Grenzwerte.

„Schuld sind in den Städten vor allem alte Diesel-Autos“, stellt Maria Krautzberger fest. „Es kann aus Sicht des Gesundheitsschutzes nicht akzeptiert werden, dass die Kommunen keine Handhabe haben, um beispielsweise Dieselautos mit hohem Ausstoß aus den belasteten Innenstädten auszuschließen. Deutschland ist auch gegenüber der EU verpflichtet, für saubere Luft in den Städten zu sorgen. Dazu kann die Blaue Plakette einen wichtigen Beitrag leisten. Die Kommunen brauchen eine bundeseinheitliche Regelung, die festlegt, wer die blaue Plakette bekommt und wer nicht. Schließlich geht es darum, die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu schützen.“Weitere Informationen

 

Berufsfachschule für Altenpflege
Vietnames/innen erhalten vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen

pdg — Die Ausländerbehörde der Stadt kann rund 40 jungen Vietnamesinnen und Vietnamesen jetzt vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen ausstellen, die eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Altenpflege und eine mit der Ausbildung verbundene Beschäftigung ermöglichen. Das ist das Ergebnis eines Telefonats, das Erster Stadtrat Hans-Peter Suermann am 6. Februar mit der Leitung der zuständigen Abteilung im Niedersächsischen Innenministerium geführt hat.

Bei der Prüfung von Anträgen auf Aufenthaltserlaubnisse für die 60 Teilnehmer/innen des jüngsten Lehrgangs der Berufsfachschule ist die Göttinger Ausländerbehörde zuvor bei der routinemäßigen Einschaltung des sogenannten „Schengen Informations Systems“ (SIS) auf zahlreiche, nicht nachvollziehbare Einreisesperren gestoßen und hatte sich deshalb sofort an das Niedersächsische Innenministerium gewandt. Dem Vorschlag der Göttinger, die offenbar systembedingten Fehleinträge zunächst zu ignorieren, um mit der Bearbeitung der Aufenthaltstitel fortfahren zu können, war man in Hannover zunächst nicht gefolgt.

Man wolle den Betroffenen angesichts einer unzumutbar langen Zeit des Wartens auf eine Entscheidung des Auswärtigen Amtes bzw. der Deutschen Botschaft in Hanoi schnell helfen, hieß es nun. Das Ministerium teile die Auffassung der Stadt, unter Vorbehalt dem Anliegen der Schüler/innen zu entsprechen und deshalb entsprechende Bescheinigungen auszustellen.

 

Landkreis
Sportstättenförderprogramm wird ausgeweitet
Erhöhung um mindestens 100.000 Euro

Das Sportstättenförderprogramm des Landkreises soll nach dem Willen der Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/Freie Wähler ohne Unterbrechung fortgesetzt und finanziell spürbar aufgestockt werden. Einen entsprechenden Antrag haben die Gruppenpartner in den Sportausschuss des Landkreises und den Kreistag eingebracht.

SportstätteSPD-Fraktionsvorsitzender Reinhard Dierkes: „Vor dem Hintergrund der Kreisfusion wollen wir das seit 15 Jahren erfolgreiche Programm aus dem Altkreis Göttingen auf den Bereich des Altkreises Osterode ausdehnen.“ Dort habe es eine solche Förderung, die über die Jahre 3,5 Millionen Euro umfasst, bisher noch nicht gegeben. Mit der Kreisfusion war die Landkreis-Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für den Neu- und Umbau von Sportanlagen, die sich im Eigentum der Gemeinden oder Vereine befinden, sowie Erweiterung und Erhalt ausgelaufen. „Im Laufe der Jahre wurden mit den Zuschüssen Investitionen der Vereine und Gemeinden von insgesamt 25 Millionen Euro ausgelöst. Wir sind froh, dass immer mehr energetische Verbesserungen gefördert werden“, betont Grünen-Fraktionsvorsitzender Martin Worbes.

Bisher standen im Haushalt des Altkreises Göttingen 150.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. In der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Partnerschaften am 20. Januar wurden mittels eines Antrages der Gruppe die Mittel des Sportstättenförderprogramms im Jahr um mindestens 100.000 Euro auf 250.000 Euro pro Jahr erhöht. „Für 2017 ist es sogar gelungen, einmalig über die verabredeten mindestens 250.000 Euro jährlich, das Förderprogramm auf 325.000 Euro zu erhöhen“, freut sich der FWLG-Fraktionsvorsitzende Lothar Dinges. Dies liege an den günstigen finanziellen Verhältnissen und sei eine vorweggenommene Reaktion auf die zu erwartende hohe Zahl an Förderanträgen. Die drei Fraktionen: „Es ist uns ein gemeinsames Anliegen, dass viele Vereine und Gemeinden durch die Landkreis-Förderung für ihre Sportsstätten profitieren.“Foto: Umesh Behari Mathur

 

KiTa-Gebühren
Toller Vorschlag mit enormen Kosten
CDU legt nach: Absenkung von Kita-Gebühren hat nichts mit Qualitätsverlust zu tun

Das Ansinnen der CDU-Ratsfraktion, die Gebühren für den Besuch von Kindertagesstätten zunächst schrittweise zu senken und langfristig ganz abzuschaffen, sorgt weiterhin für heftige Diskussionen. Mit Worten, die wohl auch schon dem langsam beginnenden Wahlkampf geschuldet sind, weisen sie Christdemokraten den „dreiste[n] Versuch der SPD und des zuständigen Dezernenten Siegfried Lieske, den CDU-Antrag … in eine Qualitätsdebatte umzumodeln“, zurück.

Kindergarten
„Komplexe Frage“: KindergartenplatzFoto: Mpknagpur

„Nachdem sich nun ausgerechnet die Landes-SPD die Kita-Gebühren als vorrangiges Thema für den anstehenden Landtagswahlkampf vorgenommen hat, war es für die SPD-Vertreter offensichtlich umso ärgerlicher, dass sich die Göttinger CDU schon deutlich davor mit der außerordentlichen Belastung junger Familien beschäftigt hatte“, heißt es in einer Stellungnahme der Ratsfraktion als Reaktion auf die letzte Jugendhilfeausschuss-Sitzung. Und untermauert ihre Kritik mit einem konkreten Beispiel für je ein Kind in Krippe und Kita inklusive Verpflegungsgeld, „wie dann für einen Doppelverdiener-Haushalt sehr schnell 700 Euro in jedem Monat fällig werden“. „Vergleicht man diese Kosten mit den Gebühren von Sondershausen (150 Euro incl. Verpflegung pro Kind) bis Hannover (ebenfalls 150 Euro), dann wird deutlich, dass diese Belastungen nicht nur eine Zumutung für die Betroffenen, sondern gleichzeitig einen negativen Standortfaktor für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Göttingen darstellen.“

CDU-Landtagsfraktion geht auf SPD zu
Gleichwohl ist die von anderer Seite ins Feld geführte Befürchtung eines Qualitätsverlustes kein unsachliches Argument, weil „für die SPD … der CDU-Antrag nur aus der falschen Ecke“ kam, sondern eher ein bedenkenswertes. Mit solchen Unterstellungen entziehen sich die Antragsteller leider einer sachlichen Diskussion und entwerten damit teilweise auch den eigenen Antrag. Es bleibt zu hoffen, dass die Debatte auf diesem Vorwahlkampf-Niveau nicht weitergeführt wird – schon im Interesse der davon betroffenen Kinder und Erzieher/innen. Während ihrer Klausurtagung in Walsrode hat die CDU-Landtagsfraktion inzwischen der SPD angeboten, mittels eines Nachtragshaushaltes gemeinsam dafür zu sorgen, dass bereits ab 1. Januar 2018 der Kita-Besuch in Niedersachsen kostenlos wird. „Das wäre natürlich für alle Eltern und alle Kommunen die schönste Lösung“, meint das Göttinger CDU-Mitglied Dominic Steneberg.

Unterstützung bekommen die Christdemokraten von der Piratenpartei. Die freut sich, „dass die CDU in den letzten Wochen ihre soziale Ader entdeckt hat“ und ärgert sich zugleich über Göttingens zuständigen Jugend-Dezernenten Siegfried Lieske, der als drohende Konsequenz solcher Gießkannen-Wohltaten die mögliche Schließung von Spielplätzen an die Wand gemalt hatte.

Momentan zahlen Familien mit geringem Einkommen und zwei Kindern (einem in der Krippe, einem im Kindergarten) insgesamt 450 Euro monatlich, bei Zwillingen in der Krippe fallen sogar 530 Euro an, rechnen die Piraten vor. Dies sei für einkommensschwache Familien nicht zu stemmen. Im Gegenzug fällt der höchste Satz schon bei knapp über 2.000 Euro Nettoeinkommen an und beträgt 600 Euro, bzw. 710 Euro für Zwillinge. „Wie kann es sein, dass der niedrigste Satz nur 150 Euro unter dem Höchstsatz liegt und dieser bereits bei einem derart geringen Einkommen beginnt und derart hoch ist?“ fragt Pirat Martin Rieth, früher mal Fraktionsvorsitzender.

Grüne schlagen Runden Tisch vor
Die Grünen im Rat sprechen sich als Reaktion darauf für sozialverträglichere Beiträge bei der Kita-Betreuung aus und schlagen „zur fundierten Bearbeitung dieser komplexen Frage“ einen Runden Tisch „Zukunft der Kita-Betreuung in Göttingen“ vor. An ihm sollten u.a. interne und externe Fachleute und Mitglieder aller Fraktionen teilnehmen.

Sie wollen damit das Thema aus dem Wahlkampf heraushalten: „Eine gute Kinderbetreuungsinfrastruktur ist zu wichtig, um gute Vorschläge auf dem Altar von Wahlkampfplänkeleien zu opfern“, meint die Vorsitzende im städtischen Jugendhilfeausschuss, die Grüne Regina Meyer. „Wir wollen ernsthaft und zielorientiert nach einem wirklichen Weg suchen.“ Die Kinderbetreuung mehr und mehr öffentlich zu finanzieren und die Entscheidung der Eltern über einen Kita-Besuch nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig zu machen, sei nämlich eigentlich eine „urgrüne Forderung“, meint auch das Grünen-Ausschussmitglied Susanne Stobbe. „Je besser unsere Kitas sind und je mehr Kinder dort hingehen, desto mehr verbessern sich die Bildungschancen der Kinder.“ Kostenfreie Kitas werden daher von den Grünen „im Grundsatz“ begrüßt.

Klar sei aber auch, dass „wir als Kommune die Ziele nicht ohne die Hilfe des Landes und des Bundes verwirklichen können“, so Regina Meyer. Insofern sei es vielversprechend, dass hier Bewegung erkennbar ist. Es nutze jedoch niemandem, wenn gute Vorschläge im Wahlkampf zerredet würden. Man solle besser „in der Sache an einem Strang ziehen. “

 

Bank-Skandale
BAG verlangt 73.000 Euro zu viel vom Kunden
Völlig überteuerter Immobilienkredit erfolgreich angefochten
Linke fordert Teilhabe an Sparkassen-Gewinnen

Hemmungslose Bereicherung auf Kosten eines Kunden in Schwierigkeiten: Die Bankaktiengesellschaft (BAG) forderte von einem Kreditkunden einer Genossenschaftsbank 73.000 Euro zu viel. Sie kassierte bei einem Immobilienkredit mit variabler Verzinsung einen Satz, der bereits 2009 weit über dem marktüblichen lag. Ein Rechtsanwalt setzte durch: Der Kreditkunde muss nur noch 52.000 statt 125.000 Euro zahlen. Die Stiftung Warentest rechnet auf ihrer Webseite test.de vor, wie teuer unterlassene Zinsanpassungen Verbraucher zu stehen kommen können.

GierWeil ein Ehepaar einen im Jahr 1998 bei der Volksbank Lüneburg aufgenommenen Kredit in Höhe von 370.000 Mark im Jahr 2003 nicht zurückzahlen konnte, übertrug die Bank die Forderung auf Tilgung des Kredits im Jahr 2004 auf die Bankaktiengesellschaft (BAG) im westfälischen Unna. Das ist die Badbank der Genossenschaftsbanken. Im Jahr 2004 vereinbarte die Bank mit den Eheleuten einen neuen Vertrag über die Rückzahlung der noch offenen Beträge, einen Effektivzins nannte sie dabei nicht. Im Jahr 2009 vereinbarte die Bank mit den Schuldnern einen neuen Vertrag mit einem variablen Zinssatz, zunächst 7,3 Prozent – weit mehr als damals für Immobilienkredite üblich. Noch Ende 2015 kassierte sie den ursprünglich vereinbarten Zinssatz, obwohl der Ende 2015 nur noch gut 2 Prozent betrug.

Das Geld von rund 3.600 Anlegern, die der Autark-Invest AG mit Sitz in Liechtenstein und Büro in Dortmund Nachrangdarlehen in Höhe von 135 Millionen gegeben haben, ist in Gefahr. Anleger sollten Einzahlungen stoppen. Das teilt die Stiftung Warentest mit.  

Ein Rechtsanwalt ermittelte, dass die Bank rund 73.000 Euro zu viel berechnet hatte. Fehlt die Effektivzinsangabe, dann müssen Kunden der Bank nur den gesetzlichen Zinssatz von 4 Prozent zahlen. Bei Krediten mit variablem Zinssatz ist die Bank verpflichtet, den Zinssatz regelmäßig anzupassen und Zinssenkungen sofort weiterzugeben. Die Bank akzeptierte schließlich die Senkung der Restschuld um 73.000 Euro, statt 7,3 Prozent muss das Ehepaar künftig nur noch 2,26 Prozent zahlen.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass es sich bei Immobilienkrediten mit variablem Zinssatz und Kontokorrentkrediten besonders häufig lohnt, nachzurechnen, ob die Bank oder Sparkasse die Zinsen rechtzeitig angepasst hat. Richtiger Ansprechpartner fürs Nachrechnen sind Sachverständige, die die Prüfung von Konten anbieten.
→ www.test.de

Linke fordert Teilhabe der Bürger/innen am Rekordgewinn der Sparkasse
Das ist schon „merkwürdig“: Zwar klagen Geldinstitute angesichts der aktuellen Niedrigzinspolitik (unter der ja auch die Sparer leiden) über für sie angeblich wirtschaftlich schwierige Zeiten, weshalb sie nunmehr ausgesprochen erfinderisch an ihren Gebühren für Leistungen drehen, die früher ein selbstverständlicher Service waren (worunter nochmals die Sparer zu leiden haben), gleichwohl melden sie stolz in ihren Bilanzpressekonferenzen ebenso stolze positive Ergebnisse. Auch die Sparkasse Göttingen, die einen 10 Millionen-Gewinn ausweist und sich gerade einen Millionenneubau am Groner Tor leistet.

Einen Kontowechsel sollte sich überlegen, wessen Konto bisher mehr als 60 Euro im Jahr kostet. Seit September letzten Jahres sind Geldinstitute sogar gesetzlich verpflichtet, Verbraucher beim Wechsel ihres Kontos zu unterstützen. Kunden müssen nur ihre neue Bank dazu ermächtigen, bei der alten alle Daten zu erfragen, die für die Umstellung auf ein neues Konto und die Benachrichtigung der Geschäftspartner notwendig sind. Im Idealfall erledigt das neue Institut fast die gesamte Bürokratie.

Instinkt? Fehlanzeige. Jetzt verlangt die Göttinger Linke konsequenterweise, Einleger an solchen Gewinnen teilhaben zu lassen, was Geldinstitute aber bereits in noch besseren Zeiten verschämt vermieden haben. Es sind berechtigte Forderungen, die immer wieder gegenüber öffentlich-rechtlichen Instituten erhoben werden. Die Linke weist darauf hin, dass selbst die Deutsche Bundesbank mitgeteilt habe, dass alle niedersächsischen Sparkassen ausschüttungsfähig seien und verlangt, dies „wie in anderen Städten endlich auch in Göttingen in angemessener Größenordnung“ zu tun. In der Vergangenheit sei es trotz einiger Anläufe bisher nicht gelungen, von den Jahr für Jahr steigenden Bilanzgewinnen der Sparkasse auch nur einen erkennbaren Anteil davon dem Haushalt der Stadt Göttingen zuzuführen. „Träger der Sparkasse sind aber Stadt und Landkreis Göttingen – das kennzeichnet ja gerade die Sparkasse gegenüber anderen Banken. Dieses Alleinstellungsmerkmal verpflichtet allerdings … auch dazu, entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag, Überschüsse an ihre Träger abzuführen, um die Kommunen unmittelbar in ihrer Aufgabenerfüllung zu unterstützen“, heißt es weiter in einer Mitteilung.

Dass es so schlecht um die Göttinger Sparkasse nicht bestellt sein kann, bestätigt diese übrigens selbst in ihrem veröffentlichten Jahresabschluss: „Die Kernkapitalquote beträgt 11,8 Prozent und übersteigt damit ebenfalls deutlich den für 2015 vorgeschriebenen Wert von 6 Prozent.“ In Düsseldorf übrigens will der Oberbürgermeister gegen den Sparkassenvorstand vorgehen und ihn zu Ausschüttungen zwingen.

 

Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Sommerpause
Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

_________________

Bauarbeiten
Baustellepdg — Die Stadt Göttingen lässt die Bushaltestellen Kleehöfen einwärts und auswärts“ ab 26. Juni behindertengerecht umbauen. Ersatzhaltestellen werden für ca. vier Wochen in der Nähe eingerichtet. Außerdem erfolgt eine Fahrbahnsanierung der Straße „Über der Esebeeke“ zwischen den Kreuzungen „Am Steinborn“ und „An der Insel“. Dafür wird eine halbseitige Fahrbahneinengung mit Baustellensignalanlage erforderlich. Für den Deckeneinbau ist eine Vollsperrung der Straße auch für Anlieger/innen an maximal zwei Tagen erforderlich. Ein genauer Termin der Vollsperrung wird noch bekannt gegeben.
Teilsperrung der B 27 mit Umleitung
pdg — Wegen der Aufstellung von Lärmschutzwänden muss die Bundesstraße 27 (B27) im Abschnitt zwischen Hoffmannshof und Weender Krankenhaus ab Montag, 26. Juni, bis zum 25. August für den stadteinwärts fahrenden Verkehr gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt über Am Faßberg und die Otto-Hahn-Straße. In den Einmündungsbereichen Am Faßberg / Ulrideshuser Straße und Im Hassel / Robert-Koch-Straße werden während der Zeit der Umleitung Behelfsampeln aufgestellt.
Die Umleitung betrifft auch die GöVB-Busse der Linien 91/92, die ab der Kreuzung B27/Am Faßberg rechts über die Straße Am Faßberg fahren. Es wird eine Ersatzhaltestelle „Hoffmannshof“ in der Straße Am Faßberg kurz hinter der Kreuzung mit der B27 eingerichtet. Außerdem wird die Haltestelle „Goldschmidtstraße-West“ ersatzweise bedient. Für die Fahrtrichtung stadtauswärts ist keine Umleitung nötig.

Stadtentwicklung
Kunstquartier: Jury hat entschieden
pdg — Die Gestaltung des Innenhofs im Kunstquartier (KuQua) zwischen Nikolai- und Turmstraße, Düsterer Straße und Nikolaikirchhof soll das Büro „Stefan Bernard Landschaftsarchitekten“ aus Berlin übernehmen. Zu diesem Schluss ist eine Fachjury, die Stadt Göttingen eingeladen hatte, am 20. Juni in einer mehrstündigen Sitzung gekommen.
KunstquartierDer Innenhof des Kunstquartiers soll ganzheitlich gestaltet werden, da die etwa 1.300 Quadratmeter große Fläche nicht Teil des Hochbauwettbewerbes für das Kunsthaus gewesen ist. Die Stadt Göttingen hatte vier Landschaftsplanungsbüros aufgefordert, einen ersten Entwurf abzugeben. Laut Aufgabenstellung sollten interessante und innovative Ideen für den gesamten Innenhofbereich eingereicht werden, um das Areal landschaftsplanerisch zu gestalten, einen Bezug zum Thema „Kunst“ herzustellen und gleichzeitig einen attraktiven Ort für Kinder mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen. Auf Grundlage der vier eingereichten Pläne wurde der Öffentlichkeit mit einem Workshop und per Onlinekommentierung die Möglichkeit geboten, sich über die Entwicklung der Freiräume im Kunstquartier zu informieren und sich an der Gestaltung des KuQua-Innenhofs zu beteiligen. Die überarbeiteten Entwürfe wurden von einer aus Fach- und Sachverständigen zusammengesetzten Jury bewertet.
Der Bauausschuss der Stadt wird nach der Sommerpause – voraussichtlich im August – über die Empfehlung des Gremiums beraten.
→www.kuqua.goettingen.de

Nahverkehr
Buslinie zum Kehr gestartet
ProBahn unzufrieden

Seit letzten Samstag wird der Hainholzhof Kehr wieder von Bussen angefahren. Der Fahrgastverband ProBahn ist dennoch unzufrieden. An den Bushaltestellen der Buslinie 73, die zunächst versuchsweise am Wochenende über die Zietenterrassen zum Kehr verlängert wird, hingen leider die alten Aushangfahrpläne mit Endhalt Zieten. Der Göttinger Ehrenvorsitzende Gerd Aschoff dazu: „Es wäre bei dem monatelangen Vorlauf zumutbar gewesen, wenn die Verkehrsbetriebe an den Haltestellen korrigierte Fahrpläne aushängen würden.“ Allein am Endhalt Kehr hängt der richtige Fahrplan. Die dortige Haltestelle sei allerdings alles andere als barrierefrei. Nach Ankunft des ersten Busses am Samstag um 11 Uhr fuhr sich bereits der erste Rollstuhl fest. Befremdlich sei auch, dass zum Betriebsstart am Samstag keinerlei Fototermin für die Presse organisiert wurde.
Das ist bei solch weltbewegenden Ereignissen tatsächlich sehr bedauerlich.

Uni-Campus
Heart and Brain Center Göttingen bewilligt
Die UMG erhält eine Förderungsempfehlung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern für ein „Heart and Brain Center Göttingen (HBCG)“ auf dem Uni-Campus mit Baukosten in Höhe von 31 Mio. Euro. Das HBCG schafft eine gemeinsame Forschungsinfrastruktur zur wissenschaftlichen Bearbeitung organübergreifender Ursachen von häufigen Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems und des Nervensystems. In dem Bau werden künftig interdisziplinäre, wissenschaftliche Heart and Brain-Studien durchgeführt. Dabei sollen zwei Forschungsschwerpunkte der UMG, die Herz-Kreislauf-Medizin und die Neuro­wissenschaften, räumlich zusammengeführt werden.
Heart and Brain Centerpbr Planungsbüro Rohling AG
Ein vergleichbares, direktes experimentelles und translationales Zusammenwirken von kardiovaskulären und neurologischen Forschern, wie sie im HBCG geplant ist, existiert an keinem anderen Forschungsstandort in Deutschland. Auch international gibt es keine direkt vergleichbaren Vorhaben. Die Projektkosten liegen bei zirka 31,6 Mio. Euro, davon entfallen insgesamt 2,1 Mio. Euro auf vier Großgeräte. In dem Forschungsgebäude sollen zirka 100 Personen aus Wissenschaft und Administ-ration tätig sein. Der Baubeginn ist für das Jahr 2018 vorgesehen, das Gebäude soll im Jahr 2022 bezugsfertig sein.

Integrationsrat
Wahlbeteiligung mikroskopisch klein
Integration scheint nicht gerade ein Thema zu sein, welches ausländische Mitbürger/innen in Göttingen umtreibt: nur 3,66 Prozent (2012: 5,8 Prozent) von 24.967 Wahlberechtigten haben sich überhaupt dazu bequemt, eine Wahlurne aufzusuchen. Vergleicht man dies mit der Wahlbeteiligung allein der türkischen Wähler in diesem Land an der Wahl Recep Tayyip Erdoğans zum Autokraten, spricht dies Bände über das Integrationsinteresse ausländischer Mitbürger. Folgerichtig hat die türkisch-Islamische Gemeinde (DITIB) in Göttingen auch das beste Resultat erzielt (16,06 Prozent von den Wenigen, die zur Wahl gingen). Die DITIB ist eng verflochten mit der türkischen Administration.

Amtsblatt Nr. 11
Bebauungsplan in Weende
pdg — Die Ankündigung der Einziehung des Parkplatzes nördlich der Godehardstraße und der erneute Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 56 – Teilplan 2 „Südlich Friedrich-Ebert-Straße“ – werden in der neuen Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen behandelt.
In der Ausgabe Nr. 10 des Amtsblatts für die Stadt Göttingen ging es um Informationen über Geländebegehungen und Kartierungen im Zusammenhang mit dem geplanten Bau der 30 kV-Leitung Wahle-Mecklar.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

Höchstspannungstrasse SuedLink
CDU kritisiert Abwesenheit von OB Köhler
In Anwesenheit von 110 Vertretern öffentlicher Belange kam es am 7. Juni in Osterode zu einer öffentlichen Antragskonferenz der Bundesnetzagentur zur Trassenführung des sog. „SuedLink“. Sie konnten dort die Interessen ihrer Bürger, Kommunen und Verbände artikulieren. Unter den Teilnehmern der Anhörung fanden sich viele Bürgermeister, Göttingens erste Kreisrätin, Vertreter von Naturschutz- und Bauernverbände, nicht aber Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler oder ein anderer hochrangiger Vertreter der Verwaltung, kritisiert die CDU-Ratsfraktion. „Zwar ist die Trassenvariante ostwärts von Göttingen quer durch das Eichsfeld von den Übertragungsnetzbetreibern und Projektentwicklern Tennet und TransnetBW als bevorzugte Variante bei der Bundesnetzagentur eingereicht worden, aber deshalb kann sich die Stadt Göttingen noch lange nicht beruhigt zurücklehnen“, warnt Ratsfrau Katharina-Schüle-Rennschuh (CDU). „Die Bundesnetzagentur ist als staatliche Behörde nämlich verpflichtet, auch die Alternativtrasse durch das Göttinger Stadtgebiet neutral, unabhängig und gleichrangig zu prüfen, um sich dann erst 2018 verbindlich und nach Abwägung aller Prüfergebnisse auf einen als geeignet angesehenen Trassenkorridor festzulegen.“
Sollte die Stadt aufrichtig daran interessiert sein, den erheblichen Schaden, den ein zweiter Höchstspannungskorridor durch Göttingens Westen bedeuten würde, abzuwenden, wäre sie nach Auffassung der CDU-Ratsfraktion gut beraten – wie die Eichsfeld Kommunen – bei den öffentlichen Veranstaltungen der Bundesnetzagentur mit ihrer Verwaltungsspitze vertreten zu sein und sich mit guten Argumenten und sehr deutlichen Worten gegen eine weitere Erdkabeltrasse im Göttinger Stadtgebiet einzusetzen.

Kieselrot
Giftiger Belag wird entsorgt
Der noch an drei Standorten im Stadtgebiet gelagerte Kieselrotbelag wird während der Sommerferien auf einer zertifizierten Deponie fachgerecht entsorgt. Nachdem Anfang der 1990er Jahre bekannt wurde, dass der auf drei Spiel- und Sportplätzen im Stadtgebiet genutzte Kieselrotbelag Dioxinverunreinigungen enthält, wurden diese Böden zunächst im Göttinger Stadtgebiet gesichert. Es handelt sich dabei um Flächen im Bereich der Astrid-Lindgren-Schule (Backhausstraße), der Voigt-Realschule (Theodor-Heuss-Straße) und am Maschpark (Maschmühlenweg). Die Sicherung erfolgte nach umweltrechtlichen und technischen Vorgaben, die bis heute Gültigkeit haben.
Den Anfang macht das Lager am Maschpark. Die Entsorgung soll hier voraussichtlich von Montag, 19., bis Freitag, 30. Juni, dauern. Im Anschluss ist zwischen 3. und 14. Juli die Abfuhr des Materials im Bereich der Astrid-Lindgren-Schule geplant, vom 17. bis 20 Juli soll das kleine Kieselrotdepot an der Voigt-Realschule entsorgt werden.

Schule
Güntzler und Theuvsen
im Otto-Hahn-Gymnasium

Schwarzmalerei nach Schulbesuch
Nach einem kurzen Schulbesuch im Otto-Hahn-Gymnasium hat sich der Göttnger MdB Fritz Güntzler kritisch über die Raumprobleme an der Schule geäußert, der immerhin 16 Klassenräume fehlen. Er sieht deswegen das pädagogische Konzept der Einrichtung gefährdet. Dafür müsse endlich eine Lösung her und die „Flickschusterei“ durch Hinzumietung von Räumen ein Ende haben. „Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler muss hier endlich handeln und nicht weiter auf Zeit spielen“, so Güntzler.
Machen sich natürlich immer gut, solche Aussagen.

Salafismus
Junge Union besorgt über Göttinger Situation
Der Junge Union Stadtverband Göttingen (JU) zeigt sich aufgrund des aktuellen Verfassungsschutzberichtes besorgt über die Präsenz von Salafisten in Göttingen und fordert ein umfassendes Maßnahmenpaket der Stadt. Nach dem Bericht von 2016 gibt es in Göttingen eine salafistische Szene im mittleren zweistelligen Bereich, darunter auch gewaltbereite und jihadistische Salafisten. Göttingen sei damit eine Hochburg des Salafismus in Niedersachsen. So entfielen ein Drittel aller Ausreisefälle in Jihadgebiete wie Syrien und den Irak auf den Raum Hildesheim/Göttingen. Die beiden im Februar festgenommen Salafisten seien offenbar „nur die Spitze des Eisbergs“, meint der Stadtverbandsvorsitzende Simeon Atkinson.
Die JU hält deshalb Präventionsarbeit „von entscheidender Wichtigkeit“, zumal sich radikalisierende Jugendliche oft aus instabilen familiären Verhältnissen stammten. Wichtig sei außerdem, eine Anlauf- und Beratungsstelle für Verwandte und Freunde zu schaffen, fordert sie und sieht dafür die Stadt in der Pflicht.

Flüchtlinge
IWF-Unterkunft wird geschlossen
Mitglieder von SPD und Grünen im Sozialausschuss haben am 13. Juni mehrheitlich beschlossen, die Flüchtlingsunterkunft im Nonnenstieg (ehem. IWF) zu schließen, jene auf der Siekhöhe hingegen noch mindestens ein Jahr beizubehalten. Die CDU hatte sich der Stimme enthalten. Aus Sicht der Ratsgruppe von PIRATENundPARTEI sei dies „eine zutiefst unsoziale Entscheidung, die die Wünsche der BürgerInnen und Geflüchteten schlichtweg ignoriert“. „Im IWF werden Selbstständigkeit und Selbstbestimmung gefördert, in der Siekhöhe werden die BewohnerInnen entmachtet“, kritisiert sie. Durch die aufgeschlossene und hilfsbereite Nachbarschaft im Nonnenstieg erlebten die Geflüchteten ein wirkliches Willkommensgefühl.

Gehwegübergänge
Gehbehinderte bleiben weiter außen vor
Mit ihrem Antrag, Gehwege auch für Gehbehinderte behindertengerecht auszubauen, so wie es in Bamberg geschieht, und nicht nur für Sehbehinderte, sind Piraten, Die Partei und FDP im letzten Bauausschuss gescheitert. Sie wollten bei der Ausgestaltung der Überwege beide Gruppen berücksichtigt sehen, sowohl Blinde als auch Senioren mit Gehbehinderungen oder mit rollenden Gehhilfen. Die Piraten werfen CDU und SPD vor, „völlig unvorbereitet“ in die Debatte gegangen zu sein. Keines ihrer Bauausschussmitglieder, so ihr Vorwurf, kannte die Regelwerke und hatte sich im Internet vorher über das Thema informiert. Auch auf die Grünen, die das Thema im Projekt „Inklusion bewegen“ weiter behandelt wissen wollten, träfe dies zu.
ÜberwegFoto: Piraten
„Es macht ja nichts, wenn man sich auf ein Thema nicht ausreichend vorbereitet und die Grundlagen nicht kennt – aber … dann … muss [man] sich enthalten“, so Ausschuss-Mitglied Francisco Welter-Schultes. So nun das Gegenteil von dem herausgekommen, was der ganze Ausschuss einschließlich Behinderten-Vertreter eigentlich wollte, denn auch in Zukunft sollen die Senioren und Menschen mit Gehbehinderungen im Leitplattensystem bei Übergängen auf die Fahrbahn nicht berücksichtigt werden.

Bundestagswahl
Stadt benötigt noch 600 Wahlhelfer/innen
pdg — Die Stadt hat jetzt noch einmal einen dringenden Appell an die Göttinger Öffentlichkeit gerichtet, sich für die Mitarbeit in den Wahlvorständen zur Verfügung zu stellen. Für die Bundestagswahl fehlen gegenwärtig noch rund 600 Freiwillige. Eine Personalreserve eingerechnet braucht die städtische Wahlleitung am 24. September 888 Wahlhelfer/innen. Seit geraumer Zeit laufen die intensiven Bemühungen um die freiwillige, ehrenamtliche Unterstützung. Neben der Mitwirkung durch städtische Bedienstete, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anderer Behörden und Parteimitglieder setzt die Stadt auf das Engagement der Göttinger Bevölkerung.
Wahlhelfer/in kann werden, wer für die Bundestagswahl in Göttingen eine Wahlbenachrichtigung erhält. Auch wer sich bereits einmal für eine solche Mitarbeit bereit gefunden hat, muss sich in jedem Fall aktiv wieder melden. Eine „automatische“ Berufung früherer Wahlhelfer/innen gibt es nicht. Gern gesehen sind gleichwohl Frauen und Männer mit Erfahrung bei der Arbeit in Wahlvorständen.
Für beide Wahlen werden jeweils zwischen 35 und 50 Euro Aufwandsentschädigung gezahlt – die Höhe richtet sich nach dem Einsatzbereich. Wahlhilfe-Flyer liegen im Foyer und im Einwohnermeldebereich des Neuen Rathauses aus. Dort können sich wartende Bürger/innen ab sofort per Formular auf der Rückseite des Flyers vor Ort anmelden. Eine Online-Anmeldung ist auf der Website des Referats für Statistik und Wahlen möglich. Dorthin verlinkt auch ein auf den Wahlhilfe-Flyern aufgedruckter QR-Code. Bei Fragen zum Thema Wahlhilfe kann man sich per E-Mail an wahlen@goettingen.de wenden.
→ www.wahlen.goettingen.de.

Kreistag
„Lernort Demokratie“ abgelehnt
Die Fraktionen von SPD und Grünen haben einen von der Kreistagsgruppe Die Linke Piraten Partei+ eingebrachten Antrag zur Einrichtung eines „Lernorts für Erinnerung und Demokratie" an allen Schulen im Landkreis in der Sitzung des Kulturausschusses am 9. Juni abgelehnt. Die Verwaltung sollte dazu ein Konzept für einen zentralen Dokumentations- und Lernort zum Nationalsozialismus erarbeiten.
Das Kuriose daran: der Antrag fußt auf einem ähnlichen, von SPD und Grünen in Hannover eingebrachten Antrag, der dort auch verabschiedet worden ist.


Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Gründungswettbewerb
Ideen und Start-Ups aus der Uni prämiert
Eine Lernsoftware, eine virtuelle Plattform und Dienstleistungen im Bereich Social Media: Drei Teams von Studierenden überzeugten im Finale des ersten Gründungswettbewerbs „Lift-Off“ der Universität Göttingen am 22. Juni. Die Gewinner/innen erhielten Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von rund 14.000 Euro. Der Wettbewerb wurde von der Gründungsförderung der Universität Göttingen in Kooperation mit dem SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC) veranstaltet.Weitere Informationen

Flüchtlinge
Zeitarbeitsfirmen bieten am ehesten Chancen
Jede vierte Zeitarbeitsfirma hat im vierten Quartal 2016 schon Erfahrungen mit den Geflüchteten gesammelt, die seit 2014 nach Deutschland gekommen sind. Nach den Zeitarbeitsfirmen folgen die Bereiche „Gastgewerbe“ sowie „Erziehung und Unterricht“ mit jeweils knapp 16 Prozent und der Bereich „Metalle und Metallerzeugung“ mit gut dreizehn Prozent. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.Weitere Informationen

Beschäftigung
Arbeitsvolumen steigt – Produktivität nicht
Im ersten Quartal 2017 arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland insgesamt 15,3 Milliarden Stunden. Das entspricht einem Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Langzeitarbeitslose profitieren nur bedingt
Eine Arbeitslosenquote von 5,8%, ein Traumwert für die Region, schlug für den Wonnemonat Mai im Agenturbezirk Göttingen zu Buche. Gegenüber dem Vormonat sank die Quote um 0,1, im Vergleich zum Mai 2016 sogar um 0,3 Prozentpunkte. Aktuell waren im zurückliegenden Monat 13.859 Menschen bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern der Region arbeitslos gemeldet, 250 weniger als im April. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl der Arbeitslosen sogar um 512.Weitere Informationen

IAB-Arbeitsmarktbarometer
Beschäftigung legt weiter zu
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte gestiegen. Damit liegt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit 104,6 Punkten klar im positiven Bereich. Der Anstieg geht auf die Komponente zur Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung zurück, welche um 0,3 Punkte zulegen konnte. Aber auch die Aussichten für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit sind gut.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Myanmar und China
Elefantengemetzel für Kosmetik
RegenwaldFoto: Myanmar Government Die Bilder sind schwer zu ertragen: In Myanmar werden zig Elefanten gewildert und gehäutet. Bullen, Kühe, Kälber – Wilderer töten offenbar jeden Elefanten, den sie kriegen können. Geht es so weiter, sind die 2.000 Tiere im Land bald ausgerottet. Die meisten Käufer getrockneter Elefantenhaut kommen aus China. Salbe aus der Haut soll gegen Ekzeme, Pickel und Verdauungsprobleme helfen. Begehrt sind zudem Armbänder und sonstiger Schmuck aus Elefantenhaut. In Myanmar und China ist der Handel mit Elefantenprodukten zwar verboten, die Verbote werden aber oft nicht befolgt. Verstöße werden selten bestraft. Bitte fordern Sie von Myanmars moralischer Autorität Aung San Suu Kyi, sich für den Schutz der Elefanten zu engagieren. Bitte fordern Sie von Chinas Präsident Xi Jinping den Handel mit Elfenbeinprodukten zu beenden. Xi Jinping kommt am 7. und 8. Juli zum G20-Gipfel nach Hamburg. Wir wollen ihn mit möglichst vielen Unterschriften „empfangen“! Bitte helfen Sie mit und unterschreiben Sie:
www.regenwald.org

____________


Bildung - Beruf - Karriere

Physik
„Schnuppertag“ für Studieninteressierte
pug — Die Fakultät für Physik lädt Studieninteressierte erstmals zur „Physikspionwoche“ ein. Zwischen dem 26. und 30. Juni können sie in der Fakultät vorbeischauen und sich von ihrem ganz persönlichen studentischen Guide den Fachbereich zeigen lassen, alle Fragen zum Studium loswerden, einen Blick in einen Hörsaal werfen und zusammen die Mensa ausprobieren. Dazu gibt es eine spannende Institutsführung, wie zum Beispiel einen Blick in die Beschleunigerhalle oder eine Führung zum Teleskop der Astrophysik. Außerdem können sich die Teilnehmenden bei Studienberater/innen über das Studium informieren.
Zum Abschluss sind alle Besucher/innen zur Absolventenfeier „Dies Physicus“ am 30. Juni eingeladen. Ein Highlight wird der Festvortrag „Magica naturalis oder: wie aus Magie Physik wurde“ ab 16.45 Uhr im Georg-Christoph Lichtenberg-Hörsaal der Fakultät für Physik am Friedrich-Hund-Platz 1 sein.
→www.uni-goettingen.de/physikspionwoche
Anmeldung unter studiendekanat@physik.uni-goettingen.de

Berufsunfähigkeitsversicherung
Viele gute Angebote im Test
In enem aktuellen Test von Berufsunfähigkeitsversicherungen der Stiftung Warentest haben 31 Angebote mit der Bestnote Sehr gut abgeschnitten. Fast ebenso viele Angebote erhalten ein „Gut“. Interessenten sollten jedoch genau auf die Tarifbezeichnung achten. Denn neben ihren Toptarifen haben Versicherer oft Basistarife mit deutlich weniger Leistungen im Angebot.Weitere Informationen

Ehrenamtlichen Hospizhelfer
Grund- und Aufbaukurs
Das Ambulante Hospiz an der Lutter bietet einen Grund- und Aufbaukurs zum ehrenamtlichen Hospizhelfer an. Beginn ist am 2. August. Interessierte werden in der Schulung auf die besondere Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen vorbereitet. Neben der persönlichen Auseinandersetzung mit den Themen Verlust, Sterben und Tod werden grundlegendes Wissen über Phasenmodelle der Krisenbewältigung vermittelt und Kommunikationsmöglichkeiten dargestellt. Der Abschluss des Kurses befähigt und ermutigt die Teilnehmer, Schwerstkranke und Sterbende und deren Angehörige in Ihrer letzten Lebensphase einfühlend zu begleiten.
Kontakt: Manuela Brandt-Durlach, Telefon 38344-11, ambulantes-hospiz@hospiz-goettingen.de

Bachelorstudierende
Langfristig deutlich weniger im Portemonnaie
Das Gehalt von Bachelorabsolventen ist im Alter von 25 Jahren noch mit dem von Absolventen beruflicher Fortbildungsabschlüsse wie einem Meister- oder Technikerabschluss vergleichbar. Master- und Diplomabsolventen erzielen zu diesem Zeitpunkt schon ein etwas höheres Einkommen. Mit steigendem Alter und längerer Berufserfahrung werden die Einkommensunterschiede zwischen den Qualifikationsgruppen dann größer. Bachelorabsolventen können sich zunehmend von Arbeitnehmern mit beruflichen Fortbildungsabschlüssen absetzen, müssen ihrerseits aber Einkommensnachteile gegenüber Master- und Diplomabsolventen in Kauf nehmen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.Weitere Informationen

Hochschulnetzwerk
Bildung durch Verantwortung
pug — Schwimmunterricht für sozial benachteiligte Kinder, Übersetzungshilfe für geflüchtete Menschen und Rechtsberatung bei der Göttinger Tafel: Viele Studierende engagieren sich ehrenamtlich im Rahmen ihres Studiums. Für diese Zielgruppe bietet die Universität Göttingen in einer Reihe von Workshops und Seminaren das Lehr- und Lernkonzept „Service Learning“ an. Dabei können die Studierenden ihr Engagement wissenschaftlich reflektieren und zugleich das im Studium erworbene Fachwissen für praktische Problemstellungen verwenden. Um das Service Learning zu unterstützen und nach außen besser sichtbar zu machen, ist die Universität nun dem „Hochschulnetzwerk für Bildung durch Verantwortung e.V.“ als offizielles Mitglied beigetreten. Der Verein ist ein Zusammenschluss von 36 Hochschulen, der das zivilgesellschaftliche Engagement von Studierenden, Lehrenden und anderen Hochschulangehörigen stärken und zur gesellschaftlichen Öffnung des Wissenschaftssystems beitragen möchte.Weitere Informationen

Hochschulsport
Projekt zur Professionalisierung
pug — Die Zentrale Einrichtung Hochschulsport (ZEHS) an der Universität Göttingen, eine der größten Sporteinrichtungen in Niedersachsen, wird in den kommenden zwei Jahren ihr Angebot im Hinblick auf verschiedene Aspekte von Diversität und Vielfalt professionalisieren. Neben Workshops für Übungsleitende zur Sensibilisierung für das Thema sind unter anderem englischsprachige Sportangebote, Gesundheitsaktivitäten für internationale Studierende und Angebote für Studierende mit körperlichen Beeinträchtigungen geplant. Das Projekt im Hochschulsport ist das erste seiner Art an einer deutschen Universität und wird von Mai 2017 bis April 2019 aus Studienqualitätsmitteln finanziert. „Wir möchten alle Angehörigen und Mitglieder des Hochschulsports für das Thema Diversität sensibilisieren und unser breites Sportangebot deshalb bedarfsgerecht und zielgruppenorientiert um- und ausgestalten, mit besonderem Blick auf die Bereiche Internationalisierung, Inklusion und Gendervielfalt“, erklärt Dr. Arne Göring vom Göttinger Hochschulsport, der das Projekt initiiert hat. Im laufenden Sommersemester stehen eine Bedarfsanalyse, Vernetzung und Strategieplanung auf dem Programm. Erste Umsetzungen sind für das Wintersemester 2017/2018 geplant.
→www.hochschulsport.uni-goettingen.de

Campus
Pfandflaschen fördern UNICEF
In der vergangenen Woche haben Vertreter der Unicef-Arbeits- und Hochschulgruppe Göttingen und des Studentenwerks eine weitere Box für Pfandflaschen in der Mensa am Turm aufgestellt. Sie ist inzwischen die dritte ihrer Art, die an stark frequentierten Göttinger Mensastandorten zu finden ist. „Mit den Pfandflaschen aus den Boxen in der Zentralmensa und am Nordcampus konnten bisher rund 900 Euro Spendengelder gesammelt werden“, freut sich Dr. Hans-Joachim Merrem, Leiter der Unicef-Arbeitsgruppe Göttingen. Die Spendengelder fließen in den großen Unicef-Topf für Hilfsprojekte. Teilweise werden auch gezielt spezielle Hilfsaktionen für einen Zeitraum von einem halben Jahr gefördert.

Studium
Gesundheitsförderung für Studierende
„Healthy Campus“-Projekt ab Sommersemester
pug — Im Sommersemester 2017 startet an der Universität eine Initiative zur Gesundheitsförderung von Studierenden. Im Rahmen des Pilotprojekts „Healthy Campus“ konzipiert und erprobt der Göttinger Hochschulsport in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaften in den kommenden zwei Jahren zahlreiche Maßnahmen zu den Themen Bewegung, Ernährung, Stress und Arzneimittelkonsum. Ziel der Initiative ist es, die Gesundheit von Göttinger Studierenden zu fördern, sie bei der Bewältigung der Studienanforderungen zu unterstützen und auf die Anforderungen des Berufslebens vorzubereiten.Weitere Informationen

____________


Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Automatische Pflanzenbewässerer
• Bluetooth-Kopfhörer
• Trekkingräder
• Autokindersitze
• Samsung Galaxy S8 und S8+

Neue Bücher für Verbraucher
test Spezial: Kameras
Finanztest Spezial: Ihre Rente
Handbuch Geldanlage
WordPress

Betriebsrente
Ohne Geld vom Chef lohnt’s nicht
Eine Betriebsrente, bei der der Arbeitnehmer mit einer Direktversicherung fürs Alter sparen möchte, lohnt sich nur dann, wenn der Chef ein gutes Angebot aussucht und selbst Geld beisteuert. Tut er dies nicht, sollte man noch warten. Spätestens 2019 muss der Arbeitgeber bei neuen Verträgen etwas zur Betriebsrente dazugeben. Finanzexperten der Stiftung Warentest haben 45 Angebote von 26 Versicherern untersucht.Weitere Informationen

Nahrungsergänzung für Sportler
Vorsicht beim Onlinekauf
Viele Mittel unnötig oder gar riskant
Vitaminpillen, Kapseln zum Muskelaufbau und andere Nahrungsergänzungsmittel liegen im Trend – vor allem bei Sportlern. Viele vertrauen den Werbeversprechen der Hersteller und kaufen die Produkte, weil sie sich davon eine höhere Leistungsfähigkeit erhoffen. Doch viele Mittel sind unnötig oder gar riskant, insbesondere wenn sie im Internet gekauft werden.Weitere Informationen

Roaming-Gebühren
9 von 16 Anbietern schränken Leistungen ein
In der EU sind die Roaming-Gebühren zum 15. Juni abgeschafft. Doch 9 von 16 befragten Anbietern rechnen im Ausland anders ab. Beispielsweise, indem sie Community-Verbindungen im europäischen Ausland teurer abrechnen als hierzulande.
Vor einer Reise sollten Kunden nachlesen, welche Regelung in ihrem Tarif für das Roaming vorgesehen ist und gegebenenfalls umstellen. In der Regel geht das ganz einfach online über das Kundenkonto. Kunden der Telekom beispielsweise, deren Vertrag vor dem 16. April geschlossen wurde, landen nun automatisch in der Option „Weltweit“ und sollten prüfen, ob sie mit einer anderen Option besser fahren. Aber auch Tablet-Nutzer mit einem Datentarif sollten sich vor der Fahrt ins Ausland informieren. Haben sie zum Beispiel bei O2 den Tarif „Data „S“, „M“ oder “ L“ wird es für sie teuer: Sie rutschen automatisch ins „EU Day Pack“ und zahlen für ein 50-Megabyte-Volumen pro Tag 1,99 Euro.
Der ausführliche Bericht zum Roaming mit Tipps, welche Optionen für Kunden der verschiedenen Anbieter empfehlenswert sind, ist unter www.test.de/roaming abrufbar.

Bundesweite Verbraucher-Umfrage
Gesetzliche Gewährleistung zu kurz?
Zwei Jahre gilt die gesetzliche Gewährleistung. Geht die Waschmaschine danach kaputt, haben Verbraucher gegenüber Händlern keine Ansprüche. Das ist ein Problem – insbesondere bei Produkten mit einer deutlich längeren Lebensdauer. Doch auch wenn Verbraucher fristgerecht reklamieren, stoßen sie oft auf Hindernisse.
Mit einer bundesweiten Umfrage wollen die Verbraucherzentralen erfahren, welche Probleme, Vorstellungen und Erwartungen Verbraucher rund um das Thema Gewährleistung haben.Weitere Informationen

Marktcheck
Coffee-to-go im Mehrwegbecher
noch lange nicht die Regel

Coffee-to-go ist aus deutschen Städten nicht mehr wegzudenken. Die Kehrseite: Rund drei Milliarden (!) Kaffeebecher landen pro Jahr im Müll. Zum Tag der Umwelt hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen nachgefragt, welche Coffee-Shops und Bäckereien ihren Kaffee auch in mitgebrachte Becher füllen. Das Ergebnis des Marktchecks: Nur jeder zweite befragte Shop machte mit, jeder dritte belohnte umweltbewusste Kunden mit einem Rabatt.
Die in Göttingen getestete Bäckerei Küster zählt zu den verantwortungsvollen Betrieben.Weitere Informationen

wimdu.de
Zweideutiger Bestellbutton: abgemahnt
Ferienwohnungen und Apartments günstiger – damit wirbt das Online-Portal wimdu.de. Bei der Suche nach Schnäppchen konnte es bisher jedoch passieren, ungewollt eine kostenpflichtige Buchung auszulösen. Der Grund: Der Bestellbutton war nicht eindeutig beschriftet und eine Übersicht mit den wichtigsten Preisinformationen fehlte. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat das Unternehmen abgemahnt und jetzt ein positives Urteil erzielt. Zukünftig muss der Anbieter die Beschriftung des Bestellbuttons ändern und Verbraucher unmittelbar vor Buchungsabschluss über den Gesamtpreis informieren.
Ein Nutzer des Online-Portals wimdu.de hatte sich an die Verbraucherzentrale Niedersachsen gewandt, da er versehentlich eine Buchung abgeschlossen hatte. Er war davon ausgegangen, der mit „Jetzt buchen“ beschriftete Button löse lediglich eine Buchungsanfrage, nicht aber eine verbindliche Buchung aus. „Der Verbraucher war klar im Recht, der Button schlicht fehlerhaft beschriftet“, sagt Anke Kirchner, Justiziarin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Die Verbraucherzentrale hat das Unternehmen daher aufgefordert, diese Praxis zu ändern und eine Unterlassungserklärung abzugeben.
Wimdu.de hat sich verpflichtet, den Bestellbutton eindeutig zu beschriften und unmittelbar vor Buchungsabschluss den fälligen Gesamtpreis anzugeben. So werden Missverständnisse zukünftig vermieden und Verbrauchern bleibt Ärger erspart.


Gesellschaft

Great Barrier Run
Dritte Auflage des Hindernislaufs
Nach dem großen Teilnehmer- und Zuschauerzuspruch der ersten beiden Austragungen des „Great Barrier Run“ gibt es 2017 die dritte Auflage des Hindernislaufs. Der „Great Barrier Run“ bietet auf drei verschiedenen Streckenlängen von 5, 10 und 15 Kilometern Länge Laufvergnügen kombiniert mit abwechslungsreichen Hindernissen. Der Hochschulsport der Universität Göttingen veranstaltet den Lauf am Sonnabend, 16. September. Die Anmeldung ist bereits freigeschaltet und schon über 600 Startplätze sind vergeben. Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 1.200 Sportbegeisterte teil.
Great Barrier Run„Wir werden probieren, unsere Kapazitäten zu erhöhen. Allerdings sind uns irgendwann natürliche Grenzen gesetzt“, sagt Projektleiter Mischa Lumme. 18 Hindernisse gilt es auf der Fünf-Kilometer-Strecke zu überwinden. Während einige Hindernisse erklettert werden müssen, sind für andere Kraft und Geschicklichkeit gefragt. „Wir wollen wieder einen attraktiven Lauf schaffen, bei dem es auf den Spaß an der Bewegung ankommt. Bei allen Hindernissen ist Teamwork der Schlüssel zum Erfolg“, so Lumme.
Darüber hinaus gibt es wieder eigene Wertungen für Schulen und Firmen. Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren können in ihren Klassen und Kursen über die Fünf-Kilometer-Distanz starten. Alle Firmen und Schulen werden auch im Rahmen der Gesamtwertung erfasst. Anmeldungen sind über das Internet unter www.great-barrier-run.de möglich. Alle Informationen sind zudem auf Facebook unter www.facebook.com/GreatBarrierRun zu finden.

____________________


Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Unfall im Labor
mw — In einem Laborgebäude in der Werner-von-Siemens-Straße fiel am 23.06. einer Mitarbeiterin ein Glas mit Salpetersäure auf den Boden und zerbrach. Die 36-jährige Mitarbeiterin wurde vorsorglich mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Bankfiliale beschmiert
jk — Im Düstere-Eichen-Weg ist in der Nacht zu Freitag (23.06.) die Fassade einer Bankfiliale von Unbekannten mit einer bräunlichen Substanz großflächig verunreinigt worden.

Containerbrände auf Firmengelände
jan — Zum Brand zweier Container auf einem Firmengelände in der Götzenbreite in Rosdorf kam es am Donnerstag (22.06.) gegen 23.45 Uhr. Ein Anwohner bemerkte den Brand und alarmierte die Feuerwehr.

Einbruch in Geismarer Kiosk
jan — Gewaltsam in einen Kiosk in der Teichstraße sind Unbekannte am Donnerstag (22.06.) gegen 0.30 Uhr eingedrungen und haben nach ersten Erkenntnissen Tabakwaren gestohlen.

Passanten grundlos angegriffen
jk — Auf dem Göttinger Wall sind am Dienstagvormittag (20.06.) zwei Polizisten bei einem Einsatz verletzt worden.

Jugendliche Trickdiebinnen
bestehlen Seniorin in der Wohnung

jk — In der Allerstraße ist am Dienstagvormittag (20.06.) eine Seniorin von zwei jungen Trickdiebinnen bestohlen worden.

Mülltonnenbrände aufgeklärt
jk — Nach umfangreichen Ermittlungen hat das 1. Fachkommissariat der Polizeiinspektion Göttingen jetzt vermutlich eine Serie von Sachbeschädigungen durch Feuer aufgeklärt, die seit Oktober 2016 insbesondere im Bereich Kreuzbergring und Humboldtallee für Unruhe gesorgt hatte.

Raub in Bovender Spielhalle
jan — Am Freitagabend (16.06.) haben zwei Räuber eine Spielhalle am Rathausplatz in Bovenden überfallen.

         
Spacer Spacer Spacer   Spacer Spacer